Donnerstag, 13.Januar

Denkmal für Albert Einstein auf der Stelle seines Geburtshauses.

Heute hat
Daniel Kehlmann * 1975
Geburtstag
und es ist der Todestag von James Joyce.
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„Every life is in many days, day after day. We walk through ourselves, meeting robbers, ghosts, giants, old men, young men, wives, widows, brothers-in-love. But always meeting ourselves.“
James Joyce
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Was für eine musikalische Überraschung.


Igor Levit: „On DSCH
Dmitri Schostakowitsch: Präludien & Fugen op.87 Nr.1-24
Ronald Stevenson: Passacaglia on DSCH
Sony € 29,99

Das neue Album des Pianisten Igor Levit, »ON DSCH« präsentiert gleich zwei großartige Klavierzyklen: Schostakowitschs 24 Präludien und Fugen op. 87 und die virtuose, selten zu hörende »Passacaglia on DSCH« des britischen Komponisten Ronald Stevenson. Der Titel des 3-CD-Albums »D S C H« stammt von den deutschen Notennamen, die das klingende Monogramm Dmitri Schostakowitschs bilden.
Igor Levit hat diese 48 Musikstücke, deren Aufführung zweieinhalb Stunden dauern, mehrfach, rund um die Welt, mit großem Erfolg aufgeführt. 2020 hat er sie zum ersten Mal auf zwei CDs gepresst. Auf der dritten Scheibe befindet sich eine einstündige Hommage des Komponsiten Stevenson auf diese Stücke von Schostakowitsch.

„Die Verbindung von Wärme, Unmittelbarkeit und purer Einsamkeit in Schostakowitschs 48 Stücken empfinde ich als etwas ganz Einzigartiges. Für mich ist das ein Ritual der Selbsterkundung und -entdeckung, das intimste Fragen verhandelt.“
Igor Levit

Schon bei den ersten Tönen dieser Klavierkompositionen von Schostakowitsch war ich erstaunt über die Schönheit der Musik. Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen sie dem russischen Komponisten zuzuschreiben. So fein, klar, romantisch, melancholisch. Ich war fasziniert und statt nur mal kurz reinhören, hörte ich mir alle Stücke an.
Eine Entdeckung, die mich überrascht hat und irgendwie gut in diese Tage passt.

Die CD-Gestaltung ist von Norbert Nieman, dem deutschen Künstler, der auch für den „New Yorker“ arbeitet und bei Diogenes seine Bücher veröffentlicht.

Donnerstag

Heute haben
William Faulkner * 1897
Maj Sjöwall * 1935
Andrzej Stasiuk * 1960
Geburtstag.
Aber auch Dmitri Schostakowitsch, Glenn Gould und Barbara Dennerlein.
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Sieht ein bisschen aus wie Buster Keaton.
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Atlantis Nova H14.indd

Lorenz Pauli und Kathrin Schärer: „Da bist du ja!“
Die Liebe, der Anfang – allüberall
atlantis Verlag € 13,95
Kleinformatiges Bilder-Vorlesebuch ab 4 Jahren

„Manchmal liebe ich dich so sehr, dass ich dich doppelt haben möchte.“
„Warum?“
„Damit ich dir auf beiden Seiten die Hand geben kann.“
„Oh! Das geht auch, wenn es mich nur einmal gibt.“

Ohne den großen Meister der Illustration, Wolf Erlbruch, hätte dieses Buch sicherlich nicht in dieser Art erscheinen können. Collagieren, Kleben und das Benutzen von verschiedensten Materialien war vor dem Maulwurf-Bilderbuch nicht denkbar. Die Schweizer Illustratorin arbeit seit Jahren in dieser Weise. Und das sehr erfolgreich. Zusammen mit dem Textgestalter Loren Pauli haben sie in den letzten Jahren einige „Klassiker“ hervorgebracht, die sich in vielen Kindergärten und Kinderzimmern wiederfinden.
„mutig, mutig“, „Das Beste überhaupt“, „Pippilothek“ und „nur wir alle“ seien hier als Beispiele aufgeführt.

mutig_mutig-97837152051820666_Das Beste ueberhaupt_US-Meteor.pdf

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Hier schweben zwei Wesen durch das All. Ein „Größeres“ mit Fell und langer Ameisenbärennase und einer roten Hose und ein „Kleineres“ auch mit Fell, aber einer Schweinenase, langen Ohren und weissen Socken.
„Wie war das am Anfang?“, fragte das Kleinere.
steht auf der ersten Seite, während die beiden Purzelbäume im schwarzen All schlagen und im Hintergrund die Planeten zu sehen sind. Eine Art Schöpfungsgeschichte? Vielleicht. Aber auf jeden fall eine ganz andere. Eine Freundschaftsgeschichte? Jaaa und was für eine! Für Kinder? Ja, ich denke, die haben ihren Spaß dabei. Und für wen noch? Na, für alle, die sich gerne haben. Ganz einfach.
Das Sichmögen versetzt Berge. Die Liebe ist wie ein Universum und lässt neues entstehen. Das Kleinere und das Größere müssen nicht immer einer Meinung sein, sie dürfen ihre eigenen Ansichten haben, sie müssen auch nicht immer miteinander reden und sich aneinanderkuscheln. Schweigend sitzen die beiden nebeneinander und beschäftigen sich mit ihren Vorlieben: Im Sand spielen, im Wasser tollen. Aus Kirschkernen entsteht ein Kirschbaum und daraus wieder Kirschen und mit den Kernen kann man ausgezeichnete Weitspuckwettbewerbe veranstalten. Wie hier. Die spucken sich dem Mond entgegen, umarmen sich danach vorsichtig, damit dem Kleineren nix passiert und genießen die ewige Nacht auf ihrem Stern.

