Donnerstag, 18.März

Heute haben
Christian Friedrich Hebbel * 1813
Stéphane Mallarmé * 1842
Christa Wolf * 1929
John Updike * 1932
Sergio Pitol * 1933
Joy Fielding * 1945
Geburtstag
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Friedrich Hebbel
Blume und Duft

In Frühlings Heiligtume,
Wenn dir ein Duft an′s Tiefste rührt,
Da suche nicht die Blume,
Der ihn ein Hauch entführt.

Der Duft läßt Ew′ges ahnen,
Von unbegrenztem Leben voll;
Die Blume kann nur mahnen,
Wie schnell sie welken soll.
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Noch n Musiktipp:


Regener Pappik Busch: „Ask me now
Universal CD 19,99

Sven Regener: Trompete
Richard Pappik: Schlagzeug
Ekki Busch: Klavier

Jaaa, es sind sie wirklich, die Jungs von Element of Crime.
Dieses Mal aber mit einer astreinen Jazzplatte und Liedern aus den 40er und 50er Jahren.
Stücke von John Coltrane, Thelonious Monk, Dizzy Gillespie, Billie Holiday, Charlie Parker, und und und.
Das hat alles eine große Lässigkeit und Frische, sprüht vor Lust und Laune.
Der Sound ist nicht der von einer Till Brönner CD, eher eines Livekonzertes in einem Club.
Dies alles zusammen ergibt ein Hörvergnügen der besonderen Art.
Der Corona Blues, die grauen Märzwolken können uns nichts mehr anhaben.




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Morgen, Freitag, 19.3. ist weltweiter Klimastreik.
Auch in Ulm. U.a. Fahrraddemo um 15 Uhr ab Münsterplatz.

Mittwoch, 17.März

Die Kornkreise sind zurück
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Heute haben
Siegfried Lenz * 1926
Hans Wollschläger * 1935
Geburtstag
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Johann Wolfgang von Goethe
März

Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Dass von den Blümlein allen,
Dass von den Blümlein allen
Wir werden hoch erfreut.

Der Sonnenblick betrüget
Mit mildem, falschem Schein,
Die Schwalbe selber lüget,
Die Schwalbe selber lüget,
Warum? Sie kommt allein.

Sollt ich mich einzeln freuen,
Wenn auch der Frühling nah?
Doch kommen wir zu zweien,
Doch kommen wir zu zweien,
Gleich ist der Sommer da.
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Etwas für die Ohren (und die Augen):


Hope@home
Daniel Hope & Gäste
Deutsche Grammophon € 19,99

Was für eine grandiose Idee.
Daniel Hope musizierte während des Lockdowns mit unterschiedlichen MusikerInnen. Er lud sie zu sich in sein Wohnzimmer ein und alle kamen. Rapper, Jazz-Trompeter und Tangospieler. Freunde aus der klassichen Musik – alle waren in seinem Wohnzimmer. Hope wollte weg von der Handy-Qualität und hat sich mit Arte zusammengetan. Gemeinsam haben sie ein professionelles Tonstudio geschaffen. Einen Raum, in dem sich seine Gäste wohlfühlten. Daraus wurde eine Serie, die Sie auf der Mediathek des Senders anschauen können. Hören können Sie einen kleinen Querschnitt auf dieser CD.
Klassische Musik, Volkslieder, Filmmusik, Schlager und Jazz – Hope setzt musikalisch keine Grenzen.
Herausgekommen ist authentische Musik für ruhige Stunden in bester Qualität und hochkarätigen InterpretInnen.
Gut gemacht Daniel Hope.
Auf Arte geht Daniel Hopes Idee mit einer Reise durch Europa weiter. Schauen Sie auf der Mediathek.

Sonntag, 17.Januar

Von den Hochbeeten ist nicht viel zu sehen.


Wilhelm Friedrich Waiblinger
(* 21.11.1804, † 17.01.1830)
Ponte rotto

Eine zerbrochene Brücke, was ist′s, kein Wunder am Ende!
Alles vergeht, und der Welt wird′s nicht viel besser geschehn.
Dererlei merkt man sich nicht, auch wenn die Brücke sich weigert,
Mit dem gefallnen Geschlecht über die Tiber zu gehn.
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ECM hat auf Spotify Musikstücke aus ihrem Programm zusammengestellt, die zum tiefen Winter mit Schnee und Kälte passen. Da tauchen sie alle auf: Jan Garbarek, Keith Jarrett, Carla Bley, Tord Gustavsen und viele mehr.
Über zwei Stunden ruhige Musik, wie wir sie von ECM kennen.

Hier geht es nochmals zur Playlist.
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Noch mehr Musik:

Musik live zu erleben ist zu einer Kostbarkeit geworden – ein Live-Konzert wird zu einem Sehnsuchtsort. Mein heutiger #KlassikKlub wird umrahmt durch Händels „Ode an die Heilige Cäcilie“. Diese gilt als Schutzpatronin der Kirchenmusik, der Musiker, Instrumentenbauer und Dichter.  Meine Sendung sehe ich ähnlich wie Max Ernsts ihr gewidmetes Gemälde als Collage, Spiegelung und Reflexion gewohnter Wahrnehmung, in dem Fall – einmal mehr – des klassischen Konzerts.  Zu erleben sein werden Komponisten und Musiker wie Heinrich I. Franz von Biber, Guillaume Dufay,  Vernon Duke,  Henrik Schwarz, Musica Antiqua Köln, The Gothic Voices,  Dawn Upshaw, George I. Gurdjieff, György Ligeti, Patricia Kopatchinskaja, Philip Glass, Ralf Schmid, Sven Helbig, Claude Debussy, Johannes Motschmann und nordische Traditionals.  Enjoy the Power Of Music.  

WDR 3 Klassik-Klub  17. Januar 2021   16:04-17:45              
https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-klassik-klub/klassikklub-704.html
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Frauen Sie sich auf diesen Roman, der Mitte Februar bei Hanser erscheint:

Valeria Parrella: „Versprechen kann ich nichts“
Aus dem Italienischen von Verena von Koskull
Hanser Verlag € 19,00

Elisabetta arbeitet als Lehrerin im Jugendgefängnis von Neapel. Sie stürzt sich in ihre Arbeit, als ihr Mann plötzlich stirbt. Sie wandelt zwischen den Welten. Aussen die Stadt, der Lärm, die Hektik, drinnen die Zellen, die Jugendlichen. Und über allem diese Biografien. Die verschiedenen Leben. Was aus Menschen gemacht wird, wie Menschen werden, wie sich verändern. Als zu Elisabetta eine junge Frau aus Rumänien in den Unterricht kommt, entsteht eine besondere Art der Nähe. Will Elisabetta dem Mädchen helfen, oder sich selbst?

Valeria Parrella hat in diesem schmalen Roman den Nerv unseres modernen Lebens (hier Neapel) getroffen und lässt den Gedanken ihrer Hauptperson freien Lauf.
Sehr fein, klug, melancholisch, traurig, aber auch kraftvoll und voller Lebensfreude.

Valeria Parrella, 1974 geboren, studierte Sprachwissenschaften und arbeitete als Buchhändlerin und Schauspielerin. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt stand sie mit Versprechen kann ich nichts auf der Shortlist für den Premio Strega 2020. Bei Hanser erschien ihr Erzählungsband Liebe wird überschätzt (2017). Valeria Parella lebt in Neapel.