Donnerstag

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Heute haben
Iwan Gontscharow * 1812
Günter Seuren * 1932
Mirjam Pressler * 1940 (75 Jahre)
Richard Powers * 1957
Geburtstag

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Im Rahmen der Literaturwoche 2015 findet in der Stadtbibliothek Ulm am Freitag, den 19.Juni um 19:30 ein ganz besonders ulmischer Abend für den Ulmer Barockdichter Johann Martin Miller statt.
Johann Martin Miller ist als Verfasser des seinerzeit größten Kassenschlagers nach Goethes „Werther“ bekannt. Seine Gedichte sollten den Sohn der Stadt Ulm zeitweise im ganzen deutschen Sprachraum bekannt machen, Kollegen wie Goethe oder Mörike beeinflussen und Miller einen Platz in der Literaturgeschichte verschaffen. Literaturwissenschaftler Michael Watzka hat vor kurzem im Berliner Elfenbein Verlag erstmals dessen sämtliche Gedichte herausgegeben.
Eintritt frei.

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Johann Martin Miller: „Liederton und Triller“
Sämtliche Gedichte
Herausgegeben, mit einem Nachwort versehen und kommmentiert von Michael Watzka
Elfenbein Verlag € 22,00

Der Verlag schreibt über Miller und das Buch:

Johann Martin Miller (* 3. Dezember 1750 in Jungingen, † 21. Juni 1814 in Ulm) ist vor allem als der Verfasser des seinerzeit größten Kassenschlagers nach Goethes „Werther“ bekannt: die buchlange Klostergeschichte um den empfindsamen Jüngling Siegwart. Zunächst aber waren es aber seine Gedichte, mit denen der nachmalige Münsterprediger Miller, der 1772 den legendären Dichterbund des Göttinger Hain mitbegründete, das literarische Parkett seiner Zeit betrat. Dabei ist die Tanzfläche nicht das schlechteste Bild, möchte man mehr über Millers Lyrik und den ihr eigenen, liedhaften Ton sagen. So bekannte er dem Dichterkollegen Voß einst in Versform: „Mich Johann Martin Miller / Hat Liederton und Triller / Mama Natur gelehrt“. Und dafür stehen nicht zuletzt so prominente Zeitgenossen wie Mozart, Beethoven oder der berühmteste Bachsohn Carl Phillip Emanuel mit ihren Namen Pate, die den Miller’schen Versen in ihren einfachen Melodien bis heute noch Klang verleihen.
Im 200. Todesjahr (2014) Millers versammelt dieser Band erstmals sämtliche Gedichte des Ulmer Lyrikers. Er folgt der 1783 erschienenen Ausgabe letzter Hand. Die einfachen Strophen handeln von Schäferinnen und Verliebten, einsamen Tälern und Abendmonden – und herzzerreißender Freundschaft. Sie sind in all ihrer Eigenheit und Merkwürdigkeit Dokument jener Jahre zwischen 1772 und 1775, in denen eine kleine Gruppe von Studenten und Klopstock- Jüngern an der Göttinger Universität die Geburtsstunde der empfindsamen Lyrik feierte – und dabei Spuren hinterließ, die bis in die Werke der Klassiker und Romantiker hineinreichen. Ihr Ton und ihre Poetik, und damit auch die des produktiven „Nonnenlieddichters“ Miller, klingen noch in den Werken Goethes, Mörikes und der Gebrüder Grimm nach.

Die Zufriedenheit

Was frag’ ich viel nach Geld und Gut,
Wenn ich zufrieden bin!
Gibt Gott mir nur gesundes Blut,
So hab’ ich frohen Sinn,
Und sing’ aus dankbarem Gemüt
Mein Morgen- und mein Abendlied.

Da heißt die Welt ein Jammertal,
Und deucht mir doch so schön;
Hat Freuden ohne Maß und Zahl,
Läßt keinen leer ausgehn.
Das Käferlein, das Vögelein
Darf sich ja auch des Maien freun.

Und wenn die goldne Sonn’ aufgeht,
Und golden wird die Welt;
Und alles in der Blüte steht,
Und Ähren trägt das Feld;
Dann denk’ ich: Alle diese Pracht
Hat Gott zu meiner Lust gemacht.

Dann preis’ ich laut, und lobe Gott,
Und schweb’ in hohem Mut,
Und denk’: Es ist ein lieber Gott,
Und meint’s mit Menschen gut!
Drum will ich immer dankbar sein,
Und mich der Güte Gottes freun!

An den Mond

Lieber Mond, du scheinest wieder
In mein stilles Thal hernieder;
Aber ach! mein Auge weint
Um den fernen Herzensfreund!

Schwermutsvoller wallt und trüber
Mir die Stunde jetzt vorüber,
Da er hier mich einst entzückt
An sein klopfend Herz gedrückt.

