Freitag, 23.Februar


Heute haben
Samuel Pepys * 1633
Wilhelm Grimm * 1786
Erich Kästner * 1899
Elisabeth Langgässer * 1899
César Aira * 1949
Geburtstag
____________________________________

„An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld,
die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“
Erich Kästner
____________________________________

Liebe Freundinnen und Freunde von Schukrafts Wundertüte!
Einen vergnügten Theaterabend will ich zusammen mit Ihnen erleben!
Ich präsentiere Ihnen „Ich bin ein unverbesserlicher Opitmist“, einen Abend über Hermann Leopoldi, den berühmtesten und begabtesten österreichischen Klavierhumoristen. Natürlich singe ich auch viele seiner humoristischen Lieder.
Hermann Leopoldi hatte seine große Zeit von 1918 bis 1960. Jahre die nicht immer leicht waren: aber Humor fängt da an, wo der Spaß aufhört.
Die ersten Vorstellungen sind am Freitag, 1.März (Premiere)
und am Sonntag, 3.März um 19 Uhr im Kunstverein in Ulm. 
Nach 10 Jahren können Sie mich wieder als Schauspieler erleben. Warum?
Ehrlich: weil ich mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen freue!

Ich bin ein unverbesserlicher Optimist
ein humoristisch-kabarettistischer Abend
Couplets und Lieder von Hermann Leopoldi
mit Wolfgang Schukraft
und Magnus Schneider am Klavier

Karten:
Bücherstube Jastram, Schuhhausgasse 8 am Judenhof, Ulm
Tel: 0731/67137
Mail: info@schukrafts.de
Abendkasse ab 18.15 Uhr

Freundliche Grüße
Ihr Wolfgang Schukraft

N.B: Wir spielen in dieser Woche „Frau Einsteins Nobelpreis“ am Donnerstag, 22.2. und Sonntag, 25.02. jeweils um 19 Uhr im Kunstverein.

Weitere Infos und alle Termine: www.schukrafts.de
_____________________________

🚊Am 01. März demonstrieren wir um 15 Uhr auf dem Münsterplatz für besseren ÖPNV. 🚊
🚋Die Verkehrswende braucht eine bessere Infrastruktur und faire Arbeitsbedingungen.
Kommt mit uns auf die Straße🚋

📅 01. März, 🕒 15 Uhr, 📍 Münsterplatz
#wirfahrenzusammen

Was: Demonstration im Kooperation mit verdi
Wann: 01. März | 15 Uhr
Wo: Münsterplatz
________________________________


Donnerstag, 22.Februar

Heute haben
Johannes Reuchlin * 1355
Arthur Schopenhauer * 1788
Hugo Ball * 1886
Sean O’Faolain * 199
Jane Bowles * 1917
Danilo Kis * 1935
Arnon Grünberg* 1971
Geburtstag
____________________________

Theodor Storm
Februar

Im Winde wehn die Lindenzweige,
von roten Knospen übersäumt;
Die Wiegen sind’s, worin der Frühling
die schlimme Winterzeit verträumt.

O wär im Februar doch auch
wie’s andrer Orten ist es Brauch,
bei uns die Narrheit zünftig!

Denn wer, solang das Jahr sich misst,
nicht einmal herzlich närrisch ist,
wie wäre der zu andrer Frist
wohl jemals ganz vernünftig!
______________________________

Frisch ausgepackt:


Ann-Sophie Henne, Robin Jüngling, Annika Le Large: „Miese Krise
Alles, was du über den Klimawandel wissen musst
Katapult Verlag € 22,00

Die Auswirkungen des Klimawandels werden das Leben auf der ganzen Erde verändern, auch bei uns. Wie konnte es dazu kommen? Und was bringt die Zukunft? In Miese Krise fassen Ann-Sophie Henne und Robin Jüngling kompakt zusammen, was wir alle über diese Krise wissen müssen. Ihr Buch, liebevoll illustriert von Annika Le Large, macht Mut, für Veränderung und Zusammenhalt einzustehen. Denn auch wenn es sich oft nicht so anfühlt: Wir alle können Einfluss auf den Ausgang dieser Geschichte nehmen.
Dazu teilen die AutorInnen ihr Buch in einzelne Kapitel auf und fassen darin passende Themen in kleine, handliche Artikel auf.
z.B.: Heute – Wir heute, Ursachen, Biodiversität, Mensch, Boden, Wasser, Luft, Landwirtschaft, Tierhaltung
Morgen – Wir 2030, Kipppunkte, Co2-Budget, 1,5 Grad versus 2 Grad, Wir 2100
Weitere Kapitelüberschriften lauten: Ungleichheit, Kommunikation, Klimagefühle, Mythen, Wandel.
In der jetzigen Wochen-taz gibt es zwei Seiten mit der Überschrift: Erneuerbare Emotionen während der Klimakatastrophe. Darauf wird auch hier eingegangen mit den Stichworten: Abwehr, Angst, Schuld, Trauer, Wut, Hoffnung.
Ein handliches Buch, das nochmals verucht uns aus der Komfortzone zu locken, für unsere Erde zu kämpfen, aber dabei nicht den Mut zu verlieren.

