Montag, 30 März

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Heute haben
Paul Verlaine * 1844
Sean O`Casey * 1880
Jean Giono * 1895
Tom Sharpe * 1928
Uwe Timm * 1940 wird 80.
Gert Heidenreich * 1944
Geburtstag
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In diesen unsicheren Zeiten Fielen mir diese beiden Texte ein.
Zeilen voller Angst, Hoffnung und einem unsicheren Blick in die Zukunft.

Dante – Die Göttliche Komödie
Die Hölle
Erster Gesang

Es war in unseres Lebensweges Mitte,
Als ich mich fand in einem dunklen Walde;
Denn abgeirrt war ich vom rechten Wege,

Wohl fällt mir schwer, zu schildern diesen Wald,
Der wildverwachsen war und voller Grauen
Und in Erinn’rung schon die Furcht erneut:

So schwer, dass Tod zu leiden wenig schlimmer.
Doch um das Heil, das ich dort fand, zu künden,
Will, was ich sonst gesehen, ich berichten. –

Doch als ich eines Hügels Fuß erreichte,
An welchem jenes Tal zu Ende ging,
Das mir das Herz mit solcher Furcht befangen,

Blickt‘ ich empor und sah des Hügels Schultern
Bekleidet schon mit des Planeten Strahlen,
Der uns den rechten Weg zeigt allerwege.

Beruhigt wurde da die Furcht ein wenig,
Die in des Herzens See mir angedauert
Die Nacht durch, die so angstvolt ich verbrachte.

Wie einer, der mit ganz erschöpftem Atem,
Dem Meer entronnen, das Gestad‘ erreicht,
Auf die verräterische Flut zurückblickt,

So wandte sich mein Geist, noch immer fliehend,
Zurück, um zu beschaun die dunkle Talschlucht,
Die keinen, der drin weilt, lebendig ließ. –     …….

Friedrich Hölderlin
Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde ?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.
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Kommen Sie gut durch die Woche.

Samstag, 28.3.

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Heute haben
Maxim Gorki * 1868
Bohumil Hrabal * 1914
Marianne Fredrikssen * 1927
Mario Vargas Llosa * 1936
Ganz neu erschienen:
9303

Tilman Röhrig * 1945
Geburtstag
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Heute in unserem Schaufenster:

Zu Hause sein. Wie sich der ganze Wirrwarr der Gefühle verlieret und ordnet, wenn man aus dem fremden heimkehrt in seine eigenen vier Wände! Nur zu Hause ist der Mensch ganz.

Jean Paul (1763 – 1825)
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Emilia Wiltschek empfiehlt:

9445

Katharina Hartwell: „Die Silbermeer Saga“
Band 1: Der König der Krähen
Loewe Verlag € 19,95
Jugendbuch ab 14 Jahren

Was wäre, wenn ein Ort existieren würde, der auf die Zusammenarbeit aller zählte. Wenn dort jede Hand gefragt ist und dir gar nichts anderes übrig bleibt, als diese zu sein. Dort ist es friedlich, alles hat seinen Ablauf……bis auf eine Sache: Dem Verschwinden der Kinder dieses Dorfes. Das Dorf heißt Colm und ist der Ort, an dem diese Geschichte ihren Lauf fand. Die Geschichte eines Mädchens, die ihren Bruder an die Fänge eines Unbekannten verliert. Eines Mädchens, die mutiger ist als alle anderen. Die alles tun würde, um ihren einzigen Bruder wieder zu finden. Und was hält sie noch hier? Was soll sie in einem Dorf, in dem sie alle mit Missbilligung und Missgunst strafen. Einem Ort, den sie niemals wirklich als Zuhause empfand. Nichts hält sie jetzt noch hier. Und irgendwann, in der Zeit der Trauer um ihren verlorenen Bruder, schließt sie einen Entschluss. Sie würde ihn zurück holen, koste es was es wolle.
Und so beginnt die Reise der mutigen Edda Valt in die Ungewissheit des Inselreiches.
Eine sehr schöne Geschichte über ein Mädchen, das Unmengen an Mut in sich trägt.

Leseprobe
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Freitag, 27.März

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Heute haben Geburtstag:
Heinrich Mann * 1871
Golo Mann * 1909
Hansjörg Schneider * 1938
Harry Rowohlt * 1945
Patrick McCabe * 1955
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Thomas Dietrich
Hoffnung

Hoffnung ist ein großes Wort,
trägt mich in Gedanken fort.
Gerade jetzt, wo eins zwei drei
nichts mehr ist, wie es sonst sei.

Still auf Straßen ist das Leben.
Das hat es noch nie gegeben.
Draußen strahlt die liebe Sonne,
drinnen lebt sich’s wie ’ne Nonne.

Fastenzeit und Osternacht
wären sonst jetzt angebracht.
Frühlingsanfang, starkes Bier,
nichts davon erfreut mich hier.

Bücher helfen mir sehr gerne,
bringen fort mich in die Ferne,
wohin auch mein Geist nur strebt
und die Hoffnung neu belebt.
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Unsere Postkarten möchten gerne auf die Reise gehen.
Gerne stellen wir Ihnen ein kleines Sortiment zusammen:
Ostern, Frühling, Geburtstag oder „Alles Mögliche“.
Vielleicht auch eine kleine Wundertüte, lassen Sie sich überraschen!
Also: Ab die Post!

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Ihr werdet mich für verrückt, sentimental oder bescheuert halten. Aber als ich heute auf’m Fahrrad saß und noch Bücher ausgefahren habe, kam mir plötzlich die Liedzeile „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ in den Kopf
Verdammt, Nena wurde am 24.März 60 Jahre alt.
Und irgendwie, irgendwo, irgendwann haben wir auch auch diese aktuelle Situation überstanden. Dann feiern wir. Irgendwie, irgendwo, irgendwann.
Ich/wir lade/n Euch/Sie ein. Versprochen.