Donnerstag

Heute haben
Oskar Loerke * 1884
Hugh S.Walpole * 1884
Frank Thieß * 1890
Erhart Kästner * 1904
J.Andruchowytsch * 1960
Geburtstag
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Bei diesem Wetter zieht es uns natürlich in die Berge und möglichst hoch hinauf. Aber Achtung: Das Böse lauert immer und überall.

Maurer

Jörg Maurer: „Felsenfest
Alpenkrimi
Scherz Verlag € 16,99
als Hörbuch auf 6 CDs,
gelesen vom Autoren € 19,99
als E-Book im epub-Format € 14,99

Ermittler Hubertus Jennerwein löst seinen sechsten Fall. Und der hat es in sich. Jörg Maurer bringt eine Geschichte hintereinander, verschachtelt verschiedenste Handlungen, lässt sie nebenherlaufen und macht zum Schluss einen Knoten daran. Alles könnte so einfach sein – im Leben – in diesem bayerischen Kurort. Wenn da nicht die Einladung zum Klassentreffen wäre, die Jennerwein nicht wahrnimmt und wenn das Ehepaar Grasegger nicht als Doppelspitze für das Bürgermeisteramt kandidieren wollte und wenn die beiden nicht in den Grundbüchern eine brisante Entdeckung gemacht hätten.
Jörg Maurer wäre aber nicht der Alpenkrimispezialist, der er ist, wenn er nicht noch eine ordentliche Portion Humor in seinen Roman packen würde. Ein Spaziergang über den örtlichen Gemüsemarkt hat es in sicht. Maurer dreht jedoch die Schraube weiter und aus Humor wird bitterböser Sarkasmus. Das bekommt auch die Wandergruppe zu spüren, die als einen Punkt des Klassentreffens auf den Gipfel maschieren wollten. Sie ereichen zwar ihr Ziel, sehen sich jedoch einem maskierten Menschen mit einer Maschinenpistole gegenüber, der alle einzeln mit Karabiner an die Felsen kettet und sich hinter einer Lady Gaga-Maske versteckt. Aber nicht nur das, jeder bekomt so eine Maske, so dass das Durcheinander noch größer wird und ein zufällig erscheinender Geocacher gleich mal eine Herzattacke bekommt, als er dieses gute Dutzend Lady Gagas vor sich sieht. Jennerwein bekommt eine SMS zugeschickt, mit der er zunächst nichts anfangen kann und als er die Botschaft endlich entdeckt, ist es für eine der Geiseln schon zu spät, denn sie wird den Felsen heruntergestoßen.
Also bei Krimis darf man nicht zu viel erzählen, sonst isses kein Krimi mehr.
Deshalb bin ich jetzt auch still und empfehle dieses Buch ganz einfach und garantiere ein paar unterhaltsame Stunden.

„Auf höchstem Alpen-Niveau. Ein Glück für die deutsche Unterhaltungsliteratur.“
Deutschlandfunk

Leseprobe
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Die Männer auf dem Kutschbock riefen etwas Unverständliches, in aggressivem Tonfall. Ein zweites lautes Krachen, ein raschelndes Geräusch und ein dumpfer Aufschlag waren hinter der Kutsche zu hören. Es klang wie ein fallender Baum. Ihr Begleiter fluchte in einer ihr fremden Sprache, zerrte seine Beinkleider hoch und zurrte sie fest. Er riss die Tür
auf und verschwand nach draußen. Gleich darauf ein Knall und ein Schrei, dann hörte sie mehrere laute Schüsse, mindestens fünf. Die Tür wurde erneut aufgerissen, dieses Mal von außen. Vor ihr stand ein kräftig gebauter Mann mit grimmigem Blick. Er steckte seine Pistole in den Gürtel und grinste breit. »Wen haben wir denn da?«
Sein Dialekt war ihr fremd, der Mann war nicht aus ihrer Gegend. Plötzlich verfinsterte sich seine Miene. Er packte die Dirne und zerrte sie aus der Kutsche. Sie fiel auf den Boden und kreischte in panischer Angst. Doch: Niemand behelligte sie! Stattdessen hörte sie raues Gelächter aus der Kutsche. Der Mann steckte seinen Kopf durch die Tür hinaus und
rief seine Gesellen herbei. Sie schauten in die Kutsche und gaben zustimmende Laute roher Freude von sich. Zu viert zogen sie eine schwere Holzkiste, die unter der Sitzbank verborgen gewesen war, aus dem Inneren der Kutsche und trugen sie unter Ächzen fort.

Dies ein weiterer Textschnipsel aus Christoph Öhms Buch: „Der Schatz des Preußenkönigs“.
Buchvorstellung ist am kommenden Mittwoch, 19.3. um 19.30 bei uns in der Buchhandlung.
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