Dienstag,12.November

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Heute haben
Oskar Panizza * 1853
Hans Werner Richter * 1908
Michael Ende * 1929
Geburtstag.
Aber auch Neil Young, Grace Kelly, Loriot und Auguste Rodin.
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Heute auf dem Gedichtekalender:

Heinrich Lersch (1889-1936)
November

Es weint ein schmerzlich
Lied sich durch den Wald,
ist’s Vogel- oder Menschenton?
Ist es der Wind, der Äste geigt?

Der Nordwind hat sich aufgemacht,
er fegte erst die Felder kahl;
dann ging er durch den Sommerwald
und nahm die bunten Stimmen mit
und trank der Blätter grünes Blut.

Nun deckt ein Schleier, grau und dicht,
das welke Antlitz der Natur,
dass niemand ihren Kummer sieht.
Es weint ein schmerzlich Lied
sich durch den Wald.
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Joan M. Lexau: „Das ist gut! Das ist schlecht!“
Der amerikanische Bilderbuch-Klassiker – Erstmals auf Deutsch
Mit Illustrationen von Aliki
Deutsch von Kathrin Köller
Prestel Verlag € 15,00
Bilderbuch ab 3 Jahren

1963 kam dieses Bilderbuch zum ersten Mal im Original heraus. Kaum zu glauben, dass es erst jetzt eine deutsche Übersetzung davon gibt. Das ist schlecht. Das Bilderbuch hat den Charme der vergangenen Jahre, aber einen Witz, der heute noch genau so funktioniert. Das ist gut.
Die Geschichte ist schnell erzählt. Ein Tiger will im Urwald einen Jungen fressen. Der meint jedoch, dass er zu müde sei, um vor dem Tiger zu flüchten. Der Junge erzählt dem Tiger nun eine Räuberpistole, wie er von einem Nashorn gejagt worden ist.
Links sehen wir immer das Gesicht des Jungen und rechts das des Tigers. In der Mitte des Bildes sehen wir die erzählte Verfolgungsjagd.
Tiger kommentiert nun jede Sequenz mit: „Das ist gut!„, oder „Das ist schlecht„. Das wechselt von Seite zu Seite, da der Junge in seiner Geschichte wahnsinnige Kapriolen einbaut. Ob der Junge den Tiger mit seiner Verwirrgeschichte überlisten kann, verrate ich natürlich nicht.
Ein Blick in die Leseprobe lohnt sich.
Ansonsten einfach in den Buchladen kommen und dann gleich auch noch das Ende lesen.

Leseprobe
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Wir hatten einen unglaublichen guten, schönen und sehr interessanten Abend mit Priya Basil. Solche Gäste hätten wir gerne mehr.

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Mittwoch, 6.November

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Heute haben
Robert Musil * 1880
Michael Cunningham * 1952
Karin Fossum * 1954
Geburtstag
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Conrad Ferdinand Meyer
Novembersonne

In den ächzenden Gewinden
Hat die Kelter sich gedreht,
Unter meinen alten Linden
Liegt das Laub hoch aufgeweht.

Dieser Erde Werke rasten,
Schon beginnt die Winterruh –
Sonne, noch mit unverblassten,
Goldnen Strahlen wanderst du!

Ehe sich das Jahr entlaubte,
Gingen, traun, sie müßig nie,
Nun an deinem lichten Haupte
Flammen unbeschäftigt sie.

Erst ein Ackerknecht, ein Schnitter,
Und ein Traubenkoch zuletzt
Bist du nun der freie Ritter,
Der sich auf der Fahrt ergetzt.

