Donnerstag, 12.September

2.Platz beim Leky-Wettbewerb

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Der DuMont Verlag schreibt:

Den großen Erfolg von „Was man von hier aus sehen kann“ haben wir der Begeisterung unzähliger Buchhändlerinnen und Buchhändler zu verdanken, die das Buch mit so viel Herzblut und Hingabe verkauft haben, dass wir nur staunen konnten. Wir haben das Ganze allerdings nicht ausschließlich bestaunen, sondern auch prämieren wollen: Anlässlich der Taschenbuch-Veröffentlichung haben wir kurzerhand den »Leky-Flächen-Produktivitäts-Wettbewerb« ausgelobt.

Den ersten Platz hat dabei die Barbara Buchhandlung Moers belegt, die auf einer Ladenfläche von 48 Quadratmetern sensationelle 428 Exemplare verkauft hat. – Das sind 8,92 Exemplare pro Quadratmeter. Was für ein Ergebnis!

Hier die weiteren Platzierungen:
Ulmer Bücherstube in Ulm, 516 Exemplare auf 80 m² = 6,45 Exemplare pro m²
Buchhandlung Shakespeare und So … in Mainz, 426 Exemplare auf 70 m² = 6,08 Exemplare pro m²
Cervantes & Co in Feldkirch in Österreich, 151 Exemplare auf 25 m² = 6,04 Exemplare pro m²
Büchers Best in Dresden, 166 Exemplare auf 37 m² = 4,49 Exemplare pro m²

Und, weil es so knapp war, haben wir auch noch Platz 6 vergeben, und zwar an Baskerville Bücher in Köln mit 160 Exemplaren auf 40m² = 4 Exemplare pro m².

Wir gratulieren den Gewinnerbuchhandlungen ganz herzlich, danken für die Teilnahme und natürlich für diesen gemeinsamen Bucherfolg!

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Und wir danken unseren KundInnen., denn Sie haben uns zu diesem 2.Platz verholfen.

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Wir haben einen kleinen Stapel von Mariana Leky signierte Taschenbücher an der Kasse liegen. Wir verschenken 10 Exemplare. Also schnell schnell. Reservieren Sie sich ein Exemplar.

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Taschenbuch € 12,00
gebunden       € 20,00
Hörbuch         € 20,00 gelesen von Sandra Hüller
E-Book             €  9,95

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Dienstag, 4.September

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Heute haben
Francois Chateaubriand * 1768
Leonard Frank * 1882
Antonin Artaud * 1896
Richard Wright * 1908
Per Olof Sundman * 1922
Joan Aiken * 1924
Thorsten Becker * 1958
Geburtstag
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Conrad Ferdinand Meyer
Die Veltlinertraube

Brütend liegt ein heißes Schweigen
Über Tal und Bergesjoch,
Evoë und Winzerreigen
Schlummern in der Traube noch.

Purpurne Veltlinertraube,
Kochend in der Sonne Schein,
Heute möcht‘ ich unterm Laube
Deine vollste Beere sein!

Mein unbändiges Geblüte,
Strotzend von der Scholle Kraft,
Trunken von des Himmels Güte,
Sprengte schier der Hülse Haft!

Aus der Laube niederhangend,
Glutdurchwogt und üppig rund,
Schwebt‘ ich dunkelpurpurprangend
Über einem roten Mund!
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

9783423762342

Axel Rühle:Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst
Illustriert von Axel Scheffler
dtv junior € 12,95
Kinderbuch ab 7 Jahren

Zippel, ist ein kleines Schlossgespenst, aber wohnt nicht, wie wir wohl meinen, in einem grossen alten Schloss, sondern sein Zuhause ist ein Türschloss. Es lebt bei Paul und seinen Eltern in einer Altbauwohnung ganz zufrieden und unentdeckt. Eines Tages hört Paul merkwürdige Geräusche in der Tür und nach großem beiderseitigem
Misstrauen beginnt die Freundschaft von Paul und Zippel. Zippel hat ständig Quatsch im Kopf und Paul hat jede Menge zu tun, um ihn davon abzuhalten. Das Unglück naht, nachdem der Hausmeister es endlich an der Zeit findet, das alte Türschloss gegen ein neues auszutauschen. Zippels Zuhause ist plötzlich in Gefahr….
Für Zippel gerät die Welt aus den Fugen, zumal er ja solche Angst vor den Erwachsenen hat.

