Montag, 23.Juli

Heute ist Schwörmontag, der Nationalfeiertag in Ulm.
Zusätzlich ist heute blogfrei und trotzdem melden wir uns kurz zu Wort.

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Jastram, die letzte Buchhandlung vor den Sommerferien.

Morgen, am Dienstag, den 24.Juli, stellen wir Ihnen ab 19 Uhr Romane für den Urlaub vor. Alte und neue Taschenbücher, mal dünn, mal sehr dick. So dass Sie auch je nach Platz im Koffer, oder im Rucksack entscheiden können, welches sie mitnehmen wollen.
Es sind alte und neue Bücher. Romane, in denen gereist wird, oder einfach flott zu lesende Bücher, die zum Teil schon etwas vergessen sind.

Mit in unserem Bücherbus ist Marion Weidenfeld, die aus vier Büchern vorlesen wird.

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen.
Das Jastram-Team

Freitag, 30.Juni

Heute haben
Friedrich Theodor Fischer * 1807
Georges Duhamel * 1884
Czeslaw Milosz * 1911
Philippe Jacottet * 1925
Assia Djebar * 1936
José Emilio Pacheco * 1939
Juli Zeh * 1974
Geburtstag.
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Friedrich Theodor Vischer
Lyrische Gänge

»Lyrische Gänge?
Willst du dir schaden?
Kritischer Gänge
Reiskameraden?«

»Machst uns Gedanken!
Neben dem Richten
Muß wohl erkranken
Fröhliches Dichten.«

»Rauh sind die Gänge:
Steinige Wege,
Stoß im Gedränge,
Schwindliche Stege!«

»Hast du nicht Schwingen?
Kannst du nicht schweben,
Wolken durchdringen,
Himmelan streben?«

– Trunkenes Wiegen
Bleibe mir ferne!
Ohne zu fliegen
Find‘ ich die Sterne.

Laß mich vertrauen,
Daß mir das Auge,
Träumend zu schauen,
Immer noch tauge.

Magst du mich sehen
Leiden und streiten,
Lasse mich gehen,
Lasse mich schreiten.

Fuß über Grüften
Fest auf dem Festen,
Haupt in den Lüften,
So ist’s am besten.
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Bilderbuch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur (Juli 2015).
Sie sehen, das Buch ist nicht neu, aber…..

Alice Melvin:Emma kauft ein
Aus dem Englischen von Susanne Weber
Kunstmann Verlag € 16,95

Zehn Sachen stehen auf Emmas ungewöhnlicher Einkaufsliste:

Rosen, die gelb blüh’n,
einen Schlauch, am liebsten grün,
dunkle Trauben, saftig-süße,
ein Paar Rollschuh‘ für die Füße,
einen weißen Kakadu.
ein schnarrendes Metallkazoo,
einen Teppich, alt genug,
einen rot-gestreiften Krug,
eine Tarte, mit Obst belegt,
einen Lolli, der schön klebt.

Also zieht Emma los und kauft in ihrer Stadt, in ihrer Straße ein.
Sie surft nicht im Netz, geht nicht ins Einkaufszentrum, sondern entdeckt zehn kleine Läden, die von außen verführerisch aussehen und in denen sich innen Welten auftun, wenn wir die Buchseiten aufklappen.
Haushaltswaren, Früchte und Gemüse, Spielzeuge bis unter die Decke, eine Tierhandlung und ein Musikalienhändler, bei dem unter dem Dach Musik gemacht wird. Emma bekommt tausend zauberhafte Dinge zu sehen, denn was stapelt sich nicht alles Leckeres, Nützliches, Wohlriechendes, Interessantes, Schönes und Besonderes in den Regalen?
Sie arbeitet alle Dinge ab, die auf ihrer Einkaufsliste stehen. Das Gedicht wird immer kürzer und kürzer, bis sie im Blumenladen steht und nach gelben Rosen fragt. Sie sieht zwar jede Menge schöner Blumen, die in allen Farben blüh’n. Aber gelbe Rosen hat die Blumenhändlerin leider nicht.
Man kann wohl doch nicht alles kaufen.
Aber was versteckt sich eigenlich hinter diesem verschwunschenem Tor. Emma schlüpft hinein und steht vor dem schönsten und größten Rosenstock mit hunderten von gelben Blüten.
Das nostalgisch anmutende Kinderbuch ist ideal zum Vorlesen und zum Entdecken. Die Seiten aufzuklappen ist nicht einfach, deshalb sollte eine helfende Hand dabei sein, damit das Buch nicht gleich vernudelt aussieht. Und gemeinsam macht es eh viel mehr Spaß.
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Kommenden Dienstag liest Marion Weidenfeld aus vier neuen Büchern.
Um 19 Uhr geht’s los.

