Dienstag, 8.Januar

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Heute haben
Wilkie Collins * 1824
Paul Scheerbart * 1863
Leonardo Sciascia * 1921
Juan Marsé * 1933
Stephen W.Hawking * 1942
Gudrub Mebs * 1944
Geburtstag
und David Bowie und Sarah.
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Paul Scheerbart
Dicker roter Mond

Ach, ich kann ja gar nicht schlafen!
Über dem dunkelgrünen Myrtentor
Thront ein dicker roter Mond. —
Ob es später wohl noch lohnt,
Wenn man auf dem Monde wohnt?
Über dem dunkelgrünen Myrtentor?
Wär’s nicht möglich, daß uns drüben
»Längre« Seligkeiten küßten?
Wenn wir das genauer wüßten!
Hier ist alles zu schnell aus.
Jeder lebt in Saus und Braus.
Wem das schließlich nicht gefällt,
Hält die ganze große Welt
Auch bloß für ein Narrenhaus!
Ach, ich kann ja gar nicht schlafen!
Alter Mond, ich lach dich aus!
Doch du machst dir nichts daraus!
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Buchpräsentation am Freitag, den 8.Februar um 19 Uhr.
Das Buch liegt jetzt schon zum Anschauen in der Buchhandlung aus.

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Theodor Trampler & Ulrich Balß:
„New York
Past & Present 1928 – 2018“

160 Fotos, Briefe, Dokumente und Musik auf einer beigelegten CD.
Jaro Verlag € 30,00

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Eine Buchvorstellung und Zeitreise in das New York des Jahres 1928 . Geschichten und Briefe gelesen vom Autor Ulrich Balß sowie historische Fotos aus New York.
Dazu werden auf Leinwand über 50 historische Aufnahmen projeziert.

Der rote Faden beginnt 1928 mit Theodor Trampler aus Leipzig und endet 2018, 90 Jahre später mit der Fertigstelung dieses Buches durch seinen Enkel. Das Buch ist auch ein Dokument über die Lebensumstände eines Arbeitsemmigranten in New York 1928. Trampler schrieb über 100 Briefe nach Hause.Diese Briefe wurden mit dem Schiff über den Atlantik transportiert und Neuigkeiten waren damit schon Wochen alt, als sie in Leipzig bei seiner Frau und seinen Kindern ankamen. Als Buchbinder und Fotograf mit eigenem Fahrrad in New York unterwegs hinterließ Trampler ein herausragendes Dokument der Zeitgeschichte, einer Geschichte von Arbeitslosigkeit und Hoffnung, Flucht hier nach New York und nicht von Afrika nach Europa wie heute millionenfach praktiziert. Er dokumentierte und bewahrte all dies und jetzt 90 Jahre später ist daraus ein Buch entstanden.

Mit im Buch eine CD mit Musik aus New York von damals und heute.

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Hier geht es zu einem Radiobericht im NDR.

Freitag, 9.November

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Heute haben
Iwan Turgenjew * 1818
Welimir Chlebnikow * 1885
Anne Sexton * 1928
Imre Kertesz * 1929
Edoardo Nesi * 1964
Geburtstag
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Theodor Storm
Mit einer Handlaterne

Laterne, Laterne!
Sonne, Mond und Sterne,
Die doch sonst am Himmel stehn,
Lassen heut sich nimmer sehn;
Zwischen Wasserreih und Schloß
Ist die Finsternis so groß,
Gegen Löwen rennt man an,
Die man nicht erkennen kann!