Unter welchen Seligkeiten
Sah ich dich vorübergleiten!
Schöner lachte dein Gesicht
Keinem Mädchenauge nicht.

Leiser lispelten die Lüfte,
Süßer dufteten die Düfte,
Heller funkelte der Tau
Auf den Blumen dieser Au.

Aber ach! hinweggeschwunden
Sind die schönsten aller Stunden!
Ach! im fernen Thale weint
Meinethalb der süße Freund!

Ach! Er weint, und denkt der Stunden,
Die mit mir ihm hingeschwunden!
Doch, o Herz, gedulde dich!
Deinethalben härmt er sich!

An die Sonne

O liebe Sonne, sei gegrüßt!
Wir haben lange dich vermißt.
Am Himmel hingen Wolken nur,
Und traurig war die ganze Flur.

Die Vögel trillerten nicht mehr
Ihr Morgenliedchen um mich her;
Und alle Blümchen in dem Thal
Betrübten sich, und wurden fahl;

Und meiner Doris Auge war
Nur halb so freudenreich und klar;
Und wenn sie lachte, lachte sie
Mir nur mit vieler saurer Müh.

Nun aber, Sonne, lachest du,
Und jeder Vogel singt dir zu,
Und jedes Blümchen hebt sich auf,
Und sieht vergnügt zu dir hinauf.

Und ungezwungen süß und frei
Lacht meine Doris mir aufs neu.
O liebe Sonne, lachtest du
Uns immer doch so freundlich zu!

Beim Trunk

Unsre Herzen zu erfreun,
Gab uns Gott den edeln Wein;
Darum dankt ihm, Brüder!
Harm und grämliches Gesicht
Danken unserm Geber nicht,
Aber Freudenlieder.

Wer als braver Biedermann
Seines Tages Pflicht gethan,
Mag im Frieden trinken!
Freuden, wie die Tugend rein,
Sieht er aus dem edeln Wein
Ihm entgegen blinken.

Aber den, der Arme haßt,
Und von ihrem Schweiße praßt,
Müsse Schande decken!
Taumel müss‘ ihm jeder Wein,
Jeder Tropfen Gift ihm sein,
Und wie Wermut schmecken!

Liebeslied

Ich sah ein Mädchen; ach, so schön
Hab‘ ich seit Jahren keins gesehn!
Das Herz im Leibe bebt mir noch,
Und wallt von süßem Taumel hoch!

Der Glanz der blauen Äugelein
Drang in mein Innerstes hinein;
Mir ward so hell mit einemmal,
Als käm‘ ein Frühlings-Sonnenstrahl.

Die Wange so gesund und frisch!
Der Farben liebliches Gemisch! –
Der Lilien und Rosen Zier
Verschwindet all in nichts vor ihr.

So rund und rot und hold der Mund!
So sanft das Kinn, und, ach, so rund!
Und alles, alles! ach, so schön!
So hab‘ ich’s nimmermehr gesehn!

Du liebes Mädchen! dein, o dein
Will ich mein ganzes Leben sein!
Du blicktest mich so freundlich an;
Ach, sag! bist du mir zugethan?

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Heute abend im Rahmen der Literaturwoche:
LiteraLotto

LiteraLotto ist ein neues Format – Literatur zum Mitspielen.
Zur Literaturwoche Ulm 2015 startet Literalotto mit einer Spezialausgabe – dreimal mehr Gäste, die auch aktiv am „spontanen Gedicht“ mitwirken dürfen sowie eine Fortsetzung unseres „unendlichen Romans“.
Dazu jede Menge Literaturquiz und Gewinnspiele in der einmaligen ANIMO!-Kaffeehausatmosphäre.
Gäste: Markus Hablizel, Verleger – Birgit Boellinger, Literaturbloggerin – Josef Feistle, Autor
Donnerstag, 18.Juni ab 19:30
Manufakturcafé ANIMO!
Telefon: 0731 9609688
Copyright: Florian L. Arnold & Rasmus Schoell
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Ein kleiner Tipp zum Schluss:
Unter der Schirmherrschaft von Sönke Wortmann entsteht ein ganz besonderer Film.
Wir sind aufgefordert, am Samstag, den 20.Juni ein Filmchen, einen Film zu drehen und ihm zuzuschicken.
Egal wie lang. Es kann auch nur eine kurze Sequenz sein.
Daraus entsteht ein Kinofilm. Deutschland an einem Tag im Sommer 2015.
Hier geht es zur Website von www.madeby.de

Donnerstag

Die Römer wissen, wie es geht
Die Römer wissen, wie es geht

Heute haben
Robert Frost * 1874
Tennessee Williams * 1911
Erica Jong * 1942
Patrick Süskind * 1949
Geburtstag
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Robert Frost
A Minor Bird

I have wished a bird would fly away,
And not sing by my house all day;

Have clapped my hands at him from the door
When it seemed as if I could bear no more.

