Freitag, 14.Juli

Heute haben
Issac B.Singer * 1904
Natalia Ginzburg * 1916
Polina Daschkowa * 1960
Geburtstag
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Wilhelm Busch
Im Sommer


In Sommerbäder
Reist jetzt ein jeder
Und lebt famos.
Der arme Dokter,
Zu Hause hockt er
Patientenlos.

Von Winterszenen,
Von schrecklich schönen,
Träumt sein Gemüt,
Wenn, Dank ihr Götter,
Bei Hundewetter
Sein Weizen blüht.
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Volker M.Heins und Frank Wolff: „Hinter Mauern
Geschlossene Grenzen als Gefahr für die offene Gesellschaft
Edition Suhrkamp € 18,00

‚Wir müssen diese Bilder aushalten‘, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im November 2021 angesichts frierender Geflüchteter an der Grenze zwischen Polen und Belarus. Seine Worte machen deutlich, was oft in Vergessenheit gerät: Grenzen sind nicht nur Hindernisse für Menschen, die sie von außerhalb überwinden wollen. Sie verändern auch die Gesellschaften, die sich abzuschotten versuchen. Volker M. Heins und Frank Wolff zeigen, welche Wirkung Mauern und die Abwehr von Migration ’nach innen‘ entfalten: Das Drängen der EU auf ’sichere Außengrenzen‘ untergräbt das europäische Versprechen auf Frieden und Rechtsstaatlichkeit. Letztendlich gefährden befestigte Grenzen gerade jene demokratischen Werte und Strukturen, die sie zu schützen vorgeben.
Weiter zeigen die beiden Autoren den unterschwelligen und offenen Rassismus in der Asylpolitik auf und eine unglaubliche Gewalt an MigrantInnen, die an Foltermethoden erinnern und auch zum Tode führen. Bis hin zu gezielter Tötung von MigrantInnen u.a. auf offener See,

Volker M. Heins, geboren 1957, ist Permanent Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Als Gastwissenschaftler war er unter anderem in Harvard, Jerusalem und Yale tätig. 2021 erschien sein für den NDR-Sachbuchpreis nominiertes Buch Offene Grenzen für alle. Eine notwendige Utopie.

Frank Wolff, geboren 1977, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar und am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien in Osnabrück. Außerdem ist er Research Associate am Bard College in Berlin. 2019 erschien sein viel beachtetes Buch Die Mauergesellschaft. Kalter Krieg, Menschenrechte und die deutsch-deutsche Migration 1961-1989 (stw 2297).

Leseprobe
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Mittwoch 19. Juli, 19:30 Uhr
Freilichtforum der Stadtbibliothek Ulm
Vestgasse 1, 89073 Ulm

Kultur auf Stufen: Lesung „Von Faulpelzen, Geistern und Glückspilzen“
Lesung mit Musik: Giambattista Basiles „das Pentamerone – das Märchen der Märchen“

Mit den Ensemblemitgliedern des Theaters Ulm: Emma Lotta Wegner, Stephan Clemens, Dr. Christian Katzschmann
Musikalische Begleitung von Vincenzo De Lucio (Piano)

Die Märchen von Giambattista Basile sind unverwechselbar in Ton und Inhalt: mal grobkomisch, mal alltagsweise und von verblüffendem Sprachwitz, voller skurriler Gestalten und Wendungen. Sie bieten auch nach fast vier Jahrhunderten immer noch besten Unterhaltungsstoff, dank ihrer immensen Freude am Fabulieren und einem schier unerschöpflichen Reservoir an derbem Witz und Schalk: ein echtes Hörvergnügen.

Donnerstag, 29.Juni


125 Jahre Gärtnerei Gairing, Ulm
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Heute haben
Johann Heinrich Campe * 1746
Giacomo Leopardi * 1798
Antoine de Saint-Exupery * 1900
Oriana Fallaci * 1930
Ror Wolf * 1932
Geburtstag
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Paul Heyse
Morgenwind


Wenn noch kaum die Hähne krähen,
Macht sich auf der Morgenwind,
Feget aus mit starkem Wehen
Stadt und Flur und Wald geschwind.

Allen Bäumen in der Runde
Schüttelt er die Locken aus,
Weckt die Blümlein in dem Grunde,
Lockt die Lerch‘ ins Tal hinaus.

Nebel, die an Bergen hangen,
Jagt er ohne Gnade fort;
Kommt Frau Sonne dann gegangen,
Find’t sie sauber jeden Ort.