Ann-Sophie Henne, Robin Jüngling und Annika Le Large machen mit @nachhaltig.kritisch seit 2019 jungen und unabhängigen Klimajournalismus. Auf Instagram und allen gängigen Podcast-Plattformen beschäftigen sie sich mit Klimathemen und hinterfragen den Status Quo der grünen Filterblase.
________________________________

Heute abend geht es raus aus der Buchhandlung und rein ins Haus der Begegnung und dann mit Elena Fischers Debüt: „Paradise Garden“ u.a. in den 17. Stock, in dem sich Autobahngeräusche in Meeresrauschen verwandeln können.


Lesung mit Elena Fischer
19 Uhr im Haus der Begegnung
Eintritt € 10,00

Mittwoch, 21.Februar

Heute haben
Anais Nin* 1903
W.H.Auden * 1907
Ljudmila Ulitzkaja * 1943
Hakan Nesser * 1950
Ha Jin * 1956
David Foster Wallace * 1962
Chuck Palahniuk * 1962
Geburtstag
______________________________

W.H.Auden
Stop all the clocks, cut off the telephone

Stop all the clocks, cut off the telephone,
Prevent the dog from barking with a juicy bone,
Silence the pianos and with muffled drum
Bring out the coffin, let the mourners come.

Let aeroplanes circle moaning overhead
Scribbling on the sky the message He Is Dead,
Put crepe bows round the white necks of the public doves,
Let the traffic policemen wear black cotton gloves.

He was my North, my South, my East and West,
My working week and my Sunday rest,
My noon, my midnight, my talk, my song;
I thought that love would last for ever: I was wrong.

The stars are not wanted now: put out every one;
Pack up the moon and dismantle the sun;
Pour away the ocean and sweep up the wood;
For nothing now can ever come to any good.
___________________________

Unser Buchtipp:



Gaea Schoeters: „Trophäe
Aus dem Niederländischen von Lisa Mensing
Zsolnay Verlag € 24,00

Der in den Niederlanden preisgekrönte Roman hat es in sich. Inhalt, Sprache, Spannung, politisch-geschichtliche Hintergründe zusammengenommen, kommt man nicht mehr weg von dieser Lektüre.
Hunter White (omen est nomen), ein steinreicher Amerikaner und fanatischer Jäger, hat sich für sehr viel Geld in einem Land in Afrika eine Lizenz für das Töten eines Nashornes gekauft. Dieses geschützte Tier fehlt ihm noch in seiner Sammlung der Big Five. Wir tauchen mit ihm ein in das Leben in diesem afrikanischen Dorf. Daraus rekutierten sich seine Fährtenleser und er merkt, wie fremd ihm doch alles ist. Wie hat sich die Kolonisation (sprich: Die Vertreibung und Ausrottung dieser Menschen) auf das heutige Leben ausgewirkt? In welchen zwei Welten leben diese Menschen um ihn herum? Einerseits Handy, andereseits ein sehr große Verwurzelung mit der Natur.
Gaea Schoeters schreibt viel über diese Natur, die Tierwelt, die Gerüche und Geräusche, wie wichtig dieses Wissen für ein Überleben ist und gleichzeitig treibt sie die Geschichte mit vollem Tempo voran, denn auf der Jagd nach dem Nashorn wird Hunter das Tier von Wilderern weggeschossen und sein Plan zunichte gemacht. Ihm wird jedoch ein weiteres, noch unmoralischeres Angebot unterbreitet. Es gibt ausser den Big Five auch noch ein Big Six: Die Jagd nach einem Menschen.
Hier verschwimmen nun alle vorhandenden Moralvorstellungen. Einerseits beschreibt die Autorin die Faszination des Jagens, die Übermacht der Natur und das Dilemma, in dem Hunter White steckt.
Noch nie habe ich so einen Roman, mit so einem Thema gelesen und konnte, wegen der schriftstellerischen Wucht, das Buch nicht mehr weglegen. Kein Thriller, kein Krimi, aber Spannung bis zum Anschlag und ein großer Anreiz für die eigenen Gedanken: Was ist richtig und was ist falsch? Wie korrumpiert Geld alle Moral?
Vor ein paar Tagen fiel hier auf dem Blog das Stichwort Gaslightning, wenn eine Person eine andere, ihm nahestehende Person, so manipuliert, dass sie nicht mehr weiss, ob sie verrückt ist. Hier tauchte in einem Zitat das Wort Mindfuck auf: eine Verwirrung des geistigen Zustandes einer Person die durch ein starkes, (irreales), äußeres Ereignis, ihren eigenen Sinnen nicht mehr trauen mag.

