Freitag

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Heute haben
Aleksandar Tisma * 1924
William Kennedy * 1928
Susan Sontag * 1933
Inger Christensen * 1935
Magdalen Nabb * 1947
Reinhard Jirgl * 1953
Geburtstag
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Anne-Kathrin Funck, Doris Kutschbach, Christiane Weidemann:
„365 Tage Kunst entdecken“
sehen rätseln spielen malen
Prestel Verlag € 19,99
Ab 6 Jahren

Was ist es nun? Ein Bilderbuch, ein Kunstbuch, ein Tage-, Spiele-, oder Rätselbuch?

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Einfach von allem ein bißchen und das nicht zu wenig.
Ein Jahr voller Bilder, Rätsel, Spiele und Vergnügen und das im quadratischen Format und mal so richtig schwer. Ein Kinderbuch, das sich Erwachsene heimlich selber kaufen.
365 Tage hat das Jahr und die Kunst noch viel mehr Seiten: Für jeden Tag ist eine Seite gestaltet, auf der Kinder ein Bild, quer durch alle Epochen und Stile der Kunstgeschichte, kennenlernen und dazu kleine Aufgaben lösen. Mal gibt es einen Ausmalbogen, mal eine Geschichte zu erfinden, mal ist das eigene Bild gefragt. Scharfe Augen finden Bildausschnitte und clevere Kids ganz sicher Antworten auf die vertracktesten Fragen. So vielseitig wie die Kunst, spricht dieses Mitmachbuch die unterschiedlichsten Fähigkeiten von Kindern an und gibt Kunst einen festen Platz im Alltag.
Genauso soll es ja auch sein. In dieser schnellen Glitzerwelt aus den Flimmerkisten (Die Kisten flimmern ja gar nicht mehr und sind flach wie Vesperbrettle) tut es gut, sich jeden Tag ein Bild aus der Malerei anzuschauen und sich vielleicht sogar auf die Mitmachtipps einzulassen.
Es ist eine Neuauflage eines alten Prestel-Klassikers. Und bevor Sie sagen: Ach, das wäre doch prima für’s Tablet, nehmen sie den Ziegelstein erst mal in die Hand und genießen dieses Pfund Kunst.
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Es bringen

Heute bringt es Verena Güntner und liest ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung aus ihrem Debüt: „Es bringen“.
Wir haben schon sehr viele Platzreservierungen. Wenn Sie noch Lust haben zu kommen, dann bitte rechtzeitig, nicht, dass Sie vor einer vollgepackten Buchhandlung stehen.
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Werner Färbers:
UNGEREIMTHEIT DER WOCHE
 
Drinnen & draußen
 
Wenn durch die Straßen pfeift der Wind
und wirbelt wild herum die Blätter,
freuen sich die, die drinnen sind,
denn draußen herrscht so garstig Wetter.
ENERGIEGEWINNUNG
 
Ein Windrad steht auf einer Wiese,
dreht sich zwecks Energiegewinn.
Drunter weidet Kuh Luise,
glotzt wiederkäuend vor sich hin.
 
Da schläft ein des Windes Brise,
das große Windrad steh bald still.
Kauend produziert Luise
Verdauungsgas, das keiner will. 

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Am Montag, 16.Februar um 19 Uhr starten wir die neue Reihe: „Literalotto“.
Gemeinsam mit Florian Arnold wollen wir Ihnen (unseren) Spaß an Literatur nahebringen.
Rätseln, gewinnen, vorlesen, entdecken, selberdichten.
Ein interaktiver, lustiger Abend, den wir in loser Folge (ca. viermal im Jahr) in der Buchhandlung präsentieren wollen.
Literalotto

Donnerstag

Heute haben
Aleksandar Tisma * 1924
Susan Sontag * 1933
Inger Christensen * 1935
Magdalen Nabb * 1947
Reinhard Jirgl * 1953
Geburtstag
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Jastram leuchtet.
Oder: Die Reste vom Weihnachts-Bücherbaum.
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ssethaler

