Freitag, 2.Februar

Heute haben
Johann Christoph Gottsched * 1700
Annette Kolb * 1875
James Joyce * 1882
Also Palazzeschi * 1885
Ayn Rand * 1905
Joanna Bator * 1968
Geburtstag
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Heute im Gedichtekalender:

Johann Wolfgang von Goethe
An Lina

Liebchen, kommen diese Lieder
Jemals wieder dir zur Hand,
Sitze beim Klaviere nieder,
Wo der Freund sonst bei dir stand.

Laß die Saiten rasch erklingen,
Und dann sieh ins Buch hinein;
Nur nicht lesen! immer singen!
Und ein jedes Blatt ist dein.

Ach, wie traurig sieht in Lettern,
Schwarz auf weiß, das Lied mich an,
Das aus deinem Mund vergöttern,
Das ein Herz zerreißen kann!
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Brendan Wenzel:Alle sehen eine Katze
Aus dem Englischen von Thomas Bodmer
NordSüd Verlag € 15,00
Bilderbuch ab 4 Jahren

“Die Katze ging durch die Welt mit ihren Schnurrhaaren, Ohren und Pfoten…”
Dabei wird sie von vielen Tieren gesehen. Fuchs, Biene oder Stinktier, Maus, Vogel, Wurm, Fisch, … Sie alle sehen diese Katze auf ihre eigene Weise. So hört der Hund ihre Halsbandglocke überdeutlich, sieht aber einen mageren Körper. Die Biene sieht viele bunte Punkte durch ihr Facettenauge, die Fledermaus hat einen Art Röntgenblick. Der Wurm spürt die Vibrationen, der Fisch erkennt etwas Verschwommenes und die Maus ein gefräßiges Monster.
Brendan Wenzel zeigt uns die Welt der Tiere auf eine sehr eigene Art. Er läßt uns staunen und nachdenken und gleichzeitig ist es ein prima Bilderbuch zum Vorlesen und Weitererzählen.

Hier wird das komplette Buch auf Englisch vorgetragen:

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Am kommenden Dienstag stellen wir wieder vier Bücher vor.
Dienstag, 6.Februar ab 19 Uhr liest Clemens Grote aus:

Hans Pleschinski: Wiesenstein
Antonio Manzini: Spitzentitel
Adam Haslett: Stellt euch vor, ich bin fort
Yuval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit

Wir beginnen pünktlich.
Der Eintritt ist frei.

Freitag, 26.Januar

Heute haben
Antonio Pennacchi * 1950
Jochen Missfeldt * 1941
und Achim von Arnim * 1781
Geburtstag
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Heute im Gedichtekalender:

Simon Dach

Was kann die Freude machen,
die Einsamkeit verhehlt?
Das gibt ein doppelt Lachen,
was Freunden wird erzählt;
der kann sein Leid vergessen,
der es von Herzen sagt;
der muß sich selbst auffressen,
der in geheim sich nagt.
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Rocio Bonilla:Welche Farbe hat ein Kuss?
Aus dem Spanischen von Renate Loew
Jumboverlag € 15,00
Bilderbuch ab 4 Jahren

Minimia ist eine sehr aktive kleine „Dame“. Sie radelt gerne, mag Törtchen und die Geschichten ihrer Mutter. Sie kümmert sich um die Pflanzen auf dem Balkon. Aber am allerliebsten malt sie. Und zwar in allen Farben. Aber: Welche Farbe hat ein Kuss? Rot? Aber rot ist doch die Farbe der Wut. Gelb. jaaa, wenn man gute Ideen hat, dann ist das gelb. Aber ein Schwarm Bienen ist auch gelb. Das Weiss des Winters ist kalt. Das schöne Braun des Herbstes erinnert an Hundekacke. Grün könnte passen, weil doch Krokodile grün sind. Aber halt auch Gemüse, wie Broccoli und Erbsen … iiih. Minimia ist verzweifelt, bis sie von ihrer Mutter einen Kuss bekommt und die kleinen vielen Herzen in allen Farben über das ganze Blatt verteilt leuchten. Ja, so sieht wohl ein Kuss aus. Und wie stellt Du dir die Farbe eines Kusses vor? Auf einer Doppelseite kannst Du viele Herzchen ausmalen. Dazu gibt es noch eine Messlatte mit grauen Tieren drauf, die Minimia liebt, aber von der Farbe her halt auch nicht zu einem Kuss passen.

Ein Bilderbuch über Farben und Gefühle und deren vielfältiges Zusammenspiel.
Im Netz habe ich ein kleines Filmchen gefunden. Allerdings in spanischer Sprache.

Mittwoch, 24.Januar

Heute haben
ETA Hoffmann * 1776
Edith Wharton * 1862
Vicki Baum * 1888
Eugen Roth * 1895
Geburtstag
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Wer wagt, durch das Reich der Träume zu schreiten, gelangt zur Wahrheit.
E.T.A. Hoffmann
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

Elisabeth Dale:Echte Bären fürchten sich nicht
Mit farbigen Bildern von Paula Metcalf

Aus dem Englischen von Paul Maar
Oetinger Verlag € 14,00
Bilderbuch ab 4 Jahren

Tief in den Wäldern, hell scheint der Mond,
liegen die Bären im Bett wie gewohnt.
Papa und Mama Bär, Lisa und Kai
liegen im Schlaf und träumen dabei.
Auch Baby-Bär Bobo liegt tief in den Kissen,
da wird er ganz jäh aus dem Schlaf gerissen.
Er richtet sich auf, verwirrt und verstört.
Ganz deutlich hat er ein Grunzen gehört.

Ja, und nun ist die Nachtruhe für die gesamte Bärenfamilie vorbei. Baby Bobo lässt sich nicht beruhigen, denn es war doch sicher ein Monstergrunzen da draussen .

Papa Bär sagt : „Na gut. Lasst uns gehen.
Es gibt bestimmt keine Monster zu sehen.

Und so zieht die ganze Familie mit Laterne in die Nacht hinaus, erschrecken die Rehe, die Frösche, landen im Matsch und letztendlich erschrecken sie sich selbst und erkennen, dass es gar nichts Erschreckendes gibt. Erschöpft wird ins Bett gesunken, doch plötzlich …

Auch wenn es sicher das hundertste Bärenbuch ist, es macht riesig Spass mit dieser Familie im Wald durch die Nacht zu stolpern und die wunderbar übersetzten Verse von Paul Maar laut vorzulesen.