Leseprobe

Auf der webiste der Hanser Verlage gefunden:
Fünf Fragen an Gaea Schoeters, die in ihren Antworten viel über ihren Roman erzählt.

Liebe Gaea Schoeters, in Ihrem Roman Trophäe geht es um die Großwildjagd in Afrika. Gibt es persönliche Berührungspunkte mit Afrika, mit dem Thema Jagd, oder, anders gefragt, wie sind Sie zu dieser Geschichte gekommen?
Wenn mir vor fünf Jahren jemand gesagt hätte, dass ich einen Roman über Trophäenjagd in Afrika schreiben würde, hätte ich es nicht geglaubt; ich bin eine, die Moskitos vorsichtig fängt und auf den Balkon hinausträgt. Ich hatte keinerlei Verbindung zum Jagen oder zu Trophäen. Beim Scrollen auf Facebook stieß ich auf eine kleine Anzeige für eine Trophäenjagd auf eine seltene Steinbock-Art in Pakistan, in der es auch hieß, dass mit dem Geld für die Jagdlizenz ein Schutzprogramm initiiert werden soll. Eine seltene Spezies jagen, um die Umwelt zu schützen, das klang so paradox und ließ mich stutzen, und so begann ich ein wenig über Trophäenjagd zu recherchieren. Kurz darauf stolperte ich über ein Foto von David Chancellor – ein Bild von einem Großwildjäger (ein Mann, der meinem Steuerberater sehr ähnlich sieht) in seinem Trophäenzimmer voller ausgestopfter Giraffen, Löwen etc. In einer Millisekunde hatte ich die Geschichte vor Augen – ein seltener Glücksfall.
Viele Leser:innen haben mir erzählt, dass sie anfangs keine Lust hatten, einen Roman über das Jagen zu lesen, da sie gegen das Jagen waren. Und ich bin sehr glücklich, wenn ich jetzt oft höre, dass sie, sobald sie in das Buch und in Hunters Welt eingetaucht waren, genau so fasziniert waren wie ich.
Außerdem habe ich ein Faible für unangenehme Charaktere, die anders sind als ich; ich liebe es, die Denkweisen von Menschen zu erforschen, mit denen ich im realen Leben wahrscheinlich schnell in Streit geraten würde. Für mich ist Fiktion der Ort, an dem wir gefahrlos verschiedene Mindsets nebeneinanderstellen und Gemeinsamkeiten suchen können, was der Anfang von Dialog und Verständnis sein kann – und schließlich von Veränderung. (In diesem Fall war die Liebe zur Natur die Gemeinsamkeit mit der Welt des Jagens.)

Hunter White ist ein westlicher, weißer Alpha-Mann und Jäger. Er versteht sich als Förderer des Artenschutzes und der lokalen Bevölkerung, indem er große Geldsummen für seine Abschusslizenzen zahlt, die unter anderem dem Kampf gegen die Wilderei und dem Bau von Schulen dienen sollen. So nachvollziehbar die Argumentation scheint, so deutlich wird die ungleiche Verteilung von Macht und Besitz in Afrika. Was erzählt uns Ihr Roman über den Kolonialismus und seine Folgen bis heute?
Wie Jeans, einer der örtlichen Guides, es an einer Stelle ausdrückt: Hunter ist nie in Afrika gewesen. Der Ort, den er besucht, ist eine koloniale Fata Morgana, eine Phantasie aus dem Blick eines Weißen ohne Bezug zur Realität. Er hat keine Ahnung von diesem Kontinent und kein Interesse daran; er sieht in ihm vor allem einen Themenpark, der zu seinem Vergnügen existiert. Sein Jagdrevier. (Oder wie er selbst sagt: Er mag Afrika nicht, aber da er seine Flora und Fauna schätzt, toleriert er den Kontinent.) Das ist eine grobe Zusammenfassung der allgemeinen utilitaristischen Sicht des Westens auf diesen Kontinent: Auch in post-kolonialen Zeiten geht die Ausbeutung des Kontinents in anderer Art und Weise weiter. (Und nicht nur durch den Westen; ein ganz neues Great Game wird da gespielt.) Unternehmen nehmen sich vom afrikanischen Kontinent die Ressourcen und Schätze, die sie brauchen, zerstören die Natur, das Klima und die Gesellschaft und weigern sich, Verantwortung für die Auswirkungen der fortwährenden Ausbeutung zu übernehmen.

