Donnerstag, 22.Februar

Heute haben
Johannes Reuchlin * 1355
Arthur Schopenhauer * 1788
Hugo Ball * 1886
Sean O’Faolain * 199
Jane Bowles * 1917
Danilo Kis * 1935
Arnon Grünberg* 1971
Geburtstag
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Theodor Storm
Februar

Im Winde wehn die Lindenzweige,
von roten Knospen übersäumt;
Die Wiegen sind’s, worin der Frühling
die schlimme Winterzeit verträumt.

O wär im Februar doch auch
wie’s andrer Orten ist es Brauch,
bei uns die Narrheit zünftig!

Denn wer, solang das Jahr sich misst,
nicht einmal herzlich närrisch ist,
wie wäre der zu andrer Frist
wohl jemals ganz vernünftig!
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Frisch ausgepackt:


Ann-Sophie Henne, Robin Jüngling, Annika Le Large: „Miese Krise
Alles, was du über den Klimawandel wissen musst
Katapult Verlag € 22,00

Die Auswirkungen des Klimawandels werden das Leben auf der ganzen Erde verändern, auch bei uns. Wie konnte es dazu kommen? Und was bringt die Zukunft? In Miese Krise fassen Ann-Sophie Henne und Robin Jüngling kompakt zusammen, was wir alle über diese Krise wissen müssen. Ihr Buch, liebevoll illustriert von Annika Le Large, macht Mut, für Veränderung und Zusammenhalt einzustehen. Denn auch wenn es sich oft nicht so anfühlt: Wir alle können Einfluss auf den Ausgang dieser Geschichte nehmen.
Dazu teilen die AutorInnen ihr Buch in einzelne Kapitel auf und fassen darin passende Themen in kleine, handliche Artikel auf.
z.B.: Heute – Wir heute, Ursachen, Biodiversität, Mensch, Boden, Wasser, Luft, Landwirtschaft, Tierhaltung
Morgen – Wir 2030, Kipppunkte, Co2-Budget, 1,5 Grad versus 2 Grad, Wir 2100
Weitere Kapitelüberschriften lauten: Ungleichheit, Kommunikation, Klimagefühle, Mythen, Wandel.
In der jetzigen Wochen-taz gibt es zwei Seiten mit der Überschrift: Erneuerbare Emotionen während der Klimakatastrophe. Darauf wird auch hier eingegangen mit den Stichworten: Abwehr, Angst, Schuld, Trauer, Wut, Hoffnung.
Ein handliches Buch, das nochmals verucht uns aus der Komfortzone zu locken, für unsere Erde zu kämpfen, aber dabei nicht den Mut zu verlieren.

Ann-Sophie Henne, Robin Jüngling und Annika Le Large machen mit @nachhaltig.kritisch seit 2019 jungen und unabhängigen Klimajournalismus. Auf Instagram und allen gängigen Podcast-Plattformen beschäftigen sie sich mit Klimathemen und hinterfragen den Status Quo der grünen Filterblase.
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Heute abend geht es raus aus der Buchhandlung und rein ins Haus der Begegnung und dann mit Elena Fischers Debüt: „Paradise Garden“ u.a. in den 17. Stock, in dem sich Autobahngeräusche in Meeresrauschen verwandeln können.


Lesung mit Elena Fischer
19 Uhr im Haus der Begegnung
Eintritt € 10,00

Donnerstag, 8.Februar


Heute haben
Jules Vernes * 1828
Theodor Lessing * 1872
Martin Buber * 1878
Heinrich Spoerl * 1887
Siegfried Kracauer * 1889
Ludwig Marcuse * 1894
Eva Strittmatter * 1930
Gert Jonke * 1946
John Grisham * 1955
Geburtstag.
Aber auch Paula Modersohn-Becker und James Dean.
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Winfried Hermann Bauer
Omen

Wieder
Steigt Rauch
Aus alten Kaminen
Wie Weihrauchschwaden
Weht er
Durch die Geistesschlingen der Zeit
Irrlichternd
Vor Einfältigen und Eiferern
Die sich über Brandopferaltäre
Beugen
Immer wieder
Oder sich wortvergessen
Einem lichtlosen Himmel
Zuwenden
Unter dem sie verglühen
Aufrecht
Wie Krieger
Die sich selbst Gewalt antun
Indem sie ihren Schmerz mit Feuer artikulieren
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Bastelspaß nicht nur für die Sommerferien.


