Samstag, 21.Januar

Heute haben
Ludwig Thoma * 1867
Egon Friedell * 1878
Antonio Gramsci * 1891
Geburtstag
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„Man muß die Leute an ihren Einfluß glauben lassen – Hauptsache ist, daß sie keinen haben.
Ludwig Thoma
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Heute ab 15 Uhr auf dem Münsterplatz, Ulm
Kundgebung/Mahnwache
Lützerath lebt

Die Klimakatastrophe und das Versagen der Politik
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Bilanz des Weltwirtschaftsforums
„Klimawandel stärker präsent als erwartet“

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos drohte angesichts der vielfältigen globalen Krisen ein Thema in den Hintergrund zu rücken: der Klimawandel. Doch am Ende kam es anders, berichtet Wolfgang Blau im Interview mit tagesschau.de.

tagesschau.de: Herr Blau, Sie beraten für die Brunswick Group Unternehmen zum Thema Grüne Transformation, also in der Frage, wie sie sich gegen die Herausforderungen des Klimawandels wappnen können. Wie war Ihr Eindruck? Ist der Klimawandel tatsächlich angesichts der anderen Themen in den Hintergrund geraten?

Wolfgang Blau: Mein Eindruck war, dass der Klimawandel stärker präsent war, als ich es erwartet hätte, und auch stärker als bei bisherigen Weltwirtschaftsforen. Es gibt hier im offiziellen Programm des Weltwirtschaftsforums 235 Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Vorträge, und davon waren 33 ausschließlich der Energiewende, also dem Umstieg zu erneuerbaren Energiequellen, der Klimakrise und dem Naturschutz gewidmet. Und es wurde auch von vielen Kolleginnen und Kollegen hier bemerkt, dass die Klimakrise mehr Platz im Programm hat als bisher.

Man kann natürlich die Frage stellen: War es ausreichend? Nein, natürlich nicht. Aber auch in den Diskussionen wurde klar: Die Kontroverse ist nicht mehr, ob eine Energiewende, ein Umstieg hin zu erneuerbaren Energien stattfinden muss. Die Kontroverse ist nur, wie schnell dieser Umstieg stattfinden muss und wie schnell er stattfinden kann.

Mehr auf tagesschau.de
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Nächste Woche im Stadthaus Ulm
Dienstag, 24.Januar, 19 Uhr
„Kommissar Dupin und die Revolution

Foto: Jürgen Kanold : Bannalec/Bong 2020 im „L’Amiral“ in Concarneau

Als Jean-Luc Bannalec schreibt er die beliebten Bretagne-Krimis – am 24. Januar, 19 Uhr,  kommt Jörg Bong ins Stadthaus zu einem Forum der Südwest Presse.

Im neuen Fall „Bretonischer Ruhm“ verbringen Kommissar Dupin und Claire, die Ärztin, ihre Flitterwochen an der Loire, im herrlichen Pays de Retz. Eine Reise von Weingut zu Weingut? Eine Freundin von Claire braucht Hilfe, und ein ungeheuerlicher Mord geschieht. Am 21. Juni erscheint der zwölfte Bretagne-Krimi von Bestsellerautor Jean-Luc Bannalec, aber schon für den 9. März hat der Verlag Kiepenheuer & Witsch einen Reiseführer zur millionenfach verkauften Krimi-Reihe angekündigt: „Dupins Bretagne“. Wobei ja schon Bannalecs Romane gespickt sind mit touristischen Tipps, denn auch das Restaurant „L‘Amiral“ in Concarneau, wo Dupin seine Entrecôtes verspeist, gibt‘s ja wirklich.

Auch von der traumhaften Bretagne wird Jörg Bong am 24. Januar, 19 Uhr, im Ulmer Stadthaus erzählen – als Gast eines „Forums“ der Südwest Presse. Jean-Luc Bannalec ist nämlich der Künstlername des in Frankfurt am Main und im südlichen Finistère lebenden Literaturwissenschaftlers und langjährigen Verlegers von S. Fischer. Aber da wäre noch ein ganz anderes, aktuelles Thema, denn Bong hat ein leidenschaftliches Buch über die deutsche Revolution 1848/49 geschrieben, geradezu einen historischen Tatsachenroman: „Die Flamme der Freiheit“. Vor jetzt bald 175 Jahren konstituierte sich das erste gesamtdeutsche Parlament in der Frankfurter Paulskirche – und Bong gehört auch zu den Herausgebern einer Buchreihe, in der erstmals die frühen deutschen Demokratinnen und Demokraten mit ihren Schriften, Biografien und politischen Forderungen versammelt und gewürdigt werden.

