Sonntag, 17.Januar

Von den Hochbeeten ist nicht viel zu sehen.


Wilhelm Friedrich Waiblinger
(* 21.11.1804, † 17.01.1830)
Ponte rotto

Eine zerbrochene Brücke, was ist′s, kein Wunder am Ende!
Alles vergeht, und der Welt wird′s nicht viel besser geschehn.
Dererlei merkt man sich nicht, auch wenn die Brücke sich weigert,
Mit dem gefallnen Geschlecht über die Tiber zu gehn.
_________________________________________


ECM hat auf Spotify Musikstücke aus ihrem Programm zusammengestellt, die zum tiefen Winter mit Schnee und Kälte passen. Da tauchen sie alle auf: Jan Garbarek, Keith Jarrett, Carla Bley, Tord Gustavsen und viele mehr.
Über zwei Stunden ruhige Musik, wie wir sie von ECM kennen.

Hier geht es nochmals zur Playlist.
__________________________________________

Noch mehr Musik:

Musik live zu erleben ist zu einer Kostbarkeit geworden – ein Live-Konzert wird zu einem Sehnsuchtsort. Mein heutiger #KlassikKlub wird umrahmt durch Händels „Ode an die Heilige Cäcilie“. Diese gilt als Schutzpatronin der Kirchenmusik, der Musiker, Instrumentenbauer und Dichter.  Meine Sendung sehe ich ähnlich wie Max Ernsts ihr gewidmetes Gemälde als Collage, Spiegelung und Reflexion gewohnter Wahrnehmung, in dem Fall – einmal mehr – des klassischen Konzerts.  Zu erleben sein werden Komponisten und Musiker wie Heinrich I. Franz von Biber, Guillaume Dufay,  Vernon Duke,  Henrik Schwarz, Musica Antiqua Köln, The Gothic Voices,  Dawn Upshaw, George I. Gurdjieff, György Ligeti, Patricia Kopatchinskaja, Philip Glass, Ralf Schmid, Sven Helbig, Claude Debussy, Johannes Motschmann und nordische Traditionals.  Enjoy the Power Of Music.  

WDR 3 Klassik-Klub  17. Januar 2021   16:04-17:45              
https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-klassik-klub/klassikklub-704.html
_________________________________________________

Frauen Sie sich auf diesen Roman, der Mitte Februar bei Hanser erscheint:

Valeria Parrella: „Versprechen kann ich nichts“
Aus dem Italienischen von Verena von Koskull
Hanser Verlag € 19,00

Elisabetta arbeitet als Lehrerin im Jugendgefängnis von Neapel. Sie stürzt sich in ihre Arbeit, als ihr Mann plötzlich stirbt. Sie wandelt zwischen den Welten. Aussen die Stadt, der Lärm, die Hektik, drinnen die Zellen, die Jugendlichen. Und über allem diese Biografien. Die verschiedenen Leben. Was aus Menschen gemacht wird, wie Menschen werden, wie sich verändern. Als zu Elisabetta eine junge Frau aus Rumänien in den Unterricht kommt, entsteht eine besondere Art der Nähe. Will Elisabetta dem Mädchen helfen, oder sich selbst?

Valeria Parrella hat in diesem schmalen Roman den Nerv unseres modernen Lebens (hier Neapel) getroffen und lässt den Gedanken ihrer Hauptperson freien Lauf.
Sehr fein, klug, melancholisch, traurig, aber auch kraftvoll und voller Lebensfreude.

Valeria Parrella, 1974 geboren, studierte Sprachwissenschaften und arbeitete als Buchhändlerin und Schauspielerin. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt stand sie mit Versprechen kann ich nichts auf der Shortlist für den Premio Strega 2020. Bei Hanser erschien ihr Erzählungsband Liebe wird überschätzt (2017). Valeria Parella lebt in Neapel.