Donnerstag, 20.Februar

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Heute haben
Johann Heinrich Voß * 1751
Heinz Erhardt * 1909
Julia Franckh * 1970
Geburtstag
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„Was wäre ein Apfel ohne -sine, was wären Häute ohne Schleim,
was wär die Vita ohne -mine, was wär’n Gedichte ohne Reim?“
Heinz Erhardt
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Oliver Jeffers: „Die Fabel von Fausto“
Übersetzt von Anna Schaub
Nordsüd Verlag € 18,00
Bilderbuch ab 5 Jahren

»Du gehörst mir«, sagt Fausto zur Blume, zum Schaf und zum Berg. Und sie alle unterwerfen sich ihm, obwohl der Berg sich lange weigert. Aber am Ende verbeugt er sich doch vor Fausto.  Genug ist nicht genug. Fausto will mehr. Ja, das Meer soll es sein. So fährt er mit einem kleinen Schiff ins weite Blau und fordert seinen Besitz. Das Meer jedoch bleibt gelassen. Soll er doch drohen, brüllen und mit den Füßen aufstampfen. Also verlässt Fausto seinen sicheren Untergrund und will auf dem Wasser toben. …

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Oliver Jeffers ist ein Großmeister der Illustration und auch hier hat er wieder ein Kunstwerk hingelegt. Der Strich, die Farben, der Text ergeben eine immer aktuelle Fabel von Gier, Macht, Besitz.

Donnerstag, 26.Juli

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Heute haben
George Bernard Shaw * 1856
André Murois * 1885
Aldous Huxley * 1894
und halt auch Mick Jagger * 1943
Geburtstag
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Rudolf G.Binding
Mond und Trinker

Schlaf ein, o Mond,
schlaf ein auf meinem Becher.
Ich seh dir zu.
Ich seh dir zu, o Mond, – ein Zecher
so still wie du.

So still wie du,
mit dir und fast gestorben
durchwandle ich ein nächtliches Bereich.
Wir sehn uns zu.
Du trinkst aus meinem Becher:
und wir sind gleich.
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Für meinen Sohn Harland.
ich habe dieses Buch in den ersten zwei Monaten deines Lebens geschrieben, als ich versuchte, mir auf das Ganze einen Reim zu machen.

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Oliver Jeffers:Hier sind wir
Anleitung zum Leben auf der Erde
Aus dem Amerikanischen von Anna Schaub
Bilderbuch ab 5 Jahre
NordSüd Verlag € 16,00

Ja! Ein neues Bilderbuch von Oliver Jeffers, dem wir die beiden Bilderbücher mit den Farbstiften und die Elchgeschichte, und und und verdanken.
Jeffers ist Vater geworden und hat seinem Sohn, diesem neuen Neuankömmling etwas in die Hand gegeben, was man auf dieser Welt, über diese Welt wissen muss.
Aber auch: „Achte gut auf die Erde, denn es ist die einzige, die wir haben.
Verantwortung, Toleranz, Respekt sind genauso wichtig, wie ein großes Interesse an der Erde. Es gibt Momente der Ruhe, aber meist rast die Zeit an uns vorbei. Deshalb rät er seinem Sohn, seine Tage zu nutzen. Es gibt Tage für die Arbeit und die Nacht zum Schlafen. Berge und das tiefe Meer. Wir wissen sehr viel, aber längst noch nicht alles. Und da es nur diese eine Welt gibt, sollten wir achtsam mit ihr, mit uns umgehen.
Eines ist Oliver Jeffers sehr wichtig: Wenn sein Sohn eine Frage hat, so ist er in seiner Nähe. Und wenn dann mal doch nicht, gibt es seine Familie und viele viele andere, sehr unterschiedliche Menschen.
Oliver Jeffers schreibt diese Botschaft in wenigen Worten auf und mit vielen großartigen Bildern. Ich wünschte mir ein großes Poster, ein Kalender, damit man es an die Wand hängen kann.

