Dienstag, 26.Oktober


Heute haben
Andrej Belyi * 1880
Ulrich Plenzdorf * 1934
Geburtstag
____________________________

„Jeans sind eine Einstellung und keine Hosen.“
Ulrich Plenzdorf

___________________________

Ausgezeichnet mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2020


Anne Gröger: „Hey, ich bin der kleine Tod … aber du kannst auch Frida zu mir sagen
dtv € 13,00
Jugendbuch ab 10 Jahren

Samuel ist elf Jahre alt, liegt im Krankenhaus und sein Immunsystem ist „schrottreif“, wie er selber sagt. Sein Freund im Nachbarbett ist gestorben und Samuel ist schwer traumatisiert von seinen Klinikaufenthalten. Er schon einmal dem großen Tod in die Augen geschaut und wenn er daheim ist, verlässt er sein Zimmer nicht. Seine Eltern bitten ihn vergebens darum. Eines abends, nachdem er aus Versehen eine Spinne mit seinem Desinfektionsspray getötet hat, steht plötzlich ein kleines Mädchen mit einer Sense in der Hand vor ihm. Der Spruch der jetzt kommt, ist auch gleichzeitig der Buchtitel. Frida wurde vom großen Tod vermenschlicht, um zu lernen, wie Menschen leben. Und das tut sie auch. Wenn auch sehr chaotisch. Samuel widerum lernt von Frida viele andere Dinge, die ihn mit seiner Krankheit beschäftigen.
Das Jugendbuch von Anne Gröger ist lustig, frech, witzig und traurig. Auf jeden Fall nicht gruselig.
Das Schöne daran: Auch wir Erwachsene haben einen großen Spaß daran und haben vor Augen, wie Menschen mit ihren verschiedenen Schicksalen, dem Leben und dem Tod umgehen.

Leseprobe

________________________________________

tagesschau.de vom 25.10.2021

Vereinte Nationen
Weltweite Klimapläne reichen nicht aus

Die überarbeiteten nationalen Klimapläne vieler Ländern reichen nach UN-Angaben nicht aus, um den Klimawandel bedeutend zu verlangsamen. Die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre hat 2020 einen neuen Höchststand erreicht.

Hier geht es zum kompletten Bericht.
_________________________________________

Fällt aus, da siuch zu wenig Menschen zurückgemeldet haben.

Freitag den 29.10. ist Weltspartag, das heißt Finanzaktionstag.

FridaysforFuture organisiert an vielen Orten Aktionen, um auf die Klimaschutz- sowie Soziale Probleme des Finanzsektors aufmerksam zu machen und Veränderung zu fordern. Die Finanzierung von Unternehmen welche in fossile Energien sowie menschenrechtsverletzende Projekte involviert sind muss enden! Eine Wende im Finanzmarkt ist essentiell um die Veränderung auch in der Wirtschaft beschleunigt voranzutreiben.

In Ulm am Freitag, 29.10 von 15 bis 18 Uhr auf dem Hans und Sophie Scholl Platz.
_________________________________________

Neue Romane des Jahres 2021
mit Samy Wiltschek
Mi., 27.10.2021, 19:00 – 20:30 Uhr
Familienbildungsstätte Ulm

Sattlergasse 6, 89073 Ulm
31 Denkfabrik, 3. Stock (3b)
Gebühr € 9,00

MIttwoch 14.April

Heute hat
Peter Esterházy * 1950
Geburtstag
_____________________________________

Friedrich Schiller
An den Frühling

Willkommen, schöner Jüngling!
Du Wonne der Natur!
Mit deinem Blumenkörbchen
Willkommen auf der Flur!

Ei! ei! da bist ja wieder!
Und bist so lieb und schön!
Und freun wir uns so herzlich,
Entgegen dir zu gehn.

Denkst auch noch an mein Mädchen?
Ei, Lieber, denke doch!
Dort liebte mich das Mädchen,
Und ’s Mädchen liebt mich noch!