„Deine westliche Moral ist ein Luxusprodukt, das man sich leisten können muss. Der Rest der Welt muss mit Pragmatismus auskommen.“ – Das sagt Jeans einmal zu Hunter. Wollten Sie mit dem Buch auch Kritik an europäischen Moralvorstellungen üben, die gegenüber globalen Problemen oft blind sind?
Ja, das ist für mich die wichtigste Frage des Buches. Hunter, wie die meisten Menschen aus dem Westen, betrachtet sich selbst als der lokalen Bevölkerung moralisch überlegen, aber er übersieht, dass seine moralischen Vorstellungen in einer vollkommen anderen Welt womöglich gar nicht funktionieren würden. Der Westen tendiert dazu, seine moralischen Konzepte dem Rest der Welt überstülpen zu wollen, ohne die lokalen Voraussetzungen miteinzubeziehen. Ist unser System das einzig mögliche System? Und ist es wirklich so überlegen? Funktioniert es überall, in jedem Kontext? (Und wie unbeeinflusst ist dieser Kontext? Jeans ist ein Pragmatiker, weil er in einer von den Folgen des Kolonialismus zerstörten Welt keine andere Wahl hat. Und wie frei sind die Mitglieder des lokalen Stammes in ihren Entscheidungen, nachdem auch die Bedingungen ihres Daseins von diesen Folgen verändert und bestimmt worden sind?) Oder könnte es sein, dass in bestimmten Kontexten andere moralische Vorstellungen und ethische Regeln ebenso nützlich sein oder sogar besser funktionieren könnten als die westlichen? Es ist dieser Clash der Denkschulen und ihrer Konsequenzen, dem ich auf den Grund gehen wollte.

Im Lauf der Geschichte verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, Jäger und Beute, Mensch und Tier immer mehr. Als Leser:in befindet man sich in einem schmerzhaften Dilemma. Welche Verantwortung trägt der Mensch in der Natur, oder sind wir am Ende doch bloß Tiere?
Wie die (Öko-)Philosophin Val Plumwood schreibt: Die Probleme haben begonnen, als die Menschen aufhörten, sich selbst als Teil der Nahrungskette zu begreifen, und sich über die Natur stellten, anstatt sich als Teil von ihr zu sehen, als Jäger und Beute. (Plumwood hat, wie Hunter auch, einen deutlichen Weckruf bekommen, als sie fast von einem Krokodil gefressen worden wäre.) So unterscheidet sich Hunters Sicht auf die Jagd (auch wenn er, wie viele Jäger, der Natur näher und stärker mit ihr und seiner Nahrung verbunden ist als die meisten modernen Menschen) deutlich von der Perspektive der lokalen Jäger, die sich selbst als Teil des Ökosystems verstehen und nicht als eine diesem überlegene Art. Die Grenzen verschwimmen, als Hunters Gefühl der Macht und Überlegenheit zu bröckeln beginnt, als er mit der Brutalität der Wildnis konfrontiert ist und feststellt, dass sein Überleben von Koexistenz und Respekt abhängig ist anstelle von Dominanz, als ihn seine Waffe nicht mehr vor dieser Kraft schützen kann. Dieser Perspektivwechsel hat moralische und praktische Konsequenzen, gute und schlechte – wenn diese Konzepte in diesem Kontext überhaupt noch einen Sinn ergeben.

Ihr Roman ist von Anfang an unglaublich spannend erzählt, man folgt den Jagdszenen mit angehaltenem Atem, trotzdem ist das Buch viel mehr als ein Thriller. Welche Vorbilder haben Sie in der Literatur, welche Einflüsse gab es beim Schreiben?
Ich beginne keinen Roman ohne eine klare Vorstellung von Thema und Form; für mich sind diese Dinge verflochten und das eine kann nicht ohne das andere funktionieren. Manchmal braucht es Jahre, um eine Form für eine Idee zu finden, oder eine Idee, die in eine bestimmte Form passt. Dieses Mal hatte ich Glück: Während meiner Recherchen fand ich heraus, dass es ein (rein angelsächsisches) Genre gibt, das colonial hunting literature heißt. Sehr männlich und machistisch, Abenteuergeschichten, schnell und handlungsorientiert, aber auch (trotz des Vokabulars, das wir heute inakzeptabel finden) sehr oft reich an anthropologischen Beobachtungen und mit einem tiefen Respekt für das Wissen der lokalen Bevölkerung, mit der diese Berufsjäger zusammengearbeitet haben. Denken Sie an Autoren wie J.A. Hunter oder, am literarischen Ende des Spektrums, Ernest Hemingway. Ich finde, bestimmte alte Formen oder Genres aufzunehmen gehört zum Dialog, den zeitgenössische Autor:innen mit dem Kanon führen, es ermöglicht uns, das Gespräch mit der Literatur und den literarischen Traditionen der Vergangenheit fortzuführen. Ein koloniales Genre für einen Roman heranzuziehen, der in Wirklichkeit eine Kritik an dieser kolonialen Vergangenheit ist, das war die Art von Ironie, die perfekt zu meiner Geschichte passte – da Hunter seinem Schicksal mit genau dieser altmodischen Sicht auf den afrikanischen Kontinent entgegengeht. Außerdem wollte ich eine Verbindung zu Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ herstellen – aber anstatt den Sturz eines in den Wahnsinn getriebenen weißen Mannes wollte ich den Kollaps der vermeintlichen moralischen Überlegenheit des Westens in diesem Clash of Cultures zeigen.

