Donnerstag, 8.Oktober

Heute haben
J.C.Powys * 1872
M.Zwetajewa * 1892
H.J.Schädlich * 1935
Geburtstag
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Conrad Ferdinand Meyer
Fülle

Genug ist nicht genug! Gepriesen werde
Der Herbst! Kein Ast, der seiner Frucht entbehrte!
Tief beugt sich mancher allzureich beschwerte,
Der Apfel fällt mit dumpfem Laut zu Erde.

Genug ist nicht genug! Es lacht im Laube!
Die saftge Pfirsche winkt dem durstgen Munde!
Die trunknen Wespen summen in die Runde:
„Genug ist nicht genug!“ um eine Traube.

Genug ist nicht genug! Mit vollen Zügen
Schlürft Dichtergeist am Borne des Genusses,
Das Herz, auch es bedarf des Überflusses,
Genug kann nie und nimmermehr genügen!
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Davon hatte ich bis jetzt auch noch nicht gehört:

Astrid Lindgren: „Alle gehen schlafen“
Mit Bildern von Marit Törnqvist
Oetinger Verlag € 15,00
Mit Noten und Gitarrenakkorde zum Mitsingen
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Die Regionalgruppe Ulm der Gemeinwohl-Ökonomie feiert am 10. Oktober das 10jährige Jubiläum der Bewegung und lädt die Ulmer Bürgerschaft und alle Aktiven von 10:00 bis 14:00 Uhr vor dem Kulturbuchhandlung Jastram zu einem Glas Sekt oder  Orangensaft ein.

Am 6. Oktober 2010 initiierten engagierte Unternehmer*innen rund um Christian Felber das Gründungsevent der Gemeinwohl-Ökonomie in Wien – kurz nachdem sein Buch „Die Gemeinwohl-Ökonomie: Das Wirtschaftsmodell der Zukunft“ erschienen ist. Um die zehn Jahre gebührend zu feiern, haben 180 Regionalgruppen weltweit Veranstaltungen auf die Beine gestellt.

Die weltweit agierende Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung wurde 2010 ins Leben gerufen. Sie basiert auf den Ideen des österreichischen Publizisten Christian Felber. Aktuell umfasst sie weltweit rund 11.000 Unterstützer*innen, mehr als etwa 4.800 Aktive in über 180 Regionalgruppen, 35 GWÖ-Vereine, etwa 600 bilanzierte Unternehmen und andere Organisationen, knapp 60 Gemeinden und Städte sowie 200 Hochschulen weltweit, die die Vision der Gemeinwohl-Ökonomie verbreiten, umsetzen und weiterentwickeln — Tendenz steigend! Seit Ende 2018 gibt es den Internationalen GWÖ-Verband, in dem sich die neun nationalen Vereine abstimmen und ihre Ressourcen bündeln.(Stand 06/2020)

Weitere Informationen unter:
https://web.ecogood.org/de/ulm/
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Noch bis zum 10.Oktober Rebellionswelle in Berlin

Samstag

Heute haben
Conrad Ferdinand Meyer * 1825
Gertrud von Le Fort * 1876
Boris Pinjak * 1894
und Anne Enright * 1962
Geburtstag.
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Gestern abend war Meret Becker mit Band im Ulmer ROXY und spielte ihr aktuelles Cowboy Programm. Ein Abend mit traurigen Liebesliedern und schrägen Melodien. Nach Stücken mit singender Säge, Kindertrompete und anderen Instumenten, gab es dann einige Zugabemit einem Zigarettentrick.

Gesungen hat sie auch noch ein Gutetachtlied von Tom Waits, das sich mir als Ohrwurm festgesetzt hat.

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Der Buchtipp für das Wochenende (und hoffentlich noch länger) nimmt sich den verlorenengegangen Handwerke(r)n an.

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Roland Bauer und Frieder Stöckle: „Opas Werkstatt“
Altes Handwerk im Südwesten
Silberburg Verlag € 24,90

Ein fantastischer Einblick in eine längst vergangene Arbeitswelt.

Wo gibt es denn noch einen Schmied, einen Schindel- und Korbmacher? Den Drechsler, Küfer und Besenbinder? Aber auch den Schuhmacher? Schuhe werden noch repariert, aber richtig gemacht? Wagner, Köhler, Kübler kennen wir von den Namen her schon gar nicht mehr.

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Ab Mitte des 20.Jahrhunderts gab es einen großen Wandel und ein lautloses Verschwinden des Handwerks. Wir „Alten“ können uns noch an einige dieser Werkstätten erinnern. An die knarzigen Typen und schrägen Räumlichkeiten. Heute gehen wir in die Baumärkte und ziehen uns die Dinge aus den Regalen, oder bezahlen viel Geld für das „Gute, Alte“ bei Manufactum. Ja, von Hand gemacht, das ist genau die Übersetzung, die sich diese Firma als Namen gegeben hat. Es gab nicht nur die Werkstatt, oft war auch das Wohnzimmer als Arbeitsraum umgebaut. Das gerlernte Handwerk durchzog das Leben dieser Menschen und Familien. Dieses Hand-Werk hat ja auch etwas von be-greifen zu tun, schreiben die beiden „Buchmacher“ im Vorwort. Der Mensch begreift die Welt, in dem er sie be-greift. „Die handwerklich erarbeitete Welt ist eine begreifbare Welt. Mensch,Arbeit und Produkt gehören zusammen, bilden eine Einheit. Es ist gleichsam ein dialektischer Prozess: Indem der Handwerker durch seine Arbeit das produkt formt und hervorbringt, wird er selbst geformt. gesicht, Körper der Handwerkker sind von der Arbeit gezeichnet.“ Diese Buch hat nichts mit Nostalgie zu tun. Es zeigt keine tolle, frühere Welt, sondern proträtiert die Menschen bei und in ihrer Arbeit. Das Verschwinden dieser Handwerker prägt uns genauso, ohne dass wir es merken. Wir werden immer glatter, wie unsere Smartphones. Es gibt keine Ecken und Kanten mehr. Alles ist ergonomisch aus Plastik gestaltet, zertifiziert und einer EU-Norm angepasst.

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Für alle aus der Nähe von Ulm:
Heute ist großer Aktuionstag gehen das Transatlantische Abkommen TTIP.
Mehr Infos gibt es bei uns in der Buchhandlung.
Dies betrifft auch den deutschen Buchhandel, da es schlichtweg  um den Fall der Buchpreisbindung geht.
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