Montag, 13.Mai


Heute haben
Alphonse Daudet * 1840
Daphne du Maurier * 1907
Gregor von Rezzori * 1914
Adolf Muschg * 1934
Bruce Chatwin * 1940
Arminstead Maupin * 1944
Christopher Reid * 1949
und Alma
Geburtstag
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Best von Winfried Hermann Bauer

Weberknechte

Da knüpfen sie
Und knüpfen
Knoten über Knoten
Zu Netzen, die sie über uns werfen
Narrennarrative
Unter denen wir zusammenkauern
Um weiter zu knüpfen
Immer weiter
Im Osten wie im Westen
Schwarmverloren
Was ist schon Recht
Kernkraft, Corona, Kalaschnikow
Wer killt das Klima
Wer das Volk
So knüpfen wir und knüpfen
Immer weiter
Und fragen uns
Was ist schlimmer
Ein Amok laufender Bär
Oder eine Reihe guter Jahre
Ein wenig Wehrmachtswahnwitz
Wär nicht schlecht
Seid ihr bereit
Mal wieder alles kurz und klein zu schlagen
Weit offen steht der Hölle Tor
Nur immer weiter so
Und ich garantiere euch
Wir kommen unserem Ende
Noch zuvor…

Eine Welt nur

Wie lange noch
Frag ich dich
Posten wir eine Welt nur
Und plündern den Planeten dabei
Tabu frei
In Nomine Patris
Als stünden wir drüber

Wie lange noch
Frag ich dich
Zeigen wir auf den Fremden
Der auf die Knie fällt
Um zu beten
Und feixen
Hämisch am Pranger

Als warteten wir nur darauf
Dass er mit hoch erhobenem Schwert
Aufsteht
Und den Wahnwitz
Wie ein Netz
Über die Welt wirft
Als wollte er fischen
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Im Rahmen einer Donau-Konferenz veranstaltet die Stiftung HfG Ulm ein Konzert im Ulmer Münster
Montag, 13.Mai, 20.30 Uhr, Ulmer Münster
»Klang und Architektur« Konzert für Moderne Musik

mit Jürgen Grözinger, Friedemann Johannes Wieland, Jochen Anger
Eingang „Brautportal“ auf Höhe der Valentinskapelle
Eintritt frei
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Mittwoch, 15.Mai, 19 Uhr
Das Hospiz bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei
__________________________________

Freitag, 17.Mai, 19 Uhr
Zu Gast: Uli Wittmann
Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei

Uli Wittmann, Journalist, Wanderer, Paddler, Betreiber einer Outdoor-Internetseite und bayrisches Unikum ist bei uns zu Gast und berichtet über seine Arbeit und seine Aktivitäten.
Lassen Sie sich überraschen.

Uli Wittmann: „Wanderungen für Langschläfer auf der Schwäbischen Alb“
Erlebnisreiche Halbtagstouren, für Langschläfer – Touren für Ausgeschlafene

Die schönsten Erlebnistouren für Kids auf der Schwäbischen Alb

Das Outdoor-Bastelbuch
67 kinderleichte Bastelideen für draußen und unterwegs

https://kinderoutdoor.de

Sonntag, 28.April


Heute haben
Kark Kraus * 1874
Bruno Apitz * 1900
Pierre Boileau * 1906
Harper Lee * 1926
Terry Pratchett * 1948
Roberto Bolano * 1953
Ian Rankin * 1960
Geburtstag
___________________________________

„Besser es wird einem nichts gestohlen. Dann hat man wenigstens keine Scherereien mit der Polizei.“
Karl Kraus
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Best of Gedichte von Winfried Hermann Bauer
(Jahreszeiten)