Sabine Lohf: „Sommer, Sonne, Sand und mehr!
Kunterbunt + kinderleicht
Gerstenberg Verlag € 16,00

Gastern haben wir Kinder- und Jugendbücher des Gerstenberg Verlages ausgepackt und eingeräumt.
So ein Bastelspaß im Sommer mit Sonne und Sand springt mir gleich ins Auge, weil die Sehnsucht nach Frühling doch schon sehr groß ist.
Sabine Lohf folge ich auf Instagram und es tut immer gut, ihre kreativen, einfachen Bastelsachen anzuschauen. Auch hier brauchen wir nicht viel und müssen nicht unbedingt im Fachgeschäft Bastelmaterial einkaufen. Es sind die Schätze aus der Natur, oder einfache Dinge aus dem Haushalt, die für die hierzu notwendig sind.
Ein Clownfisch aus Pappteller, Filzsandalen, einen Sonnenhut, Mücken fangende Frösche als Spiel, Sonnen in den verschiedensten Varianten, ein richtigen Leuchtturm und eine Fee für das Mitsommernachtsfest werden hier vorgestellt. Aber auch ein Wiesenblumenkranz für ein Blütenfest, ein Rindenboot zum Schwimmenlassen.
Kinderleichte Anleitungen für Kunstwerke zum Verschenken, Dekorieren und Spielen.


Es lohnt sich ein Blick auf die Webseite von Sabine Lohf, denn auch hier ist der Kreativität keine Grenze gesetzt.

www.sabinelohf.de
https://www.instagram.com/sabinelohf/
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Unsere Veranstaltung mit Elena Fischer und ihrem Buch „Paradise Garden“ haben wir in den Felix Fabri Saal im Haus der Begegnung verlegt. Unsere Buchhandlung wurde einfach zu klein.

Elena Fischer: „Paradise Garden“
Haus der Begegnung, Grüner Hof 7, Ulm

Beginn 19 Uhr
Eintritt € 10,00


Vielen Dank für die tolle Kooperation.

Mittwoch, 7.Februar


Heute haben
Thomas Morus * 1477
Charles Dickens * 1812
Sinclair Lewis * 1885
Ernst Ginsberg * 1904
Paul Nizon * 1905
Herbert Eisenreich * 1925
Doris Gercke * 1937
Geburtstag
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978-3-15-019112-5

“Februar”
Herusgegeben von Christine Schmidjell und Evelyne Polt-Heinzl
Reclam Verlag € 6,00

Wieder sind es fast 70 Gedichte, die hier in das Februar-Heftchen aufgenommen worden sind und wieder ist kein Goethe dabei. Die beiden Damen halten an ihrem Prinzip fest.

Dafür dichtet sich Ringelnatz schon in den Karneval:

Es braust ein Ruf wie Donnerhall,
Berta, wir gehn zum Faschingsball,
Zu Karnevallerie Krawall,
Pot-Pickles, Mixed-Pourri und Drall.
Denn mancherlei im Leben
vielerlei!
Das man nicht sagt, läßt tanzen sich und gröhlen
Und köstlich ist ein unverbindlich Küssen.

In der Anthologie hat es auch Überschriften wie “Das wilde Treiben”, “Ballgeflüster”, “Frühlingserwartung” und “Vorfrühling”. Wir bleiben jedoch noch bei den Rubriken “Immer noch Winter” und “Stille Februartage”. Wer weiß, was noch alles vom Himmel fällt.

Christian Friedrich Hebbel
Winter-Landschaft

Unendlich dehnt sie sich, die weiße Fläche,
bis auf den letzten Hauch von Leben leer;
die muntern Pulse stocken längst, die Bäche,
es regt sich selbst der kalte Wind nicht mehr.