Will sie bei dem treuen Winde
Sich bedanken in Person,
Ist er, daß ihn keiner finde,
Über alle Berge schon.
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Schauen Sie sich unsere wundervolle Ausstellung in zwei unserer Schaufenster an.
Es bleiben so viele Menschen stehen. Schauen, fotografieren und kommen in den Laden und fragen und berichten von eigenen Erfahrungen.
Vielen Dank an Chantal Wallot, Christel Müller, Silvia Trummer.

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Gestern gab es eine tolle Lesung mit Franzobel aus seinem Buch „Einsteins Hirn“.

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Am kommenden Dienstag gibt es wieder eine „1.Seite“ bei uns in der Buchhandlung.
Lassen Sie sich von den vier vorgestellten Büchern überraschen und genießen Sie Clemens Grote, während er die ersten Seiten der jeweiliegen Romane vorliest.
Das Alles ist umsonst und drinnen.
Beginn ist pünktlich um 19 Uhr.
Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen.

Dienstag, 23.Mai


Heute haben
Harry Graf Kessler * 1868
Max Herrmann-Neiße * 1886
Pär Lagerkvist * 1891
Annemarie Schwarzenbach * 1908
Dieter Hildebrandt * 1927
Friedrich Achleitner * 1930
Geburtstag
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Max Herrmann-Neiße
Ein Licht geht nach dem andern aus

Ein Licht geht nach dem andern aus,
und immer dunkler wird das Haus
Ich bin allein beim Lampenschein,
ein Leuchtturmgeist in all der Nacht,
der in dem Schlaf der andern wacht
und Angst hat, auf dem Meer zu sein.

Vorn fern und nah umflattern blass
der andern Liebe mich und Hass,
gelockt von meinem späten Licht;
ihr Stöhnen tönt mit Lust und Leid
in meine große Einsamkeit,
ihr Gram weht kühl um mein Gesicht.

Schon liegen sie, wie Tote tun,
als probten sie, im Grab zu ruhn,
und nur ihr Atem flackert sacht.
Ich fürchte dieses Schlafes Bann,
der mich für immer halten kann,
und bleibe wach in all der Nacht.
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Jetzt, wenn es in den Gärten blüht, passt das Büchlein ausgezeichnet.

„Claude Monets Garten in Giverny
Herausgegeben von Gloria Köpnick und Rainer Stamm
Inselbücherei € 14,00

Claude Monet (1840-1926) gilt als einer der bedeutendsten französischen Impressionisten, seine Seerosen-Bilder sind weltberühmt. 1883 ließ er sich in Giverny nordwestlich von Paris nieder; dort lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod. Am Zusammenfluss der Flüsse Seine und Epte legte er nach eigenen Vorstellungen seinen Garten an, der mit der „japanischen Brücke“ und dem Seerosenteich zum Motiv einer Vielzahl seiner Bilder wurde. Die hier entstandenen Werke erweiterten die impressionistische Malerei hin zu einem Fest der Farbe, und der gemalte Garten führte Monet schließlich bis an die Grenzen der Abstraktion.
In dem vorliegenden Band zeigen Gloria Köpnick und Rainer Stamm die Entwicklung von Monets Bildserie anhand ausgewählter Meisterwerke und erläutern die Geschichte der in Giverny entstandenen Gartenbilder in einem Nachwort.
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Ulmer Lyriksommer 2023:
Lesung mit Markus Orths: „Mary & Claire
Auftaktveranstaltung zum 2. Ulmer Lyriksommer

Freitag, 26.Mai, 19.30 Uhr, Eintritt € 6,00

Romanautor Markus Orths
© Peter-Andreas Hassiepen

Markus Orths mitreißender Roman über die Stiefschwestern und Schriftstellerinnen Mary Shelley und Claire Clairmont – eine sprudelnde Geschichte über die Literatur, das Leben und die Liebe. Mary & Claire lieben Percy. Und Percy liebt Mary & Claire. An seiner Seite entfliehen die Frauen der Londoner Enge. Sie wollen atmen, reisen, lesen, verrückt sein, lieben und schreiben. Und sie nehmen den schillerndsten Popstar der Literatur Anfang des 19. Jhd. in ihre Gemeinschaft auf: den jungen Lord Byron.

Donnerstag, 23.März


Heute haben
GF Unger * 1921
Federica De Cesco * 1938
Ama Ata Aidoo * 1942
Geburtstag
und es ist der Todestag von Hans Werner Richter
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Drei neue Lyrik-Bände im Schöffling Verlag


Jahrbuch der Lyrik 2023
Herausgegeben von Matthias Kniep & Sonja vom Brocke
€ 24,00

Der Herausgeber Matthias Kniep hat mit Sonja vom Brocke, als Mitherausgeberin, gemeinsam aus über 6000 Gedichten von Lyriker:innen, jungen und älteren, bekannten und unbekannten, ihre Auswahl zusammengestellt. Erstmalig wurde das Verfahren anonymisiert. D.h. die Herausgeber:innnen kannten nicht die Namen der Verfasser:innen. Auch im Buch stehen über den Gedichten keine Namen. Allerdings sind sie im Anhang alle aufgelistet.

