Freitag, der 13.

CIMG9336.Dezember

CIMG9349
Das 13.Kalenderblatt von Christel Müllers und Ursula Selbmanns Adventskalender
_______________________

Heute haben
Christian Gottfried Gellert * 1769
Heinrich Heine * 1797
Friedrich Hebbel * 1863
Laurence van der Post * 1906
Robert Gernhardt * 1937
Geburtsag.

Da freut sich das Lyrikherz schickt schickt Grüße in die Ewigen Jagdgründe.

Heinrich Heine
Ach, wenn ich nur der Schemel wär

Der Kopf spricht:
Ach, wenn ich nur der Schemel wär,
Worauf der Liebsten Füße ruhn!
Und stampfte sie mich noch so sehr,
Ich wollte doch nicht klagen tun.

Das Herz spricht:
Ach, wenn ich nur das Kißchen wär,
Wo sie die Nadeln steckt hinein!
Und stäche sie mich noch so sehr,
Ich wollte mich der Stiche freun.

Das Lied spricht:
Ach, wär ich nur das Stück Papier,
Das sie als Papillote braucht!
Ich wollte heimlich flüstern ihr.
Ins Ohr, was in mir lebt und haucht.

Und weil doch heute Nacht viele Sternschnuppe zu sehen sein sollen:

Es fällt ein Stern herunter

Es fällt ein Stern herunter
aus seiner funkelnden Höh,
das ist der Stern der Liebe,
den ich dort fallen seh.

Es fallen vom Apfelbaume,
der weißen Blätter so viel,
es kommen die neckenden Lüfte,
und treiben damit ihr Spiel.

Es singt der Schwan im Weiher,
und rudert auf und ab,
und immer leiser singend,
taucht er ins Flutengrab.

Es ist so still und dunkel,
verweht ist Blatt und Blüt‘,
der Stern ist knisternd zerstoben,
verklungen das Schwanenlied.
_______________________

CIMG9346CIMG9348

Mehr Fotos auf unserem Fotoblog
________________________

978-3-95451-225-6

Georg Kohlen, Joachim Rönneper: „Museum auf Bairisch
66 x Kunst auf Bairisch von abbusselns bis Zupfgeigenhansel
bairisch, deutsch, englisch, italienisch, chinesisch
Emons Verlag € 14,95

Lokale Mundart trifft auf Weltkunst vor Ort. 66 bairische Begriffe erklären 66 Details aus Gemälden, die allesamt aus Münchner Museen stammen: Dialekt im Spiegel zeitloser Malerei – Museum auf Bairisch. Der Bilderreigen präsentiert im Ausschnitt Kunstwerke vom Mittelalter bis zum Barock, vom Impressionismus bis zur Klassischen Moderne. Dieses einmalige Bild- und Sprachlexikon verbindet verbal und visuell Alltagskultur mit Hochkultur: ein Band für jederfrau und jedermann, ob Zugereiste oder Landsmann oder Gäste aus aller Welt.
Der Emons Verlag legt nach den Museen op Kölsch, auf Weanarisch, Öcher Platt nun also nach. Die Süddeutsche Zeitung brachte auf dem Reiseteil diesen Tipp und sofort stürmten die Kunden den Buchladen, obwohl wir doch gar nicht zu Bayern geören, aber Luftlinie 500 Meter mit der Donau die Grenze ist.
Nun sehen wir vier Mönche, die uns aufschbuin und lernen dabei dass dies musizieren, play music, fare della misca heisst. Beim Chinesischen muss ich leider passen. August Mackes Deandl ist natürlich ein Mädchen, girl, ragazza und König Ludwig I. ist der Kini, König, king, re. Auf Franz von Stucks: Rodelnde Kinder“ findet sich natürlich ein Schlin, sprich: Schlitten, sled, slitta.
Und so weiter und so fort.
Ein richtiger Spaß mit einem Anhang, in dem erklärt wird, wo welches Bild in München hängt und wo wir es anschauen können.
Leider kann ich Ihnen nicht mehr Bilder zeigen, da sind wohl Rechte drauf. Also nix wie in die Buchhandlung und Reinschauen.