Dienstag, 5.Juli

Heute haben
Felix Timmermans * 1886
Jean Cocteau * 1889
Barbara Frischmuth * 1941
Josef Haslinger * 1955
Geburtstag
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Winfreid Hermann Bauer
Die Rose


Dornenbewehrt
Streckt sich der Spross
Der Welt entgegen
Er füllt die Knospe
Bis ihre Hülle im Morgentau
Reißt
Und sich die samtrote Blüte
Zitternd
Einem frisch geschlüpften Schmetterling gleich
Zur Sonne hin
entfaltet
Was für ein Duft…
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Unser Musiktipp:


Regener Pappick Busch: „Things To Come
Universal CD € 19,99

Mit ihrem Debüt „Ask Me Now“ und einem Trio namens Regener Pappik Busch ist den drei Musikern Sven Regener an der Trompete, Richard Pappik am Schlagzeug und Ekki Busch am Piano eine schöne Überraschung gelungen. Bekannt sind die Herren ja als Mitglieder von Element Of Crime. Jetzt haben sie nachgelegt. Und wie.
Mit „Things To Come“ sind sie an die Spitze der deutschen Jazz-Charts geklettert.
Wieder haben sie alte Jazz-Klassiker, Standars, Ohrwürmer aufgenommen und in ihrer eigenen Art interpretiert. In ihrer sehr persönlichen Art gelingen ihnen immer wieder Überraschungen mit Stücken von Thelonius Monk, John Coltrane, Charlie Parker, Miles Davis, Ornette Coleman und anderen.
Was das Schöne dabei ist: Die CD ist sowas von locker hörenswert, so dass sie auch zu einem lauen Sommerabend passt.

„Das gute an dem Konzept ist ja, dass wir Stücke spielen, die andere geschrieben haben, die vielleicht auch schon tausende Mal aufgenommen wurden… aber wir spielen sie mit unserem Sound, auf unsere Art, mit unseren Mitteln. Wir improvisieren dazu auf unsere Art, wir fügen unseren Weg hinzu. Das ist ein sehr interessanter Ansatz. Im Grunde genommen so was wie ›James Last‹, nur ganz anders. Wir sind ein sehr rustikales Trio. Trios haben die Eigenschaft, sehr direkt zu sein. Man hört alle drei Instrumente sehr laut. Niemand kann sich hinter etwas anderem verstecken. Das macht auch die Plattenaufnahmen so interessant, denn man kann nichts kaschieren, und wir stehen auch drauf, Ecken und Kanten in der Musik drin zu behalten. Uns geht es darum, eine sehr direkte, fast grobe Form von Jazz-Musik zu machen, die direkt aufs Herz und auf die Ohren zielt“, so Sven Regener. „Das ist unsere Art. Eigentlich ein sehr punkiger Ansatz“.

p.s. Element of Crime spielt demnächst im Ulmer Roxy.

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Hardy on Tour
Tag 39


88 km von Kildale über Grosmont und Scarborough nach Cayton

Da sitz ich nun ziemlich müde mit einem Bierchen an der Steilküste in der herrlichen Abendsonne,  lausche den brechenden Wellen und bewundere einfach diesen grandiosen Ausblick über die Bucht.
Eigentlich wollte ich ja nochmal ins Wasser und baden,  deshalb der Entschluß nicht mehr weiter zu radeln und heute Rast beim Campingplatz zu machen, aber nach der heißen Dusche vorhin ist mir jetzt doch nicht mehr danach.
Das war heut nochmal ein ganz besonderer Radtag durch den North York Moors Nationalpark. Zum einen der besonderen Heidelandschaft wegen und zum anderen wegen diesen unfassbar steilen Anstiegen und Abfahrten. So spektakulär hatte ich das jetzt auch noch nie. Bergab schieben bei 33 % Gefälle weil die Bremsen am glühen waren und ich Muffensausen hatte. Wobei schieben da auch anstrengend und gar nicht so einfach ist, mit einem so vollgepackten Drahtesel.
Es ist ja alles bekanntlich relativ. Z.B. würde ich normalerweise schwer schlucken bei einem Anstieg von 17 %, wenn du aber die ganze Zeit welche zwischen 20 – 25 %  hast, dann denkst du, wenn auf dem Straßenschild 17 %  steht: „ah, das geht ja noch“. Verrückte Sache.
Aber es war okay so durch diese charaktervolle Landschaft zu radeln. In der Ferne leuchtete es bisweilen lila vom blühenden Heidekraut. Immer wieder kommt man durch nette kleine Orte wie Danby oder Grosmont (mit dem historischen Bahnhof); trifft auf gelangweilte Schafe am Wegesrand und freut sich, daß der Wind heut ein wenig schieben hilft. Nur vom Hafen von Scarborough war ich dann enttäuscht. Das ist ein richtiger Rummelplatz und hat wenig Charme, wie ich finde.
Es sind jetzt noch 3 Tagesetappen von hier bis Brentford. Es müsste also ne Punktlandung geben zum 1.Spiel gegen Dänemark am Freitag.