Julia Trompeter: „Versprengtes Herz € 22,00

Ein Fluss fließt von der Quelle ins Meer. Ein Paar trennt sich. Menschen werden beerdigt und andere neu geboren. In Julia Trompeters Gedichten geht es um das große Ganze: um Beziehungen, Landschaften, Alltag und Philosophie. Mal humorvoll, mal melancholisch führt die Autorin vor, dass Sprachspiel und Formstrenge sich nicht widersprechen müssen.

Leseprobe

Carolin Callies: „teilchenzoo € 22,00

Was wäre, wenn die kleinsten Teilchen der Welt, die unsichtbaren Bausteine des Lebens zu uns sprechen könnten? Was hört man, wenn man ihr Wachsen zu körnigen Konstellationen und ihren Zerfall bis hin zur atomaren Spaltung literarisch umkreist? Dieser Frage geht Carolin Callies in ihrem Poem nach. In einer lyrischen Versuchsanordnung blickt sie statt durchs Mikroskop mit den Instrumenten der Sprache auf Einzeller, Kerne, Spreißel und erkundet ihre vielfältigen Verbindungen im menschlichen Körper wie in der Natur. Hallo, hallo, ruft es da manchmal, wir winken dir durchs vergrößerungsglas zu!
Für ihre Arbeit daran wurde sie vorab mit einem Stipendium des Deutschen Literaturfonds sowie mit dem Förderpreis des Deutschen Preises für Nature Writing ausgezeichnet.

Leseprobe
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Buchpräsentation heute Abend in der Stadtbibiothek ab 19.30 Uhr


Thomas Seitereich: „Letzte Wege in die Freiheit“
Sechs Pfadfinderinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
S.Hirzel Verlag € 24,00

Sommer 1940. Nazideutschland annektiert das Elsaß, aber es regt sich Widerstand: In der Straßburger katholischen Pfarrei St. Jean, ganz in der Nähe der Großen Synagoge, gründen sechs französische Pfadfinderinnen eine Untergrundfluchthilfe für Regimegegner, Jüdinnen, Juden, Kommunisten, Militärs. Sie erkunden und finden geheime Wege über die Vogesen in den Westen und im Süden in die Schweiz. Bevor die Gestapo sie 1942 aufgreift, bringen sie ungefähr 500 Menschen in Sicherheit. Freisler macht ihnen 1943 den Prozeß, spricht sechs Todesurteile durch die Guillotine. Papst Pius der XII. fordert das Leben der Frauen. Und Hitler begnadigt sie tatsächlich, mit der Auflage, dass sie davon nichts wissen dürfen. Sie überleben.

Donnerstag, 19.Mai

Besuch am frühen Morgen

Heute haben
Rahel Varnhagen von Ense * 1771
Fritz Rudolf Fries * 1935
Otto Jägersberg 1942
David GLattauer * 1960
Jodi Picoult * 1966
Geburtstag
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Heute auf dem Gedichte-Kalender:

Karl Bröger (1886-1944)
Aufschwung

Unter uns gähnt Nacht und Grauen
und ein Meer von totem Blut.
Brüder, laßt uns aufwärts schauen,
wo allein die Rettung ruht.

Droben schwingt in hoher Runde
Stern bei Sternen aus und ein,
Zeichen einem neuen Bunde
zwischen Mensch und Mensch zu sein.

Brüder, schaut, wie frisches Hoffen
leuchtend in das Dunkel bricht.
Morgen tritt, vom Glanz getroffen,
der versöhnte Mensch ins Licht.
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Unser Buchtipp:


