Dienstag, 28.August

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Heute haben
Johann Wolfgang von Goethe * 1749
Liam O’Flaherty * 1896
Janet Frame * 1924
Juri W. Trifonow * 1925
Arkadi Strugazki * 1925
Geburtstag
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Ferdinand von Saar
Nun ist das Korn geschnitten

Nun ist das Korn geschnitten,
die Felder leuchten fahl,
ringsum ein tiefes Schweigen
im heißen Sonnenstrahl.

Verblüht ist und verklungen,
was duftete und sang,
nur sanft tönt von den Triften
der Herdenglockenklang.

Das ist, o Menschenseele,
des Sommers heilger Ernst,
daß du, noch eh er scheidet,
dich still besinnen lernst.
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Vanessa Güntzel empfiehlt:

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Chandler Baker:Das Ende ist erst der Anfang
Aus dem Englischen von Gerad Bean
Verlag: Thienemann Verlag € 17,00
Jugendbuch ab 14 Jahren

Lake, wird bald 18, somit hat Sie die Möglichkeit zu entscheiden,
wie Sie ihre Resurrection Möglichkeit nutzen soll. Das bedeutet,
Sie kann einen Menschen aussuchen, den Sie ins Leben zurückholen kann.

Eigentlich ist die Entscheidung schon gefallen, doch plötzlich durch einen
tragischen Unfall, wendet sich das Blatt. Nun muss Sie sich zwischen
Drei Personen entscheiden. Drei Personen, ohne die Sie ihr Leben nicht leben wollte.
Ihr Bruder Matt – Ihre beste Freundin Penny – und ihre große Liebe Will.

Die Autorin schafft es, einen sofort mit der Handlung zu fesseln.
Ich habe mir selbst die Frage gestellt, wie ich handeln würde?
Wen ich wählen würde? Ob es richtig ist Überhaupt jemanden zu wählen?
Gott zu spielen und über Leben und Tod zu entscheiden?

So viele Fragen werden aufgeworfen und dennoch schafft die Autorin es,
dass ich am Ende des Buches mit dem Geschehenen abschließen kann,
auch wenn ich dieses Ende nicht erwartet hätte.

Dienstag, 11.Oktober

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Im „Deutsche Gedichte 2017“ Kalender am 9.10. gefunden

Paul Fleming
An sich

Sei dennoch unverzagt! Gib dennoch unverloren!
Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,
vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,
hat sich gleich wider dich Glück, Ort und Zeit verschworen.

Was dich betrübt und labt, halt alles für erkoren;
nimm dein Verhängnis an. Laß alles unbereut.
Tu, was getan muß sein, und eh man dir’s gebeut.
Was du noch hoffen kannst, das wird noch stets geboren.

Was klagt, was lobt man noch? Sein Unglück und sein Glücke
ist ihm ein jeder selbst. Schau alle Sachen an:
dies alles ist in dir. Laß deinen eitlen Wahn,

und eh du fürder gehst, so geh in dich zurücke.
Wer sein selbst Meister ist und sich beherrschen kann,
dem ist die weite Welt und alles untertan.

(1641)
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Heute haben
Conrad Ferdinand Meyer * 1825
Gertrud von Le Fort * 1876
Francois Mauriac * 1885 (Nobelpreis 1952)
Boris Pilnjak * 1876
Anne Anright * 1962
Geburtstag.
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Anja Reiprich empfiehlt:

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Oliver Scherz:Wenn der geheime Park erwacht,
nehmt euch vor Schabalu in Acht

Illustrationen von Daniel Napp
Thienemann Verlag € 12,99
Für alle großen und kleinen Kinder ab 6 Jahren.

