Sonntag, 12.Juni

Heute haben
Djuna Barnes * 1892
Sandro Penna * 1906
Milovan Djilas * 1911
H.C.Artmann * 1921
Christoph Meckel * 1935
Regula Venske * 1955
Wolfgang Herrndorf * 1965
Geburtstag
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„Verrückt sein heißt ja auch nur, dass man verrückt ist, und
nicht bescheuert.“
Der erste Satz aus Wolfgang Herrndorfs: „Bilder einer großen Liebe“
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Während Hartmut durch Wales radelt, tingeln wir durch Italien:


Eric Pfeil: „Azzurro
Mit 100 Songs durch Italien
Kiepenheuer&Witsch Verlag € 14,00

„Azzurro“, aber wie geht es denn weiter? Und was bedeutet das und was steckt hinter diesem berühmten Lied? Oder „La donna cannone“ von Francesco De Gregori. Den Refrain mitsummen, schaffen wir noch, aber dann hapert es doch gewaltig.
In Italien gibt es einen anderen Umgang mit dem Liedgut. Ob alte Lieder aus Neapel, den Cantautori landauf landab, bis zu den Sommer-Disco-Hits. Das Mitsingen hat dort einen ganz anderen Stellenwert, als bei uns in Deutschland.
Eric Pfeil (u.a. Musikjournalist) nimmt uns mit auf eine Reise quer durch das Land unserer Urlaubsträume und bringt uns dessen Geschichte und Geschichten näher.

U.a. mit Adriano Celentano »Azzurro«, Francesco De Gregori »La donna cannone«, Gianna Nannini »Bello e impossibile«, Lucio Battisti »La canzone del sole«, Loredana Bertè »E la luna bussò«, Lucio Dalla »Anna e Marco«, Rino Gaetano »Ma il cielo è sempre più blu«, Franco Battiato »Centro di gravità permanente«, Fabrizio De André »Crêuza de mä«, Mina »Se telefonando«, Milva »I processi del pensiero«, Al Bano & Romina Power »Felicità«, …
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Hardy on Tour


Tag 16
Von Par nach Thorverton 128 km und 1500 Höhenmeter

Am Morgen musste ich feststellen, dass wohl die Krähen meine eigentlich gut verpackte Toasttüte, die ich auf dem praktischen Holztisch neben dem Zelt aufbewahrt hatte, in der Nacht stibitzt haben. Zumindest fand ich im Gras nur noch die leere Verpackung wieder. So entschied ich mich zu einem einfachen, aber feinen Frühstück (Toast mit Marmelade und Kaffee) im Restaurant.
Mein Radeltag heute war phantastisch und völlig ohne Komplikationen.
Ein bisschen hatte ich Bauchgrummen vor dieser Etappe mit den vielen Höhenmetern, aber ich habe sie ganz gut geschafft und fühle mich ganz wohl, nach all der Stramplerei heut.
Die Route der „End to End Tour“ habe ich dem Buch „Land’s End to John o Groats“ entnommen und die Strecke ist in 14 Etappen aufgeteilt und heute galt es die meisten Höhenmeter zu bewältigen.
Mein Highlight des Tages war die kleine Wanderung hoch zur St.Michael de Rupe Kirche. Erbaut ums Jahr 1250, wird in ihr noch jeden Sonntag Gottesdienst gefeiert und ist auch für Hochzeiten sehr beliebt. Und über’m Eingangstor hat sich ein Vogel ein Nest gebaut zum brüten. Die Aussicht von dort oben ist wahrlich himmlisch.
Mein Fahrrad hat sich heute sehr gut geschlagen. Da gibt es nix zu meckern und es galt mit einigen Herausforderungen zurecht zu kommen. Mehr noch als die Aufstiege seien die doch etwas halsbrecherischen Abfahrten auf den engen und von hohen Büschen umzäunten und somit völlig uneinsehbaren Abfahrten erwähnt.
Ein Daumen hoch an dieser Stelle an die Autofahrer. Die sind allesamt echt sehr sehr rücksichtsvoll und äußerst geduldig und machen immer Platz und warten wie selbstverständlich in der Platzbucht der Straße, auch wenn ich nur mit 6 km/h im Schneckentempo den steilen Anstieg hochgeächzt komme. Das finde ich doch sehr bemerkenswert.
Übernachtet wird heute auf der Wiese hinter der Gemeindehalle vom schönen Örtchen Thorverton.

Mit dem Fahrrad kommt man (fast) immer irgendwie schon durch. So auch hier glücklicherweise.
Die alte Eisenbahnbrücke „The Meldon Viaduct“ wurde 1874 fertiggestellt und ich durfte 2022 drüberradeln

Mittwoch, 27.April


Heute haben
Arnold Höllriegel * 1883
Cecil Day Lewis * 1904
Zhang Jie * 1937
Aminata Sow Fall * 1941
Geburtstag
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Ludwig Thoma
Lied der Großindustriellen

Wir lieben dieses Vaterland!
Doch fesselt uns ein schön’res Band
Viel stärker, unvergleichlich zäh
Ans Portemonnaie.

Die Treue unserm Königshaus,
Wir hängen sie beim Sekt heraus,
Indes noch immer hat das Prae
Das Portemonnaie.

An Gott im Himmel glauben wir.
Wär Er dem Volk nicht mehr’s Panier,
Wer wüsste dann, was wohl geschäh’
Dem Portemonnaie?

