Donnerstag, 4.Mai

Heute haben
Friedrich Arnold Brockhaus * 1772
Gerlind Rheinshagen * 1926
Amos Oz * 1939
Graham Swift * 1949
David Guterson * 1956
Geburtstag.
Aber auch Audrey Hepburn und Keith Haring und heute ist der
Internationale Tag der Feuerwehrleute

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Heute auf dem Gedichtekalender:

Hermann von Lingg
Das Krokodil

Im heil’gen Teich zu Singapur,
Da liegt ein altes Krokodil
Von äußerst grämlicher Natur
Und kaut an einem Lotosstiel.
Es ist ganz alt und völlig blind,
Und wenn es einmal friert des Nachts,
So weint es wie ein kleines Kind,
Doch wenn ein schöner Tag ist, lacht’s.
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Die Rolling Stones in Havana.
Jetzt gibt es das Konzert in verschiedenen Varianten auf CD.

Als DVD, auf CDs, auf Blu-ray, LPs, in diversen Mischungen, mit und ohne Buch. Bis hin zur Luxus-Variante mit T-Shirt.

Am 25. März 2016 war es endlich so weit: Die Rolling Stones gaben ihr erstes Konzert in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Viele Jahrzehnte mussten ihre Fans auf diesen Moment warten, denn Rockmusiker waren in Kuba lange verboten.
„Havana Moon“ ist mehr als nur ein Konzertfilm. Irgendwie schaffen es die alten Herren eine unglaubliche Performance daraus zu machen. Wie schon ein paar Jahre früher, als sie im Hyde Park in London spielten, merken wir ihnen ihre Spiellaune an. Auch hier: Ein fetter Sound, warme Farben, starke Eindrücke und halt 450.000 Zuschauer, die zum ersten Mal diese Band auf Kuba erleben durften. Bisher waren sie verboten, verpöhnt. Jetzt endlich gibt es die Möglichkeit und mehrere Generationen von Kubanern lassen sich dieses Spektakel nicht entgehen, zumal der Eintritt frei war.
Klicken Sie auf den Link und genießen Sie das starke Konzert, so lange es kostenlos im Netz steht.

Hier können Sie noch ein paar Tage das Konzert anschauen. Es lief auf 3Sat am 1.Mai und ist wohl noch bis zum Wochenende auf deren Mediathek.
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Heute abend in der literaturwoche:

Donnerstag, 4. Mai um 19:30 Uhr
Florian Vetsch, Boris Kerenski: Tanger Telegramm (Bilgerverlag)
im Gespräch mit Verleger Rico Bilger
Steinwerkstatt Vogel, Wileystraße 21, Neu-Ulm
Eintritt 10* / 12 Euro

Florian Vetsch und Boris Kerenski nehmen Sie mit auf eine faszinierende Reise in eine Stadt, deren Name allein schon pure Poesie ist: Tanger. Die erste deutschprachige Textsammlung mit der Erinnerung an die „weiße Stadt“ Tanger.
Zu diesem Literaturabend passt perfekt ein Konzert der Kultband BUFFZACK, die uns einen exklusiven Vorgeschmack auf ihre neue Scheibe geben wird, die am 5. Mai (!) ihre Premierenfeier in München hat.

Donnerstag

Heute hat Thomas Strittmatter (* 1961) Geburtstag
und Keith Richards (* 1943), der Mann an der Gitarre bei den Rolling Stones.
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Das Beste vom Besten aus 2014.
Und im Frühjahr erscheint die deutsche Ausgabe im Hanser Verlag, was noch nicht klar war, als ich das Buch im Mai 2014 vorstellte.

Park

Rainbow Rowell:Eleanor & Park
The Orion Publishing Group € 11,99
In englischer Sprache

Bisher habe ich bei keinem deutschen Verlag eine Ankündigung des Titels auf deutsch gefunden. Ich meinte fast, dass es im Hanser Verlag erscheinen soll. Wer weiss. Die Reaktionen auf den amerikanischen Literaturblogs sind jedoch mehr als begeistert und auch ihr neuer Roman “Fangirl” wird dort richtig gefeiert. Nun dachte ich, dass es passend ist, in London ein englisches Buch mitzunehmen; als Einstimmung und auf den vielen Wartezeiten.
Es hat sich gelohnt.
Dies sagte John Green in The New York Times Book Review über das Buch:
“Eleanor & Park reminded me not just what it’s like to be young
and in love with a girl, but also what it’s like to be young and in love with a book.”

