Mittwoch, 26.August

Heute haben
Guillaume Apollinaire * 1880
Jules Romains * 1885
Christopher Isherwood * 1904
Julio Cortázar * 1914
Walter Helmut Fritz * 1929
Steinunn Sigurdardóttir * 1950
Geburtstag
und es ist der Todestag von Wolfgang Herrndorf
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„In 80 Liebesgedichten um die Welt“
Ausgewählt von Clara Paul
Insel Verlag € 10,00

Clara Paul ist bei Insel/Suhrkamp die Fachfrau für Gedichtsanthologien. Jede Menge von ihr zusammengestellte Bücher finden sich dort. Lyrik ist ja ein weites Feld und so unterschiedlich, wie Literatur insgesamt. Dass es Gedichte auch auf der ganzen Welt, rund um den Erdball gibt, ist auch klar. Aber mit Gedichten um die Welt reisen, habe ich noch nicht gemacht. Von der Antarktis bis nach Feuerland, von der Tundra ins tiefste Asien. Clara Paul sortiert ihre Gedichtsauswahl allerdings nicht nach Ländern, sondern nach Situationen.

Wer bist du
Herzklopfen
Das Licht, das in dir lebt
Nacht, ganz verrückt
Gib mir ein Wiedersehn
Glückliche Liebe

Darunter finden sich dann sinnlich, heitere Gedichte über Sehnsucht, Herzensverwirrungen und Leidenschaft. Mal als Haiku, mal als langes Gedicht u.a. von Anna Achmatowa, Gioconda Belli, Raymond Carver, Mascha Kaléko, Wladimir Majakowski, Pablo Neruda, Alfonsina Storni, Wisława Szymborska, Shu Ting, Idea Vilariño, Derek Walcott, William Carlos Williams u. v. a.

Ledier kann ich Ihnen hier kein Gedicht vorstellen, da die Rechte noch bei den VerfasserInnen und bei den ÜbersetzerInnen sind. Schauen Sie doch bitte in die Leseprobe.
Viel Vergnügen.

Freitag, 24.Juli

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Auf der Suche nach dem Kometen.

Heute haben
Alexandre Dumas * 1802
Frank Wedekind * 1864
Hermann Kasack * 1896
Banana Yoshimoto * 1964
Geburtstag
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Frank Wedekind

Es war einmal ein Bäcker,
Der prunkte mit seinem Wanst,
Wie du ihn kühn und kecker
Dir schwerlich träumen kannst.
Er hat zum Weibe genommen
Ein würdiges Gegenstück;
Doch sie konnten zusammen nicht kommen
Sie waren viel zu dick.
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Prix Goncourt 2019

9783423282406

Jean-Paul Dubois: „Jeder von uns bewohnt die Welt auf seine Weise“
Aus dem Französischen von Nathalie Mälzer und Uta Rüenauver
dtv gebunden € 22,00

Warum sitzt ein unauffälliger Mensch wie Paul Hansen im baufälligen Gefängnis von Montréal? Der in Frankreich aufgewachsene Sohn eines dänischen Pastors und einer Kinobesitzerin hatte schon einiges hinter sich, bevor er seine Berufung als Hausmeister in einer exklusiven Wohnanlage in Kanada fand. Ein Vierteljahrhundert lang lief alles rund – die Heizungsanlage ebenso wie die Kommunikation, bis Paul eines Tages die Sicherung durchbrennt. Nun erträgt er mit stoischer Ruhe seinen Zellengenossen Patrick, einen Hells-Angels-Biker, der sich jedoch von einer Maus ins Bockshorn jagen lässt.
Jean-Paul Dubois nimmt uns mit in diese kleine Zelle mit einer freistehende Toilette und erzählt mit feinem Humor, wie die beiden ihren Alltag bewältigen und wie es dazu kam, dass sie hier gelandet sind. Das Schöne an den Goncourt-PreisträgerInnen ist, dass man deren Bücher mit großem Vergnügen lesen kann. So auch hier. Patrick ist das genaue Gegenteil zum ruhigen Paul. Er ist ein Großmaul, ein Geschichtenerzähler, der aber extrem ängstlich ist. Eein großer Freund von Harley Davidson Fan und den Katalogen mit den vielen Ersatzteilen dazu. Das ist seine Bibel. Als er erfährt, dass der Gefängnisdirektor selber so eine Maschine fährt, ist er ganz aus dem Häuschen.
Ein sehr vergnüglicher, hintergründig ernsthafter Roman, bei dem man herzhaft schmunzeln kann. Wir haben gleich einen ganzen Stapel auf dem Neuerscheinungstisch zu liegen.


Jean-Paul Dubois
, geboren 1950 in Toulouse, studierte Soziologie und arbeitete zunächst als Sportreporter für verschiedene Tageszeitungen. Später berichtete er für den ›Nouvel Observateur‹ aus den USA. Er hat über zwanzig Romane veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Prix Femina und dem Prix Goncourt, den wichtigsten französischen Literaturpreis. Er zählt zu den wichtigsten französischen Autoren der Gegenwart.

Mittwoch, 25.März

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Heute haben
Flannery O’Connor * 1925
Mohammed Choukri * 1935
Alessandro Piperno * 1972
Geburtstag
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Der Ulmer Blumenladen „Stielecht“ hat geschlossen, aber eine tolle Tafel im Schaufenster.

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Passend in dieser besonderen Zeit. Jetzt neu als Taschenbuch.

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John Ironmonger: „Der Wal und das Ende der Welt“
Aus dem Englischen von Maria Poets und Tobias Schnettler
Fischer Taschenbuch € 12,00

Ein kleines Fischerdorf an der englischen Südküste, abgelegen idyllisch, kaum von Touristen besucht und in den Wintermonaten sind die Bewohner unter sich. Es passiert nicht viel, jeder kennt jeden, es wird viel getrascht und die Dorfschule hat auch nur noch eine Hand voll Kinder, die Lehrerin befürchtet die baldige Schließung.
Neues Leben kommt ins Dorf an dem Tag als Joe, ein Banker aus London an Land gespült wird. Fast alle sind bei seiner Rettung dabei und der pensionierte Dorfarzt nimmt ihn bei sich auf. Er ist der geheimnisvolle Fremde und der Besitzer des teuren Autos, das verlassen auf dem Dorfparkplatz stand. Ein Analyst, dessen Leben fast nur noch aus Zahlen und Berechnungen bestand und der sich letztendlich für den Kollaps seiner Bank verantwortlich fühlte.

„In dem Dorf St.Piran erzählt man sich noch immer von dem Tag, als der nackte Mann am Strand angespült wurde. Es war der selbe Tag an den Kenny Kennet den Wal sah. Manche sagen, es sei ein Mittwoch gewesen. Andere scheinen sich ganz sicher zu sein, dass es ein Donnerstag war. Und zwar Anfang Oktober. Vielleicht aber auch Ende September, doch im Durcheinander der Tage und Wochen, die folgten, dachte niemand daran, alles aufzuschreiben. Manche Dorfbewohner behaupteten, sie erinnerten sich an jede Einzelheit, und sie alle erzählen von dem nackten Mann, und sie alle erzählen von dem Wal.“

Ein toller Roman mit liebenswerten Menschen, einem großen Wal und einem Kirchturm voller Proviant.

Leseprobe
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Fred Wiegräfe spielt „California Dreaming“ gegen den Corona Blues.