So sind am 24. Januar gewissermaßen zwei Schriftsteller zu Gast beim SWP-Forum,  Jörg Bong und Jean-Luc Bannalec. Der 57-Jährige stellt sich den Fragen von Chefredakteur Ulrich Becker und Jürgen Kanold, Leiter der Kulturredaktion. Tickets für 6,50 Euro (Abonnenten zahlen fünf Euro) im SÜDWEST PRESSE + Hapag Lloyd-Reisebüro im Hafenbad und unter swp.de/ticketshop


Das 18.Türchen vom Besten das Beste

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Heute haben
Paul Klee * 1879
Joachim Kaiser * 1928
Willi Fährmann * 1929
Katja Behrens * 1942
Angela Sommer-Bodenburg * 1948
Thomas Strittmatter * 1961
Geburtstag.
Aber auch Josef Stalin, Steven Spielberg und Willy Brandt.

„Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben.“
Willy Brandt

Heute ist auch der Internationale Tag der Migranten (Ein- und Auswanderer).

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Gestern abend um 18:30 begannen alle Glocken in Ulm zu läuten und erinnerten an die Bombenacht vor 71 Jahren.
Im Sommer dieses Jahres führte ich mit Rudi Kübler ein Interview über seine Recherchen über diesen 17.Dezember 1944, für die er den begehrten Theodor-Wolff-Preis erhalten hat.

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Auf der Online-Plattform der Ulmer Südwestpresse erschien Ende letzten Jahres eine interaktive Reportage von Rudi Kübler über die Bombennacht in Ulm am 17.12.1944. Ich führte mit ihm ein kurzes Interview.

Lieber Rudi Kübler,
du hast zusammen mit Christine Liebhardt für die Reportage “Die Nacht der 100 000 Bomben” den renommierten Theodor-Wolff-Preis erhalten.
Gratulation dazu.

Am 17.Dezember 1944 zerstörten britische Bomber und Bomben fast die ganze Innenstadt Ulms. Letztes Jahr jährte sich dieser Termin, und euer Bericht kam in besonderer Form auf der Online-Plattform der Südwestpresse Ulm heraus. Du bist mit dem Buch “Ulm. 1933” schon einmal als Autor in Erscheinung getreten.

War es für dich zwangsläufig und notwendig nach den Anfängen des Nationalsozialismus in Ulm, auch über dessen Ende zu schreiben?

Mich als Historiker interessiert eben das, was in meiner Stadt – ich bin gebürtiger Ulmer – geschehen ist. Und ich halte es für wichtig, die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus mit der Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung Andersdenkender und Andersglaubender wachzuhalten. Durchaus mit der Botschaft: Das darf nie wieder passieren. Wenn es um Demokratie, um Menschenwürde geht, muss sich eine Zeitung, müssen sich Redakteure engagieren.

Nach 70 Jahren war es sicherlich nicht einfach noch Zeitzeugen für diese Nacht zu finden.

Erste Ansprechpartner sind für mich oft Prof. Michael Wettengel und Ulrich Seemüller vom Stadtarchiv Ulm. Sie kennen die Quellen und wissen Namen. Und dann ist es hilfreich, die Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm, erschienen in mehreren Bänden, genau durchzuforsten. Über eine Fußnote im Band 6 “Ulm im Zweiten Weltkrieg” bin ich beispielsweise auf den damaligen Luftschutzwart Friedrich Glauninger gestoßen, der in der Nacht des 17. Dezember 1944 auf dem Münsterturm Dienst schob. Da hat es geklingelt, der Name Glauninger ist in Ulm ein Begriff. Ich weiß noch, ich habe dann sofort bei Fritz Glauninger (“ja, das war mein Vater”) angerufen, der mir zugesagt hat, am nächsten Tag mit Fotos vorbeizukommen und mir die Geschichte jener Nacht zu erzählen, wie sein Vater sie ihm erzählt hat. Anregungen kamen auch von den Zeitzeugen – nach dem Motto: Der Herr Soundso lebt noch, der hat Interessantes zu berichten.

