Donnerstag, 26.Januar

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Heute haben
Antonio Pennacchi * 1950
Jochen Missfeldt * 1941
und Achim von Arnim * 1781
Geburtstag
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Georg Trakl
Der Schlaf

Verflucht ihr dunklen Gifte,
Weißer Schlaf!
Dieser höchst seltsame Garten
Dämmernder Bäume
Erfüllt von Schlangen, Nachtfaltern,
Spinnen, Fledermäusen.
Fremdling! Dein verlorner Schatten
Im Abendrot,
Ein finsterer Korsar
Im salzigen Meer der Trübsal.
Aufflattern weiße Vögel am Nachtsaum
Über stürzenden Städten
Von Stahl.
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Nuria Rial und Valer Sabadus: „Sacred Duets
Nuria Rial, Valer Sabadus, Kammerorchester Basel
Sony  CD  € 19,99

Endlich sind die beiden Größen der Barockmusik auf einer CD zu hören. Die Sopranistin Buria Rial und der Countertenor Valer Sabadus.
Beide zeigen ihre Gesangskunst mit weitgehend unbekannten Arien und Duetten aus Oratorien von u. a. Alessandro Scarlatti, Giovanni Paolo Colonna, Giovanni Gabrieli, Antonio Lotti, Giovanni Battista Bonnoncini, Bernardo Pasquini und Antonio Caldara legt. Unterstützt werden Rial und Sabadus vom Kammerorchester Basel, das für seine historische Aufführungspraxis mit Barockinstrumenten bekannt ist. Es ist nicht das erste Mal, daß ich eine CD der Sängerin hier vorstelle. Ihr glockenheller Klang ist schon sehr bewegend und wenn dann noch die Stimme des Sängers dazukommt, ist das schon etwas Besonderes. Schön auch, daß hier neue Musik zu entdecken ist und nicht nicht schon wieder Händel. Zwar hören wir Scarlatti, aber mit Stücken, die nicht so oft zu hören sind. Im 17.Jahrhundert verbot der damalige Papst seine Musikstücke. Kurzerhand firmierte er sie in geistliche Oratorien um. So blieben uns diese Musikstücke erhalten. Wenn auch unter neuem / falschen Namen. Zwar werden alle Register der Liebe gezogen:  so auch Leid, Schmerz und Rachegelüste. Dies war jedoch nichts Ungewöhnliches in der damaligen geistlichen Musik, da viele Komponisten diese Themen unter einem kirchlchen Deckmäntelchen veröffentlichten.
So können wir uns zurücklehnen, die Liebesduette der beiden lauschen und uns wundern, was die menschliche Stimme zustande bringt.
Leider habe ich kein Musikbeispiel aus der CD gefunden, das ich hier veröffentlichen könnte. Einen Eindruck der Gesangskunst der beiden, zeigen aber auch diese Videos.

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Vielleicht doch ganz dick fett und rot im Kalender notieren, daß Ihnen der Termin nicht untergeht. Sonntag abend im Theater Ulm.

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Donnerstag, 7.Juli

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Heute haben
Ludwig Ganghofer * 1855
Lion Feuchtwanger * 1893
Geburtstag.
Aber auch Pierre Cardin, Marc Chagall und Gustav Mahler.

Wobei wir schon bei der Musik und unserem heutigen Tipp sind:

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Simone Kermes: „Love
Enrico Casazza, La Magnifica Comunita
Madrigale & Arien von Purcell, Monteverdi, Lambert, Strozzi, Merula, Boesset, Briceno, Manelli, Legrenti, Eccles, Dowland, Cesti
Sony 2016  CD € 19,99
 
Im Klassikbereich wird verzweifelt nach neuen Talenten, nach besonderen Themen gesucht, da die dauernde Wiederholung von Beethoven Sonaten niemanden mehr anlockt. Die ganz großen Namen sind es noch, die ziehen. Simone Kermens, die weltweit anerkannte deutsche Sopranistin, hat sich an ein sehr altes Thema herangewagt und sie hat gewonnen. Die Liebe und zwar durch drei Jahrhunderte können Sie auf ihrer neuen CD „Love“ hören. Schon der erste Ton, das erste Wort lassen die Gänsehaut auf den Unterarmen entstehen. „Amor, amor“ von Monteverdi singt Simone Kermes mit ihrer glockenhellen Stimme. 17 Stücke aus vier verschiedenen Ländern – italienische, spanische, französische und englische Arien und Lieder. Eines intensiver, als das andere.