Der Rabe dort, im Berg von Schnee und Eise,
erstarrt und hungrig, gräbt sich tief hinab,
und gräbt er nicht heraus den Bissen Speise,
so gräbt er, glaub’ ich, sich hinein ins Grab.

Die Sonne, einmal noch durch Wolken blitzend,
wirft einen letzten Blick auf’s öde Land,
doch, gähnend auf dem Thron des Lebens sitzend,
trotzt ihr der Tod im weißen Festgewand.

Joseph von Eichendorff
Winternacht

Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab nichts, was mich freuet,
Verlassen steht der Baum im Feld,
Hat längst sein Laub verstreuet.

Der Wind nur geht bei stiller Nacht
Und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seinen Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.

Er träumt von künft’ger Frühlingszeit,
Von Grün und Quellenrauschen,
Wo er im neuen Blütenkleid
Zu Gottes Lob wird rauschen.

Richard Dehmel
Winterwärme

Mit brennenden Lippen,
unter eisblauem Himmel,
durch den glitzernden Morgen hin,
in meinem Garten,
hauch ich, kalte Sonne, dir ein Lied.

Alle Bäume scheinen zu blühen;
von den reifrauhen Zweigen
streift dein Frühwind
schimmernde Flöckchen nieder,
gleichsam Frühlingsblendwerk;
habe Dank!

An meiner Dachkante hängt
Eiszapfen neben Zapfen,
starr,
die fangen zu schmelzen an,
Tropfen auf Tropfen blitzt,
jeder dem andern unvergleichlich,
mir ins Herz
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Achtung, es gibt eine Änderung.
Die Veranstaltung mit Elena Fischer haben wir ins Haus der Begegnung verlegt.
Unsere Buchhandlung wurde einfach zu klein dafür.

Also: Donnerstag, 22.Februar um 19 Uhr
Elena Fischer. „Paradise Garden“
Haus der Begegnung
, Felix Fabri Saal
Grüner Hof 7, 89073 Ulm

Ich danke für die tolle Kooperation.

Freitag, 12. Januar

Heute haben
Charles Perrault * 1628
Johann Heinrich Pestalozzi * 1746
Jakob Michael Reinhold Lenz * 1751
Jack London * 1876
Daniil Charms * 1905
Alice Miller * 1923
Haruki Murakami * 1949
David Mitchell * 1969
Geburtstag
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Rok
nordlicht 52

es ist stille sie öffnet
die tür
zwischen raum und zeit
und hat mich verraten ich
weiß nicht mehr wo unten
oder noch weiter unten ist
der schwarze vorhang bleibt zu
dein mund scheint rot
und weich wie der
mond in einer nacht wo
die bunten blätter der
herbstbäume fallen
als ob sie den zustand
der bedrohlichen dunkelheit
nicht akzeptieren
du sagst du kannst
die stille zerreißen
wie ein stück papier
und liebst den geruch
der einsamen straßen
wann fährt der erste
zug morgen
richtung osten da wo
die sonne aufgeht

aus: „Die Zärtlichkeit des Schneemanns“ € 10,00
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Antje Damm: „Was passiert denn da?
Gerstenberg Verlag € 16,00


Die große Illustratorin und Bastlerin hat mal wieder ein Buch ohne Worte veröffentlicht. Ja, was passiert denn da, wenn ich mir ein Bild auf der rechten Seite anschaue und dann, nachdem ich mir viel überlegt habe, umblättere und jedes Mal überrascht bin, was sich Antje Damm ausgedacht hat? Zwei Bilder, eine Geschichte und ganz viel zu erzählen.
Das Mädchen mit dem blauen Hund ist traurig. Warum? Umblättern und wir sehen, wie sie ihm neue Ohren anklebt. Viel Obst und Gemüse auf dem Teller und zack! entsteht ein (fast) gesundes, aber auf jeden Fall lustiges Abendbrot. Aber was macht die Schnecke auf der Blume? Tja, einfach mal ins Buch schauen.
Mal gezeichnet, mal fotografiert oder collagiert, laden die Bilder zum gemeinsamen Schauen, Staunen, Lachen und Raten ein.
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Aktuell als Forsetzungsroman in der Südwest Presse,
am Donnerstag, den 22.Februar ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung.