Dienstag, 20.Februar

Heute haben
Johann Heinrich Voß * 1751
Heinz Erhardt * 1909
Julia Franck * 1970
Geburtstag
_____________________________

„Man macht gewöhnlich viele Worte, wenn man nichts zu sagen hat.“
Heinz Erhardt
______________________________

Unser Literaturtipp:

Alia Trabucco Zerán: „Mein Name ist Estela
Aus dem Spanischen von Benjamin Loy
Hanser Berlin Verlag € 24,00

Die Hausangestellte Estela berichtet. Sie erzählt langausholend. Sie fordert ihre Gegenüber auf, genau zuzuhören. Zum ersten Mal bekommit sie eine Stimme, nachdem sie sie zwischenzeitlich verloren hat. Estela hat sieben Jahre in einem Haushalt gearbeiten. Sie war Tag und Nacht für diese Familie zuständig. Gelebt hat sie in einer Kammer neben der Küche, die so klein war, dass es nur eine Schiebtür gab. Der Roman spielt in Chile, in dem die Klassenunterschieden schon immer hoch waren und nach Jahren der Diktatur, hat sich dies noch verschärft. In den Zeiten des Turbakapitalismus ist für die ehrgeizige Mutter und den autoriären Vater ein Dienstmädchen durchsichtig, ohne Namen. Nana. Nur Nana. Als Estela mit ihrer Arbeit begonnen hat, kam die Tochter des Hauses, Julia, auf die Welt. Mit ihr hat Estela eine besonder Verbindung, zumals sie auch die meiste Zeit mit ihr verbringt und nicht die Eltern.
Julia ist tot und Estela erzählt nun über diese sieben Jahre Arbeit. Über ihre Einsamkeit, über einen streunenden Hund, den sie heimlich durchfüttert, über ihre Mutter im fernen Süden Chiles, über die Eltern, die ihre Tochter erdrücken und ihre keine Luft zur eine gesunde Entwicklung geben. Julia und Estela verbindet diese Einsamkeit und doch sind auch hier unüberbrückbare Standesschranken, die zu einer Eskalation am Ende des Romanes führen.
Ein extrem starker Roman, der nicht mit Klischees arbeitet und durch die ruhige und bestimmte Art von Estelas Vortrag vor Gericht ein Drama mit Ansage aufzeigt, das wahrscheinlich Alltag für viele Bedienstete ist.

Leseprobe

Alia Trabucco Zerán, geboren 1983 in Santiago de Chile. Ihr Debütroman „Die Differenz“ (2021) wurde für den International Booker Prize nominiert und 2022 mit dem British Academy und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet.
____________________________________

Donnerstag, 22.Februar um 19 Uhr
Elena Fischer. „Paradise Garden“
Haus der Begegnung
, Felix Fabri Saal
Grüner Hof 7, 89073 Ulm

Ich danke für die tolle Kooperation.

Samstag, 17.Februar

Heute haben
Friedrich Maximilian von Klinger * 1792
Georg Weerth * 1822
Isabelle Eberhardt * 1877
Chaim Potok * 1929
Ruth Rendell / Barbara Vine * 1930
Frederik Hetman * 1934
Geburtstag
___________________________________________

Winfried Hermann Bauer
Im Februar

Es ist kalt! –
Nebel hängt zwischen den Bäumen
Und zerreißt meinen Blick auf die Welt
Frostbraune Blätter zittern
Neben Knospen, von Reif umhüllt
Sie lassen nicht los
Nur das Moos leuchtet grün
Zwischen den Eiszungen
Ein Schauer läuft mir über den Rücken –
Von den Zweigen tropft die Zeit…
______________________________

Unser Buchtipp:


Terhi Tokkonen: „Arctic Mirage
Aus dem Finnischen von Elina Kritzokat
Hanser Berlin Verlag € 23,00

Stichworte, wie Krimi, Ehedrama, Gaslightning finden sich in den ersten Besprechungen des finnischen Romans, der zum besten Debüt in Finnland gewählt worden ist.
Dass im Buch gleich zu Beginn erwähnt wird, dass sie ihn umgebracht hat und er mit offenem Blick im Schnee liegt, ist schon mal ein guter Start. Dass wir jedoch am Ende des Buches doch noch erstaunt sind, dass das passiert, ist schon sehr raffiniert von der Autorin eingefädelt. Sie nähert sich sehr geschickt der Tat, bringt ein paar wenige Personen mit ins Spiel, die alle nicht eindeutig zuzuordnen sind.
Mittelpunkt der Handlung ist das Luxus Hotel „Arctic Mirage“. Dort im Schnee, in Lappland, hat sich das Endvierziger-Pärchen für ein paar Tage einquartiert, nachdem sie eine Autounfall auf eisglatter Fahrbahn hatten. So richtig sympatisch sind fast alle Personen im Hotel nicht. Naja, der pensonierte Hausarzt vielleicht. Ansonsten zeigen sie eine große Portion Undurchsichtigkeit.
So langsam kommen wir dann auch zum Stichwort: Gaslightning. Also der Vorgang, wenn eine Person eine nahestehende Person so verunsichert, dass sie nicht mehr weiss, was die Wirklichkeit ist.
Ab diesem Moment nimmt die Geschichte noch mehr Fahrt auf.
Eine winterliches Leseabenteuer aus dem Hohen Norden. Kein Thriller, kein Krimi und doch hochdramatisch und spannend bis zum Ende.
______________________________________