Katja Petrowskaja: „Das Foto schaute mich an
Bibliothek Suhrkamp € 25,00

Katja Petrowskaja ist in Kiew geboren, lebt und arbeitet seit über 20 Jahren in Berlin. Die Kiewer Vororte Butscha und Irpin sind die Orte ihrer Kindheit und auch die letzten Sommer hat sie dort verbracht. In der FAZ schreibt sie seit 2015 Texte zu Fotos und jetzt erscheint eine Sammlung von 52 Kolumnen.
Es sind Fotos aus privaten Alben. Fotos, die sie in Ausstellungen gesehen hat, oder in diversen Tageszeitungen und wie man halt über Fotos stolpert. Wir finden das rauchvernebelte schwarze Gesicht eines Grubenarbeiters, ein syrisches Geflüchtetenpaar bei der Landung auf Lesbos („Venus ist wieder da“), ihre Mutter Jahre vor ihrer Geburt, Eisblumen in Davos und einen schwarzer Opernsänger 1953 in einem Park in Leningrad. Ein blinder Junge und eine Frau mit hochtoupierter Frisur inmitten von vielen anderen Frauen am Fließband in Bottrop.
Dazu denkt sie sich Geschichten aus, recherchiert aber auch akribisch, wo und wann das Foto entstanden ist und wer die Person darauf ist. Es entstehen kleine Prosastücke wie Perlen an einer Kette. Ein Stück Zeitgeschichte erzählt in einer minimalistischen Form.
Ein Foto zeigt sie selbst als Mädchen, wie sie mit der linken Hand ein Bild malt. Jetzt wird ihr klar, dass sie irgendwie anders ist, woher ihre Macken kommenund dass sie wohl umerzogen worden ist in der Sowjetunion. Bis sie am Ende entdeckt, dass das Foto spiegelverkehrt ausgedruckt worden ist. Also ist sie doch keiner der Engel über Berlin. Aber es hätte ja sein können. Ein bißchen von diesen Gedanken bleiben in ihr.

Leseprobe
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Heute in der Stadtbibliothek:

Buchpräsentation in der Stadtbibliothek Ulm
Donnerstag, 19.Mai, 19:30 Uhr

Christine Langer: „Ein Vogelruf trägt Fensterlicht“

Traumnuance
Das ist poetisches Denken, sagst du,
Dieses Befinden zwischen Bewegung und Stillstand,
Schließ die Augen, ich lese dich auf.


An der Schwelle
Lichtrisse schieben den Himmel vor sich her, bevor sie die Abend-
Glocken in die Baumwipfel hängen
Schwer wiegen sich die Schatten des Walds in den Wolken
Und spannen Laken über die Erde
Der Geruch feuchter Steine trägt Spuren wilder Tiere in mein Haus:
Ich habe die Stirn gelehnt an die offene Tür der Nacht

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tagesschau.de / Von Kathrin Hondl, ARD-Studio Genf:

Weltwetterorganisation zu Klimakrise
„Größte Gefahr in diesem Jahrhundert“

Höchststände bei Treibhausgasen und Meeresspiegel – Klimaforscher melden alarmierende Werte in mehreren Bereichen. Und eine Trendwende beim Klimawandel ist nicht in Sicht.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres sprach von einer „düsteren Litanei des Versagens der Menschheit“. Der neue Bericht der Weltwetterorganisation WMO hält fest: Auch 2021 gab es wieder klare Zeichen für den menschengemachten Klimawandel – neue Rekorde bei Treibhausgaskonzentrationen, dem Anstieg des Meeresspiegels, sowie Temperaturanstieg und Versauerung der Ozeane.
Extremwetter habe Menschenleben und Wohlstand zerstört und zu wirtschaftlichen Verlusten in Höhe von Hunderten von Milliarden Dollar geführt.
Weiteres Hitzerekordjahr wird kommen
Der neue Klimabericht bestätigt auch: Die vergangenen sieben Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Auszeichnungen. 2021 lag die globale Durchschnittstemperatur 1,11 Grad über dem vorindustriellen Niveau. 
Das Erreichen des 1,5 Grad-Ziels – also die Begrenzung der globalen Erhitzung auf 1,5 Grad – sei eine enorme Herausforderung, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem weiteren Hitzerekordjahr komme.

Der komplette Bericht auf tagesschau.de

Freitag, 13.Mai

Heute haben
Alphonse Daudet * 1840
Daphne du Maurier * 1907
Gregor von Rezzori * 1914
Adolf Muschg * 1934
Bruce Chatwin * 1940
Arminstead Maupin * 1944
Christopher Reid * 1949
Geburtstag.
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„Ein Kapitel Jean Paul ist ein unvergleichlich reicheres Dokument als alles,
was das Internet mir abliefern könnte.“
Adolf Muschg
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100.Geburtstag von Otl Aicher

Winfried Nerdinger/Wilhelm Vossenkuhl: Otl Aicher
Designer. Typograf. Denker.
Bildband mit 250 Abbildungen
Prestel Verlag € 49,00

Werk, Werdegang und Wirkung des überragenden deutschen Gestalters des 20. Jahrhunderts Otl Aicher war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Gestalter der Nachkriegszeit. Weltbekannt wurde er durch das von ihm entwickelte Erscheinungsbild der Olympischen Spiele von 1972 in München. Mit den dafür gestalteten Piktogrammen entstand eine Bildsprache, die heute überall auf der Welt im öffentlichen Raum zur Anwendung kommt. Die visuelle Identität vieler Unternehmen, darunter Lufthansa, ERCO oder Bulthaup, stammt aus seiner Hand. Als Mitbegründer, Lehrer und Rektor der legendären Hochschule für Gestaltung in Ulm prägte er mehrere Generationen von Designern. Zeitlebens kämpfte er leidenschaftlich für eine offene, freie, demokratische Gesellschaft. Das Werk und der Mensch Otl Aicher haben zahlreiche Facetten. Die umfassend und großzügig bebilderte Publikation beleuchtet in Texten renommierter Experten und ehemaliger Weggefährten den Denker, Zeitkritiker, Lehrer, Fotografen, Architekten, Typografen und Designer, der zu den bahnbrechendsten und faszinierendsten Figuren des 20. Jahrhunderts zählt.