The fault must partly have been in me.
The bird was not to blame for his key.

And of course there must be something wrong
In wanting to silence any song.


A Boundless Moment

He halted in the wind, and – what was that
Far in the maples, pale, but not a ghost?
He stood there bringing March against his thought,
And yet too ready to believe the most.

‚Oh, that’s the Paradise-in-bloom,‘ I said;
And truly it was fair enough for flowers
had we but in us to assume in march
Such white luxuriance of May for ours.

We stood a moment so in a strange world,
Myself as one his own pretense deceives;
And then I said the truth (and we moved on) .
A young beech clinging to its last year’s leaves.
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Heute kommt der Buchtipp von Mitarbeiter Rasmus Gabriel Schöll:

1

Matthew Thomas: „Wir sind nicht wir“
Aus dem Amerikanischen von Astrid Becker und Karin Betz
Berlin Verlag € 24,99
als EBook € 18,99
Im Original: „We Are Not Ourselves“ € 16,00

Bei diesem Buchtipp gibt es eine Gebrauchsanweisung.
1. Sie vertrauen mir, lesen die ersten Zeilen des Blogeintrags bis zur Inhaltsangabe, kaufen das Buch, lesen es ohne den Klappentext und das Drumherum zu beachten. Und haben sicherlich ein Leseerlebnis, wie es der Autor wollte.
Oder, 2., Sie machen einfach, was Sie wollen.
Also, am liebsten würde ich bei diesem Buch gar nicht verraten, um was geht. Aber als Buchhändler ist das wahrscheinlich keine so gute Idee. Als ich vor einigen Monaten das Leseexemplar mit nach Hause genommen hatte, habe ich gar nicht groß hinten und vorne rumgelesen, sondern mich einfach in die ersten Seiten gestürzt.
Und das war gut so.
Denn es ist eines dieser Bücher, die einen zu überraschen vermögen, wenn man nicht weiß, was kommt. Mich hat es sofort in den Bann geschlagen, wenn auch zu Beginn etwas schleichend, beginnt es schnell an Fahrt zu gewinnen und lässt einen bis
zur letzten Seite nicht mehr los.
Mit „Wir sind nicht wir“ hat Matthew Thomas in den USA sein Erstling vorgelegt und hat sogleich für ordentliches Aufsehen gesorgt. Er wird mit Jonathan Franzen verglichen und das sicherlich nicht zu Unrecht. “ Wir sind nicht wir“ ist ein fulminantes drei Generationen umspannendes Familienepos. Zu Beginn wird die Geschichte von Eileen erzählt. Sie kommt aus einer Familie irischer Einwanderer und wächst im New York der 1940er-50er Jahre auf. Ihre Mutter ist eine Trinkerin und Ihr Vater der stärkste Mann von ganz Queens. Doch schon mit 10 Jahren ist für Eileen nichts wichtiger als ein besseres, angeseheneres Leben, als das ihrer Eltern zu erreichen. Sie heiratet den jungen Wissenschaftler Ed. So langsam beginnt Sie auf der Gesellschaftsleiter nach oben zu steigen. Das junge Ehepaar zieht in eine bessere Gegend und in ein schöneres Haus. Aber Eileens Träume wachsen und wachsen. Wir kennen das, von Dingen, die wir uns lange gewünscht haben und wenn wir sie endlich haben, ist ihr Zauber bald auch wieder verflogen. Wa,s wenn unsere Träume sich erfüllen, aber wir nicht glücklich werden? Doch für Eileen ist diese Suche nach dem Zauber, nach dem Glück eine Art materalistischer Traum; es müssen immer bessere Wohngegenden und Häuser her. Sie zieht stundenlang mit einer Immobilienmaklerin umher, um sich Häuser anzusehen, die sie nicht braucht und auch nicht leisten kann. Langsam, beinahe unmerklich verdunkelt sich der Himmel und Eds scheinbarer Burnout entpuppt sich mehr und mehr als eine sehr schwere Erkrankung. Mit existenzieller Gewalt, wie ein Hammer splittert die Frage ins Buch: Was ist wirklich wichtig im Leben? Wer sind wir, wenn wir nicht mehr wir sind?
Eileen, Ed und ihr Sohn Connell wachsen mit zunehmender Seitenzahl an ihren Aufgaben und dem Leben. Obwohl eine große Zeitspanne über 900 Seiten an uns vorüber zieht, 2. Weltkrieg, Irakkrieg, 11. September und was sonst noch alles in den letzten 100 Jahren wichtiges in der Menschheit passiert ist, spielen diese Ereignisse kaum eine Rolle. Der Roman erreicht eine schier physisch greifbare Intensität, indem er sich auf die drei Hauptpersonen konzentriert. Und geht es uns nicht auch so? Die Weltgeschichte ist der mal lauter, mal leiser rauschende Hintergrund unseres ureigensten Kosmos, der nur von Bedeutung wird, wenn er uns höchstperönlich betrifft. Oft werden Geschichten von schwer erkrankten Menschen als Ausschnitt dieser Krankheit erzählt, als sei die Zeit der Kranheit das Leben dieser Menschen. Doch Matthew Thomas erzählt die ganze Geschichte, das ganze Leben. Wir leben ein normales Leben, meist weit entfernt von dem, was tatsächlich wichtig wäre und auf einmal stürzt uns ein Ergeinis aus unseren Tagträumen und wir wachen auf, erkennen, spüren, was wirklich zählt.
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Morgen Abend um 19 Uhr berichtet Thomas Thiel über seine Zeit als Militärpfarrer in Afghanistan