Kleine freundliche Latern‘,
Sei du Sonne nun und Stern:
Sei noch oft der Lichtgenoß
Zwischen Wasserreih und Schloß
Oder – dies ist einerlei –
Zwischen Schloß und Wasserreih!
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Unser CD-Tipp der Woche:

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Julian Wasserfuhr & Roman Wasserfuhr:Relaxin‘ In Ireland
ACT € 19,99

Göteborg und Brooklyn waren schon Anlaufstellen für ihre Inspirationen. Jetzt also Irland. Aber nicht dass Sie meinen, die Brüder packen jetzt die Tinwhistles aus. Nein, ihr Sound ist der gleiche geblieben. Ruhig und konzentriert spielen sie auf Klavier und Trompete. Diesmal ohne Schlagzeug und Bass, allerdings mit Cello, gespielt von Jörg Brinkmann.
„Auf Bass und Schlagzeug zu verzichten, gibt uns mehr Entfaltungsmöglichkeiten, es bringt eine größere harmonische Freiheit mit sich und erlaubt uns, in weiten Spannungsbögen zu denken. Die Musik schwebt dadurch mehr.“
Und obwohl Irland für die Musiker nur der Inspirationsboden für ihre CD ist, interpretieren sie auch Gilbert O’Sullivan Hit „Clair“ sowie „Moondance“ von Van Morrison.
Was rede ich so lange. Einfach mal reinhören:


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Mittagsstunde von Doerte Hansen

Nicht vergessen.
Heute abend um 20 Uhr liest Dörte Hansen im Ulmer Roxy.

Dienstag, 6.März

Das Jakob Bro Trio gestern abend im Ulmer Stadthaus

Heute haben
Cyrano de Bergerac * 1619
Elizabeth Barrett Browning * 1806
Stanislaw Jerzy Lec * 1909
Gabriel Garcia Marquez * 1927
Günter Kunert * 1929
Geburtstag
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Elizabeth Barrett Browning
Comfort

Speak low to me, my Saviour, low and sweet
From out the hallelujahs, sweet and low
Lest I should fear and fall, and miss Thee so
Who art not missed by any that entreat.
Speak to mo as to Mary at thy feet !
And if no precious gums my hands bestow,
Let my tears drop like amber while I go
In reach of thy divinest voice complete
In humanest affection — thus, in sooth,
To lose the sense of losing. As a child,
Whose song-bird seeks the wood for evermore
Is sung to in its stead by mother’s mouth
Till, sinking on her breast, love-reconciled,
He sleeps the faster that he wept before.
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Mitarbeiterin Susanne Link empfiehlt:

getimage

Elizabeth H. Winthrop:Mercy Seat
Aus dem Englischen von Hansjörg Schertenleib
Beck Verlag € 22,00

Elizabeth H. Winthrop erzählt feinfühlig und intensiv von einer wahren Begebenheit
im Louisiana der 40er Jahre.Schwüle Sommerhitze,eine elektrischer Stuhl und ein Ort,
der aufgewühlt und zerrissen ist zwischen Wahrheit und Lüge – ein bis auf die letzte
Seite zutiefst emotionales,spannendes Leseerlebnis.Großartig.

Das schreibt der Verlag:
Louisiana, die 1940er-Jahre, ein elektrischer Stuhl wird in die kleine Stadt St. Martinsville gebracht für die geplante Hinrichtung eines jungen Schwarzen namens Will, der ein weißes Mädchen vergewaltigt haben soll. In Wirklichkeit ist sie seine Geliebte gewesen, die sich aus Verzweiflung umgebracht hat und ihm nun nicht mehr helfen kann. Alle wissen, dass das Todesurteil ein Skandal ist, aber sogar Will selbst hat aus Trauer und Schuldgefühlen innerlich eingewilligt, und weiße Wutbürger drohen dem zweifelnden Staatsanwalt mit der Entführung seines Sohnes. Nach einer wahren Begebenheit, psychologisch fein und in einer an William Faulkner erinnernden multiperspektivischen Intensität erzählt Elizabeth Winthrop die tragischen Ereignisse bis zum überraschenden Ende. Ein meisterhaftes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt und das niemanden kaltlassen wird.

Leseprobe
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Nicht vergessen:
Heute abend stellen wir ab 19 Uhr wieder vier neue Bücher vor.
Als Gast: Winfried Bauer