Montag, 4.Juli

Internationales Donaufest


Heute haben
Christian Fürchtegott Gellert * 1715
Nathaniel Hawthorne * 1804
Christiane Lavant * 1915
Neil Simon * 1927
Deon Meyer * 1958
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Winfried Hermann Bauer
Café Brazil
oder
Wenn’s dann bluesig wird

Aussteigen
Und wieder einsteigen
Wie verfangen
Warnen
Schräge Klimakterien an der Wand
Landunter
Im Daseinsdurcheinander
Während süße
Thekenschlangen
Lustvoll
Cappuccino durch den Nebel züngeln

Ich lausche
Soundkinderleichen
Fernen Rufen längst Verschollener
Wie berauscht
Von allen Sinnen
Träum ich allein
Und frag nach
Innen
Wo find ich dich
Und weiter noch
Vor welchem Brunnen verlor ich mich…
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Unser Buchtipp:


Steven Uhly: „Die Summe des Ganzen
Secession Verlag € 22,00

Zwei Männer in Madrid. Der eine ist Priester und wartet im Beichtstuhl auf „Kundschaft“. Er kennt seine Leute. Es sind immer die gleichen, die ihre Sünden beichten, ihr Leben aber nicht ändern. Durch die Vaterunser, die ihnen der Priester aufgibt, könen sie ja so weitermachen.
Heute jedoch kommt ein junger Mann, den er nicht kennt, zu ihm in den Beichtstuhl und kann seine große Schuld nicht artikulieren. Nach ein paar wenigen Sätzen bricht er ab und flüchtet aus der Kirche. Dieser Vorgang wiederholt sich nun Tag für Tag und so langsam bekommen wir und der Priester mit, um was es geht. Die Beichte des einen, spiegelt die Gefühlswelt des Priesters. Seine Vergangenheit in Südamerika kommt wieder hoch und auch er hat sein Leben nicht geändert.
Steven Uhly nimmt sich dem brennenden Thema in der katholischen Kirche an und erzählt seine Geschichte so, dass wir nicht wissen, worauf er hinauswill. Erst auf den letzten Seiten lüftet er sein verblüffenden Ende.
Ein schmaler, aber packender Roman, in dem es um Schuld und Sühne geht und um das Leben, das wir aus unserer Vergangenheit heraus leben.
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Dienstag, 5. Juli, 19.00 Uhr
„Die erste Seite“
Wir stellen diese vier neue Bücher vor:
Stefan Hertmans: Der Aufgang
Emmanuel Carrère: Yoga
Katja Petrowskaja: Das Foto schaute mich an
Ilya Kaminsky: Republik der Taubheit

Es liest Clemens Grote
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Hardy on Tour
Tag 38