Winfried Nerdinger ist emeritierter Professor für Geschichte der Architektur der Technischen Universität München, war Direktor des Architekturmuseums in der Pinakothek der Moderne in München und Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München.
Wilhelm Vossenkuhl ist emeritierter Professor für Philosophie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er hat zahlreiche Publikationen zur Designtheorie, Ethik und Sprachphilosophie veröffentlicht.
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Otl Aicher : 100 Jahre 100 Plakate

Otl Aicher (1922–1991) war einer der führenden Gestalter in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit den Plakaten für die Volkshochschule Ulm (vh ulm) oder für die Olympischen Spiele 1972 in München schuf Otl Aicher bis heute prägende Entwürfe. Als Mitbegründer der legendären Hochschule für Gestaltung Ulm (1953–1968), an der er zeitweise die Abteilung „Visuelle Kommunikation“ leitete, setzte er noch immer nachwirkende Impulse in der Gestaltungsausbildung. Seine Werke wurden international ausgestellt und sind bis heute Vorbild für Generationen angehender Gestalterinnen und Gestalter.

Seit 1997 pflegt das HfG-Archiv / Museum Ulm den Nachlass. Aus diesem reichhaltigen Schatz präsentiert das HfG-Archiv aus Anlass des 100. Geburtstages von Otl Aicher eine für sein Werk kennzeichnende Auswahl von 100 Plakaten. Im Laufe seines Lebens entwarf Otl Aicher unzählige Plakate, die für Vorträge, Veranstaltungen, Produkte oder politische Parteien warben. Das Plakat kann als Leitmedium in seinem Werk angesehen werden.

Zu sehen sind Plakate, die für die Volkshochschule Ulm (vh ulm), Großereignisse wie die Olympischen Spiele 1972 in München, kulturelle Veranstaltungen, die Politik oder für Unternehmen entstanden sind. Sie belegen eindrücklich die Vielfältigkeit seines grafischen Schaffens.

Während der Ausstellung nehmen im monatlichen Wechsel thematische Vitrinen einzelne Aspekte in den Blick, die den Fotografen, Architekten oder Möbelgestalter Otl Aicher erlebbar werden lassen.

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm beleuchtet weitere Themen aus designhistorischer wie aus designpraktischer Sicht.

Mehr Informationen zu Veranstaltungen im Hfg Archiv finden Sie hier.
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So. 22.05.2022 10:00 Uhr
Otl Aicher Vorbereitungslauf bei der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm

Der 18. Einsteinmarathon findet am 25. September statt. Wer sich jetzt schon darauf vorbereiten möchte oder Lust auf Laufen hat, kann am Otl Aicher Vorbereitungslauf teilnehmen.

Bei einer möglichen Länge zwischen 10 und 22 km können sich Teilnehmer*innen je nach Ausdauer und Motivation, selbst aussuchen, welche Strecke Sie sich zutrauen und laufen möchten. Ein Stand auf dem Weg und einer im Ziel sorgt für die Versorgung der Läufer*innen mit Getränken von Gold Ochsen und Dietenbronner.

Treffpunkt: 10 Uhr, am Hochsträß 8, 89081 Ulm, Terrasse HfG-Gebäude; Parkmöglichkeiten ausschließlich am Park+Ride-Parkplatz an der Endhaltestelle der Straßenbahn Linie 2. (von dort 5 min zu Fuß, der Weg ist ausgeschildert)

Veranstalter: ASC-Neu-Ulm und SUN Sportmanagement GmbH; In Zusammenarbeit mit dem HfG-Archiv / Museum Ulm und der Stiftung Hochschule für Gestaltung HfG Ulm

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Alle Teilnehmer*innen erhalten am 22.5. freien Eintritt in die Ausstellung im HfG-Archiv,
Am Hochsträß 8, die von 11 bis 18 Uhr geöffnet ist.
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Heute noch!

