Samstag, 20.August

Heute haben
HP Lovecraft * 1890
Salvadore Quasimodo * 1901 (Nobelpreis 1959)
Robert Merle * 1908
Luviano De Crescenzo * 1928
Arno Surminski * 1934
Geburtstag

Salvadore Quasimodo
Poesia d’amore

Il vento vacilla esaltato e porta
foglie sugli alberi del Parco,
l’erba è già intorno
alle mura del Castello, i barconi
di sabbia filano sul Naviglio Grande.
Irritante, scardinato, è un giorno
che torna dal gelo come un altro,
procede, vuole. Ma ci sei tu e non hai limiti:
violenta allora l’immobile morte
e prepara il nostro letto di vivi.
________________________________

img_2409

Jubiläum.
Die 50.Reiseskizzen von Detlef Surrey.

Am Ende meiner fast zweimonatigen Reise mit dem Skizzenblock verbringe ich noch einige Tage in Amsterdam, bevor ich nach Berlin zurückkehre.
Morgen (Sonntag) mehr hier auf dem Jastramblog.

img_3958
_______________________________

Bilder der Woche:

IMG_0322
IMG_0305
IMG_0316IMG_0317
IMG_0315
IMG_0331
IMG_0332
IMG_0320

Donnerstag

IMG_5628

Heute haben
HP Lovecraft * 1890
Salvatore Quasimodo * 1901 (Nobelpreis 1959)
Robert Merle * 1908
Luciano De Crescenzo * 1928
Arno Surminski * 1934

IMG_5627

Salvatore Quasimodo
Poesia d’amore

Il vento vacilla esaltato e porta
foglie sugli alberi del Parco,
l’erba è già intorno
alle mura del Castello, i barconi
di sabbia filano sul Naviglio Grande.
Irritante, scardinato, è un giorno
che torna dal gelo come un altro,
procede, vuole. Ma ci sei tu e non hai limiti:
violenta allora l’immobile morte
e prepara il nostro letto di vivi.

Die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2015 wurde gestern bekanntgegeben.
Die meisten Bücher dieser Auswahl finden Sie auf unserem Neuerscheinungstisch, einen Teil haben wir hier auf dem Blog beschrieben. Es ist schön zu wissen, dass es zwischen unserer Auswahl und der Auswahl der Jury eine so große Schnittmenge gibt.
Unser heutiger Buchtipp befindet sich auch auf der Liste und zwar gleich auf Platz 1. Allerdings nur, weil Bronsky im Alphabet ganz vorne ist.
Hier kommen Sie zur Auflistung, zu den Leseproben und vielen anderen Informationen.

IMG_5630

Alina Bronsky: „Baba Dunjas letzte Liebe“
Kiepenheuer&Witsch € 16,00
als eBook € 13,99
Bei Roof Music als Hörbuch auf CD, gelesen von Sophie Rois € 19,99

„Wenn ich mich in meinem Alter noch über Menschen wundern würde, käme ich nicht mehr zum Zähneputzen.“

Vor ein paar Tagen haben wir hier das Buch „Ein Leben mehr“ von Jocelyne Saucier vorgestellt, in dem alte Menschen sich für Einsamkeit in den kanadischen Wäldern und somit für ein selbstbestimmtes Leben und Sterben entscheiden. Gestern war das Buch „Zimmer frei in Nagasaki“ auf dem Blog, in dem es um Einsamkeit und Lebensplanung geht und heute nun das neue Buch von Alina Bronsky „Baba Dunjas letzte Liebe“, das sich ausgezeichnet in diese Reihe der schmalen, intensiven Romane einfügt.
Alina Bronsky kam als Kind mit ihren Eltern aus Russland nach Deutschland, ihr Vater war Kernphysiker und sie lernte erst hier die deutsche Sprache und landete gleich einen großen Erfolg mit „Scherbenpark“. „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ war in allen New Yorker Buchhandlungen als englischen Übersetzung zu finden und jetzt sind wir bei der alten Baba Dunja, die sich entschließt in die Todeszone von Tschernobyl zurückzukehren. Gegen alle Warnungen, gegen den Willen ihrer Tochter zieht sie wieder in ihr altes Haus ein, das mittlerweile von Spinnen bewohnt ist. Sie ist sich der Gefahren bewusst, hat sie doch als Krankenschwester nach dem Reaktorunglück von 1986 missgebildete und tote Kinder zur Welt gebracht. Ihr Mann ist gestorben, das Leben ihrer Tochter nicht in geregelten Bahnen und ein Leben mit ihr kann sich Baba Dunja nicht vorstellen. Sie wird ihre Enkelin wohl nie sehen und kann deren Briefe, die sporadisch ankommen, nicht lesen, da sie nicht auf russisch geschrieben sind.
Im Dorf herrscht Stille. Ausser den Vogelstimmen und dem morgendlichen Krähen des Hahnes gibt es keine Geräusche. Ein paar Nachbarn von früher wohnen (wieder) hier und es existiert ein altes Telefon mit Wählscheibe, das manchmal funktioniert. Ihr verstorbener Mann ist immer bei ihr und ihr innigster Gesprächspartner.

