Sonntag, 31.Juli


Heute haben
Primo Levi * 1919
Walter Vogt * 1927
Joanne K.Rowling * 1965
Geburtstag
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Joseph von Eichendorff
In der Fremde


Ich hör die Bächlein rauschen
Im Walde her und hin,
Im Walde in dem Rauschen
Ich weiß nicht, wo ich bin.

Die Nachtigallen schlagen
Hier in der Einsamkeit,
Als wollten sie was sagen
Von der alten, schönen Zeit.

Die Mondesschimmer fliegen,
Als säh ich unter mir
Das Schloß im Tale liegen,
Und ist doch so weit von hier!

Als müßte in dem Garten,
Voll Rosen weiß und rot,
Meine Liebste auf mich warten,
Und ist doch lange tot.
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Unser Buchtipp:


Maria Barbal: „Wie ein Stein im Geröll“
Diana Verlag € 12,00 (überarbeitete Neuausgabe)
Diana Taschenbuch € 9,99

Ein Klassiker, der vor vielen Jahren zur Frankfurter Buchmesse und dem Schwerpunktland Katalonien erschienen ist.
Damals ein riesiger Erfolg und eine wirkliche Überraschung, mit welchem Ton die damals unbekannte Autorin ihre Geschichte erzählt. In Spanien erreichte das Buch über 50 Auflagen. Bei uns ging die Taschenbuchausgabe unzählige Male über den Ladentisch. Wir haben gerade noch welche bestellt, bevor es jetzt eine Neuausgabe geben wird.
Maria Barbal erzählt darin das karge Leben der Ich-Erzählerin Conxa, deren Leben durch die Kriege hindurch eine Reihe von Verlusten erleidet. Arbeit ist ein Wort, das oft in diesem Roman vorkommt und harte Arbeit bestimmt auch das Leben der „ungebildeten“ Frau.
Die schnörkellose Sprache verbindet sich mit der steinigen Landschaft, dem harten Leben und vielleicht auch mit der Diskriminierung das Katalanischen in der spanische Gesellschaft.
„Wie ein Stein im Geröll“ ist ein Roman, den wir nicht vergessen und auch ein zweites Mal lesen sollten. Er passt, mit seinen 200 Seiten, in jeden Urlaubsrucksack.

Leseprobe

Samstag, 30.Juli

Geburtstage gibt es heute keine, da ich sie fälschlicherweise gestern veröffentlicht hatte.

Aber dafür einen guten Sommerlektüretipp:

Jean-Claude Izzo: „Die Marseille-Trilogie“
Total Cheops, Chourmo, Solea
Unionsverlag € 19,00

Fabio Montale , war bei der Polizei, dann im Gangstermilieu und ermittlet nun als Privatdetektiv. Er liebt gutes Essen, kühlen Wein und viel Musik. (Die Musikliste ist im Buch angehängt und vielleicht sollte der Verlag einen QR Code mit der Playlist dazufügen).
Neben Montale ist natürlich Marseille die heimliche Hauptperson. Eine Hafenstadt mit verschiedensten BewohnerInnen: Italiener, Spanier, Algerier und auch noch Franzosen. Und ob man nun ehrlich bleibt oder als Verbrecher endet ist biologischer Zufall. Für Montale auch egal. Wichtig sind ihm seine Freunde.
Drei Bände in einem. Wie gut ist das denn. Eine Krimilektüre, die deutlich mehr als das ist und Lust auf den Sommer, das Meer und die Stadt Marseille macht.
Jean-Claude Izzo, geboren 1945 in Marseille, war lange Journalist. Nach Veröffentlichung von mehreren Gedichtbänden pubilzierte er mit fünfzig seinen ersten Roman Total Cheops. Dieser wurde sofort zum Bestseller, seine Marseille-Trilogie zählt inzwischen zu den großen Werken der internationalen Kriminalliteratur. Der zweite Teil, Chourmo, wurde 2001 mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Jean-Claude Izzo starb 2000 in Marseille.

Blick ins Buch

Freitag, 29.Juli


Heute haben
Simon Dach * 1605
August Stramm * 1874
Dag Hammarskjöld * 1905
Chester Himes * 1909
Mikis Theodorakis * 1925
Harry Mulisch * 1927
Sten Nadolny * 1942
Ulrich Tukur * 1957
Geburtstag
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Christian Morgenstern
Es war ein solcher Vormittag

Es war ein solcher Vormittag,
wo man die Fische singen hörte,
kein Lüftchen lief, kein Stimmchen störte,
kein Wellchen wölbte sich zum Schlag.