Ein neues Lied

Von weit
Ein laues Lüftchen weht
Das mir von fremden Freuden
Von längst vergess’nem Tun erzählt
Der Baum
Der wie ein Turm dort steht
Er ist erwacht
Aus langenTräumen
Und sucht nach neuen, weit’ren Räumen
Er leuchtet auf im Sonnenschein
Er will sich straffen, dehnen, recken
Während Sterne
Gelb und blau
Die der Himmel nachts als Boten
Auf den Blätterboden warf
Aus dem Laub die Köpfe strecken
Vorbei ist sie die alte Zeit
Ich bin nicht mehr allein
Ich höre Farben
Rieche Licht
Die frische Brise im Gesicht
Hab ich nur einen Wunsch
Im Herzen unbeschwert
Einfach bloß sein
Ich will die Hände falten
Der Grünspecht lacht
Die Lerche singt
Es ist soweit
Ein neues Lied erklingt
Auch wenn es nicht für immer währt
Der Anfang ist gemacht
Wohlan
Ich bin bereit


Frühlingsverlangen

Heiß erwartet
Treiben fleischig Knospen
Sie sind schon am Zerreißen
Der nackte Faun erwacht

Schamlos
Tropft die Zeit
Von nassen Zweigen
Der alte Mond schaut zu
Frech spreizt sich die Lust in dieser Nacht…


Heimweh nach Licht

Noch sitzt mir die Angst des Winters
In den Knochen
Ich habe Heimweh nach Licht
Und träume Erwachen

Mein Blick lechzt nach
Schmelzwasser,
das zärtlich über
Glitzernde Kiesel leckt

Göttergroß
Und voller Leben
Will ich nicht warten
Und fliege über das brachliegende Feld

Bis mich der beißende Frost einholt
Und meine Träume stellt
_________________________________

Morgen Abend ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung:

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Am Mittwoch, 1.Mai geht es los.
Auf der App anmelden, einem Team (z.B. Team Jastram) beitreten
und dann Radlkilometer sammeln. Ohne Stress, nur mit Freude.

Montag, 29.Januar


Heute haben
Johann Gottfried Seume * 1763
Anton Tschechow * 1860
Romain Rolland * 1866
Gert Hofmann * 1931
Günter Ohnemus * 1946
Olga Tokarczuk * 1962
Philippe Besson * 1967
Mirjam Müntefering * 1969
Geburtstag
_______________________________________

„Die wahre Freiheit ist nichts anderes als Gerechtigkeit“
Johann Gottfried Seume
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Ausstellung
Hans Dieter Schaal: Ulmer Münster trifft Bodensee
Ein anderer Blick
27.1. bis 28.4 im HfGArchiv am Hochsträß in Ulm

Hans Dieter Schaal, 1943 in Ulm geboren und aufgewachsen, ist international als Architekt, Ausstellungs- und Landschaftsgestalter, Bühnenbildner, Künstler und Autor bekannt. Seit den 1980er Jahren lebt er in der Nähe von Biberach, von wo aus er seine unzähligen Projekte entwickelt und gesteuert hat. Seinen 80. Geburtstag im Jahr 2023 nimmt das Museum Ulm zum Anlass einer Würdigung des umfangreichen zeichnerischen Schaffens von Hans Dieter Schaal.

Bevor er sich mit Beginn der 1980er Jahren überwiegend dem Bühnenbild, der Ausstellungs- und Gedenkstättengestaltung zugewendet hat, befasste sich Hans Dieter Schaal mit utopisch anmutenden Projekten, die er in brillanten Zeichnungen und Gouachen auf Papier festhielt. Das Ulmer Münster diente ihm dabei als Dreh- und Angelpunkt einer phantastisch-phantasmagorischen Bildsprache, die ihn dazu verführte, den gotischen Kirchenbau in ein Vogelnest zu setzen, in einen Blasebalg zu verwandeln oder gar eine Umnutzung des Münsterturms, des ganzen Stolzes der ehemaligen Reichsstadt, als Wohnturm zu wagen. In ähnlicher Weise nahm er sich der charakteristischen Silhouette des Bodensees an, der plötzlich als Badewanne erscheint, ein anderes Mal wie eine Figur auf einer Bank sitzt oder dessen Uferlinie die Bewegung einer Lichterkette imitiert.

