Samstag

Ralph Waldo Emerson hat heute seinen Todestag.
(1803 – 1882) er war US-amerikanischer Geistlicher, Lehrer, Philosoph und Essayist.
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Buchtipp für die Kleinen und zum Vorlesen für die Großen.

Da bin ich mal wieder reingeflogen.
Ich dachte, das sei ein neues Stina-Buch. Aber es ist ein Doppelband zweier bekannter Bilderbücher, die unter „Strum-Stina“ und „Stina und der Lügenkapitän“ erschienen sind. Egal! Die beiden Bücher sind so schön, dass ich sie gleich nochmals gelesen habe und die Neuausgabe hat auch den Vorteil, dass sie mit € 14,99 nicht viel mehr als ein einzelnes Bilderbuch kostet.

Stina

Lena Anderson: „Stinas Sommer“
Aus dem Schwedischen von Jutta Richter
cbj € 14,99, ab 4 Jahren

Stina verbringt den Sommer bei ihrem Großvater auf einer kleinen Insel. Dort ist alles so einfach und heimelig. Das klitzekleine Holzhaus steht auf einem Felsen direkt am Meer. Beide sind den ganzen Tag im Freien. Beim Frühstücken, Spielen, Netzeflicken. Täglich fahren sie mit dem Boot hinaus, um Fische zu fangen, die es dann abends zum Essen gibt. Darauf warten auch schon die Möwen. Stina ist eine große Sammlerin. Großvater wundert sich immer wieder, was sie mit der Kiste, dem Stein will, aber Stina hat Verwendung dafür. Als ein Sturm aufzieht, verkriechen sie sich in die Hütte und Stina verabschiedet sich sehr bald ins Bett. Als Großvater auch ins Bett will, findet er das Bett seiner Enkelin leer. Er stürmt hinaus und findet die Kleine klitschenass auf den Steinen sitzen. Sie wollte eigentlich nur einen Sturm erleben, friert nun aber und ihr ist unheimlich. Als sie wieder im Haus sind, hat Großvater den Vorschlag, sich richtig anzuziehen und gemeinsam nochmals hinauszugehen, da man einem Sturm immer zu zweit begegnen soll.
In der zweiten Geschichte besuchen die Beiden den Nachbarn, der an diesem Tag Namenstag hat. Großvater nennt ihn nur den Lügenkapitän. Sie finden sein Haus leer. Im Schlafzimmer liegt er in seinem Bett und hat seine Decke bis über beide Ohren gezogen. Auf die Frage, ob er krank sei, springt er aus dem Bett und er entwickelt eine unbändige Energie, Stina seine Geschichten zu erzählen. Ob das wohl alles mit rechten Dingen zugegangen ist, was er alles erzählt? Kaum zu glauben. Allerdings springt für Stina eine kleine Wanne aus Metall heraus, die sie sehr gut gebrauchen kann.
Beim Verabschieden singen sie dem Kapitän noch ein gute Nachtlied und er zieht sich die Decke wieder bis hoch zur Nase.
Lena Anderson, die 1939 geboren ist, hat eine ganz besondere luftige Art der Illustration. Mit „Linná im Garten des Malers“, „Linnéas Jahrbuch“, „Die schnellste Bohne der Stadt“ hat sie es zu großem Ruhm und vielen Auszeichnungen (u.a. den Dt.Jugendliteraturpreis) gebracht. Und das zu recht.
Genießen wir den Sommer auf den schwedischen Schären und hoffen, dass auch wir so eine kleine Auszeit nehmen können. Zumindest beim Vorlesen.

Leseprobe
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Hier noch ein altes Video von 2006 mit Jochen Schmidt als Vorleser.
Am Montag ist er ja bei uns im Buchladen.
Das wissen ja wohl nun alle, die diesen Blog hier mitverfolgen.
Schauen Sie vorbei.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=IUXs_EJVXag]

Ein Gedanke zu „Samstag

  1. Uberall im Wunderland.
    Überall ist Leben.
    Bei meiner Tante im Strumpfenband.
    Wie irgendwo daneben.
    Überall ist Dunkelheit.
    Kinder werden Väter.
    Fünf Minuten später
    Stirbst sich was für einige Zeit.
    Überall ist Ewigkeit.

    Wenn du einen Schneck behauchst,
    Schrumpft er ins Gehäuse,
    Wenn du ihn in Kognak tauchst,
    Sieht er weiße Mäuse
    Ringelnatz 1927

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