Jastrams Adventskalender

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Wow! Was für ein Film.
Jetzt auf DVD mit viel Bonus-Material.

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„BlacKkKlansman„
Regie: Spike Lee
Mit John David Washington, Adam Driver, Topher Grace u.a.
DVD € 14,99

Die wahre Geschichte von Ron Stallworth klingt auch noch nach 40 Jahren unglaublich.
Da antwortet ein schwarzer Cop, gerade als erster Schwarzer im Revier neu eingestellt, aus einer Laune heraus auf eine Anzeige des Klu-Klux-Klans und telefoniert mit dessen Anführer. Ron gibt sich als rassistischer Weißer aus und wird prompt als potentielles neues Mitglied eingeladen. Klar, dass Ron nicht selbst dorthin gehen kann. Sein ausgerechnet jüdischer Kollege Flip, großartig gespielt von Adam Driver, schlüpft in die Identität von Ron und der Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Der Auftrag lautet, den Klu-Klux-Klan undercover zu unterwandern, einen Bombenanschlag zu verhindern und die schwarze Bürgerrechtsbewegung zu beobachten. Ganz nebenbei wird auch noch Rons Liebesgeschichte zu der mehr als heißen Patricia erzählt.
Die Ausstattung ist natürlich original siebziger Style mit Afro, spitzen Hemdkragen und dicken langen Ketten. Der Regisseur Spike Lee, berühmt durch seine Filme
„Malcolm X“ und „Do the Right Thing“, schafft es, hier mehr als eine bitterböse Satire in Szene zu setzen. Was ich so erstaunlich an dem Film finde, ist, dass er so irritiert. Lachen, Weinen, Betroffensein? Alles zusammen?
„BlacKkKlansman“ ist ein gelungener Protestfilm. Rasant, witzig, irritierend, provozierend und zugleich zutiefst bewegend und anrührend. In einer wichtigen Sequenz erzählt ein alter charismatischer Black Power Anführer, gespielt von Harry Belafonte, von den schrecklichen Gräueltaten, die den Schwarzen angetan worden.
Die Geschichte von BlacKkKlansman ist so aktuell wie nie und betrifft auch auf keinen Fall nur Amerika. Originalaufnahmen von Charlottesville und die unsäglich Reaktion Donald Trumps darauf stehen am Ende des Films. Ebenso könnten dort Aufnahmen aus Chemnitz gezeigt werden.

Jastrams Adventskalender

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Wow! Was für ein Film.

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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
Regie: David Yates
DVD € 8,95, ab 6 Jahren

Joan Rowling erzählt uns eine Geschichte vor Harry Potter.
Dieser erste Teil spielt in der Zauberwelt in New York und fesselt uns über zwei Stunden lang. Der zweite Teil „Grindelwalds Verbrechen“ läuft zur Zeit im Kino.

Mittwoch 31.Oktober

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Heute haben
John Keats * 1795
Nadeschda Mandelstam * 1899
Jean Amery * 1912
Dick Francis * 1920
Geburtstag
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John Keats
Ode to Autumn

Season of mists and mellow fruitfulness,
Close bosom-friend of the maturing sun;
Conspiring with him how to load and bless
With fruit the vines that round the thatch-eaves run;
To bend with apples the mossed cottage-trees,
And fill all fruit with ripeness to the core;
To swell the gourd, and plump the hazel shells
With a sweet kernel; to set budding more,
And still more, later flowers for the bees,
Until they think warm days will never cease,
For Summer has o’er-brimmed their clammy cell.

Who hath not seen thee oft amid thy store?
Sometimes whoever seeks abroad may find
Thee sitting careless on a granary floor,
Thy hair soft-lifted by the winnowing wind;
Or on a half-reaped furrow sound asleep,
Drowsed with the fume of poppies, while thy hook
Spares the next swath and all its twined flowers;
And sometimes like a gleaner thou dost keep
Steady thy laden head across a brook;
Or by a cider-press, with patient look,
Thou watchest the last oozings, hours by hours.

Where are the songs of Spring? Ay, where are they?
Think not of them, thou hast thy music too,—
While barred clouds bloom the soft-dying day,
And touch the stubble-plains with rosy hue;
Then in a wailful choir, the small gnats mourn
Among the river sallows, borne aloft
Or sinking as the light wind lives or dies;
And full-grown lambs loud bleat from hilly bourn;
Hedge-crickets sing; and now with treble soft
The redbreast whistles from a garden-croft,
And gathering swallows twitter in the skies.
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Filmtipp der Woche:

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Mustang
Regie: Deniz Gamze Ergüven
Frankreich/BRD/Türkei, 2015
FSK ab 12 freigegeben

Fünf Schwestern, die am Meer in der Türkei bei Onkel und Oma wohnen, verabschieden sich am letzten Schultag von ihrer Lehrerin und statt mit dem Bus heim zu fahren, tollen sie und ein paar Jungs im Meer. Dies löst eine gewaltige Lawine aus. Der unbändige Freiheitsdrang und der Zusammenhalt der fünf Mädchen wird auf große Proben gestellt.
Mit lichten und zarten Bilden setzt der Film ein Gegengewicht zum dramatischen Geschehen. Zarte Gefühle gegen tradierte Brutalität.
Und mitten drin die Jüngste der Schwestern. Lale nimmt die Zügel in die Hand und rettet, was zu retten gilt.
Ein starker Film, der Mut macht, ein Film, der einen traurig und erfüllt zurücklässt.
Dazu noch die Musik von Warren Ellis und Nick Cave.

Nominiert für den Oscar 2016.
Nimoniert für den Golden Globe 2016.
Überwältigend“ (New York Times)
Ja, genau. Sag ich doch.
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Heute abend ab 19 Uhr ist das Theater Ulm bei uns zu Gast.

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Der Jastram blog verabschiedet sich bis Sonntag. Dann darf Detlef Surrey wieder ran.