Audiowalk durch die (dunkle) Glaspyramide
Donnerstag, 12. Mai und Freitag, 13. Mai 2022, jeweils 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Für Erwachsene

Maria Cavaliere hat es geschafft: Als Testpilotin fliegt sie mit einem neuartigen Raumschiff ins All, schneller und weiter als alle Weltraumreisenden vor ihr. Allein mit der künstlichen Intelligenz Columbus One, die sie erproben und verbessern soll, springt sie in die fremde Finsternis. Doch die Steuerbarkeit des Raumschiffs ist noch nicht perfekt. Bei jedem Sprung reist Maria blind und in stetiger Gefahr, zerschmettert zu werden. Allmählich verliert sie in der absoluten Einsamkeit das Gefühl für Raum und Zeit, Erinnerungen holen sie ein. Oder gibt es doch noch andere Menschen auf dem Raumschiff?

Text: Fee Katrin Kanzler
Sprecherin: Ursula Berlinghof
Sounddesign: Jens Schalle
Regie: Edith Ehrhardt
Projektleitung: Marion Geiger
Ein Projekt der Stadtbibliothek Ulm

Dauer: 45 Minuten
Eintritt: kostenlos

Dieser Audiowalk wurde gefördert vom Innovationsfonds Kunst 2020 des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. 

Science-Fiction in der Zentralbibliothek! Den Audiowalk „Weltraumkoller“ der Stadtbibliothek Ulm kann man jetzt exklusiv bei geschlossener Bibliothek erleben, also ganz einsam in echter Raumschiff-Stimmung und bei beginnender Dunkelheit! Dafür muss man sich nur vorher per Email unter stadtbibliothek@ulm.de kostenlos anmelden und seinen Starttermin zwischen 19:30 Uhr und 21:00 Uhr buchen. Alle fünf Minuten kann eine Person loslaufen. Die Termine werden der Reihe nach vergeben nach Eintreffen der Anmeldung. Wünsche können berücksichtigt werden.

Wer kein eigenes Abspielgerät mit Kopfhörern mitbringen möchte, kann sich mit Voranmeldung gegen Pfand (Personalausweis) ein Komplettpaket in der Glaspyramide ausleihen.

https://stadtbibliothek.ulm.de/angebote/audiowalk/audiowalk-deutsch

Mittwoch, 15.September


Heute haben
La Rochefoucauld * 1613
Karl Philipp Moritz * 1756
James F.Cooper * 1789
Ina Seidel * 1885
Agatha Christie * 1890
Liselotte Welskopf-Henrich * 1901
Gerd Gaiser * 1908
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Freude preßt Wehmut aus über die Kürze des Lebens. Traurigkeit macht, dass seine Länge uns überdrüssig wird. Mühe und Arbeit allein machen uns das Leben erträglich.
Karl Philipp Moritz
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Bilder des Monats von Albert Cüppers

„Landschaftsarchipel“
„Blauweg“


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Morgen, Donnerstag, 16.September um 19:30 in der Stadtbibliothek:
„Blind Date Lesung“

Zwanzig Nominierte stehen auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis.
Eine/r davon kommt nach Ulm in die Stadtbibliothek zur Lesung!

Freuen Sie sich auf ein Blind Date mit einer/m dieser hochkarätigen Autor(inn)en. Wer kommt, sehen Sie erst vor Ort. Lassen Sie sich also überraschen. Nur so viel sei verraten: Überraschendes geschieht in dem Roman.

Ob der Roman es auf die Shortlist schafft, erfahren wir ein paar Tage später, am Di., 21. September.

Eintritt: € 5,00
Karten an der Abendkasse


Mittwoch, 25.August


Heute haben
Johann Gottfried Herder * 1744
Bret Harte * 1836
Geburtstag
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Hätte die Katze Flügel – kein Sperling wäre in der Luft mehr.
Hätte, was jeder wünsch, jeder – wer hätte noch was?

Johann Gottfried Herder
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Gestern wurde die Longlist zum Deutschen Buchpreis bekanntgegeben.
Wir sind gespannt, welcher Titel es auf die Shortlist schafft.

Donnerstag, 16.September, 19.30 Uhr
Stadtbibliothek Ulm
„Blinddatelesung“
Ein/e Autor:in aus der Longlist zum Deutschen Buchpreis kommt zu uns.
Wir wissen selbst nicht wer.