Am darauffolgenden Dienstag gibt es ab 19 Uhr eine weite Ausgabe von „Literalotto„.
Spass und Literatur mit Florian Arnold und Rasmus Schöll.

2

Mittwoch

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Heute haben
Bernhard Kellermann * 1879
Giorgio Bassani * 1916
Alan Silitoe * 1928
James Ellroy * 1948
Khaled Hosseini * 1965
Geburtstag
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Unser gestriges „Shortlistlesen“ ergab nach der Abstimmung ein Siegerbuch. Auch wenn es knapp herging und Clemens Grote zwei Gedichte von Jan Wagner als Zugabe wiederholen musste, schaffte es „Zeiden, im Januar“ von Ursula Ackrill aus dem Wagenbach Verlag bei uns auf Platz eins.

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Ich gebe dieses Ergebnis nach Leipzig weiter und wir schauen, was die daraus machen.
Dank an alle, die mitgemacht haben und natürlich einen extra Dank an Clemens Grote, der uns die Texte wieder einmal gekonnt nahegebracht hat.
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Es gibt Neues von Britta Teckentrup und es wird immer kniffliger.
Da müssen sich die Erwachsenen aber ordentlich anstrengen, um vor den Kleinen die Lösung zu finden.

Britta Teckentrup:“Wir gehören zusammen!“
Ein Such-Buch
Originaltitel: Where’s the pair?
Ab 4 Jahren
Prestel Verlag € 12,99

Es ist wirklich nicht leicht die Paare aus diesen Wimmelbilder herauszufinden.
War es im ersten Band noch so, dass wir aus einem Schwarm Fledermäusen, einer Gruppe von Schildkröten, einer Kolonie von Pinguinen, … ein Tier herauszufinden, das anders war, dreht sie nun die Spieß um. Paare finden. Klingt einfach, ist es aber nicht. Britta Teckentrup, die im englischen Raum viele Bilderbücher herausgebracht hat, zeigt sich hier wieder als einzigartige Grafikerin und Illustratorin und hebt sich ab von allen anderen Wimmelbüchern, die auf dem Markt sind.

1

Ein Rudel Hunde im Park
schnuppert an den schönsten Stellen,
bis ein Hund beginnt,
lauthals zu bellen.

Sie kläffen und heulen
und rennen blitzschnell.
Findest du die Geschwister
mit genau gleichem Fell?

Na dann mal los, liebe LeserInnen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

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Und auch hier wird es nicht einfacher.
An diesen wenigen Beispielen merken Sie schon die künstlerische Qualität von Britta Teckentrup. Stimmig dazu ist das Papier ausgewählt worden und das kleine Kunstwerk liegt schön in der Hand.
So wünsche ich Ihnen noch viel Erfolg bei der Suche nach den zwei Bären mit den Schals im Partnerlook, den Vögeln mit dem gleichen Federkleid, den Fische, die gegen den Strom schwimmen, …

Britta Teckentrup wurde in Hamburg geboren und hat am Saint Martins College of Art und am Royal College of Art in London Kunst und Illustration studiert. Sie ist Autorin und Illustratorin zahlreicher Bücher und ihre Arbeiten werden häufig in Ausstellungen gezeigt. Heute lebt sie zusammen mit ihrem schottischen Ehemann, ihrem Sohn Vincent und ihrem Kater Oskar in Berlin.
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Unsere nächste Veranstaltung ist Ende des Monats:

Freitag, 27.März um 19 Uhr
Thomas Thiel: Als Militärpfarrer in Afghanistan

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Gefolgt von einer zweiten Ausgabe von „Literalotto
am Dienstag, den 31.März um 19 Uhr
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Mehr aus der Welt der Bücher finden Sie auch auf unseren Fotoblogs:
Jastram.tumblr.com
und
Wiebuecherleben.tumblr.com
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Dienstag

Heute haben
Friedrich Maximilian von Klinger * 1752
Georg Weerth * 1822
Chaim Potok * 1929
Ruth Rendell / Barbara Vine * 1930
Frederik Hetmann * 1934
Geburtstag
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Georg Weerth
Der Wein

Und dem Weisen ist zu gonnen,
Wenn am Abend sinkt die Sonnen,
Daß er in sich geht und denkt,
Wo man einen Guten schenkt.

