
Heute haben
Cyrano de Bergerac * 1619
Elizabeth Barrett Browning * 1806
Stanislaw Jerzy Lec * 1909
Will Eisner * 1917
Gabriel Garcia Marquez * 1927
Günter Kunert * 1929
Geburtstag
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Theodor Storm
März
Und aus der Erde schauet nur
Alleine noch Schneeglöckchen;
So kalt, so kalt ist noch die Flur,
Es friert im weißen Röckchen.
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Unser Buchtipp:

Valerie Fritsch: „Zitronen„
Suhrkamp Verlag € 24,00
Was für ein wort- und sprachgewaltiges Buch. Wobei Gewalt eine große Rolle spielt.
August Drach wächst in einem österreichischen Dorf auf und wird von seinem Vater misshandelt. Grundlos geschlagen, zieht er in der Schule nur Pullis mit langem Arm an, damit die blauen Flecken nicht zu sehen sind. Während, der vom Leben enttäuschte Vater prügelt und säuft, schaut die Mutter zu und pflegt ihren Sohn danach um so intensiver.
Als der Vater eines Tages verschwindet, beginnt für August kein befreitest Leben, sondern seine Mutter ersetzt die Gewalt des Vaters durch Medikamente, die sie ihrem Sohn ins Essen mischt, damit er krank wird und sie ihn umso mehr umsorgen kann. Münchhausen-Syndrom nennt sich der Fachbegriff .
Valerie Fritschs große Stärke ist jedoch ihre Sprache, sonst hätte sie auch ein Sachbuch zum Thema schreiben können. In einem Interview spricht sie darüber, wie sie jahrelang recherchiert hat, mit Mördern geredet, um sich ein Bild zu machen, wie Menschen mit Gewalt umgehen, wie Menschen solche Gewalt ausüben können, bis hin zum Mord.
Was mich weiter faszinierte war, wie geht der junge Mann als Erwachsener mit den Erlebnissen seiner Kindheit um? Wie kann er diese Traumata verarbeiten?
Auch dafür findet Valerie Fritsch den richtigen, nämlich ihren eigenen Ton, in dem sie uns sprachlich ablenkt in eine andere Welt. Sie beschreibt Stimmungen, findet einen besonderen Rhythmus. Diese Kombination macht den Roman so intensiv, dass er mir deutlich länger erschien, als er in Wirklichkeit ist. Die Autorin baut einen Kosmos auf, für den andere Autor:innen 500 Seiten mehr brauchen.
Für mich eine der Entdeckungen in der deutschsprachigen Literatur 2024.
Leseprobe
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Hallo liebe Menschen, vor über 100 Jahren wurde der 08. März als Internationaler Frauentag ausgerufen. Das ist eine verdammt lange Zeit her und doch gibt es noch immer viel zu viele Themen, für die wir auf die Straße gehen müssen! Themen, die uns als Frauen, Lesben, Inter*, Nicht-Binäre*, Trans* und Agender*Personen (kurz FLINTA*) in unserem täglichen Leben einschränken. Themen, die uns Angst und wütend machen! Sei es Gewalt, Femizide auch in Ulm oder Ausbeutung in der Lohn- und Sorgearbeit. Sei es religiöse Unterdrückung, Rassismuserfahrungen oder das Erstarken der AfD und weiterer antifeministischer, reaktionärer Kräfte in Deutschland. Sie versuchen Errungenschaften und Freiheiten, die FLINTAs vor uns hart erkämpft haben, aktiv zunichte zu machen – und das lassen wir nicht zu! Unsere feministischen Kämpfe sind international miteinander verbunden. Denn sexualisierte Gewalt, Schwangerschaftsabbrüche, Care-Arbeit und Unterdrückung – damit müssen sich FLINTAs tagtäglich auseinandersetzen! So verschieden unsere alltäglichen Leben weltweit vielleicht aussehen mögen, wir kämpfen denselben feministischen Kampf. Also wollen wir den Weltfrauentag zum Anlass nehmen, mit euch gemeinsam auf die Straße zu gehen und für diesen feministischen Kampf einzutreten.
Dafür versammeln wir uns am Freitag, den 8. März, um 15.30 Uhr bei den Sedelhöfen.
Wir werden durch die Ulmer Straßen ziehen und uns den Platz nehmen, der uns zusteht. Wir werden laut sein und dafür protestieren, dass sich die Welt für uns zu einem besseren Ort entwickelt. Denn: Weltfrauentag ist feministischer Kampftag! Unter diesem Aufruf möchten wir euch zu unserer Demo einladen.
Bitte beachtet, dass Parteisymbole und Nationalflaggen nicht willkommen sind.
Bei Fragen dürft ihr natürlich jederzeit auf uns zukommen. Euer Flinta* Kollektiv Ulm.
flintakollektiv-ulm@riseup.net