106 km von South Shields über Newcastle und Middlesbrough nach Kildale

Ein prächtiger Morgen, ein sehr bescheidener Mittag und ein versöhnlicher Abend, so lässt sich mein Sonntag kurz und knapp beschreiben.
Der Tag startete verheißungsvoll mit frohem Sonnenschein und es war gleich richtig warm. Die Strecke verlief weiter eng der Küste entlang und bot herrliche Ausblicke. Der frühe Sonntagmorgen hat dazu einfach auch eine ganz besondere Stimmung. Unterwegs mit mir viele Rennradler, einige Jogger und vor allem Hunde, Hunde, Hunde samt ihren BesitzerInnen natürlich.
„Ob ich heut wohl nochmal eine bessere Gelegentlich zum Baden bekommen werde“, überlegte ich am Strand von Seaburn, packte die Badehose aus und gönnte mir ein morgendliches erquickendes Nordseebad. Und bei dürftigen 14 Grad Wassertemperatur braucht sich auch niemand Sorgen zumachen, daß man arg weit hinausschwimmt. Hinterher ein warmer Kaffee, so darf es weitergehen.
Tat es aber nicht. Erst verfranzte ich mich zigmal in Sunderland und Newcastle. Dann setzte die Beschilderung vom Radweg komplett aus, wegen Sanierungsarbeiten und zu allem Überfluß führte mein Navi mich auf Wanderpfaden völlig auf Irrwege, bis es dann gar nicht mehr weiterging und ich die ganze dämliche Strecke wieder zurückradeln musste. Daß es schließlich noch tüchtig zu regnen anfing, war ja fast schon klar und passte wie Topf auf Deckel. Mein Rad samt Taschen und mir nun das zweite Mal komplett versaut. Dann auf einer eigentlich schönen Strecke entlang einer stillgelegten Eisenbahnlinie. Eine Putzaktion an der Tanke war also auch noch angesagt.
Am Abend klarte sich der Himmel wieder auf und die Sonne zeigte sich wieder und mit Verlassen von der Stadt Middlesbrough in Richtung North York Moors National Park wurde es wieder mehr und mehr ländlicher und ruhiger. Mein Navi fand sich auch wieder besser zurecht und ich konnte noch ein paar Kilometer mit Genuß vor mich hinradeln bis es an der Zeit war nach einem Zeltplatz Ausschau zu halten.
Und den fand ich schließlich im wirklich kleinen Dörfchen Kildale. Dort gibt es tatsächlich einen kleinen Bahnhof. Außerhalb gelegen, genauso wie das Kirchlein mit den alten Grabsteinen gegenüber und dabei ein Bänkchen und ein Stückchen Gras, grad soviel dass mein Zelt draufpasst und im rustikalen, sauberen Toilettenhäusle daneben gibt’s Wasser und es ist offen (meist sind die nämlich ab 20:00 Uhr verschlossen). Ich hör die Schafe blöken, die Raben krähen und die Tauben gurren und bin ansonsten völlig ungestört hier. Fast schon heimelig. Ein wirklich versöhnlicher Abschluss mit diesem Sonntag.

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Die Klimakatastrophe ist da und wir reagieren viel zu zögerlich.
Diese Meldungen kamen alle in den letzten Tagen.

Dürre in Italien
Verona und Pisa limitieren Trinkwasser

Italien leidet unter der heftigsten Trockenheit seit Jahrzehnten. Deshalb darf Trinkwasser jetzt auch in Verona und Pisa nicht mehr für Gärten und Schwimmbäder verwendet werden. Ein Dürre-Notstand droht.
Wegen der sich zuspitzenden Dürre-Krise in Italien hat Verona die Nutzung von Trinkwasser stark eingeschränkt. Dieses darf bis zum 31. August tagsüber nur noch zur Nahrungsaufnahme, zur Körperhygiene und zur Reinigung im Haushalt verwendet werden. Von 6 bis 21 Uhr ist es verboten, Gärten und Sportplätze zu bewässern, Autos zu waschen und Schwimmbäder zu befüllen, wie der neue Bürgermeister Damiano Tommasi in einer Verordnung bekannt gab.

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Extreme Wetterverhältnisse
Hitzerekorde und Wassermangel in Italien


Dürre, Hitze und Waldbrände: Italien ächzt unter extremen Wetterverhältnissen, mit dramatischen Folgen. Vielerorts muss Wasser rationiert werden, in der Toskana sind bereits 30 Prozent der Ernte verloren.