Nur sie, die Fische, brachen leis
der weit und breiten Stille Siegel
und sangen millionenweis‘
dicht unter dem durchsonnten Spiegel.
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Die Schulferien haben begonnen:


Philip Waechter: „Toni will ans Meer
Bilderbuch-Comic ab 6 Jahren
Beltz&Gelberg € 14,95

Ein Sommer ohne Meer? Kein Strand? Keine Moules frites?
Es geht gar nicht, dass er und seine Mama keinen Urlaub am Meer machen können.
Wie schon im ersten Band, in der Tonis sich ganz spezielle Fußballschuhe wünscht, fehlt es auch hier am nötigen Geld. Doch Toni wäre nicht Toni, wenn er nicht alle Hebel in Bewegung setzen würde. Und auch hier hat er Glück, denn er gewinnt einen Aufenthalt in einem Berghotel. Die Tage dort werden zu einem Desaster, da die anderen Hotelgäste nur ihre Ruhe haben wollen und keinen kickenden Jungen auf dem Gelände.
Da hat Tonis Mama einen genialen Einfall und das Meer kommt in Sicht.
Philip Waechter hat einmal mehr gezeigt, wie gut er seine Bilder mit witzigen, amüsanten Texten versehen kann. Urlaub am Meer scheint ihm zu liegen, denn vor Jahren gab es von ihm schon das tolle Buch „Endlich zelten“.


Endlich zelten!
Beltz&Gelberg € 6,50
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Der Ulmer Fuß- und Radentscheid startet!

Ab dem Freitag, 29.07. werden Unterschriften gesammelt

Kommenden Freitag, den 29.07., starten wir mit einer offiziellen Veranstaltung und Aktion den Fuß- und Radentscheid, der seit Monaten vorbereitet wurde. Damit starten wir das Sammeln von mindestens 7.500 Unterschriften. Schaffen wir das, dann ist die Grundlage für eine schnellere und nach höheren Mindeststandards ausgebaute Infrastruktur für zu Fuß gehende und Radfahrende gelegt. Damit der Tag ein voller Erfolg wird, sind wir auf eure Unterstützung und Teilnahme angewiesen.

Unterstützung bei der Auftaktveranstaltung
Ablauf:

  • 18:00 Uhr: Vorstellung des FuR für Presse und Interessierte am Ulmer Rathaus
  • 18:40 Uhr: Erste Aktion des FuR. Wir planen eine Sitzdemo mit oder ohne Rad vor dem Rathaus, Neue Straße. Nach dem Motto so lang wie nötig, so kurz wie möglich, wollen wir den Verkehr möglichst wenig stören. Mit der Aktion wollen wir auf die aus unserer Sicht ungenügende Infrastruktur für zu Fuß gehende und Radfahrende sowie den FuR hinweisen. Hier wäre es wirklich super, wenn möglichst viele von euch mit oder ohne Rad unterstützen.
  • Anschließend: Start der Critical Mass. Als FuR Kernteam planen wir dort mitzufahren. Zudem wird es an dem Tag auch die Gelegenheit geben, die ersten Unterschriften zu leisten.

Wer sind wir und wieso wir das machen:
Wir sind 10 Ulmer:innen, die sich ehrenamtlich für ein noch lebenswerteres Ulm einsetzen. Der Ausbau von attraktiver Fuß- und Radinfrastruktur soll für subjektive Sicherheit in der Mobilität sorgen, egal ob sie 8 oder 88 Jahre alt sind.

Was wir fordern:
Sichere und durchgängige Fuß- und Radwege, die breit genug sind, diese zu zweit nebeneinander oder zum Überholen nutzen zu können. Ein Radvorrangnetz für zügiges Erreichen von hochfrequentierten Zielen wie dem Hauptbahnhof. In insgesamt 8 Zielen fordern wir darüber hinaus, sicherere Kreuzungsgestaltungen, mehr Abstellanlagen oder transparentere Kommunikation zu Fortschritten. Weitere Details zu unseren Zielen findet ihr auf unserer Webseite www.FuR-Ulm.de.