I

Der Gott, der uns die Rebe gab,
Der hat uns auch geheißen:
Zu trinken bis ans kühle Grab
Den Roten wie den Weißen.

II

Es liegt die Welt voll Sonnenschein,
Die grünen Wälder winken.
Wir wolln in einem guten Wein
All unser Leid vertrinken.

Der Wein erfrischt das alte Mark,
Trink nun den Wunderkühlen!
Du wirst dich wie ein Simson stark
In deinen Knochen fühlen.

III

Du blondgelockter Kleiner,
Geh, sage deinem Herrn:
Ein Fläschlein Nierensteiner,
Den tränk ich gar zu gern.

Du bist ein schönes Kind,
Du blondgelockter Kleiner –
Geh, hole mir geschwind
Ein Fläschlein Nierensteiner!


Das geht noch ewig so weiter!
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Barnes

Julian Barnes: Lebensstufen“

Aus dem Englischen von Gertraude Krueger
Kiepenheuer & Witsch Verlag € 16,99
auch als Originalausgabe in englisch und als eBook

Julian Barnes ist wahrlich großer Meister. Er packt besondere Themen an, oder vermischt in seinen Büchern Dinge, die auf den ersten Blick nicht kombinierbar sind. Vor ein paar Wochen habe ich einen alten, neuaufgelegten Roman von ihm vorgestellt, der aus verschiedenen Erzählungen zusammengesetzt ist. Es kommen Holzwürmer, Richter und das Floß der Medusa darin vor. Und trotzdem schafft es Barnes die Fäden in der Hand zu halten und ein Ganzes daraus zu weben.
Hier erzählt er uns drei Geschichte, die vordergründigt fremd nebeneinander stehen. Die Entwicklung der Heiss- und Gasluft-Ballonfahrt, eine der Liebesgeschichte der Diva Sarah Bernhardt und seine eigene Trauer nach dem Tod seiner Frau Pat Kavanagh. Um von hinten her zu erzählen: Julian Barnes und seine Frau waren 30 Jahre verheiratet. Bei ihr wird ein Tumor entdeckt und es bleiben exakt noch 27 Tage bis zu ihrem Tod. Dies ist sicherlich das beindruckenste Kapitel in diesem Buch. So persönlich, wie Barnes hier auftritt, haben wir ihn in keinem seiner Bücher erlebt. Er zitiert aus Trauerbriefen seiner Freunde, wiederholt Sätze, die zu ihm als Trost gesagt worden sind und wir begreifen, dass diese Trauer kein Vergessen kennt. Dass es zum Verrücktwerden ist, dass es keinem Vergleich mit einer anderen Situation geben kann. Zumindest nicht für Julian Barnes.
Und nun kommen wir zu den beiden anderen Kapiteln. Auch hier geht es um Liebe, um Euphorie, um den Verlust. Träume zerplatzen, Menschen verschwinden und doch dreht sich Welt weiter. Aber: ein Trost ist dies auch nicht. Essayhaft schreibt er das Ballonkapitel, bald wie ein Sachbuch. Im Bernhardt-Kapitel sind wird mitten drin in der Scheinwelt des Theaters, in der Welt dieser Exzentrikerin Bernhardt, der Barnes eine Liebschaft mit einem englischen Offizier andichtet.
Barnes spielt, er komponiert und dies so locker und leicht, wie wir es selten lesen. Er schreibt über den Orpheus und Eruridike-Mythos, schimpft über Orpheus, versteht ihn dann doch, ist verärgert über die Götter und verwirft auch das wieder. Auch hier ein Verlust, der allerdings von den Göttern gelenkt wird. Im wahren Leben hat der Tod seiner Frau nichts mit Gott zu tun und der Trost eines christlichen Freundes verpufft sehr sehr schnell.
Selten habe ich ein so intensives, persönliches Kapitel über Tod, Verlust und Trauer gelesen.

