Mittwoch, 22.Mai


Heute haben
Gérard de Nerval * 1808
Arthur Conan Doyle * 1859
Johannes R.Becher * 1891
Robert Neumann * 1987
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Gute Reise, mein Freund!

Hin und her
Treibt es mich
Am Ufer des Flusses
Der uns so lange verband
Und ich rufe laut
Wo bist du
Und warum war ich nicht da
Um dir die Hand zu reichen
Damit du nicht untergehst in den Wirbeln der Welt

War es wirklich schon an der Zeit für dich
Mein Freund
Oder hast du einfach nur vergessen
Was möglich ist
Wenn wir uns vertrauen
Und dass es immer noch einen Weg gibt
Wenn wir den Kräften der Schwerkraft nicht nachgeben
Und wir uns nicht verlieren
In den Schluchten des Alltags

Hast du vergessen
Wie wir die Welt auf den Kopf stellten
Damals
Zwischen Istanbul und Sumatra
Wie in der Glut der Wüste
Unser eigenes Shangri-La entstand
Warum hast du aufgegeben, mein Freund
Ohne noch einmal nachzufragen
Ohne dich zu verabschieden

Ich wünsche dir eine gute Reise
Mein Freund
Wo immer du auch hingehst,
Wo immer du Station machst
Pass auf dich auf
Der Fluss ist ewig
Sei gewiss
Auch wenn du jetzt mit den Nebeln aufsteigst …
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Die Sensation ist perfekt.
Jenny Erpenbeck hat mit ihrem Roman „Kairos“ den Internationalen Booker Preis 2024 erhalten.


Jenny Erpenbeck: „Kairos
Penguin Verlag € 14,00
Ins Englische übersetzt von Michael Hofmann € 14,90

Ganz schnell müssen jetzt von der deutschen Taschenbuch Ausgabe die Kleberchen mit „Shortlistet“ weggepult werden, denn Jenny Erpenbeck hat den Preis gewonnen.
Gratulation.
Als erste deutsche Schriftstellerin (auch kein Mann vor ihr) hat dies geschafft.
„Kairos“ erzählt die Geschichte einer toxischen Liebesbeziehung der jungen Katharina und dem über 30 Jahre älteren Hans. Hans ist verheiratet, hat sich vom Nazis zum Kommunisten gewandelt und erklärt ihr die Welt. Die Welt ist die DDR in den letzten Zügen ihres Regimes. In diesen Machtspielen findet sich u.a. der Schmerz und Zerissenheit der damaligen Gesellschaft, den die Autorin sehr detailliert beschreibt.
Kairos beschreibt den glücklichen Moment, den es festzuhalten gilt, der dann aber auch wieder verschwindet. Hier geht es um die Suche nach diesem Moment in den Biografien der beiden und auch im Verhältnis zueinander nach der Wende.
Diese Liebesgeschichte könnte, in all ihrer Komplexität, als Spiegelbild der DDR-Gesellschaft gelesen werden. Aber dies wäre zu wenig. Zu sehr steht diese Beziehung im Mittelpunkt, mit ihren Irrungen und Wendungen.
Jetzt hat „Kairos“ den Internationalen Booker Preis erhalten. Manche Kritiker schrieben schon von Nobelpreis für Jenny Erpenbeck. Es bleibt spannend.
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Das Stadtradeln in Ulm ist vorbei.
Stand heute: 4.565 km
Sie können jedoch noch eine Woche lang Ihre Kilometer nachtragen.
Also für alle, die nicht die App und das Tracking benutzt haben.
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Es vergeht kein Tag, in dem nicht über die Auswirkungen der Klimakatastrophe berichtet wird. Nach den Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, jetzt Starkregen und Hochwasser in Baden-Württemberg und Bayern.
Gleichzeitig werden Menschen, die nach Europa wollen, da ihr Zuhausewege n Dürre und Hitze, keine Möglichkeit zum Überleben bietet, wieder zurückgeschickt, oder in der Wüste ausgesetzt.
Am Sonntag, 9.Juni ist Gemeinderatswahl in Ulm.
Gehen Sie wählen.
Vielleicht drehen sich die Verhältnisse im Gemeinderat und es können endlich Dinge durchgesetzt werden, die dringlich und notwendig sind, um besser auf diese Veränderungen vorbereitet zu sein.
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Dienstag, 7.Mai

Heute haben
Volker Braun * 1939
Gerhard Polt * 1942
Almunda Grandes * 1960
Geburtstag.
Und auch noch Peter Tschaikowsky und Johannes Brahms
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„Wenn es überhaupt eine gute Idee gibt, dann die Idee der Skepsis gegenüber allen guten Ideen.“
Gerhard Polt
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Heute Abend ab 19 Uhr
Die erste Seite
Wir stellen vier neue Bücher vor

Johanna Hedman: „Das Trio“
Elizabeth Strout: „Am Meer“
Anna Metcalfe: „Chrysalis“
Als Gast Hanna Münch, die ihr Buch „Hoffentlich gibt’s da oben Currywurst und Kuchen“ vorstellt, das sie gemeinsam mit Katrin Jantz geschrieben hat.

Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei
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Unser heutiger Buchtipp:


Hank Zerbolesch: „Gorbach“
Steidl Verlag € 22,00

In Gorbach im „Kippchen“, in der Bierbutze um die Ecke, treffen sich Menschen, die sich am Rande der Gesellschaft bewegen. Menschen, denen wir nicht über den Weg laufen, oder von denen wir nichts über ihr Leben wissen. Menschen, die einiges auf dem Kerbholz haben, oder mit ihrem Leben nicht (mehr) klar kommen. Buchhalter, Lehrer, Musikerinnen, Schlachter, Junkies, Lkw-Fahrer und eine Polizistin. Alle kennen den irren Ele, der jetzt im Rollstuhl vor sich hinvegetiert, nachdem er der angesagteste Kleinkriminielle des Viertels war.
Hank Zerbolesch schreibt über diese Menschen mit aller Brutalität und auch mit aller Liebe und Zuneigung. Die einzelnen Episoden sind wie an einer Perlenkette aneinandergereiht. Hoffnung gibt es kaum, dafür Gewalt und Perspektivlosigkeit. Trotzdem findet Zerbolesch dafür zarte Zwischentöne und irrwitzige Wortkonstrukte.
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https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/brasilien-unwetter-102.html

Überschwemmungen in Brasilien
Zahl der Toten steigt auf 78

Der Süden Brasiliens erlebt die schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten. Hunderttausende Menschen sind ohne Strom, Tausende Gebäude zerstört. Mindestens 78 Menschen starben – und es werden noch viele weitere vermisst.
Bei den schweren Überschwemmungen im Süden Brasiliens ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Mindestens 78 Menschen kamen nach Angaben der brasilianischen Zivilschutzbehörde bislang in den Fluten ums Leben. Und die Zahl könnte weiter steigen, denn mindestens 105 Menschen gelten noch als vermisst.
Im Bundesstaat Rio Grande do Sul mussten mehr als 115.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. In mehreren Kommunen wurde der Notstand ausgerufen. Rettungskräfte kämpften gegen die Zeit, um weitere Menschen vor Überschwemmungen und Schlammlawinen zu retten. …
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https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/werbung-klima-umwelt-schaedlich-warnhinweis-werbespots-fernsehen-youtube-100.html

Werbespots häufig für klimaschädliche Produkte

Einer Studie zufolge wirbt rund ein Drittel aller Werbespots im deutschen Fernsehen und bei YouTube für klimaschädliche Produkte. Liegt darin ein Verstoß gegen den Medienstaatsvertrag?
Im Fernsehen und auf YouTube wird laut einer Studie der gewerkschaftsnahen Otto Brenner Stiftung und der Uni Leipzig in zu hohem Maße für klimaschädliche Waren und Dienstleistungen geworben. Das verstoße gegen den Medienstaatsvertrag, stellen die Studienautoren fest.
Ein Team von Forschern um den Kommunikationswissenschaftler Uwe Krüger von der Universität Leipzig hatte 9.779 Werbespots mit einer Gesamtdauer von knapp 52 Stunden analysiert und den CO2-Fußabdruck der beworbenen Güter berechnet. „Mit dieser enormen Datenbasis können wir die realistische Aussage treffen, dass der deutsche Werbemarkt im Fernsehen und auf YouTube dem Klima schadet“, sagte Studien-Co-Autorin Katharina Forstmair.
Danach appellieren 30,3 Prozent, also rund 3.000 Spots, an die Zuschauer, klimaschädliche Waren und Dienstleistungen zu erwerben beziehungsweise zu konsumieren. Der Studie zufolge machen dabei TV-Werbebeiträge im Schnitt deutlich häufiger für Klimasünder Werbung als ihre Pendants auf YouTube. In den ausgewerteten Werbeclips der aufrufstärksten Videos der größten deutschen YouTube-Kanäle würde lediglich in rund jedem siebten Beitrag ein „Klimakiller“ angepriesen, heißt es. …
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Am Mittwoch Stammtisch
20:30 Hemperium, Ulm

Am Samstag auf dem Wochenmarkt