„Wollen wir eine neue Regel einführen?
versuche immer etwas netter zu sein, als du eigentlich sein müsstest?“
J.M.Barrie

Donnerstag

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Heute haben
Friedrich de la Motte Fouqué * 1777
Lou Andreas-Salomé * 1861
Gerhard Rühm * 1911
Janwillem van de Wetering * 1931
Barbara Honigmann * 1949
Geburtstag.
Und es ist der Todestag von Thomas Bernhard.
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Oliver Jeffers: „Steckt“
Deutsch von Anna Schaub
Bilderbuch ab 4 Jahren
NordSüd Verlag

Das Original „Stuck“ erschien schon 2011 in den USA und jetzt kommt das geniale Bilderbuch in seinem deutschsprachigen Verlag heraus, der sich in den letzten Jahren sehr um ihn bemüht hat. „Dieser Elch gehört mir“ war genauso witzig, wie „Die Hugis. Ich war’s nicht“. Jeffers Geschichten sind überdreht. Auf den ersten Augenblick und dann wird uns klar, dass er nur genau hinschaut. So spielen Kinder, so verhalten sie sich, wenn sie streiten, wenn sie einen Freund suchen, oder wenn sie unbedingt etwas wiederhaben wollen. Und das auf eigene Faust. „Mach ich selber!“, diesen Satz hören wir doch oft und es ist oft zum Verzweifeln, wenn wir schauen, wie Kleinen sich abmühen, aber wir ihnen nicht zur Hilfe eilen dürfen.
Hier steckt Floyds Drachen in einer Baumkrone fest. Um ihn wieder runterzukriegen, wirft Floyd alles Mögliche und Unmögliche in Richtung Krone. Erst den einen Schuh, dann den andern. Und dann alles, was ihm in die Hände gerät. Seine Katze, eine Leiter, einen Farbeimer und allerlei Dinge, die im Haushalt zu finden sind. Dazu muss er allerdings auch zum Schraubendreher greifen, um die Haustür auf den Baum zu pfeffern. Und dann wirds es ganz wild. Ein Schiff, sein Haus (mitsamt der rufenden Mamá), einen Orang-Utan, einen Wal wirft er in den Baum, der jedoch alles festhält und nichts ausspuckt. Als dann die Feuerwehr zum Helfen kommt, ist sie auch keine Rettung und landet, natürlich, im Baum. Bis, ja plötzlich und ganz langsam und ruhig und unangestrengt, sein roter Drachen wieder zu Boden segelt. Floyd ist ausser sich vor Freude und spielt den ganzen Nachmittag mit ihm, bis er müde und zufrieden in seinem Bett liegt. Aber irgendetwas hat er vergessen, so scheint ihm. Durch sein Schlafzimmerfenster sehen wir im Dunkeln den Baum stehen und wenn wir zur letzte Seite umblättern, fordert der Feuerwehrhauptmann seine Jungs zum Durchhalten auf. Er hat eine Idee!
Ja, wirklich, eine tolle Idee, dieses Bilderbuch, in dem sich Oliver Jeffers und Floyd so richtig austoben. Solche Szenen aus dem Kinderzimmer kennen wir doch. Wenn da der Plüschwal durchs Zimmer segelt und das Plastikhaus hinterher. Jeffers arbeitet viel mit Farben, die die Gefühle von Floyd widerspiegeln und schafft es mit wenigen Strichen eine wilde Geschichte weiterzugeben.
Auf der Leseprobe können Sie 18 Seiten im Buch blättern. Es lohnt sich.
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Am Rosenmontag ist es soweit.
Wir starten mit der Nullnummer von Literalotto.
Es gilt Musen zu kennen, Bücher zu raten und einem Zufallsbuch zuzuhören.
Es gibt einen Ehrengast und ein spontanes Gedicht.

Für alle Faschingsmuffel, die trotzdem etwas Lustiges erleben wollen,
der ideale Termin.
Wir beginnen um 19 Uhr.
Tätää!
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Aus der „1.Seite“ am 3.März wird „Shortlistlesen
Clemens Grote liest aus den fünf Romanen, die in der Endauswahl
zum Leipziger Buchpreis stehen.

Ursula Ackrill: “Zeiden, im Januar”
Teresa Präauer: “Johnny und Jean”
Norbert Scheuer: “Die Sprache der Vögel”
Jan Wagner: “Regentonnenvariationen”
Michael Wildenhain: “Das Lächeln der Alligatoren”

Danach stimmen wir wieder ab und schauen gespannt, ob sich die Jury in Leipzig
am 12.März an unseren Vorschlag hält.
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