Leseprobe
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Die erste Ausgabe von „Literalotto“ ging gestern über die Bühne.
Vielen Dank an all diejenigen, die mitgemacht haben und diejenigen,
die gekommen sind.
Wir haben Musen zu Dichtern zugeordnet, den Schluss der „Jahrestage“ von Uwe Johnson erst mit großer Hilfe herausbekommen und bekamen dafür von Florian Arnold, zwei von Gewinnern herausgesuchte Buchstellen, vorgelesen. Zum einen aus Robert Seethalers: „Der Trafikant“ und dann noch von Verena Rossbacher: „Schwätzen und Schlachten“. Den ersten Roman kannten alle, den zweiten niemand. Auch das war bemerkenswert. Zumal die vorgelesene Passage sehr interessant klang.
Ehrengast Tommi Brem, der gerade in der Griesbadgalerie ausstellt, brachte Bücher seines Lieblingsautoren Philip K.Dick mit und Florian Arnold hielt seinen Lieblingsautoren W.G.Sebald in die Höhe und pries dessen Buch: „Die Ausgewanderten“.
Zum Schluß waren dann wieder alle gefragt und aus Zeitungsüberschriften sollte das „Spontane Gedicht“ entstehen, das nach Beendigung von Florian Arnold gekonnt vorgetragen wurde.

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Wir hatten die Zeit von einer Stunde kaum überschritten, danach verzweifelt einen neuen Termin für die zweite Folge „Literalotto“ gesucht und erst im Juni etwas gefunden.

Donnerstag

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Heute haben
Friedrich de la Motte Fouqué * 1777
Lou Andreas-Salomé * 1861
Gerhard Rühm * 1911
Janwillem van de Wetering * 1931
Barbara Honigmann * 1949
Geburtstag.
Und es ist der Todestag von Thomas Bernhard.
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Oliver Jeffers: „Steckt“
Deutsch von Anna Schaub
Bilderbuch ab 4 Jahren
NordSüd Verlag

Das Original „Stuck“ erschien schon 2011 in den USA und jetzt kommt das geniale Bilderbuch in seinem deutschsprachigen Verlag heraus, der sich in den letzten Jahren sehr um ihn bemüht hat. „Dieser Elch gehört mir“ war genauso witzig, wie „Die Hugis. Ich war’s nicht“. Jeffers Geschichten sind überdreht. Auf den ersten Augenblick und dann wird uns klar, dass er nur genau hinschaut. So spielen Kinder, so verhalten sie sich, wenn sie streiten, wenn sie einen Freund suchen, oder wenn sie unbedingt etwas wiederhaben wollen. Und das auf eigene Faust. „Mach ich selber!“, diesen Satz hören wir doch oft und es ist oft zum Verzweifeln, wenn wir schauen, wie Kleinen sich abmühen, aber wir ihnen nicht zur Hilfe eilen dürfen.
Hier steckt Floyds Drachen in einer Baumkrone fest. Um ihn wieder runterzukriegen, wirft Floyd alles Mögliche und Unmögliche in Richtung Krone. Erst den einen Schuh, dann den andern. Und dann alles, was ihm in die Hände gerät. Seine Katze, eine Leiter, einen Farbeimer und allerlei Dinge, die im Haushalt zu finden sind. Dazu muss er allerdings auch zum Schraubendreher greifen, um die Haustür auf den Baum zu pfeffern. Und dann wirds es ganz wild. Ein Schiff, sein Haus (mitsamt der rufenden Mamá), einen Orang-Utan, einen Wal wirft er in den Baum, der jedoch alles festhält und nichts ausspuckt. Als dann die Feuerwehr zum Helfen kommt, ist sie auch keine Rettung und landet, natürlich, im Baum. Bis, ja plötzlich und ganz langsam und ruhig und unangestrengt, sein roter Drachen wieder zu Boden segelt. Floyd ist ausser sich vor Freude und spielt den ganzen Nachmittag mit ihm, bis er müde und zufrieden in seinem Bett liegt. Aber irgendetwas hat er vergessen, so scheint ihm. Durch sein Schlafzimmerfenster sehen wir im Dunkeln den Baum stehen und wenn wir zur letzte Seite umblättern, fordert der Feuerwehrhauptmann seine Jungs zum Durchhalten auf. Er hat eine Idee!
Ja, wirklich, eine tolle Idee, dieses Bilderbuch, in dem sich Oliver Jeffers und Floyd so richtig austoben. Solche Szenen aus dem Kinderzimmer kennen wir doch. Wenn da der Plüschwal durchs Zimmer segelt und das Plastikhaus hinterher. Jeffers arbeitet viel mit Farben, die die Gefühle von Floyd widerspiegeln und schafft es mit wenigen Strichen eine wilde Geschichte weiterzugeben.
Auf der Leseprobe können Sie 18 Seiten im Buch blättern. Es lohnt sich.
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Am Rosenmontag ist es soweit.
Wir starten mit der Nullnummer von Literalotto.
Es gilt Musen zu kennen, Bücher zu raten und einem Zufallsbuch zuzuhören.
Es gibt einen Ehrengast und ein spontanes Gedicht.

Für alle Faschingsmuffel, die trotzdem etwas Lustiges erleben wollen,
der ideale Termin.
Wir beginnen um 19 Uhr.
Tätää!
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Aus der „1.Seite“ am 3.März wird „Shortlistlesen
Clemens Grote liest aus den fünf Romanen, die in der Endauswahl
zum Leipziger Buchpreis stehen.