Die Ulmer Innenstadt strahlt und protzt mit vielen Neubauten. War dir das Ausmaß dieser 100.000 Bomben schon im Vorfeld klar, oder entdecktest du für dich immer Neues bei deinen Recherchen?

Das Ausmaß der Zerstörung war mir schon klar. Eine neue Qualität bekommt das aber über die wochenlange Beschäftigung, über die Fotos vor und nach der Zerstörung, über die Gespräche mit Zeitzeugen. Wie sich die Menschen heute noch, 70 Jahre danach, an diese Nacht erinnern, hat mich tief beeindruckt. Reinhold Settele beispielsweise – das ist auch im Video festgehalten – hat diese Nacht aus seiner Perspektive so wahnsinnig gut geschildert. Da ist es mir eiskalt den Rücken heruntergelaufen. Solche Zeitzeugen sind ein Glücksfall.

Es war nicht der einzige Bombenangriff auf die Stadt. Zwei weitere folgten. Was war der Unterschied zu diesem am 17.12.1944?

Es war der erste schwere Angriff – in einer Nacht, in der sich die Ulmer wegen des Nebels eigentlich sicher gefühlt hatten. Und dann brannte die Innenstadt lichterloh. Bei einem weiteren Angriff im März 1945 fielen zwar noch mehr Bomben, aber die Stadt war zu diesem Zeitpunkt bereits entvölkert. Das heißt: Wer aus der Stadt flüchten konnte, der machte sich mit dem Zug oder zu Fuß und mit dem Leiterwagen, auf dem das Nötigste lag, davon.

Du benennst deine Kapitel mit: Anfang, Nebel, Bomben, Feuer, Morgen, Wunder. Das hat ja schon eine enorme Dramatik. Es gibt zum Schluss ein Wunder. Wie ging die Geschichte danach weiter? Wie sind die Ulmer mit diesem Trauma umgegangen?

Das Trauma ging ja zunächst weiter. Die Nacht des 17. Dezember 1944 markiert nicht den Endpunkt des NS-Regimes. Die Menschen starben weiter, viele junge Männer wurden beim Volkssturm verheizt, Deserteure erschossen oder aufgehängt – auch in Ulm. Noch im Frühjahr 1945 im Lehrertal. Und nach dem Einmarsch der US-Amerikaner am 24. April 1945 litten die Menschen weiter, sie hatten keinen Wohnungen, sie hatten nichts zu essen und oft nur das Nötigste an Kleidung. Aber irgendwie haben sie sich wieder aufgerafft, diese Leistung kann nicht hoch genug geschätzt werden. Dr. Marie-Kristin Hauke und Thomas Vogel haben sich im Buch “Erinnern in Ulm. Demokratischer Neubeginn nach 1945 und Auseinandersetzungen um den Nationalsozialismus”, das zu den Ausstellungen im Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg und im Stadtarchiv Ulm erschienen ist, mit dieser Zeit auseinandergesetzt.

Die Reportage ist nicht in Papierform in der Südwestpresse oder als Buch erschienen. Was reizte dich an der Multimediaversion? In wie fern war dies Nützlich für dieses Thema? Ist dies der Journalismus der Zukunft? Wie viele Menschen waren an diesem Projekt beteiligt?

Das Tolle war: Ich konnte schreiben, schreiben, schreiben – all das in die Geschichte packen, was mir wirklich wichtig erschien, ohne auf die Zeilenzahl zu achten. Nein im Ernst: Das Storytelling-Format biete die Möglichkeit, Texte, Fotos und Videos miteinander zu verbinden und ein Thema von verschiedenen Seiten her aufzuarbeiten. Mit der Erlaubnis des List-Verlags konnten wir beispielsweise zweieinhalb Seiten aus Jörg Friedrichs Buch “Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940 – 1945” in die Reportage mitaufnehmen. Ein Klick auf das Cover des Buches und Friedrich erklärt, wie die Bombardierungen abliefen. Besser kann man es nicht erklären.
Ich denke, Storytelling eignet sich nur für ausgewählte Projekte. Das ist nicht jede Woche zu machen, weil der Aufwand doch sehr hoch ist. Über einen Zeitraum von drei Wochen waren zwei Redakteure beschäftigt – Christine Liebhardt und ich. Ich habe Stunden im Stadtarchiv zugebracht. Maria Reichelt und Niklas Döhring bearbeiteten die Grafiken, und Artjom Simon war für die technische Umsetzung zuständig.