Fürs Mädchen manches Blümchen
Erbat ich mir von dir –
Ich komm‘ und bitte wieder,
Und du? – du gibst es mir.

Willkommen, schöner Jüngling!
Du Wonne der Natur!
Mit deinem Blumenkörbchen
Willkommen auf der Flur!
_________________________________________

Unser heutiger Tipp:

Sara Pennypacker: „Hier im echten Leben
Kann ein Träumer die Welt verändern?
Aus dem Amerikanischen von Brigitt Krollmann
Mit ein Vignetten von Jon Klassen
Sauerländer Verlag € 17,00
Jugendbuch ab 11 Jahren

Wade ist ein 11-jähriger pummeliger, verträumter Junge, der von seinen Eltern (der Vater ist Flugzeugeinwinker, die Mutter Managerin in einem Krisenzentrum) überbehütet wird. In diesem Sommer soll er ins Ferienlager, da Vater und Mutter Doppelschichten arbeiten wollen, damit sie ihr Haus abbezahlen können. Schwierig für Wade, der sich gerne in der Welt der Ritter und ihrer Art zu leben und ihrem Ehrencodex lebt. Kontakt zu anderen Gleichaltrigen aufzunehmen, fällt ihm schwer.
Schon nach einem Tag geht er nicht mehr ins Lager, sondern ein eine eingezäunte Gelände mit einer eingefallenen Kirche, auf der Jolene Papayas in kleinen Blechdosen großzieht. Jolene ist eine Mischung aus Pippi Langstrumpf und Isa aus den Romanen von Wolfgang Herrndorf. Sie ist das Gegenteil von verträumt und wirft Wade immer wieder vor, dass er im Wunderland lebe, hier aber das echte Leben sei. Im Gegensatz zu Wade hat sie keine Helikoptereltern. Ganz im Gegenteil.
Wie diese beiden Jugendlichen, die unterschiedlicher wohl kaum sein könnten, an sich wachsen und reifen, erzählt uns Sara Pennypacker mit großer Wärme und Empathie.
Mit dem Auftauchen von Ashley nimmt die Geschichte nochmals Fahrt auf, da sie weiß, was mit dem Gelände geschehen soll und gemeinsam hecken sie diverse Pläne aus, wie sie ihre eigene Welt, die sie in dieser Brache geschaffen haben, retten können.
Es endet dann doch ganz anders, aber mit einem fulminanten Ende, bei dem sich nicht nur bei Wade Veränderungen zeigen, sondern sich auch seine Eltern und Jolene öffnen und merken, dass Vertrauen für den jeweils anderen sehr wichtig ist.
Vielen Dank Sara Pennypacker für dieses Jugendbuch.

Dienstag, 12.Januar


Heute haben
Charles Perrault * 1628
Johann Heinrich Pestalozzi * 1746
Jakob Michael Reinhold Lenz * 1751
Jack London * 1876
Daniil Charms * 1905
Alice Miller * 1923
Haruki Murakami * 1949
David Mitchell * 1969
Geburtstag
_________________________________________

Jakob Michael Reinhold Lenz
Gute Laune

Gute Laune, Lieb und Lachen
Soll mich hier
Unaufhörlich glückich machen,
Und die ganze Welt mit mir.
Auf dem Sammt der Rosen wiegen
Sich die Weisen nur allein.
Liebe? ist sie nicht Vergnügen?
Nur die Treue macht die Pein.
_________________________________________

Was wäre, wenn du nicht nur mit Tieren sprechen, sondern dich auch in ein mächtiges Tier verwandeln könntest? Genau das passiert dem 12-jährigen Simon. Und als wäre dieser Umstand nicht schon aufregend genug, steckt Simon in seiner Gestalt als Animox plötzlich mitten im erbitterten Kampf der verschiedenen Tierreiche. Wie es aussieht verfügt er über eine besondere Gabe, mit der er die Welt der Animox vor ihrem Untergang retten kann. Ob ihn sein Onkel deshalb stets von Tieren ferngehalten hat?