Am 19. Februar 2024 jährt sich zum 4. Mal der extrem rechte und rassistische Anschlag in Hanau, bei dem neun Menschen aus rassistischen Gründen getötet und unzählig weitere Menschen traumatisiert wurden. Die Angehörigen sind neben ihrer Trauer seit dem 19. Februar 2020 damit beschäftigt, die brutalen Morde und die „Kette des Versagens“ an ihren Liebsten aufzuklären, weil zu viele Fragen noch ungeklärt sind.

Die Initiative 19. Februar Hanau lädt dieses Jahr erneut zu bundesweiten Gedenkveranstaltungen ein.
Hiermit laden wir euch am Sonntag, 18.02.24 um 18 Uhr auf den Marktplatz Ulm ein, um gemeinsam an die Toten von Hanau und die unzählig weiteren Opfer extrem rechter Gewalttaten zu gedenken.

Wir freuen uns, wenn ihr uns in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt, indem ihr unseren Aufruf und das Sharepic teilt. Darüber hinaus freuen wir uns über Organisationen und Einzelpersonen, die uns bei der Kundgebung unterstützen wollen. Das könnt ihr z.B. tun, wenn ihr Plakate verteilt, auf der Kundgebung selbst Ordner*innen seid oder neben uns einen weiteren Redebeitrag haltet. Meldet euch dafür gerne bei uns. Bringt gerne Kerzen mit, wir werden auch welche zur Verfügung stellen. Parteiflaggen sind nicht willkommen. Im Anhang findet ihr das Sharepic und das Plakat. Falls ihr fertig gedruckte Plakte von uns haben wollt, meldet euch gerne bei uns. Hanau ist überall!

fclr Ulm
Festival contre le racisme Ulm
www.fclr-ulm.de
Facebook: Festival contre le racisme Ulm
Instagram: fclr.ulm

Freitag, 16.Februar


Heute haben
Joseph Victor von Scheffel * 1826
Nikolai Leskow * 1831
Alfred Kolleritsch * 1931
Aharon Appelfeld * 1932
Richard Ford * 1944
Ian Banks * 1954
Geburtstag
________________________________

Joseph Victor von Scheffel

Auch ein ernstes gottesfürchtig
Leben nicht vor Alter schützet,
Mit Entrüstung seh‘ ich, wie schon
Graues Haar im Pelz mir sitzet.

Ja die Zeit tilgt unbarmherzig,
Was der einz’le keck geschaffen –
Gegen diesen scharfgezahnten
Feind gebricht es uns an Waffen.

Und wir fallen ihm zum Opfer,
Unbewundert und vergessen;
– O ich möchte wütend an der
Turmuhr beide Zeiger fressen!
____________________________________

Unser Buchtipp:

Michela Murgia: „Drei Schalen
Aus dem Italienischen von Esther Hansen
Wagenbach Verlag € 20,00

Michela Murgia, die im August 2023 an ihrem Krebs verstorben ist, war erst 51 Jahre alt. „Accobadora“ ist eines der Taschenbücher, die wir immer vorrätig haben sollten. Eine archaische Geschichte, die einen nach lange beschäftigt. Bei den „Murmelbrüder“ sind wir immer noch Sardinien und amüsieren uns köstlich über den Streit zweier Kirchengemeinden in einem Dorf.
Dass sie politisch so aktiv war und in Italien ein Sprachrohr gegen die immer stärker werdenden Rechten war, blieb mir verborgen.
In „Drei Schalen“ verarbeitet sie ihre Krebserkrankung, die sie einige Monate vor ihrem Tod öffentlich gemacht hat. Wie gehen Menschen mit sich und ihrer Umgebung um, wenn es zu einem radikalen Umbruch kommt? Die einzelnen Erzählungen sind locker mit einander verwoben und stellen die einzelnen Personen vor große Entscheidungen.
Eine Frau sucht einen Namen für ihren Tumor. Eine andere holt sich die Pappfigur eines Popsängers ins Haus, als der geliebte Sohn auszieht. Eine Kinderhasserin bietet sich ihren Freunden als Leihmutter an. Aus Angst, seiner Exfreundin zu begegnen, traut sich ein Mann kaum noch vor die Tür, und eine Verlassene kann die Trennung buchstäblich nicht verdauen.
Michela Murgia hat sich hier ihre Sorgen von der Seele geschrieben. Ein Buch, das Mut machen kann in (Sinn)Krisen, Abschieden und Neuanfängen und kein Blatt vor den Mut nimmt.

