Klimastreik-Freitag

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Am kommenden Freitag werfen wir für jedes Buch, das Sie bei uns kaufen, € 1,00 in ein Spendenglas. Lassen Sie jetzt Ihre Bücher zurücklegen, bestellen Sie Ihre Bücher und holen Sie diese am Freitag bei uns ab, damit wir möglichst für Geld für Seawatch zusammenbekommen. Vielen Dank.

Heute haben
Wilhelm Hauff * 1802
Carlo Levi * 1902
Gerti Tetzner * 1936
Geburtstag
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Wilhelm Hauff
Amor der Räuber

Nach dem Italienischen

Die Unschuld saß in grüner Laube,
Sie hielt ein Täubchen in dem Schoß;
Und Amor kam: »Gib mir die Taube;
Ein Weilchen nur gib deine Taube«,
Die Unschuld ließ sie lächelnd los,
Doch hielt sie Täubchen an dem Band,
Das sich um Täubchens Flügel wand.

Doch kaum hat er die weiße Taube;
So schneidet er den Faden ab;
Und höhnisch lachend mit dem Raube
Entflieht der Räuber aus der Laube
Und nimmer kehrt der lose Knab.
Und als ihr Täubchen nimmer kam,
Ward sie dem Räuber ewig gram.
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Foto: Kezban Özcan

Leonard Cohen: „Thanks For The Dance“
Sony CD € 20,00

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 Oh, wer dachte, diese CD ist eine Zusammenstellung von Restmaterial, das nicht zur Veröffentlichung taugt, liegt falsch. Leonard Cohens Sohn hat den Auftrag seines Vaters übernommen, seinen Wunsch erfüllt und diese Musikstücke fertiggestellt. Leonard Cohen hat zum Teil nur seine Gesangsstimme aufgenommen. Vorgetragene Gedichte ohne Instrumente, die wir jetzt in voller Pracht erleben dürfen. Wer Cohens letzte Platte noch im Ohr hat, merkt, dass dies eine Fortsetzung, eine Weiterführung ist. Unglaublich gute Stücke mit hervorragenden Musikern aufgenommen, fangen den Geist des alten Barden perfekt ein. Ich will mich nicht weit aus dem Fenster lehnen, aber hier ist den Cohens ein kleines Meisterwerk gelungen.

 

Donnerstag, 29.November

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Heute haben
William Blake * 1757
Alexander Blok * 1880
Stefan Zweig * 1881
Alberto Moravia * 1907
Geburtstag
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Stefan Zweig
Graues Land

Wolken in dämmernder Röte
Drohn über dem einsamen Feld.
Wie ein Mann mit trauriger Flöte
Geht der Herbst durch die Welt.

Du kannst seine Nähe nicht fassen,
Nicht lauschen der Melodie.
Und doch: in dem fahlen Verblassen
Der Felder fühlst du sie.
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Detlef Surrey: „Berlin – The Wall revisited“

Spurensuche mit dem Skizzenbuch
Jaja Verlag € 25,00
Hardcover mit Halbleinen, 112 Seiten in Farbe, 21 x 16 cm

„Wo stand denn die Mauer?“
Der Fall der Berliner Mauer ist 30 Jahre her. Einerseits ist sie nicht mehr zu sehen, andererseits immer noch präsent. Eine Spurensuche vor Ort ist oft schwierig. Gut, dass jetzt Detlef Surrey dieses Buch mit seinen Reiseskizzen veröffentlicht hat.
LeserInnen unseres Blogs erinnern sich an die „Sonntagsskizzen„, die wir über Jahre veröffentlicht haben. Dort tauchten immer wieder neue Skizzen, Bilder, Zeichnungen aus der Hauptstadt auf.
Und dass das Buch sooo schön geworden ist … ein kleines Kunstwerk, innen und außen.

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Leseprobe

Mittwoch, 27.November

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Heute haben
Georg Forster * 1754
Pedro Salinas * 1892
Ludwig Fels * 1946
Geburtstag
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Clemens Brentano
Wiegenlied

Singet leise, leise, leise,
singt ein flüsternd Wiegenlied;
von dem Monde lernt die Weise,
der so still am Himmel zieht.

Singt ein Lied so süß gelinde,
wie die Quellen auf den Kieseln,
wie die Bienen um die Linde
summen, murmeln, flüstern, rieseln.
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9783455004144

Rebecca Solnit (Autorin und Herausgeberin: „Nonstop Metropolis“

Ein Atlas in Worten
Aus dem Amerikanischen von Bettina Münch, Kathrin Razum, Kirsten Riesselmann
Hoffmann und Campe Verlag € 24,00

Die amerikanische Denkerin Rebecca Solnit versammelt rund 20 Essays, in denen wir drei pulsierende amerikanische Metropolen aus originellen Perspektiven neu erleben:
New York, San Francisco und New Orleans sind die drei amerikanischen Metropolen, denen sich Rebecca Solnit als Autorin und Herausgeberin nähert. Die Texte, verfasst u.a. von Linguisten, Ethnologen, Musikwissenschaftlern lesen sich flott und zeigen die Vielfältigkeit solcher großen Städte.
Ich habe mich an New York herangewagt und erfahre viel über eine Stadt der Männer. Bis auf drei Denkmäler, sind alle anderen der Stadt Männern gewidmet. Und wenn sie jetzt die Freiheitsstatue erwähnen, dann ist diese Frau nur eine Alegorie und keine wirkliche Person. Straßen, Avenues, Plätze, Gebäude, Museen … es sind die Namen von Männern. Oder Musik. Ein Gang durch die Stadt, die niemals schläft, an Hand von Musikstücken, die von unterschiedlichen Personen ausgewählt worden sind. U.a. auch von Teju Cole. Wunderbar die kurzen Texte lesen und nebenher die Musikstücke hören. Großartig. Oder das Kapitel über die vielen Sprachen in New York. Sehr erhellend und auch urig komisch.
Ein kurzweiliges, kluges Lesevergnügen. Ein Buch, in das man immer wieder mal stöbern kann.

Rebecca Solnit zählt zu den wichtigsten Essayistinnen in den USA. Ihre Bücher: „Wenn Männer mir die Welt erklären“ und „Die Dinge beim Namen nennen“ wurden auch hier in Deutschland groß besprochen. Gerade erschien im Verlag Matthes und Seitz ihr Buch: “ Wanderlust. Eine Geschichte des Gehens„.
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Nicht vergessen:
Heute abend ab 19 Uhr kommt das Theater Ulm mit Texten von Thomas Bernhard zu uns.