Freitag, 9.November

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Heute haben
Iwan Turgenjew * 1818
Welimir Chlebnikow * 1885
Anne Sexton * 1928
Imre Kertesz * 1929
Edoardo Nesi * 1964
Geburtstag
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Theodor Storm
Mit einer Handlaterne

Laterne, Laterne!
Sonne, Mond und Sterne,
Die doch sonst am Himmel stehn,
Lassen heut sich nimmer sehn;
Zwischen Wasserreih und Schloß
Ist die Finsternis so groß,
Gegen Löwen rennt man an,
Die man nicht erkennen kann!

Kleine freundliche Latern‘,
Sei du Sonne nun und Stern:
Sei noch oft der Lichtgenoß
Zwischen Wasserreih und Schloß
Oder – dies ist einerlei –
Zwischen Schloß und Wasserreih!
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Unser CD-Tipp der Woche:

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Julian Wasserfuhr & Roman Wasserfuhr:Relaxin‘ In Ireland
ACT € 19,99

Göteborg und Brooklyn waren schon Anlaufstellen für ihre Inspirationen. Jetzt also Irland. Aber nicht dass Sie meinen, die Brüder packen jetzt die Tinwhistles aus. Nein, ihr Sound ist der gleiche geblieben. Ruhig und konzentriert spielen sie auf Klavier und Trompete. Diesmal ohne Schlagzeug und Bass, allerdings mit Cello, gespielt von Jörg Brinkmann.
„Auf Bass und Schlagzeug zu verzichten, gibt uns mehr Entfaltungsmöglichkeiten, es bringt eine größere harmonische Freiheit mit sich und erlaubt uns, in weiten Spannungsbögen zu denken. Die Musik schwebt dadurch mehr.“
Und obwohl Irland für die Musiker nur der Inspirationsboden für ihre CD ist, interpretieren sie auch Gilbert O’Sullivan Hit „Clair“ sowie „Moondance“ von Van Morrison.
Was rede ich so lange. Einfach mal reinhören:


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Mittagsstunde von Doerte Hansen

Nicht vergessen.
Heute abend um 20 Uhr liest Dörte Hansen im Ulmer Roxy.

Dienstag, 6.März

Das Jakob Bro Trio gestern abend im Ulmer Stadthaus

Heute haben
Cyrano de Bergerac * 1619
Elizabeth Barrett Browning * 1806
Stanislaw Jerzy Lec * 1909
Gabriel Garcia Marquez * 1927
Günter Kunert * 1929
Geburtstag
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Elizabeth Barrett Browning
Comfort

Speak low to me, my Saviour, low and sweet
From out the hallelujahs, sweet and low
Lest I should fear and fall, and miss Thee so
Who art not missed by any that entreat.
Speak to mo as to Mary at thy feet !
And if no precious gums my hands bestow,
Let my tears drop like amber while I go
In reach of thy divinest voice complete
In humanest affection — thus, in sooth,
To lose the sense of losing. As a child,
Whose song-bird seeks the wood for evermore
Is sung to in its stead by mother’s mouth
Till, sinking on her breast, love-reconciled,
He sleeps the faster that he wept before.
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Mitarbeiterin Susanne Link empfiehlt:

getimage

Elizabeth H. Winthrop:Mercy Seat
Aus dem Englischen von Hansjörg Schertenleib
Beck Verlag € 22,00

Elizabeth H. Winthrop erzählt feinfühlig und intensiv von einer wahren Begebenheit
im Louisiana der 40er Jahre.Schwüle Sommerhitze,eine elektrischer Stuhl und ein Ort,
der aufgewühlt und zerrissen ist zwischen Wahrheit und Lüge – ein bis auf die letzte
Seite zutiefst emotionales,spannendes Leseerlebnis.Großartig.

Das schreibt der Verlag:
Louisiana, die 1940er-Jahre, ein elektrischer Stuhl wird in die kleine Stadt St. Martinsville gebracht für die geplante Hinrichtung eines jungen Schwarzen namens Will, der ein weißes Mädchen vergewaltigt haben soll. In Wirklichkeit ist sie seine Geliebte gewesen, die sich aus Verzweiflung umgebracht hat und ihm nun nicht mehr helfen kann. Alle wissen, dass das Todesurteil ein Skandal ist, aber sogar Will selbst hat aus Trauer und Schuldgefühlen innerlich eingewilligt, und weiße Wutbürger drohen dem zweifelnden Staatsanwalt mit der Entführung seines Sohnes. Nach einer wahren Begebenheit, psychologisch fein und in einer an William Faulkner erinnernden multiperspektivischen Intensität erzählt Elizabeth Winthrop die tragischen Ereignisse bis zum überraschenden Ende. Ein meisterhaftes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt und das niemanden kaltlassen wird.

Leseprobe
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Nicht vergessen:
Heute abend stellen wir ab 19 Uhr wieder vier neue Bücher vor.
Als Gast: Winfried Bauer

Dienstag, 16.Januar

Heute haben
Aleksandar Tisma *1924
Susan Sontag * 1933
Inger Christensen * 1935
Reinhard Jirgl * 1953
Geburtstag
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Georg Heym

Lichter gehen jetzt die Tage
In der sanften Abendröte
Und die Hecken sind gelichtet,
Drin der Städte Türme stecken
Und die buntbedachten Häuser.

Und der Mond ist eingeschlafen
Mit dem großen weißen Kopfe
Hinter einer großen Wolke.
Und die Straßen gehen bleicher
Durch die Häuser und die Gärten.

Die Gehängten aber schwanken
Freundlich oben auf den Bergen
In der schwarzen Silhouette,
Drum die Henker liegen schlafend,
Unterm Arm die feuchten Beile.
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Besser geht es nicht:

 Iiro Rantala, Michael Wollny & Leszek Możdżer:
Jazz At Berlin Philharmonic VII
Piano Night
ACT CD € 18,00

Drei Männer, drei Flügel, eine super CD. Das ACT-Label hat die drei Pianisten schon lange unter Vertrag. Sie waren auch in verschiedenen Besetzungen hier im Raum Ulm zu hören. Aber wenn nun alle drei zusammen auf der Bühne stehen, dann ist das schon etwas ganz Besonderes. Sie sind eigentlich in verschiedenen Stilen unterwegs und das zeigt sich auch auf dieser Aufnahme. Wie sie sich auf den anderen einlassen, wie sie mit den „fremden“ Stilen spielen und wie sie das mit viel Vergnügen tun, ist schon spitzenklasse. Leszek Możdżer, Iiro Rantala und Michael Wollny haben das klassiche Klavierspiel gelernt und bewegen sich zwischen Klassik, Jazz und Pop, wie man am Lied „Imagine“ hören kann, oder gleich an der CD von Rantala, die voll mit John Lennon Liedern ist.