Michela Murgia wurde 1972 in Cabras (Sardinien) geboren. Mit Romanen wie „Accabadora„, der in 25 Sprachen übersetzt und auf Deutsch bereits über 150.000 Mal verkauft wurde, avancierte sie zu einer der bekanntesten Autorinnen Italiens. In Radio und Fernsehen, Essays und Satiren wie „Faschist werden“ bezog Murgia öffentlichkeitswirksam Position gegen die italienische Rechte und wurde dafür heftig attackiert. Im Frühjahr 2023 machte sie ihre schwere Krankheit öffentlich, im August 2023 starb Michela Murgia im Alter von 51 Jahren. Viele ihrer Bücher sind bei Wagenbach erschienen.
________________________________

Der bekannte Sportreporter und Fussballspielmoderator Marcel Reif (seine Stimme kennen alle, auch wenn Sie nur ab und an ein Spiel der Deutschen Fussballnationalmannschaft der Männer im Fernseher angeschaut haben) hält in der Gedenkstunde des Bundestags für die Opfer des Nationalsozialismus eine bewegende Rede.
Nehmen Sie sich die 12 MInuten Zeit.

Donnerstag, 15.Februar

Heute haben
Johann Jakob Wilhelm Heinse * 1746
Elke Heidenreich * 1943
Miranda July * 1974
Geburtstag
_______________________________

Winfried Hermann Bauer
Winter am See

Stumm
Liegt der See
Felsen frieren am Ufer
Eisschollen starren
Gen Himmel
Während die Sonne
Über den Horizont späht
Hineinhorcht
Und auf das Seufzen wartet
Im Eis
Auf mildes Wehen
Auf Bersten und Krachen
Auf tauende Kanten
Und der Welt
Erwachen
__________________________________

Diane Broeckhoven: „Ein Tag mit Herrn Jules
Aus dem Niederländischen von Isabel Hessel
Unionsverlag € 12,00

„Ein ganz liebenswertes, kleines, schönes Buch darüber, wie Rituale uns helfen, große Verluste zu überwinden.“
Schreibt das heutige Geburtstagskind Elke Heidenreich.

Seit vielen Jahren wird Alice durch den Kaffeduft aus der Küche geweckt. Ihr Mann vollzieht dieses Ritual mit großer Liebe und Fürsorge.
So auch heute an diesem Wintertag. Der Duft zieht ins Schlafzimmer. Alice erinnert sich, dass der autistische Nachbarsjunge David gegen später zu einer Partie Schach mit Jules kommen wird.
Als sie die Küche betritt, ist der Kaffee aufgebrüht, der Tisch gedeckt, ihr Ehemann Jules sitzt jedoch tot auf dem Sofa. Nach dem Schock beschließt Alice noch einen Tag mit ihrem Ehemann zu vebringen. Einen letzten Tag, sie beiden zusammen. Auch David wundert sich nicht und sagt dann auch, dass das ja nur noch die Hülle von Herrn Jules sei.
Alice erinnert sich in dieser, nicht mal 100 Seiten starken Geschichte, an ihr gemeinsamen Leben mit Jules. Und: Alice hat noch das eine oder andere mit Jules zu klären, worüber sie nie gesprochen haben.

Vor einigen Tagen haben wir hier „Salzwasser“ von Charles Simmons vorgestellt. In diesem schmalen Roman geht es auch um den Tod und Erinnerungen. „Ein Tag mit Herrn Jules“ ist ein weiteres Buch aus dem C.H.Beck Verlag, das jetzt mal wieder als Taschenbuch veröffentlicht wurde.

Mittwoch, 14.Februar

Heute haben
Max Horkheimer * 1895
Alexander Kluge * 1932
Frank Schulz * 1957
Tstsi Dangarembga * 1959
und Josef Hader *1962
Geburtstag
_________________________________

„Bereits im 18. Jahrhundert, von der Gegenwart zu schweigen, war der Gang der Wissenschaft wie des Glaubens nicht so sehr durch den Willen zum Guten, als durch das Interesse der Macht bedingt.“
Max Horkheimer
_________________________________

Unser Bilderbuchtipp:


Leo Timmers: „Bär und seine Brille
Aus dem Niederländischen von Eva Schweikart
Bilderbuch ab 4 Jahre
aracariverlag € 15,00



Gestern hatten wir auf dem Blog ein Bilderbuch, in dem sich nächtliche Schatten zu Hausmonstern verwandelt haben. Zumindest im Kopf des kleinen Mädchens.
Heute hat Bär seine Brille verloren. Naja, er hat sie auf dem Kopf und leider nicht auf der Nase. Die Brille muss bei Giraffe sein. Auf dem Weg dorthin sieht er jede Menge fremde Tiere, wie man oben sehen kann. Als Giraffe ihm zeigt wo seine Brille ist und Bär sie aufsetzt. Schreit er voller Freude: „Giraffe“, da er seinen Freund zuerst als Schlange erkannt hat. So erzählt er Giraffe über alle fremden Tiere und wir können sie uns im Bilderbuch anschauen. Als er die Brille kurz abnimmt, weil er denkt, dass sie vielleicht defekt ist, ruft er erstaunt: „Drei Löwen“, obwohl es doch nur drei blühende Blumen sind.
Ein herrlicher Bilderbuchspaß, der, wie das gestrige Buch, zur Phantasie im Kopf und zur Kreativität anregt.
_____________________________