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Ozeankonferenz in Lissabon
„Kollektives Versagen“ beim Meeresschutz


Fünf Tage lang standen die Weltmeere, ihr Zustand und ihr Schutz im Mittelpunkt einer Konferenz in Lissabon. In der Abschlusserklärung wird „kollektives Versagen“ benannt und mehr Ehrgeiz bei der Suche nach Lösungen gefordert.

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Studie in Deutschland
Jedes Jahr Tausende Hitzetote

In den drei Sommern 2018 bis 2020 sind in Deutschland mehr als 19.000 Menschen aufgrund der Hitze gestorben. Das zeigt eine Auswertung des Robert Koch-Instituts, des Deutschen Wetterdienstes und des Umweltbundesamts.
Hohe Sommertemperaturen haben einer Studie zufolge in den Jahren 2018 bis 2020 jeweils zu Tausenden hitzebedingter Sterbefälle in Deutschland geführt. Zum ersten Mal seit Beginn des Untersuchungszeitraum im Jahr 1992 sei eine Übersterblichkeit aufgrund von Hitze in drei aufeinanderfolgenden Jahren aufgetreten, schrieben Forschende von Robert Koch-Institut, Umweltbundesamt und Deutschem Wetterdienst im „Deutschen Ärzteblatt“.
Den Schätzungen zufolge gab es 2018 – dem zweitwärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 – etwa 8700 hitzebedingte Sterbefälle. 2019 waren es etwa 6900 und 2020 etwa 3700 Hitzetote. Im vergangenen Jahr wurde keine signifikant erhöhte Übersterblichkeit aufgrund von Hitze registriert.

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Samstag, 2.Juli


Heute haben
Friedrich Gottlieb Klopstock * 1724
Hermann Hesse * 1877
H.G.Adler * 1910
Josef Guggenmoos * 1922
Wisława Szymborska * 1923
Jürg Amann * 1947
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Winfried Hermann Bauer
Blood, Sweat and Tears

Angeschlagen
Stehen Mannsbilder
Im Regen
Ihre Tränen
Mischen sich
Mit dem Schweiß
Aus versteckten Eiskellern
Mit dem Dreck aus Dachstuben
Und verlorenen Stellungen
Klar
Spiegelt sich nur der Mond in den
Schützengräben
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Die Stadtbibliothek besitzt zwei Originale des Buches aus dem 16.Jahrhundert.
Bei uns gibt es einen Reprint dieser Ausgabe.


Leonhart Fuchs. Das New Kreüterbuch
Hrsg. Werner Dressendörfer, Klaus Dobat
Taschen Verlag € 125,00

Leonhart Fuchs (1501-1566) übernahm, nach Studium in Erfurt und Ingolstadt sowie Tätigkeiten in München, Ansbach und Ingolstadt, am 14. August 1535 den Lehrstuhl für Medizin an der Universität Tübingen. 1542 brachte er ein Kräuterbuch in lateinischer Sprache unter dem Titel: De Historia stirpium commentarii insignes … heraus.

Eines der Exemplare stammt aus der Privatbibliothek von Leonhart Fuchs, worauf der handschriftliche Eintrag „Ex Bibliotheca Leonharti Fuchsij“ hinweist. Der Band enthält über 500 handkolorierte Holzschnitte. Vermutlich kam das Buch durch seinen Sohn Friedrich Fuchs (1532-1604), der in Ulm als Stadtarzt beschäftigt war, in die Ulmer Stadtbibliothek.

