Freitag, 12.April

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Heute haben
Alexander Ostrowski * 1823
Gustav Lübbe * 1918
Tom Clancy * 1947
Antje Ravic Strobel * 1974
Geburtstag
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Ostergeschichten von Silvia Trummer

Gelb ist die Farbe der Saison, sagt die Verkäuferin in der Modeabteilung, die Leute hätten in diesem kalten Frühling ein Bedürfnis danach, obwohl es nicht allen stehe.
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Susanne Link empfiehlt:

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Andreas Schlüter: „City Crime – Der Lord von London“
Tulipan Verlag € 12,00
Jugendbuch ab 10 Jahren

Nachdem die Geschwister Finn und Joanna schon in Florenz, Prag, Berlin, Paris
und Stockholm „ermittelt“ haben, sind sie nun mit ihrer Mutter in London
gelandet – auf dem Kinderfest der Queen, im Garten des Buckingham Palastes.
Und genau dort spricht sie ein entfernter Verwandter der Königsfamilie an
und bittet um Mithilfe bei der Aufklärung des legendären Postraubes.

Ziemlich spannend und mit großartiger Landeskunde erzählt Andreas Schlüter
für Jungs und Mädchen ab 10 Jahren.
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In den nächsten Wochen gibt des Anke Raums Hühner.
Jeden Sonntag unter dieser Adresse.
Viel Vergnügen.

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Am kommenden Mittwoch ist das Theater Ulm wieder Gast bei uns.

Wort-ReichDie Lesereihe: Sagenhaftes und Gespenstisches
Mittwoch, 17. April 2019, 19 Uhr, Kulturbuchhandlung Jastram, Eintritt: € 8,00

Als sich die Menschen noch untereinander durch Erzählen unterhielten, waren Legenden und Sagen beliebter abendlicher Gruselstoff. So verbreiteten sich diese Geschichten über Ländergrenzen hinweg, unter anderem auch die von jenem mit einem Fluch belegten Seefahrer, der nur durch die Liebe einer Frau erlöst werden kann. Richard Wagner vertonte die Sage vom Fliegenden Holländer in seiner gleichnamigen Oper – die Neuinszenierung am Theater, aber auch der aktuelle Ballettabend „Das kalte Herz“ sind Anlass für „Wort-Reich“, eine literarische Reise in die Fabelwelt der übernatürlichen Wesen und seltsamen Erscheinungen zu unternehmen. Gewidmet haben sich dieser faszinierenden Sphäre ja nicht nur dubiose Groschenheft-Schreiber, sondern stets auch Dichter von Rang. Aus der Fülle an unheimlichen Geschichten der Literaturgeschichte stellen Ihnen die Schauspieler Stephan Clemens und Nicola Schubert gemeinsam mit Chefdramaturg Dr.Christian Katzschmann Werke aus alter oder jüngerer Vergangenheit vor: ein Lektüre-Abend mit Gänsehaut-Charakter, aber auch Heiterkeit, musikalisch begleitet vom Oboisten Felix Goldbeck.
Karten gibt es direkt in der Buchhandlung.

Samstag, 14.Januar

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Heute haben
John Dos Passos * 1896
Anatoli Rybakow * 1911
Rudolf Hagelstange * 1912
Yukio Mishima * 1925
Marek Hlasko * 1934
Andreas Steinhöfel * 1962
Geburtstag
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Zadie Smith:London NW
Aus dem Englischen von Tanja Handels
Goldmann Taschenbuch € 9,99

Als das Buch im Original herauskam, hat es die New York Times zu einem der zehn besten Romane des Jahres 2013 gewählt und jetzt ist es als Taschenbuch erschienen.

