Donnerstag, 16.Mai

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Heute haben
Friedrich Rückert * 1788
Jakob van Hoddis * 1887
Juan Rulfo * 1918
Geburtstag
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Adelbert von Chamisso
Frühling

Der Frühling ist kommen, die Erde erwacht,
Es blühen der Blumen genung.
Ich habe schon wieder auf Lieder gedacht,
Ich fühle so frisch mich, so jung.

Die Sonne bescheinet die blumige Au‘,
Der Wind beweget das Laub.
Wie sind mir geworden die Locken so grau?
Das ist doch ein garstiger Staub.

Es bauen die Nester und singen sich ein
Die zierlichen Vögel so gut.
Und ist es kein Staub nicht, was sollt‘ es denn sein?
Mir ist wie den Vögeln zu Muth.

Der Frühling ist kommen, die Erde erwacht,
Es blühen der Blumen genung.
Ich habe schon wieder auf Lieder gedacht,
Ich fühle so frisch mich, so jung.
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Zack Scott: „Apollo“
Der Wettlauf zum Mond
Droemer Verlag € 28,00

Am 21.Juli 1969 war es soweit. Ich habe mir mit meinem Vater und meinem Bruder die Nacht um die Ohren gehauen, stundenlang vom Sessel aus auf einen grieseligen, knisternden Fenrsehapparat gestarrt, bis es endlich so weit war.
Die Mondlandefähre Eagle landete auf dem Mond und Armstrong setzte seinen Fuß in den Sand. 50 Jahre ist es her und wir werden in diesem Sommer noch viel davon zu sehen bekommen. Zwei Bücher haben wir schon im Laden. Einerseits eine Graphic Novel im Carlsen Verlag und dieses sehr schön gemachte Sachbuch mit seinen feinen Schautafeln und Grafiken. Ein schönes Bilderbuch voller Fakten, ein Sachbuch zum darin Versinken. In edlem All-Dunkelgrau erfahren wir allerhand Details aus dem Apollo-Programm der Nasa, bei dem 400.000 Menschen beteiligt waren, das 120 Milliarden US Dollar gekostet hat, dessen Höhepunkt die Mondlandung stand und bei der ich einer von 500 Millionen Zuschauern war.

Ein Blick ins Buch lohnt sich.

Freitag, 10.Mai

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Heute haben
Johann Peter Hebel * 1760
Friedrich Gerstäcker * 1816
Fritz von Unruh * 1885
Petra Hammesfahr * 19561
Ralf Rothmann * 1953
Geburtstag
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Johann Peter Hebel
Abendlied wenn man aus dem Wirtshaus geht

Jetzt schwingen wir den Hut.
Der Wein, der war so gut.
Der Kaiser trinkt Burgunder Wein,
Sein schönster Junker schenkt ihm ein,
Und schmeckt ihm doch nicht besser,
Nicht besser.
Der Wirt, der ist bezahlt,
Und keine Kreide malt
Den Namen an die Kammertür
Und hintendran die Schuldgebühr.
Der Gast darf wiederkommen,
Ja kommen.
Und wer sein Gläslein trinkt,
Ein lustig Liedlein singt
Im Frieden und mit Sittsamkeit
Und geht nach Haus zu rechter Zeit,
Der Gast darf wiederkehren,
Mit Ehren.
Des Wirts sein Töchterlein
Ist züchtig, schlank und fein,
Die Mutter hält’s in treuer Hut,
Und hat sie keins, das ist nicht gut,
Musst’ eins in Strassburg kaufen,
Ja kaufen.
Jetzt, Brüder, gute Nacht!
Der Mond am Himmel wacht;
Und wacht er nicht, so schläft er noch.
Wir finden Weg und Haustür doch
Und schlafen aus im Frieden,
Ja Frieden.
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Susanne Link empfiehlt:

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Rieke Patwardhan: „Forschungsgruppe Erbsensuppe“
oder wie wir Omas großem Geheimnis auf die Spur kamen
Mit Illustrationen von Regina Kehn
Knesebeck Verlag € 13,00
Kinderbuch ab 8 Jahren

Nils ist schüchtern und Evi ist wild und Lina kommt gerade aus Syrien und zusammen
sind sie eine Bande. Zuerst brauchen sie einen Namen, dann eine Aufgabe und plötzlich ist Nils‘ Oma so komisch. Sie kauft Erbsensuppendosen so viele sie bekommen kann und die Aufgabe ist gefunden.

Die „Forschungsgruppe Erbsensuppe“ ist ein warmherziges und lustiges und auch
nachdenkliches Buch, das Spaß macht zu Lesen.

Donnerstag, 9.Mai

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Heute haben
José Ortega y Gasset * 1883
Walter Dehmel * 1903
Richard Adams * 1920
Geburtstag.
Aber auch Sophie Scholl * 1921 und
Anne Sofie von Otter * 1955.
Und es ist der Todestag von
Friedrich Schiller (+ 1805)
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Auf dem Harenberg Gedichtekalender:

Friedrich Nietzsche
Nach neuen Meeren

Dorthin — will ich; und ich traue
Mir fortan und meinem Griff.
Offen liegt das Meer, in’s Blaue
Treibt mein Genueser Schiff.

Alles glänzt mir neu und neuer,
Mittag schläft auf Raum und Zeit
Nur dein Auge — ungeheuer
Blickt mich’s an, Unendlichkeit!
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Christoph Hein & Rotraut Susanne Berner:
„Alles, was du brauchst“
Hanser Kinderbuchverlag € 15,00
Kinderbuch ab 5 Jahren

Als der 75jährige Christoph Hein als Kind zur Kur musste, ging er nur unter der Bedingung, dass er alles mitnehmen darf, was ihm wichtig ist. Seine Eltern erlaubten ihm das. Er packte vier Koffer (zwei davon hat er dann dort gar nicht ausgepackt) und seine Eltern versprachen ihm, dass sie nicht kontrollieren, was er mitnimmt.
Jetzt, fast 70 Jahre später, blickt er zurück und listet uns auf, was man alles braucht, was wirklich wichtig im Leben ist. Er kommt auf 20 Dinge. Dazu gibt es passende Illustrationen von Rotraut Susanne Berner, die sich bei diesem Buch mal wieder selbst übertroffen hat. Allein schon das Titelbild mit dem riesigen Schrankkoffer, aus dem es hell herausleuchtet und in dem sich sehr viel verborgen hält.
Ein Freund gehört dazu. Ein wirklich guter, mit dem man durch dick und dünn gehen kann. Die Mutter natürlich auch, da es niemandem im Leben gibt, mit dem man so nah verbunden war. Eine Katze, ein Bett, was Tolles zum Essen, eine Tante, die nicht so streng wie die Eltern ist, Geburtstage, ein Fahrrad, eine Familie, eine Clique und ganz zum Schluss Verliebt sein.
60 Seiten hat das Buch nur und jede dieser kurzen Geschichten sind Liebeserklärungen an das Leben. Ein Leben im Miteinander, ein Leben mit Geben und Nehmen. Ein Leben abseits der materiellen Dinge.
Habe ich schon geschrieben, dass das Buch alle Erwachsenen lesen sollten?

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