So lebt sich’s gut bei dem System,
Wir ändern es auch je nachdem,
Wenn man wo einen Vorteil säh’
Fürs Portemonnaie.
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Donnerstag, 28.April 2022, 20:00 Uhr, vh Ulm, Club Orange
Lesung mit Tina Stroheker
„Hana oder Das böhmische Geschenk. Ein Album“

Eintritt 8,00 /6,00 €


Die Lyrikerin Tina Stroheker stellt ein neues Buch vor. Erneut hat sie sich einem besonderen Thema zugewandt: 2019 starb mit 67 Jahren die in Tschechien hoch geachtete Dissidentin Hana Jüptnerová aus Vrchlabí (Hohenelbe). Sie war eine Bekannte von Václav Havel, eine engagierte Christin und Brückenbauerin zwischen Deutschen und Tschechen. Tina Stroheker, mit ihr eng befreundet, schrieb, inspiriert von Fotografien aus ihrem Leben, die poetische Biografie einer ungewöhnlichen, mutigen Frau.
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Donnerstag, 5. Mai 2022, 20 Uhr, Stadthaus Ulm
Myra Melford Fire & Water Quintet

Myra Melford, p – Ingrid Laubrock, sax – Mary Halvorson, git –
Tomeka Reid, cello – Susie Ibarra, dr

Foto: Nicky Chayovae

Ein Allstar-Ensemble um die kalifornische Pianistin Myra Melford!
Alle fünf Musikerinnen sind führende Persönlichkeiten des zeitgenössischen Jazz, alle haben ihre eigenen Projekte und haben sich einen Namen als herausragende Improvisatorinnen gemacht.
Zusammen kreieren sie eine Musik, bei der die Grenzen zwischen freier Improvisation und durchkomponierter Musik fließend sind.
Inspirator für die Musik der fünf ist dabei das Werk des Malers Cy Twombly und dessen unbändiger Energie, die aus jedem seiner Bilder spricht.

Eintritt: 30,– / erm.* 25,– Euro zzgl. VVK-Gebühr
*für Schüler / Studenten / Schwerbehinderte mit Ausweis /
Mitglieder des Vereins für moderne Musik

Kartenreservierungen: Telefon 0731-610750 oder info(at)verein-fuer-moderne-musik.de
Karten im VVK im 3. OG des Stadthauses sowie online über ulmtickets www.ulmtickets.de

Bitte beachten: Es gelten die tagesaktuellen Corona-Regelungen.
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Sonntag, 15. Mai 2022, 20 Uhr, Stadthaus Ulm
zum 100. Geburtstag von Charles Mingus:
Michael Riessler: „Kryptografie. Notizen eines alten Mannes,

der zufällig Charles Mingus heißt“
Konzertlesung mit Michael Riessler, bcl – Johannes Gutfleisch, cello – Lorenzo Riessler, dr
Sprecher: Stefan Hunstein
Text: Harry Lachner

Fotos: Ruth Kappus; Jochen Kohlenberger

Einst voller Energie, rastlos, unberechenbar, jähzornig und zärtlich ist er nun zur völligen Bewegungslosigkeit verdammt. Er: ein an der unheilbaren Krankheit ALS erkrankter Bassist namens Charles Mingus, gestrandet in Mexiko, ausgeliefert einer dubiosen Heilerin, deren Künste er abwechselnd bedingungslos vertraut und in Zweifel zieht.

Zwischen Hoffnung und Illusionslosigkeit, sich dem unvermeidlich nahenden Ende widersetzend, dann wieder hingebend: so widersprüchlich, fragmentarisch und sprunghaft erscheinen seine Notizen; Notizen, die allein in seinem Geist formuliert, revidiert und ständig neu kommentiert werden. Bedeutungsspuren verlieren sich in einer realen und imaginierten Vergangenheit, verbinden bis zur Ununterscheidbarkeit; schließlich bis zur Auflösung jeglicher Kohärenz. Konnte die „reale“ Figur Charles Mingus in ihrer fiktiven Autobiographie noch schreiben „Ich bin drei“, zerfällt in „Kryptographie“ auch diese dreifache Wesenheit in zahlreiche kleine (Nicht-)Identitäten. Mit welcher Figur wir es letztlich zu tun haben: wir wissen es nicht. Aber gerade in ihrer Unfassbarkeit kommt sie uns nahe.

Ursprünglich war das Projekt „Kryptografie“ mit Michael Riessler als Hörspiel geplant – eine Idee, die Jahre zurückreicht, aber nie Gestalt annehmen wollte. Seither hat sich das Stück verändert: Nicht nur ist die Besetzung jetzt eine andere, auch schrieb Michael Riessler neue Passagen gezielt auf die aktuell beteiligten Musiker hin. Er greift dabei – wie schon bei der Uraufführung – nicht auf Motive des historischen Mingus zurück, sondern transformiert dessen energetische Impulse in eine zeitgemäße Form, die Jazz, Funk, Blues und Avantgarde gleichermaßen zueinander in Beziehung setzt. Ein Kontrapunkt also zur sich auflösenden, aufsplitternden Identität dieser fiktiven Figur Mingus, die der Schauspieler Stefan Hunstein mit so großer Intensität verkörpert.

Eintritt: 25,– / erm.* 20,– Euro zzgl. VVK-Gebühr
*für Schüler / Studenten / Schwerbehinderte mit Ausweis /
Mitglieder des Vereins für moderne Musik

Kartenreservierungen: Telefon 0731-610750 oder info(at)verein-fuer-moderne-musik.de
Karten im VVK im 3. OG des Stadthauses sowie online über ulmtickets www.ulmtickets.de

Bitte beachten: Es gelten die tagesaktuellen Corona-Regelungen.
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https://www.stadtradeln.de/ulm
Vom 1.5 bis zum 21.5. und das Team „Jastram radelt“ ist auch dabei.
Anmelden, mitmachen, Kilometer sammeln und Spaß haben.