London NW ist der Nordwesten der Metropole, weit weg der Touristenströme, weit weg von dem, was wir in den Reisefüher finden und sicher nicht die Gegend, in der wir uns als Urlauber aufhalten wollen. Es ist Caldwell, ein Stadtteil mit allen Nationen der Welt, versammelt in Sozialwohnungen und Hochhaussiedlungen, so wir es aus vielen anderen Grossstädten kennen. Schreibt Jagoda Marinic u.a. über den Wedding in Berlin im Winter mit all seiner Kälte, so ist es hier in diesem Multikulti-Stadtteil Sommer. Die Hitze ist groß und die Verzweiflung der Personen nicht weniger klein. Dabei hat der Roman eine sehr komische, witzige Seite, die Zadie Smith sehr gut mit dem Tragischen verbindet.
Vier Personen, zwei Pärchen stehen im Mittelpunkt. Leah, Natalie, Felix und Nathan. Alle vier sind in dieser Gegend aufgewachsen und haben gehofft diesen (auch gefährlichen) Stadtteil zu verlassen. Aber nur Natalie scheint als Anwältin die Einzige zu sein, die es wirklich geschafft hat. Auf ihren Dinnerpartys treffen sich viel hohle Leute, mit denen Leah und Michel nichts anfangen können. Leah und Natalie (die diesen Namen angenommen hat und eigentlich Keisha heisst) sind seit ewigen Zeiten Freundinnen. Und wenn Leah viel in Club herumgehangen ist und auch Drogen nahm, war Natalie zielstrebig, fast erfolgssüchtig. Sie hat mittlerweile eine Familie mit zwei Kindern und wohnt in einem vikorianische Häuschen. Leah hingegen arbeitet als einzige Weiße in einem Büro und ihr Mann versucht vergeblich ein Kind mit ihr zu machen. Was jedoch nicht klappen kann, da sie heimlich die Pille nimmt. Sie merken schon, da brodelt es. Als ganz zu Beginn des Romans eine Fremde an der Tür von Leah klingelt und sie um Geld bittet, eskalieren die Ereignisse und die vier Personen geraten aus ihren abgefahren Wegen.
Und Zadie Smith dreht die Schraube noch weiter. Ihr Sprachstil ist komprimiert und aufs Nötigste verkürzt. Hier gibt es keine ausschweifenden Beschreibungen und lange Schachtelsätze. Smith hat gestrichen und somit den Szenen eine sehr genaue Wirklichkeit verpasst. Sie springt von einem zum anderen Kapitel. Von einer Zeit zu einer anderen. Nur als sie die Geschichte von Natalie/Keisha erzählt, sind alle Abschnitte durchnummeriert. Von 1 bis 185. Das könnte das Spiegelbild ihrer geplanten Karriere sein. Aber was bleibt, ist auch eine große Leere und der Neid auf die anderen. Zadie Smiths Hauptpersonen sind die beiden Frauen. Es sind ihre Lebenswege, die sie interessiert und an die sich mit ihrer Sprache annähert.
London NW„, das im Englischen nur „NW“ heisst, besticht durch seine Sprache, durch seinen eigenwilligen Stil und seine Mischung aus Komödie und Tragodie. Smith hat diesem Stadtteil, in dem sie selbst aufgewachsen ist, einen Roman gewidmet und es lohnt sich sehr, ihn zu lesen.

Leseprobe

1. Dienstag im Monat = 1.Seite

Heute haben
Francis Jammes * 1868
Marion Gräfin Dönhoff * 1909
Botho Strauß * 1944
T.C.Boyle * 1948
Doron Rabinovici * 1961
Geburtstag.
Aber auch Maria Callas.
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Denis Scheck interviewt T.C. Boyle

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Das Beste vom Besten aus dem Januar 2014:

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Zadie Smith:London NW
Aus dem Englischen von Tanja Handels
Kiepenheuer&Witsch Verlag € 19,99
Auch als eBook erhältlich.

Was natürlich schön zusammenpasst: der heute angekündigte Vertreter kommt vom selben Verlag. Bin mal gespannt, was er zu diesem Buch zu berichten hat.
Die New York Times hat es zu einem der zehn besten Romane des Jahres 2013 gewählt. Das ist ja auch ein Wort.