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Jazz in Ulm
Verein für moderne Musik in Ulm/Neu-Ulm e.V. und Stadthaus
29. Januar 2024, 20:00 Uhr

Nduduzo Makhathini Trio Nduduzo
Makhathini, p – Zwelakhe-Duma Bell Le Pere, b – Francisco Mela, dr

Foto: Dirk Neven

Der Südafrikaner Nduduzo Makhathini gilt als der wichtigste jüngere afrikanische Jazzmusiker. In seiner Musik mischt sich Emotionalität mit Spiritualität, zeitgenössischer Jazz mit traditioneller Zulumusik.
Tief beeindruckt von der spirituellen Klangsprache John Coltranes und Pharoah Sanders‘ spürt Makhathini Verbindungen zur von Ritualen geprägten Praxis traditioneller Kulturen seiner Heimat auf und schlägt so eine Brücke zwischen afrikanischer und afro-amerikanischer Musikwelt.
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Dienstag, 9.Januar

Heute haben
Kurt Tucholsky * 1890
Karel Capek * 1890
Simone de Beauvoir * 1908
Hans Lebert * 1919
Heiner Müller * 1929
Klaus Schlesinger * 1937
Gisbert Haefs * 1950
Benjamin Lebert * 1982
Geburtstag
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„Die menschliche Dummheit ist international“
Kurt Tucholsky
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Nikola und Katharina Hild: „Das Ulmer Münster
Seine Geschichte – seine Kunstschätze
Aktualisierte Neuauflage 2024
Silberburg Verlag 27,99

Endlich ist dieser Münsterführer wieder lieferbar. Wenn es schon keinen Bildband über die Stadt Ulm gibt, so haben wir wenigsten wieder diesen über das Wahrzeichen der Stadt. Mit dem höchsten Kirchturm der Welt, ist das Münster ein Touristenmagnet und füllt die Speicherkarten vieler Digitalkameras.
Wir erfahren, in Begleitung zahlreicher Fotografien, das Wichtigste über die Architektur und Baugeschichte der Kirche, die eng verbunden ist mit der Geschichte der Stadt. Es finden sich Texte über zahlreiche Kunstwerke im Inneren der Kirche, so auch über das Chorgestühl aus dem 15.Jahrhundert.
Man sieht nur, was man weiß, trifft hier auch zu. Viele kleine und große Details und Einblicke in Bereiche, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, werden anschaulich mit viel Bildmaterial vorgestellt.
Mit diesem Streifzug durch den spätgotischen Bau, ist der nächste Besuch im Münster noch interessanter.

Mittwoch, 1.Februar


Heute haben
Hugo von Hofmannsthal * 1874
Jewgeni Samjatin * 1884
Günter Eich * 1907
Muriel Spark * 1918
Dieter Kühn * 1935
Horst Bosetzky (-ky) * 1938
Monika Felten * 1965
Geburtstag
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Maria von Ebner-Eschenbach
Einen Menschen wissen

Einen Menschen wissen,
der dich ganz versteht,
der in Bitternissen
immer zu dir steht,
der auch deine Schwächen liebt
weil du bist sein;
dann mag alles brechen
du bist nie allein.
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Gerade erst erschienen:


