Donnerstag, 26.September

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Heute haben
Truman Capote * 1924
Élie Wiesel * 1928
Dorothee Sölle * 1929
Jurek Becker * 1937
und Cecelia Ahern * 1981
Geburtstag
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„Venice is like eating an entire box of chocolate liqueurs at one go.“

Truman Capote (1924-1984)
Observer (London, 26.11.1961)
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

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John Hare: „Ausflug zum Mond“
Moritz Verlag € 14,00
Ein Bilderbuch für Klein und Groß

Schulausflug zum Mond : Ein omnibusartiges Gefährt bring eine kleine Gruppe Kinder zur Exkursion auf den Mond. Ein kleines Mädchen mit Malblock und Stiften bleibt immer etwas abseits, während die anderen Krater erklimmen, Schluchten überspringen und Berge bestaunen. Sie sitzt und malt die Erde von oben. Müde geworden schläft sie ein und oh Schreck, alle sind weg und das Raumschiff auch.

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Traurig beginnt sie wieder zu malen und nun tauchen hinter ihr ganz neugierige Wesen aus dem Sand auf und schauen ihr über die Schulter, fasziniert von ihrem Tun. Nach anfänglichem Fremdeln werden Farben verteilt und mit Begeisterung wird der Mond bunter, denn gemalt wurde hier ja noch nie….

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Das Raumschiff kehrt zurück, alle sind glücklich, besonders die Wesen vom Mond: Das Mädchen hat ihnen die Farben dagelassen. Also , wenn der Mond mal ganz anders aussieht, wissen wir warum !
Ein Bilderbuch ganz ohne Worte voller Spaß und Freude.

Dienstag

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Heute haben
Truman Capote * 1924 (der also 90 geworden wärde)
Élie Wiesel * 1928
Dorothee Sölle * 1929
Jurek Becker * 1937
und Cecelia Ahern * 1981
Geburtstag.
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Robin Williams als Jakob in der Verfilmung von Jurek Beckers Romans:“Jakob der Lügner“
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Der Tipp des Tages ist eine Graphic Novel über einen Menschen, der über Jahrzehnte hinweg das Bild von New York City prägte, von dem ich aber noch etwas gehört habe.

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Pierre Christin / Olivier Balez: „Robert Moses“
Der Mann, der New York erfand
Carlsen Verlag € 17,90
Graphic Novel ab 14 Jahren

Die Karriere des amerikanischen Stararchitekt Robert Moses wäre fast in eine andere Richtung gegangen. Aber schon als junger Mann setzte er seinen Willen durch. Und als er als jüdischer Student nicht in eine Universitätsvereinigung aufgenommen worden ist, studierte er einfach in London weiter. Aber auch die höchsten Auszeichnungen brachten ihm wenig bei, da er seine Ideen nicht überzeugend weitergeben konnte. Er wurde blockiert von Bürokraten, die nichts von den spinnigen Visionen des jungen Mannes hielten und lieber auf ihren Posten bleiben wollten. Moses hatte jedoch so viel Geld, dass er als Privatier weiter arbeiten konnte. Bis er plötzlich doch einen Fuss in die Türe bekam und er sich an die Veränderung des Molochs New York City machen durfte. Von 1930 bis 1970 hat er dieser Stadt seinen architektonischen Stempel aufgedrückt. Er baute Straßen, um den Verkehr zügiger durch die Schluchten fleßen zu lassen. Private Strände macht er öffentlich, ließ Schwimmbäder für die Öffentlichkeit bauen und auf Leerstellen in der Stadt entstanden Kinderspielplätze. Brücken statt Fähren gaben der Stadt noch mehr Schwung und seine Visionen waren damit noch lange nicht zuende.
Diese Graphic Novel schildert jedoch auch seine Skrupelosigkeit. Es wurden zwar Schwimmbäder gebaut, in denen für Schwarze gab es jedoch keine Wasserheizung. Er organisierte das architektonische Chaos in Lower Manhattan, vertrieb aber die Armen aus ihren Häuser. Er durchschlug mit seiner Art zu arbeiten die alten Strukturen, bauten sich jedoch gleichzeitig ein neues Netz von Untergebenen auf. Er überlebte fünf Präsidenten und genausoviel Bürgermeister, er saß fest auf seinem Stuhl und hielt die Zügel straff in der Hand.
Im hohen Alter bekam er dann aber immer mehr Widerstand zu spüren. Jane Lomex legte sich in den 60er Jahren mit ihm an und organisierte öffentlich den Widerstand gegen die zügellose Modernisierung der Stadt. Sie hatte wirklich Erfolg damit und somit bekam die goldene Medaille seiner Karriere einige dunkle Flecken.
Pierre Christin hat einen tollen, euphorischen Comicroman über diesen Stararchitekten, über die Stadt New York geschrieben, den Olivier Balez mit klaren Bilder umsetzte. Ein Buch, das sowohl Jugendlichen Spaß machen könnte, aber auch auf dem Tisch eines Architekturbüros landen sollte.

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Blog des Illustrators Olivier Balez