Freitag, 29.März

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Heute haben
Yvan Goll * 1891
Ernst Jünger * 1895
Ur-Opa Hans * 1927
Georg Klein * 1953
Jo Nesbo * 1960
Geburtstag
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Heinrich Heine
Unterm weißen Baume sitzend

Unterm weißen Baume sitzend,
Hörst du fern die Winde schrillen,
Siehst, wie oben stumme Wolken
Sich in Nebeldecken hüllen;

Siehst, wie unten ausgestorben
Wald und Flur, wie kahl geschoren; –
Um dich Winter, in dir Winter,
Und dein Herz ist eingefroren.

Plötzlich fallen auf dich nieder
Weiße Flocken, und verdrossen
Meinst du schon, mit Schneegestöber
Hab‘ der Baum dich übergossen.

Doch es ist kein Schneegestöber,
Merkst es bald mit freud’gem Schrecken;
Duft’ge Frühlingsblüten sind es,
Die dich necken und bedecken.

Welch ein schauersüßer Zauber!
Winter wandelt sich in Maie,
Schnee verwandelt sich in Blüten,
Und dein Herz, es liebt aufs neue.
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Marie-Claude Chappuis – Au Coeur des Alpes (Volkslieder der Schweiz)
Marie-Claude Chappuis, Luca Pianca, Duilio Galfetti, Marco Frezzato, Liana Mosca, Choeur des Armaiilis de la Gruyere
SONY CD € 18,99

Musik aus den Schweizer Bergen. Da wird doch sicherlich gejodelt?
Na klar. Auch das. Und Alphörnen sind auch dabei und Hörner und Mandolinen. Marie-Claude Chappuis singt in verschiedenen Sprachen, glockhell und ergreifend schön. Wenn Sie die Mezzosopranistin live sehen wollen, dann müssen Sie schon nach London. Dort singt sie die Dido in Purcells Oper.
Chappuis wird von verschiedenen Freunden begleitet und ein handfester Männerchor darf auch nicht fehlen. So sind dies zwar Schweizer Volkslieder aus den verschiedensten Regionen, aber meilenweit entfernt von jeglicher Volkstümelei.
Die Musik tut so gut und wenn das letzte Lied (ein Gute-Nacht-Lied in deutscher Sprache) verklungen ist, fühlt man sich richtig erholt.

Donnerstag, 21.März

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Heute haben
Jean Paul * 1763
Peter Hacks * 1928
Hubert Fichte * 1935
Michael Dibin * 1947
Andrea Maria Schenkel * 1962
Geburtstag
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„Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsere Freuden, sondern weil unsere Hoffnungen aufhören.“
Jean Paul
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ManuKatche-The-Scope

Manu Katché: „The ScOpe“
CD € 20,00

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Der Frühling ist da, die Sonne hängt am Himmel und mit dieser Musik beginnen wir sofort zu wippen und zu tanzen. Und das will Manu Katché auch erreichen. Ja, wir sollen uns bewegen, grooven und die Hüften schwingen.
Ob das der Jazz-Polizei gefällt? Keine Ahnung.
„Ich habe die Tracks um das Schlagzeug herum gebaut. Ich wollte sehen, wie sich die Leute bewegen, tanzen und singen, wenn sie es hören.“
Die Drums stehen im Mittelpunkt. Darum herum hat er seine Freunde postiert und geschaut, was dabei herauskommt. Dabei verschwindet das Schlagzeug immer mehr, das zu Beginn noch den Takt angegeben hat.
Jérôme Regard (Bass), Patrick Manouguian (Gitarre) und Jim Henderson (Keyboards), ein Produzent für elektronische Musik, der von Yael Naïm eingeladen wurde, um einen Remix von „Older“ zu machen. Und nicht zu vergessen die diversen musikalischen Gäste auf „The ScOpe“, bilden das Gerüst dieser Einspielung.

http://www.manu-katche.com/

Dienstag, 8.Januar

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Heute haben
Wilkie Collins * 1824
Paul Scheerbart * 1863
Leonardo Sciascia * 1921
Juan Marsé * 1933
Stephen W.Hawking * 1942
Gudrub Mebs * 1944
Geburtstag
und David Bowie und Sarah.
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Paul Scheerbart
Dicker roter Mond

Ach, ich kann ja gar nicht schlafen!
Über dem dunkelgrünen Myrtentor
Thront ein dicker roter Mond. —
Ob es später wohl noch lohnt,
Wenn man auf dem Monde wohnt?
Über dem dunkelgrünen Myrtentor?
Wär’s nicht möglich, daß uns drüben
»Längre« Seligkeiten küßten?
Wenn wir das genauer wüßten!
Hier ist alles zu schnell aus.
Jeder lebt in Saus und Braus.
Wem das schließlich nicht gefällt,
Hält die ganze große Welt
Auch bloß für ein Narrenhaus!
Ach, ich kann ja gar nicht schlafen!
Alter Mond, ich lach dich aus!
Doch du machst dir nichts daraus!
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Buchpräsentation am Freitag, den 8.Februar um 19 Uhr.
Das Buch liegt jetzt schon zum Anschauen in der Buchhandlung aus.

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Theodor Trampler & Ulrich Balß:
„New York
Past & Present 1928 – 2018“

160 Fotos, Briefe, Dokumente und Musik auf einer beigelegten CD.
Jaro Verlag € 30,00

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Eine Buchvorstellung und Zeitreise in das New York des Jahres 1928 . Geschichten und Briefe gelesen vom Autor Ulrich Balß sowie historische Fotos aus New York.
Dazu werden auf Leinwand über 50 historische Aufnahmen projeziert.

Der rote Faden beginnt 1928 mit Theodor Trampler aus Leipzig und endet 2018, 90 Jahre später mit der Fertigstelung dieses Buches durch seinen Enkel. Das Buch ist auch ein Dokument über die Lebensumstände eines Arbeitsemmigranten in New York 1928. Trampler schrieb über 100 Briefe nach Hause.Diese Briefe wurden mit dem Schiff über den Atlantik transportiert und Neuigkeiten waren damit schon Wochen alt, als sie in Leipzig bei seiner Frau und seinen Kindern ankamen. Als Buchbinder und Fotograf mit eigenem Fahrrad in New York unterwegs hinterließ Trampler ein herausragendes Dokument der Zeitgeschichte, einer Geschichte von Arbeitslosigkeit und Hoffnung, Flucht hier nach New York und nicht von Afrika nach Europa wie heute millionenfach praktiziert. Er dokumentierte und bewahrte all dies und jetzt 90 Jahre später ist daraus ein Buch entstanden.

Mit im Buch eine CD mit Musik aus New York von damals und heute.

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Hier geht es zu einem Radiobericht im NDR.