Milena Michiko Flasar: „Oben Erde, unten Himmel
Wagenbuch Verlag € 26,00

Suzu lebt in einer japanischen Grossstadt. „Alleinstehend. Mit Hamster.“ Sie ist eine von vielen Menschen, die unsichtbar, ohne viele Kontakte, zur Arbeit gehen und sich abends in ihre Einzimmer-Wohnungen zurückziehen. Im Restaurant wird ihr gekündigt, da sie zwar sehr zuverlässig ist, sich aber nie ihre Kund*innen anlächelt. Aber putzen können sie perfekt, sagt ihr Chef.
Als sie über eine Anzeige stolpert, in der eine Reinigungskraft gesucht wird, ist ihr erst gar nicht klar, um was für eine Art von Reinigung es sich handelt. Herr Sakais Firma ist spezialisiert auf Kodokushi-Fälle. Das sind im Japanischen sogenannte „unbemerkte Todesfälle“. So ist z.B. Herr Ono vor Wochen schon gestorben, seine Nachbarn habe das lange nicht bemerkt. Die Polizei hat den Toten abgeholt und dann kommt Herrn Sakais Putztrupp, um die Wohnung wieder sauber zubekommen.
Herr Sakai begegnet den nicht mehr vorhandenen Gestorbenen mit größter Achtung und Respekt und was für Suzu zuerst eine große Überwindung ist, erfüllt sie immer mehr mit großer Freude, auch gegenüber ihren Nachbarn, die sie zuvor kaum beachtet hat.
Milena Michiko Flasar beschreibt mit „Oben Erde, unten Himmel“ wieder etwas Besonderes aus Japan, wie schon in „Ich nannte ihn Krawatte“ und „Herr Kato spielt Familie“, hat eine Reihe skuriler Personen im Repertoire und erzählt so freundlich, liebenswert, witzig und ernst, dass es eine wahre Freude ist, diese Menschen kennengelernt zu haben.
Und wenn Doris Dörrie diesen Romman verfilmen würde, wäre es ein Klassenschlager.

Milena Michiko Flasar liest bei uns in der Buchhandlung am Freitag, 28.April.
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Heute Nachmittag ist der Künstler Werner Klotz ab 16 Uhr
im Ulmer Münster bei seiner Installation „Candelabro

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Leihladen für Ulm, Neu-Ulm & Region

Dich interessiert das Thema Konsum & Ressourcenverbrauch?
Du willst dich nachhaltig engagieren und in einem neuen Team im Haus der Nachhaltigkeit (HdN) mitarbeiten? Dann komm ganz unverbindlich zum Kick-off Leihladen im HdN.
Wir wollen für unsere Region einen Leihladen aufbauen und eröffnen, um damit CO2 einzusparen,
Müll zu vermeiden uvam.
Mehr dazu findest Du unter: https://www.h-d-n.org/leihladen

Treffpunkt:
Mittwoch, 1. Februar um 19 Uhr
Founders Space der Hochschule Neu-Ulm
John-F.-Kennedy-Straße 7, Neu-Ulm

Freitag, 27.Januar

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Heute haben
Achim von Arnim * 1781
Fulvio Tomizza * 1935
Jochen Missfeldt * 1941
Antonio Pennacchi * 1950
Geburtstag.
Heute ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
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Heinrich Heine
Die Jahre kommen und gehen

Die Jahre kommen und gehen,
Geschlechter steigen ins Grab,
Doch nimmer vergeht die Liebe,
Die ich im Herzen hab.

Nur einmal noch möcht ich dich sehen,
Und sinken vor dir aufs Knie,
Und sterbend zu dir sprechen:
„Madame, ich liebe Sie!“
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Heute Abend:
Fr. 27. 01. | 20.00 Uhr | Ulmer Münster, Turmhalle
Candelabro – Aristides de Sousa Mendes
Eine Videoskulptur von Werner Klotz
Einführung und Eröffnung

Videoskulptur Candelabro, Foto: Sousa Mendes Foundation


Aristides de Sousa Mendes war im Juni 1940 portugie-
sischer Generalkonsul in Bordeaux. Damals trafen über
eine Millionen Menschen, darunter viele Jüdinnen und
Juden, auf der Flucht aus zahlreichen Ländern Europas
in der Stadt ein. Sie hofften, über Portugal fliehen zu
können, nachdem die deutsche Wehrmacht Belgien,
die Niederlande und Nordfrankreich besetzt hatte.
Die Flüchtenden benötigten dazu Visa, doch hatte der
portugiesische Diktator António de Oliviera Salazar
bereits im November 1939 seinen Diplomaten untersagt
diese auszustellen. Sousa Mendes geriet in ein Dilemma:
Der gläubige Katholik musste zwischen seinen Grundwer-
ten und dem Befehl Salazars entscheiden. Nach dreitägi-
gem Gewissenskampf entschied er sich, seinem Gewissen
zu folgen. Zwischen dem 17. und 23. Juni 1940 stellte
er unzählige Visa aus und rettete damit tausende Leben.
2019 beauftragte die New Yorker Sousa Mendes
Foundation den renommierten Künstler Werner Klotz
(Berlin/New York), eine Videoskulptur zu schaffen, die
diese drei Tage der Entscheidung von Aristides de Sousa
Mendes zum Thema hat. Es entstand ein nahezu vier
Meter hohes Werk aus Edelstahl mit 13 Monitoren, das
bereits in Portugal und Frankreich ausgestellt wurde
und nun durch das Engagement von Dr. Jennifer Hartog
(Toronto) in Ulm gezeigt wird. Sie wird in der Gedenk-
veranstaltung am 27. Januar die Geschichte von Sousa
Mendes und ihrer eigenen Familie vorstellen. Zehn ihrer
Familienmitglieder wurden durch Mendes‘ Visa gerettet.