Eine spannende Lektüre, die einen nicht mehr loslässt. So berichtet es zumindest Enkelin Emilia. Die Bücher gibt es auch zum Hören.
Teil 1 der Nachfolgeserie „Die Erben der Animox“ ist gerade erschienen.


Aimée Carter: „Die Beute des Fuchses“
Illustrationen Frauke Schneider
Übersetzt von Maren Illinger
Oetinger Verlag, Band 1 € 16,00
Jugendbuch ab 11 Jahren

Auf der Homepage des Oetinger Verlages habe ich dieses Interview gefunden: Aimée

1) Hättest du gerne die Fähigkeit, mit Tieren sprechen zu können? Was würdest du ihnen sagen oder sie fragen?

Ich würde wahnsinnig gerne mit Tieren sprechen können. Vermutlich würde ich vor allem über Themen mit ihnen reden, die sie interessieren: Nahrung, ihre Jungen, andere Tiere, das Wetter und ähnliche Dinge. Das wäre eine faszinierende Erfahrung!

2) Was fasziniert dich an Wölfen?

Ich liebe das Familiengefühl, das sie zu haben scheinen. Außerdem wirken sie wie sehr treue Geschöpfe, umgeben von vielen volkstümlichen Überlieferungen, wie zum Beispiel die Legende über Werwölfe. Auch wenn die Theorie der Alpha- und Beta-Tiere in wilden Rudeln nicht vorkommt, ist es doch interessante, diese Dynamik zu erkunden – vor allem im Animox-Reich der Säuger.

3) In welches der Tierkönigreiche würdest du gehören?

Ich glaube, es steckt von jedem ein kleines bisschen in mir. Wenn ich die Quizfragen beantworte, bewege ich mich meistens im Reich der Vögel. Aber es kommt auf meine Stimmung an. Manchmal bekomme ich auch das Reptilien-Reich als Ergebnis.

4) Hast du Haustiere?

Ich bin mit Haustieren aufgewachsen, von Hunden über Katzen bis hin zu Hamstern und Vögeln war alles dabei. Jetzt helfe ich zwar meinem Vater, für unsere beiden Hunde zu sorgen, aber sie leben bei ihm und nicht bei mir. Ich vermisse es, stets ein Tier um mich zu haben und denke dauernd darüber nach, ob ich nicht eine Katze oder einen Hund bei mir aufnehmen sollte. Oder vielleicht auch eine Schildkröte.

5) Wie alt warst du, als du mit dem Schreiben begonnen hast? Was liebst du daran am meisten?

Ich war elf Jahre alt, als ich mit dem Schreiben anfing und seither habe ich fast jeden Tag geschrieben. Ich liebe es, Geschichten mit unerwarteten Wendungen und mitreißenden Charakteren zu erfinden, denen die Leser gerne folgen. Das Schönste am Schreiben ist für mich, mir spannende Handlungen auszudenken.

6) Welche Tipps würdest du anderen geben, die Schriftsteller werden möchten?

Lies! Gute Bücher, schlechte Bücher – völlig egal! Du kannst genauso viel, wenn nicht gar mehr von Büchern lernen, die dir nicht gefallen, als von jenen, die dir gefallen. Und: Schreib so oft du kannst. Letztlich lernst du Schreiben nicht, indem du nur darüber nachdenkst, schreiben zu wollen. Selbst, wenn du dir nur eine Viertelstunde Zeit am Tag zum Schreiben nimmst – mach es! Diese 15 Minuten summieren sich. Zu guter Letzt: Gib nicht auf! Ausdauer ist die wichtigste Eigenschaft eines Autors. Manchmal erweisen sich deine Bemühungen vielleicht nicht als so fantastisch, wie du es dir vorgestellt hattest, aber es wird immer eine andere Geschichte geben, die von dir geschrieben werden möchte und eine neue Möglichkeit, die schon auf dich wartet.

Ihren Abschluss hat Aimée Carter an der Universität Michigan gemacht. Sie schreibt leidenschaftlich gern spannende Geschichten. Die fünfteilige Animox-Serie ist ihr erstes Werk für Kinder.