Ursula Ackrill: “Zeiden, im Januar”
Teresa Präauer: “Johnny und Jean”
Norbert Scheuer: “Die Sprache der Vögel”
Jan Wagner: “Regentonnenvariationen”
Michael Wildenhain: “Das Lächeln der Alligatoren”

Danach stimmen wir wieder ab und schauen gespannt, ob sich die Jury in Leipzig
am 12.März an unseren Vorschlag hält.
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Mittwoch

Heute haben
Karoline von Günderode * 1780
Else Lasker-Schüler * 1869
Georg Hirschfeld * 1873
Maryse Condé * 1937
Frank Schulz * 1957
Geburtstag
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1

„Still“
Regie: Matti Bauer
Deutschland 2013
DVD € 15,99
Mit deutschen (!) und englischen Untertiteln

Ja wirklich. Ein deutscher Film mit deutschen Untertiteln. Denn, wenn die hier ihr richtiges Bayerisch auspacken, dann wird es schwierig.
Über fünf Jahre hinweg hat der Filmemacher Matti Bauer die junge Bäuerin Uschi begleitet. Dabei zeigt er, wie die Frau trotz widriger Umstände an ihrem Traum von einem selbstbestimmten Leben festhält. In beeindruckenden Schwarzweißbildern und mit einer fast meditativen Ruhe (es gibt keine Musik im Hintergrund) gibt er seiner sympathischen Protagonistin viel Raum zur Entfaltung – und letztlich lebt der Film auch von ihrem ansteckenden Optimismus. Ein warmherziges Porträt über ein Leben, das unserer Zeit völlig entrückt zu sein scheint und gerade daraus seinen Reiz bezieht.

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(Bildrecht: Matti Bauer)

Eine junge Frau verlässt den Hof der Eltern und geht auf eine Alm in den Bergen. Abgeschieden von der Welt im Tal führt sie ein einfaches, aber freies Leben, gebunden nur an den Rhythmus, den die Tiere ihr vorgeben. Sie hat schon einiges von der Welt gesehen; war in Thailand und mehrfach in Südamerika und hat ein so sympatisches Lachen, dass es einem beim Zuschauen die harte Arbeit vergessen lässt. Nicht nur ist sie für die Kühe rund um die Uhr da, sie nimmt auch noch eine Ziege mit hoch und lernt nebenbei für verschiedene Prüfungen. Uschi melkt, buttert und macht Käse. Sie ist eins mit sich und den Tieren, für die sie Verantwortung übernommen hat. Egal welches Wetter herrscht, sie ist bei ihren Tieren und kann sich vielleicht auch gar nichts anderes vorstellen. Einen Almsommer lang kann die selbstbewusste Sennerin vergessen, dass die Zukunft des Hofes der Eltern ungeklärt ist. Sie ist das einzige Kind und die Eltern sind schon alt und denken an eine Übergabe. Doch im nächsten Winter ist Uschi schwanger, der Freund weg und der Almsommer in weite Ferne gerückt. Auf dem Hof beginnt ein zähes Ringen zwischen Uschi und ihren Eltern um die Übergabe des Betriebs.

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(Bildrecht: Matti Bauer)

Matti Bauer schafft es mit seiner diskreten Kamera und seiner Stimme aus dem Off ein sehr nahes, persönliches Bild dieser jungen Frau zu zeigen, die ungebunden bleiben will. Trotz des Kindes (es kommen noch ein paar dazu, sagt der Nachspann) will sie selbst entscheiden, wohin ihr Weg gehen soll. Sie möchte sich nichts aufdrängen lassen und lieber spontan auf veränderte Situationen reagieren.
Ich hoffe, Uschi geht es immer noch gut mit dem Weg, den sie eingeschlagen hat.
In den 80 Minuten ist sie mir richtig ans Herz gewachsen.

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Ich möchte Sie auf die kommenden Veranstaltungen bei uns in der Buchhandlung
aufmerksam machen.