Merken Sie sich den Abend vor.
Reservieren Sie sich einen Platz und erleben Sie einen besonderen Abend.
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1. Welches Buch lesen Sie gerade?
2. Welches Buch empfehlen Sie unbedingt?
3. Welches Buch wollen Sie schon immer mal (wieder) lesen

Katrin Bürger (Berlin) empfiehlt:

1.Jenny Offill: „Wetter„, Piper Verlag
2.Adelheid Duvanel: „Fern von hier„, Limmat Verlag
(Endlich die sämtlichen Erzählungen der Autorin mit einem tollen Nachwortvon Elsbeth Dangel-Pelloquin)
3.Joyce Carol Oates: „Blond„, Ecco Verlag

Danke!!!
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Studie zu Extremwetter
Klimawandel mitverantwortlich für Juli-Flut

tagesschau.de vom 24.08.2021

Die Hochwasserkatastrophe an Ahr und Erft war nicht nur von den Regenmengen her außergewöhnlich – sie ist auch ein Ergebnis des Klimawandels. Das zeigt eine internationale Studie.
Von Marcus Pfeiffer, HR

Hier geht es zum Artikel

Dienstag

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Heute haben Geburtstag:
Anna Achmatowa * 1889
Wolfgang Koeppen * 1906
Urs Jaeggi * 1931
Paul Kersten * 1943
Pascal Mercier + 1944
Rafik Schmai * 1946
Tessa Korber * 1966

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„Das Craft-Bier Buch“
Die neue Braukultur
Bier als neuer Ausdruck von Echtheit und Lebensgefühl.
Herausgegeben von Sylvia Kopp, Robert Klanten, Sven Ehmann
Gestalten Verlag € 35,00

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Was ist das nun? Ein Bildband, ein Sachbuch, ein Reiseführer? Wahrscheinlich alles von den drei Dingen. Und: Es macht süchtig! Süchtig und gierig nach gutem Bier. Sylvia Kopp ist u.a. Journalistin und leitet die Berlin Beer Academy in Berlin Mitte.
Voller Leidenschaft und Engagement schreibt sie im Eingansteil über die Entstehung der Craft-Bier-Bewegung in Deutschland und weltweit. Craft übersetzt sie mit künstlerisch, handwerklich und diese Welle schappte von den USA zu uns herüber. Dort änderte der damalige Präsident Jimmy Carter das Gesetz, dass auch home brewing erlaubt wurde. Vorher gab es in den ganzen USA nicht mal zwanzig Brauereien. Nun ging es ganz klein los und mittlerweile haben die innovativen Brauereien die deutschen längst überholt. Sie studierten in Deutschland, besorgten sich deutsches Material, was man für’s Brauen braucht und scheuen sich nicht vor neuen und wiederentdeckten Geschmacksrichtungen.Allein schon diese Texte lassen einen aufhorchen und wir denken an all die Plörre, die gleich schmeckt, gleich aussieht und an jeder Tanke zu haben ist. 70% der deutschen Biere gehören Dr.Oetker. Herrlich!
Im nächsten Teil folgt eine Bildergalerie der verschiedenen Biere mit Schautafeln, auf denen Herkunft, Charakter, Alkoholgehalt, Trinktemperatur, Glaswahl und Referenzbiere aufgelistet werden.
Natürlich folgt (im Reiseteil) eine kunterbunte Auswahl an verschiedensten Brauerein rund um die Welt. Ca. 70 Stück sind es und wir erfahren einiges über die Entstehung, die Idee und die Philosophie, die hinter der jeweiligen Brauerei steht. Nun heisst es Stift und Papier bereitzulegen, damit wir bei eventuellen Urlauben auch noch wissen, wo wir anklopfen können.
Im Rezepteteil gibt es ungewöhnliche und unkonventionelle Mischungen nicht von Bier- sondern von Kochrezepten, zu denen ein bestimmtes Bier wunderbar passt.
Dass es auch eine kleine Anleitung zum Bier selberbrauen gibt, ergänzt diesen Prachtband.

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Und wo bekomme ich solche Biere? Einfach mal umschauen. In immer mehr Kneipen und Läden tauchen zum Beispiel die höherprozentigen IPA-Biere auf. Achtung: Alnatura führt ein paar solcher kleinen IPA-Bierflaschen und u.a. das sehr süffige Störtebecker aus Stralsund. Gestern fand ich im Laden von Gold Ochsen, in der Innenstadt von Ulm, dunkles IPA in der Sektflasche für € 16,00. Edel, edel! Was gibt es Schöneres, als in einer Landkneipe (in Sonderbuch bei Blaubeuren) zu erfahren, dass er nur selbstgebrautes Bier hat und er heute noch nicht weiss, was er nächstes Mal für eine Spezialmischung braut, neben seinen Standartsorten, wie dem herrlichen Pumator.

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Viel Vergnügen, beim Suchen, Finden und Trinken. Der Sommer steht bevor.

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Literaturwoche Ulm
Ein kleiner Nachklapp zur Buchvorstellung in der Stadtbibliothek Ulm.
Michael Watzka und Bernd Breitenbruch stellten Leben und Werk von Johann Martin Miller, anhand der sämtlichen Gedichte, die als Buch von Michael Watzke herausgegeben worden sind, vor.