London NW ist der Nordwesten der Metropole, weit weg der Touristenströme, weit weg von dem, was wir in den Reisefüher finden und sicher nicht die Gegend, in der wir uns als Urlauber aufhalten wollen. Es ist Caldwell, ein Stadtteil mit allen Nationen der Welt, versammelt in Sozialwohnungen und Hochhaussiedlungen, so wir es aus vielen anderen Grossstädten kennen. Schreibt Jagoda Marinic u.a. über den Wedding in Berlin im Winter mit all seiner Kälte, so ist es hier in diesem multikulti Stadtteil Sommer. Die Hitze ist gross und die Verzweiflung der Personen nicht weniger klein. Dabei hat der Roman eine sehr komische, witzige Seite, die Zadie Smith sehr gut mit dem Tragischen verbindet.
Vier Personen, zwei Pärchen stehen im Mittelpunkt. Leah, Natalie, Felix und Nathan stehen im Mittelpunkt. Alle vier sind in dieser Gegend aufgewachsen und haben gehofft diesen (auch gefährlichen) Stadtteil zu verlassen. Aber nur Natalie scheint als Anwältin die Einzige zu sein, die es wirklich geschafft hat. Auf ihren Dinnerpartys treffen sich viel hohle Leute, mit denen Leah und Michel nichts anfangen können. Leah und Natalie (die diesen Namen angenommen hat und eigentlich Keisha heisst) sind seit ewigen Zeiten Freundinnen. Und wenn Leah viel in Club herumgehangen ist und auch Drogen nahm, war Natalie zielstrebig, fast erfolgssüchtig. Sie hat mittlerweile eine Familie mit zwei Kindern und wohnt in einem vikorianische Häuschen. Leah hingegen arbeitet als einzige Weisse in einem Büro und ihr Mann versucht vergeblich ein Kind mit ihr zu machen. Was jedoch nicht klappen kann, da sie heimlich die Pille nimmt. Sie merken schon, da passiert etwas. Als ganz zu Beginn des Romans eine Fremde an der Tür von Leah klingelt und sie um Geld bittet, eskalieren die Ereignisse und die vier Personen geraten aus ihren abgefahren Wegen.
Und Zadie Smith dreht die Schraube noch weiter. Ihr Sprachstil ist komprimiert und aufs Nötigste verkürzt. Hier gibt es keine ausschweifenden Beschreibungen und lange Schachtelsätze. Smith hat gestrichen und somit den Szene eine sehr genaue Wirklichkeit verpasst. Sie springt von einem zum anderen Kapitel. Von einer Zeit zu einer anderen. Nur als sie die Geschichte von Natalie/Keisha erzählt, sind alle Abschnitte durchnummeriert. Von 1 bis 185. Das könnte das Spiegelbild ihrer geplanten Karriere sein. Aber was bleibt, ist auch eine große Leere und der Neid auf die anderen. Zadie Smiths Hauptpersonen sind die beiden Frauen. Es sind ihre Lebenswege, die sie interessiert und an die sich mit ihrer Sprache annähert. Die Männer gehören dazu, sind aber fast Beiwerk.
London NW, das im Englischen nur NW heisst, besticht durch seine Sprache, durch seinen eigenwilligen Stil und seine Mischung aus Komödie und Tragodie. Smith hat diesem Stadtteil, in dem sie selbst aufgewachsen ist, einen Roman gewidmet und es lohnt sich sehr, ihn zu lesen.
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Werner Färbers Ungereimtheiten der Woche
UNGEREIMTHEIT DER WOCHE (aus der Tierwelt …):
 
KRÖTE UND FROSCH CCLCXXII

Am Rand des Teichs sitzt eine Kröte

und spielt dort – nicht wirklich leise –
auf ihrer neuen Schilfrohrflöte
eine schräg klingende Weise.
 
D’rauf empört sich durchaus heftig
der im Teich lebende Frosch.
Als er sie beschimpft recht deftig,
ruft die Kröte: „Halt deine Gosch!“
 
Wenn man von solchen Dingen hört,
bei manch einem die Frage keimt:
„Weshalb fühl’n sich die zwei gestört?“
Womöglich nur, weil es sich reimt?
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UNGEREIMTHEIT DER WOCHE (Traumberufe und Leidenschaften):
DER DACHDECKER
 
Der Dachdecker erklettert forsch
ein Dach, welches schon reichlich alt,
um nachzusehen, ob es morsch.
Plötzlich verliert er seinen Halt.
 
Auf dem Bauche, Kopf voran,
flott rutschend am Kamin vorbei,
stellt fest der pflichtbewusste Mann:
Das alte Dach ist einwandfrei!
 
Um den Absturz zu verhindern,
greift er nach der Regenrinne
und kann so sein Tempo mindern.
Kurzfristig hält die Schwerkraft inne.
 
Im Gegensatz zum Dache ist
die Regentraufe höchst marod.
Doch weil vorm Bauernhaus liegt Mist,
entgeht der Dachdecker dem Tod.

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Heute abend gibt es eine neue und letzte „Erste Seite“ in diesem Jahr.
Im Januar dann unsere obligatorische „Erste Seiten“- Pause.
Dafür liest die in Ulm geborene Autorin Verena Güntner am Freitag, 16.Januar um 19 Uhr aus ihrem aktuellen Roman: „Es bringen“, der im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen ist.
Sie gelangte mit einem Auszug aus dem Buch bis in die Finalrunde des OpenMike Wettbewerbes, belegte den dritten Platz beim MDR Literaturpreis und erhielt den Kelag-Preis beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb.
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