Die Stadtbibliothek Ulm bewahrt zwei Exemplare dieses Druckes auf. Das unter der Signatur 19 257 4° aufbewahrte Exemplar der Stadtbibliothek Ulm stellt unter allen übrigen Exemplaren desselben Drucks eine einzigartige Besonderheit dar: Es stammt aus der Privatbibliothek von Leonhart Fuchs. Ein handschriftlicher Eintrag weist darauf hin: „Ex Bibliotheca Leonharti Fuchsij“. Der Band enthält über 500 handkolorierte Holzschnitte, die noch in unserer Gegenwart regelmäßig publizistisch, sowohl für wissenschaftliche wie für populäre Zwecke gefragt werden. Dass Fuchs selbst diese Kolorierung beauftragt und wohl auch ihre Durchführung beaufsichtigt hat, zeichnet die Qualität dieses Ulmer Exemplars aus. Vermutlich kam es durch seinen Sohn Friedrich Fuchs (1532-1604), der in Ulm als Stadtarzt beschäftigt war, in die Ulmer Stadtbibliothek.

Der Band wurde im Juli 1995 im Rahmen der von der Bibliotheksgesellschaft Ulm ins Leben gerufenen Aktion „Adopt a book“ restauriert. Patin dieser Maßnahme war Frau Dr. Rosemarie Wildermuth.

2001 brachte der Taschen-Verlag in Köln einen Nachdruck dieses Exemplars heraus, der inzwischen vergriffen ist. Im selben Jahr brachte das Bundespostministerium anlässlich des 500. Geburtstages Leonhard Fuchs‘ eine Sondermarke „Von Indianischem Pfeffer“ heraus, die die Abbildung Nr. CCCCXVIII auf Seite 727 zeigt.
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Hardy on Tour


Tag 36
96 km von Newton St. Boswells über Kelso und Berwick upon Tweed nach Belford

Der erste Regentag. Den ganzen Tag über war es heut mal mehr mal weniger naß und dementsprechend war auch die Radlerei nicht so erquickend.
Ich machte laaaange Pause in Berwick und versuchte eine passende Unterkunft für Brentford über’s Handy zu finden. Noch nicht erfolgreich, aber zumindest denke ich, daß es klappen wird, was bezahlbares zu finden.
Am Morgen in Keslo das ehemalige Kloster angeschaut. In der Umgebung gibt es drei weitere davon und sie waren wohl recht richtungsweisend, was die schottische Kirchengeschichte anbelangt. Heute führt ein Radrundweg zu allen Klosteranlagen und die werden sehr gepflegt. Dasselbe gilt natürlich auch für die unzähligen Schlösser. Unglaublich wieviel historische Gemäuer es hier zu begutachten gäbe.
Doch den Radler zieht es ja weiter. Mittlerweile bin ich wieder in England gelandet und dies, ohne es zu bemerken. Schottland wird mir in sehr sehr guter Erinnerung bleiben und ich kann den schottischen Teil vom Nordseeküstenradweg definitiv empfehlen.
Der englische Abschnitt empfing mich erstmal mit Frusterlebnissen. Die ersten Kilometer von Berwick aus waren eine mittlere  Katastrophe. Erst ein holpriger grober Schotterweg, dann ein matschiger Weg durch die Kuhweide voller Kuhfladen und schließlich ein schlechterer Wanderpfad voller Rillen und Pfützen. Wer um aller Welt deklariert sowas als Fernradweg ??? Unbegreiflich, so schön so ein Küstenpfad auch noch so sein mag. Mein Rad jedenfalls kam gleich mal an der nächsten Tanke in die Selbst-Waschanlage und ich war ziemlich verunsichert, ob es denn eine gute Idee war dem Küstenweg weiter zu folgen, wobei es auch keine großen Alternativen jetzt mehr gibt. Nunja;, vielleicht bleiben das jetzt auch die einzigsten Matschpfade, wo das Fahrrad doch grade so sauber ist.
Es gab natürlich auch heute nette Erlebnisse und Begegnungen. Etwa ein längeres Gespräch mit David, dem Gärtner aus Keslo, der sich auf das Brian Adams Konzert im dortigen Schlossgarten freut, oder mit dem jungen Mann, der beharrlich am völlig einsamen Strand in seinem Eiswagen ausharrte, um bereit zu sein, falls doch noch irgendwer vorbeikommen sollte. Mir war heut leider so gar nicht nach Eis an diesem Regentag.