„Oh,oh, oh“, sagte Zippel. „Das ist sicher ein Awachsana.“
„Ein was ?“
„Ein Awachsana.“
“ Meinst Du ein Erwachsener?“, fragte Paul
„Oh ja, oh ja, oh ja. Awachsana sind böse. Alle sehr böse. Also verrat mich nicht. Ja?“

Ein liebevoll, witziges Vorlese und Selbstlesebuch , am Besten vorgetragen von einem Awachsanan, der Spaß dabei ist garantiert.
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Heute abend, Dienstag, 4.September um 19 Uhr
„Die erste Seite“
Wir stellen vier neue Bücher vor.

Clemens Grote liest aus:

Hugo Boris: Polizisten
Claire Messud: Das brennende Mädchen
Lisa Halliday: Asymetrie
Michael Kumpfmüller: Tage mit Ora

Eintritt frei
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Freitag, 7.September um 20 Uhr
Mariana Leky: „
Was man von hier aus sehen kann“

Lesung im Roxy Ulm
Eintritt € 12,00
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Vielen Dank noch einmal an Siyou und Hellmut Hattler für das tolle spontane Konzert.

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Dienstag, 24.Juli

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Heute haben
Alexandre Dumas d.Ä. 1802
Frank Wedekind * 1864
Hermann Kasack * 1896
Banana Yoshimoto * 1964
Geburtstag.
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Heute auf dem Gedichtekalender:

Theodor Storm
Mondlicht

Wie liegt im Mondenlichte
Begraben nun die Welt;
Wie selig ist der Friede,
Der sie umfangen hält!

Die Winde müssen schweigen,
So sanft ist dieser Schein;
Sie säuseln nur und weben
Und schlafen endlich ein.

Und was in Tagesgluten
Zur Blüte nicht erwacht,
Es öffnet seine Kelche
Und duftet in die Nacht.

Wie bin ich solchen Friedens
Seit lange nicht gewohnt!
Sei du in meinem Leben
Der liebevolle Mond!
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

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Mariana Leky:Erste Hilfe
DuMont Verlag € 11,00

Die Erzählerin wohnt mit Sylvester , einem Frauenheld, der sich gerne im Badezimmer versteckt, wenn mal wieder eine seiner Freundinnen auftaucht, zusammen. Sie selbst arbeitet zur Studienfinanzierung in einem kleinen Zoogeschäft, eingeengt zwischen Vögeln, Meerschweinchen, Mäusen und Aquarien. Dort lernt sie auch Matilda kennen, die regelmässig für ihre Fische einkauft. Gesprochen wird nicht viel, bis sie eines Tages einen kleinen Jungen beobachten, der sich ein Meerschwein unter die Jacke schiebt und von den beiden nicht aufgehalten wird.
“ un haben wir ein Geheimnis“, sagt Matilda und ihre Freundschaft beginnt. Matilda ist nun ständiger Gast in der kleinen WG, bekommt eines Tages einen riesigen Hund geschenkt, der auch hier seinen festen Platz findet. Matilda weigert sich eines abends nach hause zu gehen, sie kann aus lauter Angst keine Strasse mehr überqueren und behauptet verrückt zu werden. Selbstverständlich darf sie dort einziehen und nun wird gemeinsam versucht Matilda von ihren Ängsten zu befreien.
Dies ist der erste (2004 erschienene) Roman von Mariana Leky und auch hier sind es wieder skurille, liebenswerte Menschen und Frau Lekys wunderbare Sprachbasteleien, die mir einen großen Lesespaß bereitet haben.

