Freitag, 31.Januar

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Heute haben
Marie Luise Kaschnitz * 1901
Benoite Groult * 1920
Kurt Marti * 1921
Norman Mailer * 1923
Kenzaburo Oe * 1935
Geburtstag
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Johann Wolfgang von Goethe
Den Vereinigten Staaten

Amerika, du hast es besser
Als unser Kontinent, das alte,
Hast keine verfallene Schlösser
Und keine Basalte.
Dich stört nicht im Innern
Zu lebendiger Zeit
Unnützes Erinnern
Und vergeblicher Streit.
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„EXIT – Das Spiel: Die unheimliche Villa“
Kosmos Verlag € 12,99

Die Spieler sind in eine Villa eingeladen. Doch nach ihrer Ankunft stellen sie fest, dass sie Teil eines makabren Spiels geworden sind. Und es bleibt nicht viel Zeit, die Rätsel zu lösen, um aus der Villa zu fliehen.

Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.
Was? Eine kleine Spieleschachtel, die nur einmal gespielt werden kann? Warum das denn?
Tja, hier ist Entdeckergeist, Kreativität und Querdenken gefordert. Unsere eingefahrene Gehirnstränge tun sich damit schwer. Sie müssen spiegelverkehrt lesen, falten, schneiden, gegen das Licht halten und rückwärts durch die Beine schauen und dabei immer noch einen klaren Kopf bewahren, sonst kommen Sie nie ans Ziel. Zumindest nicht in der angegebenen Zeit.
In dieser Exit-Serie gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade (Level) und ich rate Ihnen, fangen Sie mit einem Anfängerspiel an.

Inhalt: 1 Buch, 1 Decodier-Scheibe, 26 Rätsel-Karten, 30 Lösungs-Karten, 30 Hilfe-Karten, 1 verschlossenes Poster, 3 seltsame Teile, 1 Spielanleitung
Spieldauer: 45-90 Min.

Spielanleitung
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Am kommenden Dienstag gibt es wieder eine „1.Seite“ und Clemens Grote liest aus folgenden Büchern:

Patrick Svensson: Das Evangelium der Aale
Katja Oskamp: Marzahn mon amour
George Saunders: Fuchs 8

und
Jami Attenberg: Nicht mein Ding

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen.

Donnerstag, 30.Januar

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Heute haben
Adalbert von Chamisso * 1781
Richard Brautigan * 1935
und Barbara Wood * 1947
Thomas Brezina * 1963
Geburtstag
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Ricarda Huch
Uralter Worte kundig

Uralter Worte kundig kommt die Nacht;
Sie löst den Dingen Rüstung ab und Bande,
Sie wechselt die Gestalten und Gewande
Und hüllt den Streit in gleiche braune Tracht.

Da rührt das steinerne Gebirg sich sacht
Und schwillt wie Meer hinüber in die Lande.
Der Abgrund kriecht verlangend bis zum Rande
Und trinkt der Sterne hingebeugte Pracht.

Ich halte Dich und bin von Dir umschlossen,
Erschöpfte Wandrer wiederum zu Haus;
So fühl ich Dich in Fleisch und Blut gegossen,

Von Deinem Leib und Leben meins umkleidet.
Die Seele ruht von langer Sehnsucht aus,
Die eins vom andern nicht mehr unterscheidet.
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Jami Attenberg: „Nicht mein Ding“
Aus dem Englischen von Barbara Christ
Schöffling Verlag € 22,00

Jami Attenbergs neues Buch ist gestern auf deutsch erschienen. Immer etwas komisch bei Übersetzungen, denn in den USA erscheint demnächst ihr nächster Roman, der dann auch wieder seine Zeit braucht, bis er auf deutsch zu lesen ist.
Bekannt geworden ist Jami hier durch ihren Roman „Die Middlesteins“. Danach erschien ein älteres Buch von ihr, dann „Saint Mazie“ und jetzt „Nicht mein Ding“, das allerdings im Original doch anders heisst („All Grown Up“)
Zum Inhalt:
Andrea lebt in New York, Brooklyn, Williamsburg, ist 39, Single und kinderlos, also genau so, wie und wo Jami selbst lebt und wohnt. Ihre Wohnung hat Sicht auf das Empire State Buildung, das sie täglich in allen Varianten abzeichnet, skizziert, malt. Ja, malen sollte sie, aber sie bekommt es nicht mehr auf die Reihe. Und als ihr dann noch dieser unglaubliche Anblick dieses weltberühmten Gebäudes verbaut wird, ist es wieder ein kleines Steinchen, das aus ihrer Biografie fällt.
Was wird aus ihrem Leben mit Ende 30? Warum muss sie sich dauernd rechtfertigen? Vor ihrer Mutter, vor ihrem Bruder mit seiner todkranken Tochter?. Was ist so besonders daran, allein zu leben, keine feste Beziehung zu haben. Allerdings ist Andrea genau danach auf der Suche. Sie trinkt manchmal zuviel, kauft immer wieder Drogen, nimmt nach langen Nächten in verschiedenen Clubs, Männer mit nach Hause, um danach festzustellen, dass dies alles nicht der richtige Weg ist, den sie sucht.
Die kurzen Kapitel sind mit Frauennamen überschrieben und sollen die Sträke dieser Frauen herausstellen, so Jami Attenberg. Und das gelingt ihr diesesmal mit noch mehr Witz, als in den Vorgängerbücher. Sie bringt die Probleme in kurzen Sätzen auf den Punkt. Andrea ist frech, laut und gleichzeitig auch sehr nachdenklich, verletzlich, freundlich und charmant. Ob dieses Buch nun in Williamsburg oder in Berlin spielt, ist egal. Es sind überall die gleichen Probleme. Mit und ohne Empire State Buildung.
Jami Attenberg wird immer besser und steigert sich von Buch zu Buch.

Leseprobe

Jami Attenberg liest bei uns in der Buchhandlung.
Donnerstag, den 30.April um 19 Uhr.
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Wenn Sie sich jetzt schon den Attenberg-Termin aufnotiert haben, dann vermerken Sie noch unsere nächste „1.Seite“ am kommenden Dienstag, den 4.Februar um 19 Uhr.

Clemens Grote wird aus folgenden Büchern vorlesen:

Patrick Svensson: Das Evangelium der Aale
Katja Oskamp: Marzahn mon amour
George Saunders: Fuchs 8
und
Jami Attenberg: Nicht mein Ding

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen.

Mittwoch, 29.Januar

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Heute haben
Johann Gottfried Seume * 1763
Anton Tschechow * 1860
Romain Rolland * 1866
Gert Hofmann * 1931
Günter Ohnemus * 1946
Olga Tokarczuk * 1962
Philippe Besson * 1967
Mirjam Müntefering * 1969
Geburtstag
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Johann Gottfried Seume
Die Bärte

Sonst hielt man Wort nach deutscher Art
Und schwur bei seinem Bart;
Allein seit langen Zeiten her
Da trägt man keine Bärte mehr.
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Susanne Link empfiehlt:

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Michael Gerard Bauer: „Die Nervensäge, meine Mutter, Sir Tiffy, der Nerd und ich“
Aus dem Englischen von Ute Mihr
dtv € 8,95
Jugendbuch ab 12 Jahren

Vier Protagonisten und Maggie, die endlich alles gregelt haben möchte: die 1 in Englisch, eine neue beste Freundin und eine zumutbare Begleitung zum Abschlussball. Mit viel Situationskomik und einfühlsam erzählt Bauer aus dem Leben eines Teenagers. Herrlich und endlich als Taschenbuch.