In der Abendveranstaltung geht es um in der Geschichte
und in der Gegenwart brennende Fragen. Woher
kam dieser Mut? Welche Entscheidungsprozesse fanden
statt? Warum begeben sich auch heute Menschen
in Gefahr, um unmenschliche Regime und totalitäre
Strukturen zu bekämpfen oder Verfolgten und Ge-
flüchteten zu helfen?
Im Anschluss an diesen ersten Teil des Abends wird die
Skulptur mit musikalischer Umrahmung durch Almut
Kühne (Berlin), die die Sound-Spur des Kunstwerks
schuf, im Münster präsentiert.
Begrüßung: Oberbürgermeister Gunter Czisch

Familienfoto der Hartogs 1938, vor der Flucht aus den
Niederlanden. Von ihnen wurden fünf durch Sousa Mendes‘
Visa gerettet. Quelle: Sousa Mendes Foundation

Gerettete in einer Suppenküche in Lissabon, 1941.
Quelle: Benjamin Schlesinger, Sousa Mendes Foundation

Aristides de Sousa Mendes, 1940.
Quelle: Sousa Mendes Foundation
_____________________________________________


Auch am Sonntag, den 29.Januar gilt:
Für alle Karten, die mit dem Zauberwort „Samy“ gekauft, vorbestellt, oder an der Abendkasse abgeholt werden, gilt: Halber Preis, also € 11,00.
Wichtig: Am Sonntag haben Sie die letzte Möglichkeit, die Ausstellung im Schuhhaussaal (dort wo auch gespielt wird) anzuschauen.


Dienstag, 24.Januar

Vesperkirche Ulm

Heute haben
Pierre Augustin Caron de Beaumarchais * 1732
E.T.A.Hoffmann * 1776
edith Wharton * 1862
Vicki Baum * 1888
Eugen Roth * 1895
Milada Souckova * 1899
Wolf von Niebelschütz * 1913
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„Welch eine Kluft liegt zwischen dem, was man will und dem, was geschieht! Manches Leben ist nur ein stetes Wollen und mancher weiß vor lauter Wollen am Ende selbst nicht, was er will.“
E.T.A.Hoffmann
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Unser heutiger Kinderbuch-Erwachsenenbuch-Tipp:


Dr.Seuss: „Dr.Seuss‘ Schlummerbuch
Aus dem Amerkanischen von Nadia Budde
Kunstmann Verlag € 18,00

„Gähnen steckt an, so ähnlich wie Lachen. Fängt einer erst an, müssen alle es machen … „
Genauso ansteckend wie das sperrangelweite Gähnen des müden Käfers Willi van Wann ist der überbordende Witz dieses Buchs: Nie hat es mehr Spaß gemacht, ins Bett zu gehen!

