Mittwoch, 11.März

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Heute haben
Karl Krolow * 1915
Janosch * 1931
Douglas Adams * 1952
Marion Brasch * 1961
Leena Lehtolainen * 1964
Geburtstag
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Christian Morgenstern
Der Mond

Als Gott den lieben Mond erschuf,
gab er ihm folgenden Beruf:
Beim Zu- sowohl wie beim Abnehmen
sich deutschen Lesern zu bequemen,
ein a formierend und ein z –
daß keiner groß zu denken hätt‘.
Befolgend dies ward der Trabant
ein völlig deutscher Gegenstand.
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„Marimekko“
50 Postkarten, 50 Motive in einer Box mit Klappdeckel
DuMont Verlag € 16,00

Diese kleine Box mit den bunten Karten fällt sofort ins Auge. Der schwarze Bändel, mit dem man den Kartenblock herausnehmen kann, die verschiedensten Designs sind verlockend. Marimekko ist eine finnische Firma, die aussergewöhnliche Farben und Formen zusammensetzen und auf Kleidung, Wäsche und viele andere Dinge überträgt.
Gerade habe ich gesehen, dass die Box in China hergestellt worden ist. So etwas geht gar nicht. Daran habe ich beim Einkauf nicht gedacht. Jetzt sind sie jedoch da und die Karten können uns den Alltag am Schreibtisch verschönern und als Postkarte aus dem Briefkasten gefischt, machen sie weltweit Freude.

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Unsere Veranstaltungen mit
Pryia Basil im Museum für Brot und Kunst,
Gerárd Scappini und Verena Güntner bei uns im Buchladen
wurden abgesagt und/oder verschoben.

Donnerstag, 26.September

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Heute haben
Truman Capote * 1924
Élie Wiesel * 1928
Dorothee Sölle * 1929
Jurek Becker * 1937
und Cecelia Ahern * 1981
Geburtstag
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„Venice is like eating an entire box of chocolate liqueurs at one go.“

Truman Capote (1924-1984)
Observer (London, 26.11.1961)
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

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John Hare: „Ausflug zum Mond“
Moritz Verlag € 14,00
Ein Bilderbuch für Klein und Groß

Schulausflug zum Mond : Ein omnibusartiges Gefährt bring eine kleine Gruppe Kinder zur Exkursion auf den Mond. Ein kleines Mädchen mit Malblock und Stiften bleibt immer etwas abseits, während die anderen Krater erklimmen, Schluchten überspringen und Berge bestaunen. Sie sitzt und malt die Erde von oben. Müde geworden schläft sie ein und oh Schreck, alle sind weg und das Raumschiff auch.

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Traurig beginnt sie wieder zu malen und nun tauchen hinter ihr ganz neugierige Wesen aus dem Sand auf und schauen ihr über die Schulter, fasziniert von ihrem Tun. Nach anfänglichem Fremdeln werden Farben verteilt und mit Begeisterung wird der Mond bunter, denn gemalt wurde hier ja noch nie….

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Das Raumschiff kehrt zurück, alle sind glücklich, besonders die Wesen vom Mond: Das Mädchen hat ihnen die Farben dagelassen. Also , wenn der Mond mal ganz anders aussieht, wissen wir warum !
Ein Bilderbuch ganz ohne Worte voller Spaß und Freude.

Freitag, 5.Oktober

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Heute haben
Denis Diderot * 1713
Kasimir Edschmid * 1890
Oswald Wiener * 1935
Václav Havel * 1936
Ulrich Ritzel * 1940
Peter Ackroyd * 1949
Charlotte Link * 1963
Geburtstag.
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Christian Morgenstern
Der Mond

Als Gott den lieben Mond erschuf,
gab er ihm folgenden Beruf:

Beim Zu- sowohl wie beim Abnehmen
sich deutschen Lesern zu bequemen,

ein a formierend und ein z –
dass keiner groß zu denken hätt‘.

Befolgend dies ward der Trabant
ein völlig deutscher Gegenstand.
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Buchtipp des Tages:

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Néhémy Pierre-Dahomey:Die Zurückgekehrten
Aus dem Französischen von Lena Müller
Edition Nautilus
160 Seiten, € 19,90

Ich habe den Roman auf dem E-Reader gelesen und war sehr erstaunt, als ich im Nachhinein erfahren habe, dass Néhémy Pierre-Dahomey ein Autor und keine Autorin ist. So einfühlsam werden hier Frauenschicksale beschrieben. Im Mittelpunkt Belliqueuse Louissaint, Belli genannt, die zu Beginn auf einem Seelenverkäufer die Flucht von Haiti in die USA versucht. Das Schiff gerät in einen gewaltigen Sturm, sie verliert ihren Sohn ans Meer und sie kommt gestrandet zurück. Belli baut sich eine neue Existenz in einer Siedlung für Menschen, die nichts haben, auf. Ihr Ehemann taugt nicht zum Vater, verbringt, viel Zeit mit anderen Frauen und Alkohol. Unter ihrem Dach wachsen ihre eigenen und Kinder von anderen Müttern auf.
Die meisten Versuche, ein besseres Leben zu erringen sind zum Scheitern verurteilt, so dass Belli sich zur Adoption ihrer beiden Töchter Belial und Luciole entscheidet. Ihr Sohn hat einen Weg aus der Siedling gefunden. Landet jedoch in der Kriminalität.
Luciole verschwindet in den USA und Belial lebt in Frankreich.
Die Bindung zwischen Mutter und ihrer Tochter Belial ist so stark, dass sie versuchen, sich wiederzufinden.
Néhémy Pierre-Dahomey hat eine eigene Sprache für diese Schicksale gefunden. Wir lachen beim Lesen, sind erstaunt über seine Wortfindungen und Satzkonstruktionen. Seine sprachlichliche Leichtigkeit trifft auf den brutalen Alltag auf Haiti. Skurrile Szenen und einfühlsame Beschreibungen wechseln sich ab und lassen uns das Buch in einem Rutsch verschlingen.

Für mich war diese eine Entdeckung und ein Lesegenuss der Sonderklasse, nach dem ich zuvor einige Bücher enttäuscht zur Seite gelegt habe.

Néhémy Pierre-Dahomey wurde 1986 als Kind eines Pastors in Port-au-Prince, Haiti, geboren und lebt seit 2013 in Paris. Er hat Philosophie in Port-au-Prince und Paris studiert und über Henri Bergson gearbeitet. „Die Zurückgekehrten“ ist sein Debütroman, er wurde mit dem Prix Révélation 2017 der Société des Gens de Lettres, mit dem Prix de soutien Cino Del Luca auf Vorschlag der Académie Française sowie mit dem Prix Carbet des Lycéens de la Caraïbe 2018 ausgezeichnet.

Lena Müller, geboren 1982, studierte Literarisches Schreiben, Kulturjournalismus und Erwachsenenbildung. Sie arbeitet als freie Übersetzerin und Autorin und wurde bereits zweimal mit dem Internationalen Literaturpreis für ihre Übersetzungen ausgezeichnet, u. a. 2016 gemeinsam mit Shumona Sinha für „Erschlagt die Armen!“.