Ein Gespräch mit Mariana Leky über ihren ersten Roman „Erste Hilfe“:

„Wie hilft man einer Freundin, die Angst davor hat, die Straße zu überqueren?
In Ihrem Roman ›Erste Hilfe‹ nehmen drei Freunde den Kampf mit einem unheimlichen Gegner auf.“

ML: „In Freundschaften teilt man alles Schöne, und auch das, was unheimlich ist. Das unheimliche ist in diesem Fall eine Angst, die derartig an einem rüttelt, dass man glaubt, den Verstand zu verlieren. Mich hat interessiert, was geschieht, wenn eine so sperrige Angst in einer Freundschaft herumsteht – was man sich einfallen lässt, um das Leben wieder leichter zu machen.“

„Es ist bemerkenswert, wie fürsorglich die drei Freunde miteinander umgehen und manchmal sehr lustig, auf welche Ideen sie kommen, bei dem Versuch die Angst zu bezwingen. Ist dieser Umgang mit psychischen Störungen in unserer Gesellschaft üblich?“

ML: „Nein, es ist ja auch nicht leicht, unverkrampft mit einer Verkrampfung umzugehen.
Außerdem werden solche ‚komischen‘ Ängste und Phobien ja oft als peinlich bewertet. Oder als kindisch. Deswegen passieren sie, solange es geht, im Stillen. Ich glaube, keiner, der Angst vor Supermärkten hat, wird sich Ihnen – wenn er überhaupt noch einkaufen geht – zwischen Kühlregal und Wursttheke mit den Worten ‚Ich fürchte mich‘ in die Arme werfen. Solche Ängste laufen größtenteils unsichtbar ab.“

„Matilda hat Angst davor, über die Straße zu gehen. Warum haben Sie gerade diese Angst gewählt, gibt es einen besonderen Grund?“

ML: „Ich habe mir diese Angst ausgesucht, weil man mit ihr sofort aufgeschmissen ist. Eine Mäusephobie oder eine Flugangst macht das Leben nur in bestimmten Situationen kleiner. Eine Angst vor Straßen lässt den Lebensradius sofort zusammenschrumpeln. Man kann dieser Angst kaum ausweichen. Außerdem hat mir diese Angst gleich eingeleuchtet (allerdings leuchten mir fast alle Ängste gleich ein). Straßen können zu Ungeheuern werden. Jeder, der – wie ich gestern – gefühlte fünf Minuten lang auf einer vierspurigen Straße stand, mit drei Einkaufstüten in den Armen, umrauscht von Autos, wird bestätigen können: schön ist was anderes.“

„Man hat beim Lesen das Gefühl, dass diese Geschichte nur in einer Stadt spielen kann.“

ML: „Stimmt, Matildas Angst benötigt ein städtisches, größeres Publikum. Aber vor allem brauchte ich für die Liebesgeschichte einen großzügigen Stadtplan.“

„Apropos Liebe! Schon in Ihren Erzählungen ›Liebesperlen‹ schienen Ihre Figuren nicht besonders viel Glück mit der Liebe zu haben.“

ML: „Ich habe eher den Eindruck, dass die Figuren – bei aller Untröstlichkeit – trotzdem Glück in der Liebe haben; sie rütteln nur an den falschen Türen. Es stehen immer welche mit offenen Armen um sie herum.“

„Man hat beim Lesen das Gefühl, dass diese Geschichte nur in einer Stadt spielen kann.“

ML: „Stimmt, Matildas Angst benötigt ein städtisches, größeres Publikum. Aber vor allem brauchte ich für die Liebesgeschichte einen großzügigen Stadtplan.“

„Apropos Liebe! Schon in Ihren Erzählungen „Liebesperlen“ schienen Ihre Figuren nicht besonders viel Glück mit der Liebe zu haben.“

ML: „Ich habe eher den Eindruck, dass die Figuren – bei aller Untröstlichkeit – trotzdem Glück in der Liebe haben; sie rütteln nur an den falschen Türen. Es stehen immer welche mit offenen Armen um sie herum.“

Mariana Leky kommt am Freitag, den 7.September ins Ulmer Roxy.
Der Vorverkauf läuft.