Freitag, 22.April

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Heute haben
Henry Fielding * 1707
Ludwig Renn * 1889
Guillermo Cabrera Infante * 1929
Geburtstag
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Unser Musiktipp:

Kopa

Peter Tschaikowsky:Violinkonzert op.35
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Igor Strawinsky: „Les Noces“
mit Patricia Kopatchinskaja: Geige
Nadine Koutcher: Sopran
Natalya Buklaga: Mezzosopran
Stanislav Leontieff: Tenor
Vasiliy Korostelev: Bass
MusicaAeterna Choir, MusicAeterna Orchestra unter der Leitung von Teodor Currentzis
Sony CD 19,99

Da sitzen die beiden Ausnahmetalente (Geigerin und Dirigent) wie Braut und Bräutigam bei einer russischen Bauernhochzeit. So soll es auch sein, da Stravinskys „Les Noces“ genau davon erzählt. Selten wird das Stück aufgeführt und wahrscheinlich noch nie so unter Volldampf, oder besser gesagt unter Einfluß von Wodka, der hier in Strömen zu fließen scheint.
Patricia Kopatchinskaja dürfte wohl die innovativste Geigerin sein. Sie steht schon mal barfuß auf der Bühne und stampft zum Rhythmus der Melodie. Auch hier hat sie die beiden russichen Klassiker entstaubt. Erdig und echt, nicht im Studio geglättet und für Klassikradio präpariert. In Zusammenarbeit mit dem jungen Dirigenten Teodor Currentzis gelingt den beiden ein bekanntes Musikstück zu entstauben, damit es wie eine Neuentdeckung wirkt.
br-klassik. de: „Und so huscht, wandert, stolpert, trottet und stolziert Patricia Kopatchinskaja durch Tschaikowskys Konzert, dass man an manchen Stellen wie neu hört, …“
Beiden haben sich an unterschiedlichste Komponisten gewagt. Von Beethoven bis Ligeti und Patricia Kopatchinskajas erste Aufnahme, eine Zusammenarbeit mit dem türkischen Pianisten Fazil Say, der selbst auf den verschiedensten Hochzeiten tanzt, ist immer noch mehr als hörenswert.
„Ich bitte dich um diesen Klang,“ schreibt Currentzis an Kopatchinskaja, „den ›bitteren‹ Klang von Darmsaiten. Nicht den gefälschten, polierten Klang, sondern den wahrhaftigen, demütigen.“
Und genauso klingt die Einspielung auch.


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22 / 04 / 2016 – Venet-Haus Galerie, Neu-Ulm – 19:30 Uhr
Sebastian Guggolz stellt seinen Guggolz-Verlag vor: “Dead & Alive!”
Musik: “KURZWEIL” – Julius Wunderle (Saxophon) und Jonathan Frey (Piano)
Eintritt: 6, 00 €

“Der Verleger der toten Autoren” titelte eine Berliner Zeitung über Sebastian Guggolz und seinen 2013 gegründeten Verlag. Quicklebendig sind da die Autoren, die ihre Werke im 19. und frühen 20. Jahrhundert schrieben. Wiederentdeckungen in grafisch exquisit aufgemachten Büchern sind Guggolz’ Bücher: beispielsweise Sillanpää, der finnische Literaturnobelpreisträger. Er schrieb den um 1919 entstandenen Roman „Frommes Elend“, eine harte und zugleich anrührende Schilderung harten bäuerlichen Lebens in Finnland vor über 100 Jahren. Oder Maxim Harezki, der während der russischen Kriegs- und Revolutionswirren von 1917/18 mit erstaunlicher Klarsicht über einen jungen Mann schrieb, der zerrissen ist zwischen Sympathie für den Umsturz und Ablehnung der Gewalt, die er mit sich bringt: „Zwei Seelen“ heißt der Roman, der 1919 erschien.
Ein Abend für Entdecker. Der 32jährige Verleger weiss lebendig und anregend von den Abenteuern des Bücherfindens und -machens zu berichten!

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