Auf tagesschau.de entdeckt. Von Yasmin Appelhans, NDR

Ackerpflanzen
Klimawandel treibt Pilzbefall voran

Pilze wachsen gut, wenn es feucht und warm ist – auch auf Ackerpflanzen. Das dürfte unter zukünftigen Klimabedingungen zum Problem werden. Denn so können sie sich auch schneller an Pflanzenschutzmittel anpassen.
Wird das Klima zukünftig immer feuchter und wärmer, werden auch mehr Pilze Ackerpflanzen befallen, erklärt Remco Stam. Er ist Phytopathologe an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und beschäftigt sich mit Erkrankungen von Kulturpflanzen. Denn Pilze wachsen besonders gut, wenn es feucht und warm ist. „Und in dem Sinne kann ich jetzt schon ohne ein Modell anzugucken vorhersagen: Wenn es öfter Schauer gibt und ein bisschen wärmer wird, wird sich das bestimmt auf Pilzbefall auswirken“, so Stam.
Was das bedeutet, kann man jetzt schon beobachten. Stam und seine Kolleginnen und Kollegen haben beispielsweise Versuche mit einem Krankheitserreger der Gerste gemacht, der die Ramularia-Blattfleckenkrankheit verursacht.
„Diesen Krankheitserreger sehen wir eigentlich erst seit den 80er-Jahren als problematisch an. Also vorher war er eigentlich immer in der Pflanze oder auf der Pflanze zu finden, aber man hat nie geahnt, dass die Flecken irgendwann mal bedeutungsvoll werden könnten“, so Stam. Inzwischen gebe es vor allem in Süddeutschland Ernteausfälle zwischen 20 und 30 Prozent, wenn die Krankheit unbehandelt bleibt. …

Hier geht es zum kompletten Artikel.

Dienstag, 13.Februar


Heute haben
Georges Simenon * 1903
Sybil Gräfin Schönfeldt * 1927
F.C.Delius * 1943
Katja Lange-Müller * 1951
Irene Dische * 1952
Geburtstag
_________________________________

F.C.Delius
Hymne

Ich habe Angst vor dir, Deutschland,
Wort, den Vätern erfunden, nicht uns,
du mit der tödlichen Hoffnung,
du im doppelt geschwärzten Sarg,
Deutschland, was soll ich mit dir,
nichts, laß mich, geh,
Deutschland, du steinigst uns wieder,
auf der doppelten Zunge zerläufst du,
auf beiden Schneiden
des Schwerts, ich habe Angst vor dir,
Deutschland, ich bitte dich, geh,
laß mir die Sprache und geh,
du, zwischen den Zielen, verwest schon
und noch nicht tot, stirb, Deutschland,
ich bitte dich, laß uns und geh.
___________________________________


Eleonora Marton: „Hausmonster
Aus dem Englischen von Benjamin Dittmann-Bieber
Hammer Verlag € 16,00
Bilderbuch ab 4 Jahre

Haben wir uns nicht alle im Dunkeln gefürchtet, oder machen es immer noch? Im Wald sehen wir plötzlich Fabelwesen, die sich als Bäume und Sträucher herausstellen. Und wenn im Schlafzimmer Licht aus ist, steht dahinten in der Ecke etwas ganz Fremdes?
So geht es auch Lola in dem kunterbunten Bilderbuch. Sie lebt mit ihrer Katze in einem kleinen Haus.
Aber: „Jede Nacht, wenn es richtig dunkel ist, wimmelt es in meinem Haus von schrecklichen Monstern.
Wenn Du mir nicht glaubst, komm rein und sieh‘ selbst.“
Tatsächlich, da steht ein Kratzo mit Hörnern und vier Beinen und Tentakeln und Krallen.
Aber NEIN, das ist doch nur der Kleiderständer mit Mantel und Schal.
Nach und nach tauchen ein Glubsch, ein Teerannosaurus, ein Grogo, ein Bogus, ein Murmeloser Murks, ein Staubi auf und Lola fragt sich, was die Monster wohl am Tag so machen, denn immer wenn sie Licht anmacht, sind sie verschwunden.
Also ab ins Bett, denn in ihrem Zimmer gibt es keine Monster. ODER ETWAS DOCH?
Nein, nein, das ist doch bloß …
Gute Nacht.
Ein lustiges Bilderbuch gegen die Angst im Alltag und auch ein Buch zum kreativen Sehen und Malen.

Leseprobe