Donnerstag, 11.Januar


Heute haben
Helmut Zenker * 1949
Diana Gabaldon * 1952
Jasper Fforde * 1961
und Katharina Hacker * 1967
Mathias Énard * 1972
Geburtstag
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Franz Grillparzer
In der Fremde

Schon bin ich müd zu reisen,
Wärs doch damit am Rand!
Vor Hören und vor Sehen
Vergeht mir der Verstand.

So willst du denn nach Hause?
Ach nein, nur nicht nach Haus!
Dort stirbt des Lebens Leben
Im Einerlei mir aus.

Wo also willst du weilen,
Wo findest du die Rast,
Wenn übrall du nur Fremde,
Die Heimat nirgend hast.
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Unser Buch-, Lese-, Veranstaltungstipp:


Elena Fischer: „Paradise Garden
Diogenes Verlag € 23,00

Am Donnerstag, den 22.Februar liest Elena Fischer ab 19 Uhr aus ihrem Debüt „Paradise Garden“ bei uns in der Buchhandlung. Die Platzreservierungsliste füllt sich schon.

Ab dem 8. Januar finden Sie „Paradise Garden“ als Fortsetzungsroman in der Südwest Presse.
Jürgen Kanold machte in der SWP vom vergangenen Montag ein Interview mit Elena Fischer das Sie hier in der Leseversion finden.
Vielen Dank an die Südwest Presse Ulm. Vielen Dank an Jürgen Kanold.

„Das Leben feiern“
Ein trauriges, ein tröstliches, ein tolles Buch über eine 14-Jährige, die ihre Mutter
verliert und ihren Vater sucht: „Paradise Garden“ von Elena Fischer.

Ein Beitrag von Jürgen Kanold / SWP

Elena Fischer hat gerade ihren dreijährigen Sohn im Kindergarten abgegeben, jetzt sitzt sie im Auto auf dem Parkplatz und hat Zeit für ein Telefongespräch. „Paradise Garden“ heißt ihr gefeiertes Debüt, das nominiert war für den Deutschen Buchpreis. Es ist ein wunderbar leicht und berührend geschriebener Roman über das Erwachsenwerden, über die Suche nach Glück: über eine 14-Jährige, die mit ihrer Mutter in einer Hochhaussiedlung lebt. Sie haben nicht viel Geld, aber sie machen es sich schön, mit viel Fantasie und Optimismus. Der erste Satz aber rüttelt sofort auf: „Meine Mutter starb diesen Sommer.“ Unter diesem Vorzeichen steht der Roman, dann erzählt Billie rückblickend: vom Leben mit ihrer Mutter, von ihren Träumen, bis die Großmutter aus Ungarn den Alltag durcheinanderbringt. Und nach dem Tod der Mutter beginnt ein Abenteuer: Billie macht sich in einem alten Nissan auf, ihren unbekannten Vater zu finden. Ein trauriges, ein tröstliches, ein mitreißendes Buch.
Wer ist Elena Fischer? Wer ihren Namen googelt, landet ganz schnell bei Schlagerstar Helene Fischer. Die Autorin lacht und nimmt’s gelassen, „ist eben so, diese Namensähnlichkeit“.
Sie stellt sich vor: „Ich bin 1987 in Speyer geboren, wuchs aber auf der baden-württembergische Seite des Rheins auf, in einem Einfamilienhaus mit jüngerem Bruder in Neulußheim. Fürs Studium bin ich 2007 in Mainz gelandet, Literatur- und Filmwissenschaft, denn in Hildesheim und Leipzig war ich für die Studiengänge Kreatives beziehungsweise Literarisches Schreiben abgelehnt worden.“

Jürgen Kanold: Sie wollten schon immer schreiben?

