Samstag

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Heute haben
Alan Bennett * 1934
Walter Dehmel * 1903
Geburtstag.
Und morgen
Petra Hammesfahr * 1951
Fritz von Unruh * 1885
Johann Peter Hebel * 1760
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Johann Peter Hebel
Auf den Tod eines Zechers

Do henn si mer e Maa vergrabe;
’s isch schad für syni bsundre Gabe.
Gang, wo de witt, suech no so ain!
Sell isch verbei, de findsch mer kain.

Er isch e Himmelsglehrte gsi.
In alle Dörfere her un hi
se het er gluegt vo Huus zue Huus:
Hangt nienen echt e Sternen uus?

Er isch e freche Ritter gsi.
In alle Dörfere her un hi
se het er gfroogt enandernoo:
Sinn Leuen oder Bäre do?

Ne guete Christ, sell isch er gsi.
In alle Dörfere her un hi
se het er untertags un z’Nacht
zuem Chrütz sy stille Bueßgang gmacht.

Sy Namen isch in Stadt un Land
by große Heere wohlbikannt.
Sy allerliebsti Kumpanii
sinn allewiil d’Drei Künig gsi.

Jetz schlooft er un waiß nüt dervo;
es chunnt e Zyt, goht’s alle so.


Der allezeit vergnügte Tabakraucher

IM FRÜHLING
’s Bäumli blüeiht, un’s Brünnli springt.
Potz tausig, loos, wie’s Vögeli singt!
Me het sy Freud un frohe Muet,
un’s Pfiifli, nai, wie schmeckt’s so guet!

IM SOMMER
Volli Ähri, wo me goht,
Bäum voll Öpfel, wo me stoht,
un es isch e Hitz un Gluet!
Aineweg schmeckt’s Pfiifli guet.

IM HERBST
Chönnt denn d’Welt no besser sii?
Mit sym Trüübel, mit sym Wii
stärkt der Herbst my lustig Bluet;
un my Pfiifli schmeckt so guet.

IM WINTER
Winterszyt, schöni Zyt!
Schnee uf alle Berge lyt,
uf ein Dach un uf em Huet.
Justement schmeckt’s Pfiifli guet.
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Morgen ist Muttertag und vielleicht braucht’s noch das eine oder andere Geschenk(le).
Hier eine kleine Auswahl:

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Und wenn das nicht reichen sollte – wir haben noch mehr im Buchladen.
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Ab heute stellen wir Kunstwerke von Ilja Mlosch aus.
Ilja Mlosch wuchs in Ulm auf und lebt in Berlin.
Seine Bilder zeigen einen ganz eigenen, speziellen und detaillierten Blick auf Natur, Pflanzen und Architektur. Unter Verwendung von vielen Fotos entstehen Bilder, die eine ganz eigene, meditative Note haben.
Schauen Sie bei uns die Schaufenster und/oder im Laden.
Die Abbildungen hier auf der Seite entsprechen nicht den Werken, die bei uns ausgestellt sind.

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Die Website von Ilja Mlosch, auf der Sie sein Gesamtwerk betrachten können.

Sonntag, Muttertag

Herr Schlegel und Frau Demski haben heute Geburtstag.
Alle Mütter haben heute ihren Festtag und die Innenstadt Ulms und alle Ein- und Ausfallstraßen sind gesäumt mit identischen Blumensträußen, die dort feilgeboten werden.
Wahrscheinlich steigen die Preise stündlich, so dass die ganz Verzweifelten ein Vielfaches bezahlen werden müssen.

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So sieht es aus, nachdem ich auf dem Rad nassgeworden, beim Laufen durchgeschwitzt und beim Heimradeln durch den Sturm wieder eingeweicht worden bin.
Jetzt also vor dem warmen Holzhofen und keine Lust das alte John Green-Buch, das ich gerade lese zu bloggen. Ich mach das dann für morgen früh.

Für alle Mütter stelle ich einen Klassiker hier in den Blog.
Mother’s Finest: „Baby Love“ gespielt bei einem Rock Palast Konzert.
6:57 vom Feinsten.
Ach: Demnächst sind Mother’s Finest in Biberach zu hören.
Allerdings sind die nun auch jahrzehnte älter.
Viel Vergnügen beim Zuschauen.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=fmbaHaiIldA]

Samstag

Heute hat Rose Ausländer (* 1907) Geburtstag.

 

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Nicht verzagen. Das Foto ist von Freitagmorgen. Es kann noch besser werden.
Viel wichtiger ist: Haben Sie für den kommenden Muttertag vorgesorgt?
Für Notfälle haben wir bis 16 Uhr unsere Sprechstunde geöffnet.
Zwangloses Einkaufen ohne Überweisungsschein.
Die beste Medizin liegt bei uns auf dem Neuerscheinungstisch und steht in den Regalen drumherum.
Stöbern, Fragen, Reinlesen.
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Die Klasse
Frankreich, 2008
FSK ab 0 freigegeben
124 Min.
Regie: Laurent Cantet
Darsteller: Francois Begaudeau

Schule hautnah, das mir fast der Atem stockte.
Meine Empfehlung für alle Lehrer, Eltern, Schüler und überhaupt alle.
Gefreht wurde mit Schülern, die die gleichen Namen tragen, wie im Film, sich allerdings nicht selbst spielen. Sie spielen Schülerrollen als Laiendarsteller. Durch Theaterimprovisationstraining haben sie es soweit geschafft, dass der Film die Goldene Palme in Cannes erhalten hat.
In dieser Problemschule, in dieser 9.Klasse mit 14jährigen versucht ein junger Lehrer mit Offenheit und Verständis mit seinen SchülerInnen Unterricht zu machen. Meist gelingt es ihm auch. doch immer wieder läuft er gegen Mauern, trifft auf Unverständnis und rastet selbst kurzfristig aus. Im Lehrerzimmer ist er derjenige, der zu schlichten versucht, der sich auf die Seite der Schüler schlägt. Dabei werden ihm einzele Wörter, Aussagen gegen ihn verwendet und er steht diesen Aussagen machtlos gegenüber. Als Zuschauer verstehen wir alle agierenden Personen, wir können ihr Verhalten nachvollziehen. Oft führt uns der Film in eine Richtung, von der wir denken: Ja klar. Natürlich! Und zack, geht es ganz anders wieder weiter.
Es wurden bei Dreh zwei, drei Kameras fest installiert, die immer liefen und so einzelne Reaktionen aufzunehmen, die dann im Film zu sehen sind. Gleichzeitig ist es ein Dokumentarfilm.
„Die Klasse“ lief am Mittwochabend auf arte und kann innerhalb einer Woche im Internet jederzeit angeschaut werden. Vielleicht wiederholt arte den Film auch noch im TV.
Es lohnt sich. Die zwei Stunden vergehen wie im Flug.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=CojumASGFn8]

Laurent Cantet über Schule im Pariser Problembezirk.
Ein Videointerview von Alexander Kluge.

Kinofenster.de, das Onlineportal für Filmbildung mit Interviews, Unterrichtsvorschläge, Arbeitsblätter.