Eleanor und Park gehen in die gleiche Schule. Es ist das Jahr 1986 irgendwo in Omaha in den USA. Eleanor war für ein Jahr weg von zuhause und beginnt nun wieder mit dem Unterricht. Daheim hat sie vier Geschwister, eine überforderte, aber liebende Mutter und einen tyrannisierenden Stiefvater, der ihr das Leben zur Hölle macht. Es ist kein Geld im Haus, die Kinder schlafen zum Teil auf dem Boden und Eleanor leidet sehr unter dieser Situation, zumal sie von ihren Mitschülerinnen gehänselt wird. Sie hat rote, wilde Haare, billige, alte Kleider und sie meint, sie sei viel zu dick. Im Gegensatz dazu Park. Seine Mutter kommt aus Korea. Sein Vater hat sie während des Krieges dort kennengelernt und in den USA geheiratet. Park hat noch einen jüngeren Bruder und seine Grosseltern wohnen gleich um die Ecke. Er führt ein behütetes Leben, ist etwas introvertiert und stellt sich beim Autofahren sehr ungeschickt an, so dass sein Vater meint, erschaffe nie den Führerschein.
Im Schulbus hat jeder seinen festen Platz und als Eleanor im neuen Schuljahr im Bus steht und keiner ihr einen Platz freimacht, ist es schließlich Park, der ihr eine Hälfte seines Sitzes abgibt. Eleanor reagiert nicht auf die blöden Zurufe der mitfahrenden SchülerInnen, sondern blickt nur zu Boden. Park bringt es seinerseits nicht fertig, sie anzusprechen. Aus diesem ersten Zusammentreffen wird täglich immer mehr. Park versucht mit ihr ins Gespräch zu kommen, leiht ihr seine Comics aus, gibt ihr seine Musikcassetten mit. Eleanor taucht plötzlich in eine andere Welt ein, entdeckt so etwas wie Freundschaft, trotz all den schlechten Erfahrungen und Brutalität bei ihr daheim und in der Schule. Denn gerade dort geht das Mobbing heftig weiter.
Park schafft es, immer mehr mehr von ihr zu erfahren und bringt sie dazu, dass sie sich bei ihm daheim treffen. Eine zarte Liebe bahnt sich an und Eleanor weiss, dass sie dies vor ihrer Mutter und hauptsächlich vor ihrem Stiefvater geheimhalten muss. Dieser Zustand der Schwebe, des Glücks und der latenten Gewalt bescheibt Rainbow Rowell sehr anrührend.
Eine erste Liebe ist eine erste Liebe. Es gibt Höhen und Tiefen, Missverständnisse und Ängste. Der Umgang der beiden ist sehr zart und vorsichtig. Ich war gespannt, was für ein Ende der Roman wohl haben mag und glaubte schon gar nicht mehr an ein gutes Ende. Aber …. Ein tolles Buch!
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Das Jastram-Scrabble
Upsidedown Version

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Mittwoch

CIMG9316.Dezember

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11.Blatt des Adventskalenders von Christel Müller und Ursula Selbmann
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Heute haben
Grabbe * 1801
Musset * 1810
Paul Kornfeld * 1889
Nagib Machfus * 1911
Alexander Solschenizyn * 1918
Grace Paley * 192
Geburtstag.
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Grace Paley trägt zwei Gedichte vor.
Der erste Band ihrer hervorragender Erzählungen sind im Schöffling Verlag erschienen. Ihr Gesamtwerk erscheint nach und nach auch dort.


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Was passiert, wenn eine englische Musikantengruppe seit 50 Jahren auf der Bühne steht?
Na klar, sie geben in ihrer Heimatstadt ein Konzert.
Das haben die Rolling Stones 2013 im Londoner Hyde Park gemacht und jetzt ist der Mitschnitt in allen möglichen Varianten auf den Markt gekommen.
Ich habe mir gestern die DVD angeschaut.

stones

Es herrscht schönstes Sommerwetter in London und der Film beginnt mit einer Luftaufnahme einer Wiese auf der die Jagger-Lippen hineingemäht worden sind. Idylle pur mit Stimmen der alten Männer aus dem Off. Rückblicke zum Konzert von 1969 an gleicher Stelle. Der Park füllt sich, bis 100.000 Menschen vor der riesigen Bühne stehen, die einem Sommernachtstraum gleicht, mit den großen Bäumen aus Umrahmung und den gigantischen Videoinstallationen im Hintergrund. Die Buben legen mit „Start Me Up“ los und legen mit „It’s Only Rock ‘n’ Roll“ (but I like it) nach. Alles sehr sehr locker und entspann, wie die über 70jährigen das Programm abspulen. Gekonnt, routiniert und mit viel Humor scheint das zu gehen. „Street Fighting Man“ kommt als nächsten und man kann glauben glauben, dass sie das wirklich ernst meinen. Aber sie lassen sich mit ihren Liedern Zeit, sie spielen fast wie in einer Session, genehmigen sich Soli und ziehen die Stücke angenehm in die Länge, statt nach jeweils drei Minuten zum anderen Hit zu hecheln. Mick Jagger stellt die Band vor, Charlie Watts darf auch etwas sagen („Hello“) und Keith Richards bekommt seinen eigenen Part mit „You Got The Silver“, während sich der Dauerläufer und Obertucke Jagger im Hintergrund wahrscheinlich massieren lässt. „Midnight Rambler“ wird zum Gelage. Der alte Mitspieler Mick Taylor kommt für dieses Stück auf die Bühne und darf seine Bluesqualitäten ausspielen. Und geht es weiter. Hit auf Hit. Es wird dunkel, die Lichteffekte werden immer gigantischer. Der Vortänzer Jagger streift sich ein Jäckchen nach dem andern um und ab, wackelt mit dem Hintern und fragt gefühlte 200 Mal „Do you feel alright?“. Bei „Sympathy For The Devil“ trägt Mick eine ziehen sie nochmals alle Register, lassen später noch einen Chor auftreten und spielen zu allerletzt natürlich „Satisfaction“.
Und am Ende: Viele glückliche Gesichter, viel Müll und die Erfahrung, dass man die alten Gassenhauer noch anhören kann, wenn man will. Übrigens die glücklichen Gesichter. So viele schöne Frauen (und Männer) in bester Kinoqualität habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Grossartig allein schon die anzuschauen. So sehe ich mich nach dem nächsten Sommer.
Auf der website der Rolling Stone habe ich gelesen, dass sie am am 12.12. in Abu Dhabi spielen. Na denn.
Hier gibt es einen kurzen Trailer zum Spektakel


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