„Jegor hat meine Füße geliebt. Er hat mir verboten, barfuß zu laufen, weil Männern schon beim Anblick meiner Zehen heiß wurde. Wenn er jetzt vorbeischaut, dann zeige ich auf die Wülste in den Trekkingsandalen und sage: Siehst du, was von der Pracht übrig geblieben ist? Und er lacht und sagt, sie seien immer noch hübsch. Seit er tot ist, ist er sehr höflich, der Lügner.“

Diese Lebensgemeinschaft der alten Menschen hat sich ganz bewusst für diese Lebensweise entschieden, wohl wissend, dass sie alle selbst strahlen wie Atomkraftwerke. Doch ein abgeschobenes Leben in der normalen Gesellschaft ist für sie nicht mehr denkbar. Ihr Leben ist einfach, der Weg zum Einkaufen, auf die Post ist eine kleine Reise, Medikamente sehr wertvoll. Doch sie haben ihre Gärten und auch sonst alles, was sie für’s (Über)leben und Sterben brauchen. Es ist ein Leben, wie aus der Welt gefallen. Doch die Wirklichkeit holt auch sie in der Todeszone ein. Ein Mann taucht mit seiner kleinen Tochter auf und behauptet, hier leben zu wollen, da seine Tochter todkrank sei. Das stellt sich allerdings als Lüge und Racheakt an seiner Ehefrau heraus. Daraus entwickelt sich eine eigene Dynamik, die mit der Inhaftierung von Baba Dunja endet. Aber nicht mit dem Buch, denn die alte Dame erlangt dadurch überregionale Bekanntheit, von der sie gar nichts erahnt.
Alina Bronsky hat ein intensives, schönes, auch freches Buch geschrieben, das trotz der Tragik der Geschichte viele positive Eindrücke hinterlässt.

Sophie hat auf ihrem tollen Literatourismus-Blog ein Interview mit Alina Bronsky zu diesem Buch gemacht.

Leseprobe
______________________

Dank unserer „Sozialen Cent-Tasse“ die früher „Soziales Cent-Schwein“ hieß, bis sie verschwand und die wir wegen der 99-Cent-Preise bei Büchern installiert haben) konnten wir wieder Spendengelder unserer Kunden weitergeben.
Diesmal waren es drei Kisten Hygieneartikel, die gestern vom Laster des Ulmer Tafelladens abgeholt worden sind.
Vielen Dank für die vielen kleinen und oft sehr großzügigen Spenden.

IMG_5596

Freitag

Heute haben Albrecht Goes * 1908
Michael Hamburger * 1924
und Bruno Ganz * 1941
Geburtstag.
Heute, im Jahre 1832 ist Goethe gestorben.
_________________________

5099946454720

L’Arpeggiata: „Mediterraneo“
Christine Pluhar
Virgin Classics € 24,99
CD und DVD

Hier klingt es wirklich authentisch und ganz nah und wir merken, dass Musik grenzenüberschreitend ist, wie ein Nomadenstamm. Musik darf sich auch gar nicht an Grenzen halten, sondern muss die Freiheit haben, überall aufzutauchen. In verschiedenen Varianten und Arten, in Anklängen und Adaptionen.
Christine Pluhar hat hier wieder ein einmalig gutes Händchen bewiesen und Musik, Orchester und Solisten ergeben ein richtig gutes Kunstwerk.
_____________________________

Seit gestern gibt es einen unabhängigen Blog über ein „anderes Ulm„.
Unsere Buchhandlung ist der erste Eintrag auf der Seite.
Ich bin sehr gespannt, was noch alles kommt und freue mich über diese Erwähnung.
Wenn Ihnen etwas „anderes“ in Ulm einfällt: Einfach dort hinschreiben.
Anderes Ulm
Viel Erfolg!