Dienstag, 10.Juli

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Heute haben
Marcel Proust * 1871
Günther Wiesenborn * 1902
Paul Wühr * 1927
Alice Munro * 1931
Kurt Brasch * 1937
Geburtstag
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Heute im Gedichte Kalender:

August Kopisch
Der Nöck

Es tönt des Nöcken Harfenschall:
Da steht sogar still der Wasserfall,
Umschwebt mit Schaum und Wogen
Den Nöck im Regenbogen.
Die Bäume neigen
Sich tief und schweigen,
Und atmend horcht die Nachtigall. –

»O Nöck, was hilft das Singen dein?
Du kannst ja doch nicht selig sein!
Wie kann dein Singen taugen?«
Der Nöck erhebt die Augen,
Sieht an die Kleinen,
Beginnt zu weinen…
Und senkt sich in die Flut hinein.

Da rauscht und braust der Wasserfall,
Hoch fliegt hinweg die Nachtigall,
Die Bäume heben mächtig
Die Häupter grün und prächtig.
O weh, es haben
Die wilden Knaben
Der Nöck betrübt im Wasserfall!

»Komm wieder, Nöck, du singst so schön!
Wer singt, kann in den Himmel gehn!
Du wirst mit deinem Klingen
Zum Paradiese dringen!
O komm, es haben
Gescherzt die Knaben:
Komm wieder, Nöck, und singe schön!«

Da tönt des Nöcken Harfenschall,
Und wieder steht still der Wasserfall,
Umschwebt mit Schaum und Wogen
Den Nöck im Regenbogen.
Die Bäume neigen
Sich tief und schweigen,
Und atmend horcht die Nachtigall. –

Es spielt der Nöck und singt mit Macht
Von Meer und Erd und Himmelspracht.
Mit Singen kann er lachen
Und selig weinen machen!
Der Wald erbebet,
Die Sonn entschwebet…
Er singt bis in die Sternennacht!
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Mitarbeiterin Vanessa Güntzel empfiehlt:

9783551317520

Becky Albertalli:Love, Simon
Carlsen Verlag € 8,99
Jugendbuch ab 14 Jahren

„Simon, hoffentlich lesen noch ganz viele Leute deine Geschichte!“

Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf.
Herzerweichend, humorvoll und unendlich sympathisch. Mit Simon hat „Becky Abertelli“ einen Charakter erschaffen, der einem von der ersten Seite an ans Herz wächst. Denn Simon zieht einen mit seinen Emotionen sofort in den Bann. Das typische Teenager-Dasein von „Himmelhoch jauchzend“ bis „Zu Tode betrübt“ erfüllt jeden Satz mit Leben. Simons dramatisierende Ader – er ist Schauspieler in der Theatergruppe – steigert das ganze ins Unermessliche. Ob es nun an meinem Gemütszustand oder einfach am Buch selbst lag. Mich hat es ausnahmslos überzeugt. Ich habe in diesem Buch: mit Simon geweint, gelacht, ihm die Daumen gedrückt, mit ihm mitgefiebert und ihm bei seinem eher unfreiwilligen Coming out beigestanden. „Love, Simon“ ist eines der wenigen Bücher geworden, welches ich jede freie Minute weitergelesen habe. Ich hoffe wirklich noch ganz viele Leser erfreuen sich an seiner Geschichte, Sie ist zauberhaft.

Montag

Nach diesem grauen, geschäftig und auch faulen Wochenende, geht es nun in eine neue Woche.
Der Arche Kinderkalender startet mit einem sehr unpassenden Gedicht:

Jack Prelutsky
Sleepy Sam

Sleepy Sam, the sleepyhead,
slept all morning in his bed,
…..

Also davon kann nun wirklich keine Rede sein, lieber Herr Prelutsky.
Putzmunter sind wir schon alle, gell?!
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Klaus Mann * 1906
Margaret Atwood * 1939
und Compay Segundo * 1907
haben heute Geburtstag.

Und hier spielt der alte Herr, der 2003 gestorben ist, in Paris. Einfach anklicken und nebenher laufen lassen.


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Falls Sie nicht wissen, was Sie heute kochen können, sollen, müssen,
dann habe ich vielleicht den richtigen Ratgeber.

Blake

Stephanie Blake:Ich will Nudeln!
Moritz Verlag € 12,95
Bilderbuch ab 2 Jahren

Stephanie Blake wurde in den USA geboren, lebt aber seit vielen Jahren in Paris. Dort hat sie mit den Büchern um ihren kleinen Hasen Simon einen riesiegen Erfolg. Der Moritz Verlag hat bisher ein Simon-Buch veröffentlicht: „Pipikack“ Wir können uns schon vorstellen, worum es dabei geht. Es sind die Wörter, die die Kleinen nicht sagen sollen und dauernd benutzen. Wer kennt das nicht.
Diesmal geht es um die Essensgewohnheiten der Kleinen. „Ich will Nudeln!„, schreit Simon und meint es auch so. Oh ja, auch das kennen wir gut. Nur Nudeln und keine Soße und, oder nur Käse. Oder gleich pur. Jeden Tag und nix anderes. Da freuen sich die Restaurants, wenn die Kleinen nur Nudeln mit Soße wollen. So also auch unser kleine Hase Simon mit der Zahnlücke. Haferflocken schmecken ihm nicht. Grüne Nudeln lehnt er ab, auch das Schnitzel. Als Simon dann auch noch die Kürbissuppe ablehnt, reicht es seiner Mutter und sie schickt ihn ins Bett. Dort flüstert er zuerst ganz leise: „Ich will Nudeln!“, wird immer lauter, bis er so richtig ins Toben kommt.

Aber als er hörte, wie seine Mama zu seinem Papa sagte: „Oh! Mein Liebling! Dein Schokoladenkuchen ist köstlich!“, beruhigte er sich und fragte: „Kann ich auch ein Stück Schokoladenkuchen bekommen?“

Na klar, das geht. Aber zuerst soll er die Suppe auslöffeln, dann gibt es auch den Schokokuchen. Was Simon auch ganz brav macht.
Als sein Vater ihn am nächsten Tag zum Mittagessen ruft: „Komm und iss deine Nudeln!“, dann ruft der kleine Simon ganz vergnügt:

ICH WILL POMMES!“

Hier können Sie ein paar Seiten des Bilderbuches anschauen.
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Noch eine weitere Illustration möchte ich Ihnen zeigen.
Ebo Leichtle hat seine Eindrücke nach der Lektüre des „Trafikanten“ von Robert Seethaler als kleine Skizze zu Papier gebracht. Die Buchbesprechung finden Sie hier auf diesem Blog.

ebo