Das große Gähnen des kleinen Käfers Willi van Wann breitet sich aus wie ein Lauffeuer, erst erfasst es seine sieben besten Käferkumpel, dann die Fluffi-Flaum-Vögel, danach die Herkheimer-Schwestern, die ihre Zähne abends an tosenden Wasserfällen putzen, schließlich den Zugbrückenzieher von Burg Knupperbogen, den Hinkelhorn-Bläserclub und alle anderen natürlich auch. Überall wird geschlummert, gepennt, leise geschnarcht, in Ecken, Lücken und Winkeln – sogar auf Rasierschaumpinseln! Derweil zählt der Abzähl-Apparat jeden neuen Schläfer, sekündlich werden es mehr, am Ende sind es Milliarden, Billionen, Trilliarden.
Ein Buch voller verrücktem Sprachwitz und Worterfindungen. Ich kennen nur die Neuübersetzung von Nadia Budde, aber die ist schon sehr großartig. Alles geschmückt mit den eigenwilligen Illustrationen von Dr.Seuss, mit dessen Büchern us-amerikanischen Kinder in den 60er Jahren aufgewachsen sind.
Herrlich.
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Fr. 27. 01. | 20.00 Uhr | Stadthaus und Münster
Candelabro – Aristides de Sousa Mendes
Einführung und Eröffnung

Sa. 28. 01. | 17.00 Uhr | vh ulm
Sousa Mendes – Fluchthilfe 1940
Gespräch mit Angehörigen

27. 01. – 13. 03. | Münster
Präsentation der Videoskulptur Candelabro
Mittagsgespräch in der Turmhalle, mittwochs, 12.00 U. 01. | 20.00 Uhr | Stadthaus und Münster
Candelabro – Aristides de Sousa Mendes

Einführung und Eröffnung
Sa. 28. 01. | 17.00 Uhr | vh ulm
Sousa Mendes – Fluchthilfe 1940
Gespräch mit Angehörigen

27. 01. – 13. 03. | Münster
Präsentation der Videoskulptur Candelabro
Mittagsgespräch in der Turmhalle, mittwochs, 12.00 Uhr

Aristides de Sousa Mendes war im Juni 1940 portugie-
sischer Generalkonsul in Bordeaux. Damals trafen über
eine Millionen Menschen, darunter viele Jüdinnen und
Juden, auf der Flucht aus zahlreichen Ländern Europas
in der Stadt ein. Sie hofften, über Portugal fliehen zu
können, nachdem die deutsche Wehrmacht Belgien,
die Niederlande und Nordfrankreich besetzt hatte.
Die Flüchtenden benötigten dazu Visa, doch hatte der
portugiesische Diktator António de Oliviera Salazar
bereits im November 1939 seinen Diplomaten untersagt
diese auszustellen. Sousa Mendes geriet in ein Dilemma:
Der gläubige Katholik musste zwischen seinen Grundwer-
ten und dem Befehl Salazars entscheiden. Nach dreitägi-
gem Gewissenskampf entschied er sich, seinem Gewissen
zu folgen. Zwischen dem 17. und 23. Juni 1940 stellte
er unzählige Visa aus und rettete damit tausende Leben.
2019 beauftragte die New Yorker Sousa Mendes
Foundation den renommierten Künstler Werner Klotz
(Berlin/New York), eine Videoskulptur zu schaffen, die
diese drei Tage der Entscheidung von Aristides de Sousa
Mendes zum Thema hat. Es entstand ein nahezu vier
Meter hohes Werk aus Edelstahl mit 13 Monitoren, das
bereits in Portugal und Frankreich ausgestellt wurde
und nun durch das Engagement von Dr. Jennifer Hartog
(Toronto) in Ulm gezeigt wird. Sie wird in der Gedenk-
veranstaltung am 27. Januar die Geschichte von Sousa
Mendes und ihrer eigenen Familie vorstellen. Zehn ihrer
Familienmitglieder wurden durch Mendes‘ Visa gerettet.

In der Abendveranstaltung geht es um in der Geschichte
und in der Gegenwart brennende Fragen. Woher
kam dieser Mut? Welche Entscheidungsprozesse fanden
statt? Warum begeben sich auch heute Menschen
in Gefahr, um unmenschliche Regime und totalitäre
Strukturen zu bekämpfen oder Verfolgten und Ge-
flüchteten zu helfen?
Im Anschluss an diesen ersten Teil des Abends wird die
Skulptur mit musikalischer Umrahmung durch Almut
Kühne (Berlin), die die Sound-Spur des Kunstwerks
schuf, im Münster präsentiert.
Begrüßung: Oberbürgermeister Gunter Czisch