Robert Seethaler: „Jetzt wirds ernst
Kein & Aber Verlag € 14,90

Nach dem umwerfenden Erfolg des Romanes „Der Trafikant“, den wir als gebundene Ausgabe oft verkauft, aber nicht selbst gelesen haben und erst nach der Lektüre als Taschenbuch entdeckten, habe ich mich an Robert Seethalers neuesten Roman gewagt. Es ist ja immer schwierig für mich als Leser (an den Autor denke ich schon gar nicht), nach einer so guten Lektüre, ein weiteres Werk deselben Autores zur Hand zunehmen. Die früheren Romane sind dann vielleicht noch Schreibübungen und das Buch danach ein Abklatsch des Erfolges. Na, wie mans nimmt: schwierig. „Jetzt wirds ernst“ heisst es da im wahrsten Sinne des Wortes.
„Mein Weg ans Theater war verschlungen. Unvorhersehbar. Holprig“, so beginnen die Aufzeichnungen des Helden und als ich das Buch, das ich an einem Abend durchgelesen habe, beendet hatte, kann ich nur sagen: Das ist wahr!
Dieses Leben in der Provinz beschreibt Seethaler so perfekt, dass es mir beim Lesen wie Breitwandkino vorkam. Überhaupt hat er wieder eine sehr bilderreiche Sprache, so dass alle sehr filmisch wirkt. Praktisch ein Roadmovie in einer Kleinstadt. Die Eltern führen einen Friseursalon (Papa schneidet, Mama wäscht), sechs Tage die Woche, das ganze Jahr hindurch, ohne Urlaub und unser Held wächst in dieser kleinen Welt auf. Es ist sein Zuhause, mehr als die Wohnung der Eltern. Seelthaler packt skurile, schräge Geschichten in die Aufzeichnungen, lässt uns teilhaben an seiner Kindheit, seine Zeit im Kindergarten und der Grundschule. Es kommen die ersten Kontakte zum anderen Geschlecht und der übliche Eintrag ins Zeignis: „Soziale Kompetenz mangelhaft“ hinzu. Gerade das Miteinander ist für ihn nicht so einfach. Alle Versuche mit den Mädchen etwas anzufangen, scheitern. Allein ein Junge entwickelt sich, nach einer blutigen Schlägerei, zu seinem besten Freund. Dort erträumen sie sich ihre Traumfrauen und was sie alles mit ihnen machen (würden). Doch so einfach ist das gar nicht. Bis er sich doch in eine Mitschülerin verguckt, sie immer wieder abpasst und ins Gespräch mit ihr kommt. Sie hat ständig ein kleines gelbes Heftchen in der Hand, in dem sie andauernd liest. Es stellt sich als „Die Möwe“ von Tschechow heraus. Dieses Stück wird in der Schule geprobt und für unseren Helden ist klar, wenn er Erfolg bei ihr haben will, muss er dabei auch mitmachen. Er quält sich also durch die Tschechow-Stücke, liest die Weltliteratur kreuz und quer, bis er endlich bei Shakrespeare anlangt, den er sich zum Schluss aufgehoben hat. Das mit Lore klappt dann doch nicht, weil sie sich seinen besten Freund herausgesucht hat, aber die Welt des Theaters hat sich für ihn geöffnet.
Robert Seethaler hat hier einen sehr spritzigen, witzigen, frechen Roman geschrieben, der uns diesen liebenswerten Literaturhelden ans Herz legt. Es ist ein Bildungsroman der anderen Art und erinnert an die Tradition der amerikanischen Entwicklungsromane, die oft auch mit viel Esprit, Wortwitz und Ideeeinfallt daherkommen. Ein sehr erfreulicher Lesegenuss, der allerdings die Tiefe, die „Der Trafikant“ im zweiten Teil hat, nicht erreicht. Das macht die Lektüre aber gerade so sympatisch. Es ist zwar auch wieder ein junger Mann im Mittelpunkt, aber doch entwicklet Seethaler eine ganz andere Geschichte daraus.

Hier auf der website des Autoren finden Sie unter „Leseprobe“ eine kurze Lesung aus dem „Trafikant“, aber auch mehrer Leseproben aus „Jetzt wirds ernst“, damit die sich selbst ein Bild vom Text machen können.