Elena Fischer: Ja, aber ich habe überhaupt nicht ans Veröffentlichen gedacht. Wenn man nicht in einer Großstadt, in einem Akademikermilieu groß wird, dann ist diese Welt der Bücher weit weg. Ich hatte keine Eintrittskarte in den Literaturbetrieb. Aber ich habe schon immer Tagebuch geschrieben und mache das bis heute.

Auch Billie, Ihre Heldin, schreibt ja alles auf. Diese Erzählperspektive einer 14-, 15-Jährigen ist Ihnen sehr überzeugend gelungen.

Vielen Dank! Wobei mir die Idee, dass Billie schreibt, erst spät gekommen ist. Sie kann mit dem Schreiben ihre Gefühle verarbeiten, lernt so, mit dem Tod ihrer Mutter umzugehen, ihren eigenen Weg zu finden. Diese Geschichte liest sich so fesselnd wie selbst erlebt. Ich kann mich mit den Gefühlswelten identifizieren, kann viele Entscheidungen, die meine Figuren treffen, gut nachvollziehen. Aber es ist klar, dass es keine autofiktionale Geschichte ist. Meine Eltern haben zwar ungarische Wurzeln, aber „Paradise Garden“ ist reine Fantasie. Meine Eltern haben schnell gemerkt, dass die Geschichte nichts mit unserem Leben zu tun hat. (lacht)

Der Titel bezieht sich auf einen Eisbecher . . .

„Paradise Garden“, so heißt der große Eisbecher, den Billie liebt, den sie sich aber nur selten leisten kann. Aber der Titel steht für viel mehr: dafür, wie gut es Billie und ihrer Mutter gelingt, das Beste aus allem zu machen, das Leben zu feiern. Es sich gut gehen lassen können, das ist eine bewundernswerte Eigenschaft. Auch spielt der Titel auf die Vertreibung aus dem Paradies an, und ich mag es, dass der Titel auf Englisch ist, weil Amerika für Billies Mutter ein Sehnsuchtsort ist, etwas Unerreichbares.

Ihre Sprache ist sehr bildhaft, filmisch geradezu. Kein Zufall?

Ich interessiere mich sehr für Filme, für ihre Ästhetik. Und liebe die Filme von Sofia Coppola oder Wim Wenders, die gleichzeitig eine Leichtigkeit und eine Schwere haben. Ich habe versucht, diese Stimmung in Literatur zu übersetzen.

„Paradise Garden“ schreit geradezu nach einer Verfilmung.

Dazu darf ich jetzt leider nichts sagen . . .

Wie gehen Sie damit um, dass Ihr Roman so erfolgreich ist?

Mein Leben fühlt sich nicht anders an. Ich sitze nicht im schwarzen Rollkragenpullover stunden-
lang in Berliner Cafés und mache auf Schriftstellerin, schaue dort tagträumerisch in die Luft. Was
da jetzt passiert, ist im Grunde das, was ich mein ganzes Leben schon mache: Ich strenge mich
an, weil es mir um die Sache geht, weil ich Lust dazu habe, einen Roman zu schreiben, und jetzt haben es halt die Leute mitbekommen, dass ich mich angestrengt habe.

Ihr Roman spricht ein Publikum aus drei Generationen an.

Ja, zu meinen Lesungen kommen auch Teenager mit ihren Eltern. Und sehr viele alte Männer, was
mich total erstaunt! Die sind superbegeistert.

Werden Sie oft darauf angesprochen, dass „Paradise Garden“ an Wolfgang Herrndorfs Bestseller
„Tschick“ erinnert?


In jedem Interview! Und ich sage auch Ihnen, dass ich „Tschick“ nicht gelesen habe und füge
nach wie vor hinzu, dass ich auch gar keine Lust mehr habe, das Buch zu lesen. Das Thema ist für
mich durch, einen Coming-of-Age-Roman habe ich jetzt selbst geschrieben. (lacht) Aber klar,
der Vergleich mit „Tschick“ ist natürlich ein Riesenkompliment.