Samstag

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Heute hat
Kurt Schwitters * 1887
Geburtstag

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Kurt Schwitters
An Anna Blume

Oh Du, Geliebte meiner 27 Sinne, ich liebe Dir!
Du, Deiner; Dich Dir, ich Dir, Du mir, – – – – wir?
Das gehört beiläufig nicht hierher!

Wer bist Du , ungezähltes Frauenzimmer, Du bist, bist Du?
Die Leute sagen, Du wärest.
Laß sie sagen, sie wissen nicht, wie der Kirchturm steht.

Du trägst den Hut auf Deinen Füßen und wanderst auf die
Hände,
auf den Händen wanderst Du.

Halloh, Deine roten Kleider, in weiße Falten zersägst,
Rot liebe ich, Anna Blume, rot liebe ich Dir.
Du, Deiner, Dich Dir, ich Dir, Du mir, – – – – – wir?
Das gehört beiläufig in die kalte Glut!
Anna Blume, rote Anna Blume, wie sagen die Leute?

Preisfrage:
1.) Anna Blume hat ein Vogel,
2.) Anna Blume ist rot.
3.) Welche Farbe hat der Vogel.

Blau ist die Farbe Deines gelben Haares,
Rot ist die Farbe Deines grünen Vogels.
Du schlichtes Mädchen im Alltagskleid,
Du liebes grünes Tier, ich liebe Dir!
Du Deiner Dich Dir, ich Dir, Du mir, – – – – wir!
Das gehört beiläufig in die – – – Glutenkiste.

Anna Blume, Anna, A – – – – N – – – -N- – – – -A!
Ich träufle Deinen Namen.
Dein Name tropft wie weiches Rindertalg.

Weißt Du es Anna, weißt Du es schon,
Man kann Dich auch von hinten lesen.
Und Du, Du Herrlichste von allen,
Du bist von hinten und von vorne:
A – – – – – – N – – – – – N – – – – – -A.
Rindertalg träufelt STREICHELN über meinen Rücken.
Anna Blume,
Du tropfes Tier,
Ich – – – – – – – liebe – – – – – – – Dir!
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Unsere Kinderbuchexpertin Anja Reiprich empfiehlt:

Nacht

Matthias Morgenroth: „Freunde der Nacht“
Mit Illustrationen von Regina Kehn
dtv, fest gebundenen € 14,95
Kinderbuch ab 10 Jahren

Die Geschichte spielt in der Johanninacht. Jojo und Lea sind beste Freunde, was
Jojo allerdings noch nicht weiss, ist, dass Lea am nächsten Tag umzuiehen muss.
Deswegen möchte Lea die Geister und Nächtlinge der Johanninacht bitten, ihr
den grössten Wunsch zu erfüllen, nicht wegziehen zu müssen. Die beiden essen
Johannikraut und tatsächlich sehen sie Nächtlinge und Vampiller.
Damit Lea den Wunsch äußern kann, müssen sie durch den Wald und den König der
Nächtlinge finden. Doch dieser versteht den Wunsch falsch und die beiden müssen sich einen Plan ausdenken, damit sie vor Sonnenaufgang wieder aus dem Wald draussen sind.
Grosses Leseabenteuer für Jungs und Mädchen ab 10, hat mir sehr gut gefallen!
Schön gestaltet, je weiter es in die Nacht reingeht, desto dunkler werden die Seiten
im Buch.
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Literaturwoche Ulm

miller

Gestern abend stellte Michael Watzka in der Stadtbibliothek Ulm sein herausgegebenes Buch mit sämtlichen Gedichten des Ulmer Barocklyrikers Johann Martin Miller vor. Ihm stand der ehemalige Leiter der wissenschaftlichen Abteilung der Bibibliothek, Bernd Breitenbruch, zur Seite, der seinerseits eine Biografie über den Autoren verfasst hat.
Es ging somit nicht über Millers Lyrik, sondern auch um seine vielfachen Vertonungen. Zum Beispiel wurde sein Gedicht „Zufriedenheit“ u.a. von Mozart und Beethoven in Noten gesetzt. Diese Lieder bekamen wir dann auch live mit einem Sänger des Ulmer Theaters zu hören. Dass Millers Roman „Siegwart“ fast Goethes „Werther“ den Rang abgelaufen hat, dass es mehrere Auflagen und unzählige Raubdrucke davon gab, ist heute genauso vergessen, wie dass er sich als Münsterpfarrer sehr unwohl fühlte und Ulm als ein kulturelles Gefängnis empfunden hat. Dank der Literaturwoche und dieser Veranstaltung, kam dies wieder ans Tageslicht und ein Stück Kultur mehr in die Stadt.

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