Und die Schüler, zu den Bänken
Kehrend, grüßen jubelvoll,
Hingelagert vor den Schenken,
Dich als Musengott Apoll.
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9783462053388

Jakob Hein: „Die Orient-Mission des Leutnant Stern“
Kiepenheuer&Witsch Verlag Taschenbuch € 11.00

So aberwitzig und verrückt kann Geschichte sein. Kaum zu glauben, dass Deutschland den türkischen Sultan dazubringen wollte, den Dschihad auszurufen. Mittlerweile wäre das ein Unding, da sich die Zeitläuften entgegengesetzt entwickelt haben.
Jakob Hein, der Berliner Lesebühnenautor und Autor frecher, witziger Romane hat sich hier an ein historisches Thema herangewagt.
Als Deutschland im Ersten Weltkrieg merkt, dass die Lage schwierig wird, sucht die oberste Kriegsführung verzweifelt nach Lösungsmöglichkeiten, um den Krieg noch zu gewinnen. Sie greifen nach jedem Strohhalm und nehmen die Idee des Leutnant Sterns auf, der vorschlägt, den Suezkanal in die Luft zu sprengen und damit den wichtigsten Verbindungsweg der Engländer zu blockieren. Die Sache verläuft sich und Stern wird dafür mit 14 afrikanischen Kriegsgefangenen nach Konstantinopel geschickt, um mit diesen muslimischen Soldaten den Sultan zu überzeugen, dass er den Dchihad ausruft. Denn wenn alle muslimischen Männern der östlichen Welt zusammen gegen die Engländer und Franzosen kämpfen, ist das mit dem Sieg eine leichte Sache.
Verkleidet als Zirkustruppe machen sich Stern, die Männer aus Afrika und ein paar hohe Militärs auf Richtung Osten.
Jakob gibt in jedem seiner Kapitel einer anderen Person eine Stimme und treibt damit seine Geschichte genial voran.
Ein sehr skurilen Roman, in dem es viel zu wundern und schmunzeln gibt.
Ist es möglich, dass dies wirklich stattgefunden hat? Unglaublich.

Leseprobe
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Nicht vergessen.
Heute abend ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung.
Priya Basil: „Gastfreundschaft“
Eintritt: € 8,00
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Samstag, 2.November

Unsere nächsten Veranstaltungen in unserer Buchhandlung:

Dienstag, 5.November um 19 Uhr
„Die 1.Seite“

Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt: frei

Clemens Grote liest aus:
Ocean Vuong: Auf Erden sind wir kurz grandios
Abubakar Adam Ibrahim: Wo wir stolpern und wo wir fallen
David Wagner: Der vergessliche Riese
Lorenzo Spirito: Das Buch der Schicksale

 

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Mittwoch, 6.November um 19 Uhr
Priya Basil: „Gastfreundschaft“

Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt € 8,00

»Ich lade dich ein.« Ein Satz, der Vorfreude weckt: auf einen anregenden Abend bei leckerem Essen und guten Gesprächen. Doch die berühmte Gastfreundschaft ist noch viel mehr als das – sie ist ein vielseitiges Geben und Nehmen, das Familie, Freunde und Fremde einschließt und in jeder Kultur etwas anders ist. Die in London geborene, in Kenia aufgewachsene und heute in Berlin lebende Autorin Priya Basil erzählt von den indisch-kenianischen Traditionen ihrer Familie, von einer unerwarteten Einladung zum Spargelessen und einer Massenspeisung in einem Sikh-Tempel mitten in Berlin. Sie hält ein leidenschaftliches Plädoyer für ein gastfreundliches Europa und lädt dabei immer wieder in ihre eigene Küche ein. Denn die besten Gespräche führt man bekanntlich an einem reich gedeckten Tisch: über Gott und die Welt, Politik und Kultur und über die Frage, ob es eigentlich bedingungslose Gastfreundschaft gibt.

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Bildrechte: Insel Verlag

Priya Basil ist eine britisch-indische Schriftstellerin. Sie wuchs in Kenia auf, studierte in Großbritannien und lebt heute in Berlin. Ihre Romane wurden für zahlreiche Preise nominiert. Sie schreibt regelmäßig für Lettre International und verschiedene Tageszeitungen. Basil ist Mitbegründerin von Authors for Peace.

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