Die drei Geschwister Jonathan, Kaja und der kleine Mo wollen unbedingt ein
Abenteuer erleben. Da bietet sich der stillgelegte Freizeitpark bei ihnen in der
Nähe sehr gut an. Obwohl ein großes Schild „Betreten verboten“ am Zaun hängt,
klettern sie drüber und schon beginnt das Abenteuer. Sie begegnen großen
schlafenden Dinosauriern und ehe sie sich versehen sind sie im Wilden Westen
gelandet und werden gleich vom Sheriff in Obhut genommen.Er nimmt sie mit auf
seine Tour, die drei reiten auf kleinen glänzenden Karusellpferden zu den
Indianern, Dinosauriern und den Riesen. Und alle reden vom großen Schabalu. Die
Kinder werden neugierig. Sie wollen den großen Schabalu kennenlernen, der in
einem grossen bunten Schloss wohnt, weisses Gold hat und allle Kinderträume
erfüllt.
Bis zum Schloss müssen sie an Piraten, großen Dinosauriern und einer Wahrsagerin
vorbei…
Großes Abenteur für die drei!

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Oliver Scherz neues Vorlesebuch macht wieder richtig Spaß und ist wunderbar von
Daniel Napp illustriert worden, sodass man gleich in die Abenteuerwelt
eintauchen kann.

Leseprobe
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Am kommenden Freitag liest Marco Kerler ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung aus seinem neuen Gedichtband „Volkslyrik„.
Hier schon mal ein kleiner Ausschnitt:

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Dienstag, 27.September

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Heute haben
Grazia Deledda * 1871 (Nobelpreis 1926)
Tanja Kinkel * 1969
Geburtstag.
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Barthold Hinrich Brockes
Die Welt ist allezeit schön

Im Frühling prangt die schöne Welt
In einem fast smaragdnen Schein.
Im Sommer glänzt das reife Feld
Und scheint dem Golde gleich zu sein.

Im Herbste sieht man als Opalen
Der Bäume bunte Blätter strahlen.

Im Winter schmückt ein Schein, wie Diamant
Und reines Silber, Flut und Land.

Ja kurz, wenn wir die Welt aufmerksam sehn,
Ist sie zu allen Zeiten schön.
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

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Steven Herrick: „Wir beide wussten, es war was passiert
Übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn
Thienemann Verlag € 14,99
ab 13 Jahren

Billy hält es mit seinem immer betrunkenen, gewalttätigen Vater nicht mehr aus und geht. Mit seinen 16 Jahren macht er sich mutig, ohne Geld und Perspektive auf den Weg. Nach ziellosem Umherfahren findet er eine Bleibe im Waggon eines verlassenen Güterzuges, wo er auf Old Bill trifft, der schon länger im Waggon nebenan lebt und seine traurige Vergangenheit mit Alkohol zu vergessen glaubt. Die beiden Heimatlosen finden zueinander und helfen sich gegenseitig das Leben zu bewältigen. Als Billy wieder einmal hungrig Essensreste bei McDonald’s von den Tischen klaut, lernt er Caitlin, die dort arbeitet, kennen. Caitlin wiederum stammt aus reichem Hause, möchte aber von Ihren Eltern unabhängig sein und neben der Schule selbst Geld verdienen. Erst ist sie irritert über sein Verhalten, verrachtet ihn aber nicht und, wir ahnen es schon , Billy verliebt sich in sie. Caitlin besucht unsere zwei Gestrandeten immer wieder, versorgt sie mit Essen und es entwickelt sich eine wunderschöne ungewöhnliche Freundschaft zwischen den Dreien.
Der Stil des Buches ist fremd für ein Jugendbuch. Die Geschichte wird in Strophen erzählt (gut für Lesemuffel, denen viel Text Mühe macht ). Anfangs gewöhnungs-bedürftig, löst sich aber nach den ersten Seiten in Wohlgefallen auf.
Für mich eines der schönsten Jugendbücher bei den Neuerscheinungen, ein modernes Märchen,von liebevollen ungewöhnlichen Menschen, die uns ans Herz wachsen und uns über etliche Vorurteile stolpern lässt.

Leseprobe

Auf der Empfehlungsliste „Die 7 besten Bücher für junge Leser“ im August 2016, Jugendbuch des Monats.
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Werner Färbers Ungereimtheit der Woche
Der Wiedehopf CXCIII

Der Wiedehopf, der Wiedehopf,
trägt seinen Schnabel vorn am Kopf.
Trüg er den Schnabel am Gesäße,
blieb ihm verborgen, was er fräße.
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Heute abend um 19 Uhr „Shortlistlesen„.
Das nur als kleine Erinnerung.