Familienfoto der Hartogs 1938, vor der Flucht aus den
Niederlanden. Von ihnen wurden fünf durch Sousa Mendes‘
Visa gerettet. Quelle: Sousa Mendes Foundation

Gerettete in einer Suppenküche in Lissabon, 1941.
Quelle: Benjamin Schlesinger, Sousa Mendes Foundation

Aristides de Sousa Mendes, 1940.
Quelle: Sousa Mendes Foundation

Mittwoch, 18.Januar


Heute haben
Franz Blei * 1871
Arno Schmidt * 1914
Peter Stamm * 1963
Geburtstag
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„Was soll ich in New York – ich war schon zweimal in Hannover.“
Arno Schmidt
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Heute wird Peter Stamm 60 Jahre alt.


Peter Stamm: “ In einer dunkelblauen Stunde
S.Fischer Verlag

Ein großer Almauftrieb für den Schweizer Autor. Und das ist gut so.
Seit Jahren begleitet er uns in der Bücherwelt, bei Veranstaltungen und als Schullektüre.
Heute wird er also 60 Jahre alt und ein Filmteam hat ihn über einen längeren Zeitraum, bei der Entstehung seines neuen Romanes, begleitet.
Peter Stamm nutzt die Gelegenheit und vermischt Realität und Fiktion. Er baut genau dies in seinen Roman ein und lässt die junge Dokumentationsfilmerin Andrea auf den Schriftsteller Richard Wechsler (allein schon der Name) los. Ein gekonntes Verwirrspiel, wie wir es vonPeter Stamm kennen, beginnt und der Autor geht damit sehr spielerisch um. Also keine Nabelschau, keine Selbstbespiegelung, sondern eine Weiterführung des gegebenen Zustandes, in der er die Dokumentarfilmerin immer wieder in die Irre führt, Fallstricke auslegt und Vieles im Unklaren lässt.
Eine gekonnt gute Unterhaltung, wie wir es von Peter Stamm kennen und dieses Mal mit viel Humor locker unterfüttert.

Gratulation, lieber Peter Stamm, zu dem neuen Roman, zu den 60 Jahren und alles Gute, nicht nur für das neue Lebensjahr.
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Wärmerekord in der Nordsee gemessen
Der vergangene Sommer war für die Nordsee laut dem Bundesamt für Seeschifffahrt der heißeste seit 25 Jahren. Auch die Zahl der Sturmfluten bezeichnete das Amt in seinem Jahresrückblick als“ungewöhnlich hoch“.
Für die Nordsee war der vergangene Sommer der wärmste seit 1997. Die Oberflächentemperaturen lagen insgesamt mehr als ein Grad über dem langjährigen Mittel, die der Ostsee großflächig sogar 1,5 Grad, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg mitteilte.
– Hitzewellen in Nord- und Ostsee
– Sturmfluten haben zugenommen

Der komplette Artikel auf tagesschau.de

Samstag, 23.Oktober


Heute hat
Adalbert Stifter
Geburtstag, den ich (fälschlicherweise) gestern schon auf dem Blog hatte.
______________________________

August Zarnack (1820)

Ich hab die Nacht geträumet
Wohl einen schweren Traum.
Es wuchs in meinem Garten
Ein Rosmarienbaum.

Ein Kirchhof war der Garten,
Das Blumenbeet ein Grab,
Und von dem grünen Baume
Fiel Kron und Blüten ab.

Die Blüten tät ich sammeln
In einem großen Krug,
Der fiel mir aus den Händen,
Daß er in Stücke schlug.

Draus sah ich Perlen rinnen
Und Tröpflein rosenrot.
Was mag der Traum bedeuten?
Herzliebster, bist du tot?
_______________________________

Ulmer Kalender 2022
Tobias Rägle € 20,00

Nach der erfolgreichen Erstauflage eines Ulmer Kalenders im letzten Jahr, gibt es jetzt den
Ulmer Kalender 2022 mit Photographien des Ulmer Posaunisten Tobias Rägle.
A4 auf hochwertigem 240g-Papier klimaneutral gedruckt.
Er liegt bei uns im Buchladen aus.