Freitag, 13.Februar um 19 Uhr
Tobias Wahren: „Kopf an Kopf
Der „Ulmer“ Tobias Wahren liest
aus seinem dritten Roman

Tobias Wahren kennen wir als Leiter unzähliger Chöre hier in Ulm, als
Klavierspieler (demnächst im Stadthaus) und Mitspieler bei „Trias“. Dass er
einen Abend schmeiseen kann, wissen wir. Lassen Sie sich das nicht entgehen.
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Montag, 16.Februar um 19 Uhr
„Literalotto
Spaß mit Literatur
Mit Florian Arnold

Leider gibt es kein „Chaos-Lesen“ mehr – „Literalotto“ sorgt für Ersatz.
Rätseln, gewinnen, zuhören und mitreden. Ein Ehrengast und das spontane Gedicht.
Alles an einem Abend, in einer Stunde.
Eine Weltneuheit, das gab es noch nie. Auch wir haben keine Ahnung, wie das
wird. Auf jeden Fall lustig.
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Mittwoch, 25.Februar um 19 Uhr
Der Manesse Verlag stellt sich vor

Da bin ich selbst sehr gespannt und habe schon ein paar Fragen an den
Verlagsleiter Herrn Lauinger.
Mit den Manesse-Büchern sind wir alle aufgewachsen. Und es gibt sie immer noch.
Es geht um Henry James, alte chinesische Geschichten, um Natur und kleine,
dicke, große, schöne Bücher.
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Alle Veranstaltungen haben freien Eintritt.
Wir beginnen pünktlich um 19 Uhr
und freuen uns auf Ihr/Euer Kommen, denn ohne Zuschauer funktioniert das nicht.
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Mehr aus der Jastram-Welt finden Sie auch auf unseren anderen Internetseiten.

Der Bilderblog
Wie Bücher leben
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Freitag

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Heute haben
Aleksandar Tisma * 1924
William Kennedy * 1928
Susan Sontag * 1933
Inger Christensen * 1935
Magdalen Nabb * 1947
Reinhard Jirgl * 1953
Geburtstag
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1

Anne-Kathrin Funck, Doris Kutschbach, Christiane Weidemann:
„365 Tage Kunst entdecken“
sehen rätseln spielen malen
Prestel Verlag € 19,99
Ab 6 Jahren

Was ist es nun? Ein Bilderbuch, ein Kunstbuch, ein Tage-, Spiele-, oder Rätselbuch?

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Einfach von allem ein bißchen und das nicht zu wenig.
Ein Jahr voller Bilder, Rätsel, Spiele und Vergnügen und das im quadratischen Format und mal so richtig schwer. Ein Kinderbuch, das sich Erwachsene heimlich selber kaufen.
365 Tage hat das Jahr und die Kunst noch viel mehr Seiten: Für jeden Tag ist eine Seite gestaltet, auf der Kinder ein Bild, quer durch alle Epochen und Stile der Kunstgeschichte, kennenlernen und dazu kleine Aufgaben lösen. Mal gibt es einen Ausmalbogen, mal eine Geschichte zu erfinden, mal ist das eigene Bild gefragt. Scharfe Augen finden Bildausschnitte und clevere Kids ganz sicher Antworten auf die vertracktesten Fragen. So vielseitig wie die Kunst, spricht dieses Mitmachbuch die unterschiedlichsten Fähigkeiten von Kindern an und gibt Kunst einen festen Platz im Alltag.
Genauso soll es ja auch sein. In dieser schnellen Glitzerwelt aus den Flimmerkisten (Die Kisten flimmern ja gar nicht mehr und sind flach wie Vesperbrettle) tut es gut, sich jeden Tag ein Bild aus der Malerei anzuschauen und sich vielleicht sogar auf die Mitmachtipps einzulassen.
Es ist eine Neuauflage eines alten Prestel-Klassikers. Und bevor Sie sagen: Ach, das wäre doch prima für’s Tablet, nehmen sie den Ziegelstein erst mal in die Hand und genießen dieses Pfund Kunst.
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Es bringen

Heute bringt es Verena Güntner und liest ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung aus ihrem Debüt: „Es bringen“.
Wir haben schon sehr viele Platzreservierungen. Wenn Sie noch Lust haben zu kommen, dann bitte rechtzeitig, nicht, dass Sie vor einer vollgepackten Buchhandlung stehen.
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Werner Färbers:
UNGEREIMTHEIT DER WOCHE
 
Drinnen & draußen
 
Wenn durch die Straßen pfeift der Wind
und wirbelt wild herum die Blätter,
freuen sich die, die drinnen sind,
denn draußen herrscht so garstig Wetter.
ENERGIEGEWINNUNG
 
Ein Windrad steht auf einer Wiese,
dreht sich zwecks Energiegewinn.
Drunter weidet Kuh Luise,
glotzt wiederkäuend vor sich hin.
 
Da schläft ein des Windes Brise,
das große Windrad steh bald still.
Kauend produziert Luise
Verdauungsgas, das keiner will. 

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Am Montag, 16.Februar um 19 Uhr starten wir die neue Reihe: „Literalotto“.
Gemeinsam mit Florian Arnold wollen wir Ihnen (unseren) Spaß an Literatur nahebringen.
Rätseln, gewinnen, vorlesen, entdecken, selberdichten.
Ein interaktiver, lustiger Abend, den wir in loser Folge (ca. viermal im Jahr) in der Buchhandlung präsentieren wollen.
Literalotto