Dienstag, 2.April


Heute haben
Casanova * 1725
Hugo von Fallersleben * 1798
Hans Christian Andersen * 1805
Emile Zola * 1840
Max Ernst * 1891
György Konrad * 1933
Thomas Glavinic * 1972
Geburtstag
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„Kunst hat nichts mit Geschmack zu tun“
Max Ernst
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Heute abend liest Clemens Grote aus folgenden vier Bücher vor:



Wir beginnen pünktlich um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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Mittwoch, 27.März


Heute haben Geburtstag:
Heinrich Mann * 1871
Francis Ponge * 1899
Golo Mann * 1909
Hansjörg Schneider * 1938
Harry Rowohlt * 1945
Dubravka Ugresic * 1949
Patrick McCabe * 1955
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„Demokratie ist im Grunde die Anerkennung, dass wir, sozial genommen, alle füreinander verantwortlich sind.“
Heinrich Mann
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Jetzt als Taschenbuch:

Shelly Kupferberg: „Isidor
Ein jüdisches Leben
Diogenes Verlag Taschenbuch € 14,00

Die Berliner Journalistin Shelly Kupferberg schreibt in diesem biografischen Roman über ihren Urgroßonkel, der, aus der tiefsten jüdischen Provinz kommend, in Wien einen grandiosen gesellschaftlichen Aufstieg hinlegte. Zuerst änderte er seinen Vornamen Israel zu Isidor, hatte eine einzigarte Idee, um viel Geld zu verdienen und lebte fortan im Wiener Jetset. Die Prominenz ging bei ihm aus und ein. Gleichzeitig war er überall ein gern gesehener Gast. Um seine Familie kümmerte sich Isidor auch und finanzierte u.a. das Studium des Großvaters der Autorin.
Was kaum möglich zu sein schein: Isidor kommt unter die Räder der Nazi, wird enteignet, inhaftiert, gefoltert und stirbt entkräftet, bevor er seine Flucht in die USA organisieren kann.
Shelly Kupferberg beschreibt Isidors Aufstieg und Leben so hautnah, dass man diese Geschichte beim Lesen kaum glauben kann. Umso heftiger dann sein bitteres Ende.
Doch damit noch nicht genug. Als Walter, der obengenannte Großvater, nach dem Krieg die Wohnung von Isidor aufsucht, wird ihm mit dem Aufschrei: „Der Jud“ die Tür vor der Nase zugeschlagen.
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Kommenden Dienstag, den 2.April, stellen wir ab 19 Uhr wieder vier neue Romane vor.
Clemens Grote liest aus:

Percival Everett: James
– Ein Roman über Rassismus, angesiedelt zur Zeit und in der Stadt von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Der Aufmacher in der ZEIT Beilage zur Leipziger Buchmesse.

Doris Dörrie: Die Reisgöttin
– Gesammeltes im doppelten Sinne. Doris Dörrie schreibt über die vielen Dinge, die sie von ihren vielen Reisen von Bali bis ins Allgäu mitgebracht hat.

Lize Spit: Der ehrliche Finder
– Schmal und sehr intensiv ist dieser Roman, in dem zwei Jugendliche versuchen, die Abschiedung ihrer Familie verhindern wollen.

Vigdis Hjorth: Ein falsches Wort
– Jetzt wieder neu auf dem deutschen Buchmarkt. Der Roman, der die norwegische Autorin weltberühmt gemacht hat und in Norwegen für einen Skandal sorgte.

Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei

Dienstag, 19. März


Heute haben
Janina David * 1930
Philip Roth * 1933
Kirsten Boie * 1950
Thomas Lang * 1967
Geburtstag
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„Die Bäume fahren im Frühling aus der Haut“
Wilhelm Busch
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Unser Buchtipp:


Vigdis Hjorth: „Ein falsches Wort
Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs
S.Fischer Verlag € 25,00

Dieser Roman erschien in Norwegen 2016, war kurzfristig schon in deutscher Übersetzung lieferbar und wurde jetzt wieder veröffentlicht. 2022 erschien ihr aktuelleres Buch „Die Wahrheit meiner Mutter“, in dem es darum geht, dass sich eine Frau von ihrer Mutter, ihrer Familie distanziert, losgelöst, distanziert hat. Der Fischer Verlag hat nun das frühere Werk wieder auf den Markt gebracht und das zurecht. Vielleicht gelingt es ihm jetzt, diese besondere Autorin auch hier in Deutschland bekanntzumachen.
Vordergründig geht es um einen Erbstreit in einer Familie. Die alten Eltern vermachen den beiden jüngeren Töchtern, ihre zwei Hütten am Meer, die jahrelang von allen benutzt worden sind. Kinder und Enkelkinder verbrachten dort oft die Sommerferien. Die Erzählerin und ihr Bruder, die beiden älteren Geschwister, gehen dabei leer aus. Diese beiden haben sich von dieser Familie, von ihren Eltern losgesagt. Es gibt zwei Sichtweisen in der Familie. Auf der einen Seite die Eltern und die beiden jüngerne Töchter und auf der anderen Seite die anderen beiden und die Fronten sind so verhärtet, dass eine Versöhnung kaum möglich ist. Warum die Erzählerin Bergljot seit 15 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern hat, hängt jedoch mit einem Vorfall zusammen, der weit in ihrer Kindheit zurückliegt und den die Eltern abstreiten und ihre beiden jüngeren Geschwister nicht glauben können. Bergljot ist zerissen in ihren Gefühlen und vieles bricht wieder auf, als der Vater tödlich verunglückt.
Ein intensives Buch, in dem die Autorin in den Zeiten springt, immer wieder auf die selben Themen zurückkehrt und noch einmal durchkaut. Es ist alles noch nicht verarbeitet, ausgesprochen, endlich zur Seite gelegt, sondern brodelt in Bergljot täglich weiter.
Der Roman gewann in Norwegen diverse Preise, löste einen Skandal aus und wurde danach international gefeiert.
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Annika Stahl ist morgen abend (Mi. 20.3.) ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung und bringt sechs Ulmer Geheimnisse mit.
Wir sind gespannt und freuen uns auf ihr Kommen.

Der Eintritt ist kostenlos.