Dienstag

Münster am Morgen
Münster am Morgen

Heute haben
Friedrich von Schlegel * 1772
Joseph von Eichendorff * 1788
Jakob Wassermann * 1873
Boris Vian * 1920
Ake Edwardson * 1953
Geburtstag
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Joseph von Eichendorff
Frühlingsnacht

Über’n Garten durch die Lüfte
Hört’ ich Wandervögel zieh’n,
Was bedeutet Frühlingsdüfte,
Unten fängt’s schon an zu blüh’n.

Jauchzen möcht’ ich, möchte weinen,
Ist mir’s doch, als könnt’s nicht sein!
Alte Wunder wieder scheinen
Mit dem Mondesglanz herein.

Und der Mond, die Sterne sagen’s
Und in Träumen rauscht’s der Hain
Und die Nachtigallen schlagen’s:
Sie ist deine, sie ist dein!
__________________________

Heute lasse ich schreiben.
Kyra, die vor einiger Zeit als Praktikantin bei uns in der Buchhandlung arbeitete, hatte sich damals als Fitzek-Fan geoutet. Nun war der Thriller-Autor vor ein paar Wochen im Ulmer Stadthaus und wir liessen für Kyra ein Exemplar seines neuen Buches „Passagier 23“ für sie signieren. Jetzt kam die Antwort der jungen Studentin, die gleich mal eine Besprechung des Buches beinhaltete. Danke!!!

1

Sebastian Fitzek: „Passagier 23“
Droemer Verlag € 19,99
auch als eBook und Hörbuch erhältlich

Ein Kreuzfahrtschiff als Schauplatz eines Psychothrillers: Der Berliner Erfolgsautor Sebastian Fitzek verlässt seine gewohnte Umgebung. Er nimmt seine Leser mit auf das Schiff, auf dem der verdeckte Ermittler Martin Schwartz vor fünf Jahren seine Frau und seinen Sohn verlor. Verarbeiten konnte er es nie. Mit dem Schiff und der Crew wollte er nichts mehr zu tun haben. Doch dann findet eine Passagierin den Teddy seines Sohnes. Martin Schwartz erfährt von Anouk: Ein Mädchen, das ebenfalls auf mysteriöse Art und Weise an Bord verschwand und plötzlich wieder aufgetaucht.
Wie gewohnt spannend ist Fitzeks „Passagier 23“, der sich an die Zahl der Passagiere anlehnt, die jedes Jahr aus ungeklärter Ursache von Kreuzfahrtschiffen verschwinden. Die häufigen Cliffhanger am Ende der Kapitel regen zum Weiterlesen an, sodass das Buch kaum zur Seite gelegt werden kann.
Fitzek springt mit den Kapiteln in die Situationen der verschiedenen Protagonisten – so weiß der Leser oft schon mehr als der verdeckte Ermittler Martin Schwartz. Dazu kommen immer mehr Hinweise zum Täter, die die Spannung nicht abreißen lassen. Nach vielen Wendungen löst sich schließlich alles auf.
Fazit: Ein guter Thriller, bei dem man sich in die einzelnen Figuren hineinversetzen kann und bis zum Schluss mitfiebert. Aus Recherchezwecken begab sich der Autor übrigens selbst aufn Schiff und nahm an einer Führung teil; jedoch ohne, dass die Verantwortlichen wussten, wovon sein Buch am Ende handeln würde.

Leseprobe

Was es nicht alles gibt.
Sebastian Fitzek trinkt gerne Cola. Cola light. Und das exzessiv, wie er sagt. So führt Coca-Cola mit ihm ein Interview über sein Schreiben, seinen oben genannten Thriller und Fitzek gibt am Ende noch Tipps für junge Leser.
Also auf geht’s zum Cola-Interview.

Münster am Abend
Münster am Abend

_____________________

Letzten Samstag habe ich mein Versprechen eingelöst und das Damentaschentuch als Einstecktuch getragen, das mir Horst Lauinger am Manesse-Abend überreicht hat.  (Leicht sichtbar noch die samstägliche Fliege)

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