Pauli und Schärer haben hier ein verträumtes, philosophisches Bilderbuch entstehenlassen, das mit vielen bekannten Motiven arbeitet. Mit all diesen Zutaten haben sie jedoch etwas Eigenes geschaffen, das sich absetzt von anderen Büchern dieser Art und auch Stoff zum Weitererzählen beinhaltet.

Mittwoch

Heute haben
Andersen Nexo * 1869
Pearl S.Buck * 1892
Stefan Andres * 1906
und Slawomir Mrozek * 1930
Geburtstag
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Unser Tagestipp:

Bolivar

Simon Bolivar String Quartet
Ginastera: Streichquartett Nr. 1 op. 20
Dvorak: Streichquartett Nr. 12 op. 96 „Amerikanische“
Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 op. 110

Klassik Akzente schreibt:
„So muss es sich José Antonio Abreu erträumt haben, als er Mitte der Siebzigerjahre El Sistema ins Leben rief. Aus dem ersten kleinen Ensemble in einer Garage in Caracas wurde eine staatlich geförderte Jugendbewegung mit 125 Jugendorchestern, rund 350 000 Jungmusikern und einem Spitzenensemble, das den Erfolg des Systems international salonfähig macht. Mehr noch: Nach Gustavo Dudamel, dem charismatischen Dirigenten und bislang berühmtesten Protagonisten von El Sistema, macht sich nun das Simón Bolívar String Quartet auf den Weg, um nicht nur in der Orchester-, sondern auch in der Kammermusik Klasse zu beweisen.“
Es ist schön, zu sehen, was aus einer Bewegung geworden ist und dass eine neue Generation von Musikern nachrückt. Diese vier haben eine CD eingespielt, auf der Alberto Ginastera als Ersteinspielung bei der Deutschen Grammophon zu hören ist. Danach hören Dvoraks Streichquartett Nr. 12, das er nach einem Amerikabesuch geschrieben hat. Er verwendet dort Elemente aus der Musik, die er dort (z.B. Argentinien) gehört hat. Ähnlich wie bei seinen Slawischen Tänzen mit Musik aus Böhmen. Und nun kommt diese Musik wieder zurück, gespielt von Musikern aus Venezuela.
Schostakowitschs Streichquartett Nr. 8 ist 1960 enstanden und eine Anklage gegen Krieg und Faschismus.
„Wie alle unsere Kollegen im Orchester fühlen wir, dass wir im Quartett unsere einzigartige Botschaft haben“, erklärt Ismel Campos, „und wir sind so dankbar dafür, dass die Deutsche Grammophon uns die Gelegenheit gibt, sie mit der Welt zu teilen“.
Eine CD, die voller Emotionen und Dynamik ist und nicht tausendmal Gehörtes wiederkäut.
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spickzettel

(gefundenbei ulmerspickzettel.tumblr.com)
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Nächsten Dienstag, den 2.Juli um 19 Uhr findet bei uns in der Buchhandlung wieder eine „Erste Seite“ statt.
Wir stellen wieder neue Bücher vor und Clemens Grote wird daraus wieder die ersten Seiten vorlesen.
Lassen Sie sich überraschen.
Eine Überraschung ganz anderer Art sind unsere Ehrengäste.

2013-muenchsauer

Münch & Sauer: Die Flatrate-Show
Münch & Sauer – das ist bittersüßes Kabarett, das nicht jedem schmeckt in unserem satten Dasein. Scharfzüngig führen Hanna Münch und Heike Sauer jung, dynamisch, schön und erfolgreich durch die „Flatrate-Show“, von der man gar nicht genug (Fett weg) kriegen kann. Münch & Sauer sind alles: überdreht-nichts-sagende Moderatorinnen, seicht-einlullender Showact und verlogen-geschmackloser Werbeblock in Echtzeit-Endlosschleife, kurzum: absolut up to date und dennoch treffsicher bis ins Mark.

Die beiden zeigen uns einen kleinen Ausschnitt aus ihrer Show und wollen Sie damit auch gleichzeitig einladen, am Freitag, 19. Juli 2013 um 20 Uhr nach Blaubeuren zur Sommerbühne kommen.
Hier geht es zur website von Münch & Sauer.