Gibt es eine weitere Verwertung dieser Reportage? Als Videoinstallation im Ulm Museum zum Beispiel?

Gute Idee, vielleicht würde es aber eher ins Stadtarchiv passen. Mal mit Prof. Wettengel reden.

Für alle, die die Reportage noch nicht kennen. Hier kommt der Link: http://storytelling.swp.de/bombennacht/

Wie viel Zeit müssen wir fürs Lesen, Hören, Sehen einplanen?

Zwanzig Minuten wahrscheinlich schon. Wie gesagt: Wir haben ja nicht nur den Haupttext, sondern auch zwei weiterführende Texte. Und dann sollte man mit den Fotos ein wenig spielen, den Fotos vor und nach der Zerstörung. Die technische Möglichkeit, Fotos übereinanderzuschieben, hat mich richtig begeistert.

Vielen Dank für das Interview
Samy

Montag

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(gefunden bei rowanlane)

Heute haben
Colette * 1973
Hermann Kesten * 1900
Geburtstag.
Sarko würde heute seinen Geburtstag auch lieber im Kreise seiner Politikerkollegen aus der ganzen Welt feiern. So muss er es halt in „kleinem“ Kreise machen.
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Jastram hat den journalistischen Ritterschlag bekommen und taucht in der
aktuellen ZEIT auf Seite 51 auf.
Es ist eine Besprechung des Buches über die Lieblingsbuchhandlungen von Schriftstellern, das wir auch im Laden hatten.

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In der Südwestpresse vor ein paar Tagen gab es eine Seite über Kinderbücher und dass dort alte, heute rassistische Begriffe verändert werden.
Hier geht es zum Artikel.
Das Interview wurde mit Claudi Wiltschek gemacht und pikanterweise haben sich am Tag danach nur ältere Herren darüber aufgeregt und mich gefragt, was ich denn da geschrieben hätte.
Also: Immer noch nix kapiert und schon gar nicht genau hingeschaut.
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Hier kommt ein weiterer Tagestext von Eduardo Galeano.
Die komplette Leseprobe gibt es kostenlos bei uns im Laden.

Juli
25
Rezept zur Verbreitung der Pest

Im 14. Jahrhundert erklärten die fanatischen Hüter des katholischen Glaubens den Katzen der Städte Europas den Krieg.
Die Katzen, teuflische Tiere, Instrumente Satans, wurden gekreuzigt, gepfählt, lebendig gehäutet und in die Flammen geworfen.
So konnten die Ratten, von ihren schlimmsten Feinden befreit, zu den Herren der Städte werden. Und die schwarze Pest tötete, von den Ratten verbreitet, dreißig Millionen Europäer.
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Morgen um 19 Uhr ist unsere Lesung mit Priya Basil.
Ich bin schon richtig gespannt. Der Verlag meinte, sie sei wirklich eine ganz Nette und Engagierte.
Dienstag, 29.1. um 19 Uhr
Priya Basil liest aus ihrem Buch: „Die Logik des Herzens“
Eintritt € 10,00.
Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen.
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Mein Gedichtekalender bringt mir heute ein Werk von Tucholsky und wir sind mitten drin in der deutschen Tagespolitik.

Feldfrüchte

Sinnend geh ich durch den Garten,
still gedeiht er hinterm Haus;
Suppenkräuter, hundert Arten,
Bauernblumen, bunter Strauß.
Petersilie und Tomaten,
eine Bohnengalerie,
ganz besonders ist geraten
der beliebte Sellerie.
Ja, und hier –? Ein kleines Wieschen?
Da wächst in der Erde leis
das bescheidene Radieschen:
außen, rot und innen weiß.

Sinnend geh ich durch den Garten
unsrer deutschen Politik;
Suppenkohl in allen Arten
im Kompost der Republik.
Bonzen, Brillen, Gehberockte,
Parlamentsroutinendreh …
Ja, und hier – ? Die ganz verbockte
liebe gute SPD.
Hermann Müller, Hilferlieschen
blühn so harmlos, doof und leis
wie bescheidene Radieschen:
außen rot und innen weiß.
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Ich wünsche Ihnen einen guten Wochenstart.
Die Temperaturen sollen bis Mittwoch auf 11 Grad steigen.
Hier geht es zum Wetter in Ulm.