Samstag

Heute haben
Marie von Ebner-Eschenbach * 1830
Sherwood Anderson * 1876
J.B. Priestley * 1894
Roald Dahl * 1916
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Gestern abend haben wir beim shortlistlesen abgestimmt und sind zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen.
Zwei Titel lagen abgeschlagen hinten, es gab ein starkes Mittelfeld mit Stimmengleichheit und ein Siegerbuch, das mit Abstand die meisten Stimmen unseres Publikums bekam.

Foto

Heinrich Steinfest:“Der Allesforscher“ wurde zum Sieger unseres shortlistlesens gewählt. Dieses Ergebnis leiten wir an die Jury des Deutschen Buchpreises weiter und warten gespannt, was sie am 6.Oktober offiziell verkünden.
Vielen Dank nochmals an die Vorleser Marion Weidenfeld und Clemens Grote, an die Helferlein und natürlich an die BesucherInnen.
Ach, bevor ich es vergesse: Das nächste shortlistlesen steht auch schon fest. Irgendwann vor der Leipziger Buchmesse im Frühjahr 2015. Aber bis dahin haben wir noch jede Menge Bücher gelesen und hoffen, dass auf der Auswahlliste zum Leipziger Buchpreis genauso gute Bücher vertreten sind, wie hier für den deutschen Buchpreis.
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HeuteWo wir benutztes Geschirr hinstellen von Peter Gruenlich

Peter Grünlich, Wanda Friedhelm: „Wo wir benutztes Geschirr hinstellen“
Männer und Frauen in überwiegend lustigen Grafiken
Noch mehr Neues von graphittiblog.de
Heyne Verlag € 9,99
als eBook € 8,99

Wie viele Grüntöne kann das weibliche Auge unterscheiden, wie viele das männliche? Was rührt Männer zu Tränen und was Frauen? Und welche Geschenke bekämen Männer gerne, wenn Frauen sagen, es gebe wirklich gar nichts, was man ihm noch schenken könnte? Nach den Bestsellerhits „Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt“ und „Was wir tun, wenn es an der Haustür klingelt“ gibt es jetzt neue witzige Tortendiagramme und Grafiken, die uns die kleinen Unterschiede zwischen Männern und Frauen erklären .
Irgendwann beim Durchblättern beginnt man/frau einfach mit Lächeln, Lachen und Losprusten.

Themen sind u.a.: Exfreunde und Exfreundinnen sind genauso ein Opfer der Tortendiagramme, wie: Was sie ihm/er ihr erzählt und was wirklich dahintersteckt. Oder wann Paare wirklich glücklich sind. Na klar: Nicht nach 2 Wochen, nicht nach 7 Jahren, sondern wenn sie mit anderen Paaren zusammen sind. Wieviele Liebschaften Frauen und Männer hatten, in Wirklichkeit, in Gedanken und was sie jeweils ihren FreundInnen erzählen. Was Frauen meinen, wenn sie „Bitte?“ sagen. Was Männer verstehen, wenn Frauen „Bitte?“ sagen. „Mach doch, was du willst!“ bedeutet wirklich jeweils das Gegenteil.
Was tun bei offen herumliegende Handys – nicht beachten ode reinspickeln?  Die berühmte Klodeckel-Frage, Gesprächsthemen beim Essen, wenn sie gekocht hat und wenn er gekocht hat, wenn das Baby schreit, Ordnung auf dem Badezimmerregal, und wer den alten Opel Corsa zum TÜV fährt. Na, das ist einfach: Sie natürlich!

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(Bildrechte bei den Autoren. Noch mehr dieser Grafiken finden Sie in der Leseprobe)

Vita Peter Grünlich:

18% langweiliger Job
16% unschönes Familienleben
7% Exzesse mit Kumpels
3% lustige Buchprojekte
56% ermüdende Schul- und Studienjahre

Leseprobe