Dienstag, 13.November

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Heute haben
Robert Louis Stevenson * 1850
Peter Härtling * 1933
Geburtstag
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Heinrich Lersch (1889-1936)
November

Es weint ein schmerzlich
Lied sich durch den Wald,
ist’s Vogel- oder Menschenton?
Ist es der Wind, der Äste geigt?

Der Nordwind hat sich aufgemacht,
er fegte erst die Felder kahl;
dann ging er durch den Sommerwald
und nahm die bunten Stimmen mit
und trank der Blätter grünes Blut.

Nun deckt ein Schleier, grau und dicht,
das welke Antlitz der Natur,
dass niemand ihren Kummer sieht.
Es weint ein schmerzlich Lied
sich durch den Wald.
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Margit Rittlinger empfiehlt:

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H. M. van den Brink:Ein Leben nach Maß
Aus dem Niederländischen von Helga Beuningen
Hanser Verlag € 19,00

„Das also taten Dinge, das konnten sie tun: Sich mit Erinnerungen füllen, so wie ein Füllfederhalter Tinte einsog, die ihm danach in Form von Buchstaben wieder entfloß“

Nacht für Nacht erscheint dem Ich-Erzähler im Traum ein Mann. Er erkennt in ihm einen ehemaligen Kollegen – Karl Dijk. Und mit ihm kommen die Erinnerungen.
Beide haben im Amsterdam der 60iger Jahre eine Ausbildung am Eichamt begonnen.
Maße und Gewichte waren klar nach dem Urmeter und Urkilo definiert. Das Wappen des Königreichs der Niederlanden zierte den Eingang. Tag für Tag erscheinen im Eichamt Händler mit Waagen und Gewichten, die es zu überprüfen gilt.
Alles scheint „Ein Leben nach Maß“ zu werden. Abwechslung bringen die Fahrten über das Land, wenn die Kontrollen der Waagen und Gewichte bei kleinen Lebensmittelhändlern oder in der Landwirtschaft anstehen. Nicht immer sind die Herren vom Eichamt gern gesehene Besucher. Aber mit der Zeit ändern sich die Aufgaben, das Amt wird umstrukturiert, privatisiert, Supermärkte lösen die kleinen Geschäfte ab. Die Waren sind abgepackt.

„Das Problem waren die abgepackten Lebensmittel. Das Problem war die Privatisierung der Ehrlichkeit.“

Van den Brink schafft es, 40 Jahre eines Berufsstandes passieren zu lassen, eingebettet in den Wandel der Zeit, mit all den Neuerungen, die der Fortschritt brachte. Karl Dijk findet sich darin nicht zurecht. „Denn nach Dijks Auffassung bedeutete die Entscheidung, Fieberthermometer für den Hausgebrauch nicht mehr zu eichen, den Anfang vom Ende.“

Ein Buch in ruhiger, feiner Sprache geschrieben, und trotzdem wirkt es nach. Beim nächsten Einkauf auf dem Wochenmarkt werden Sie sicher mit einem Schmunzeln an Karl Dijk und seine Kollegen vom Eichamt denken. Und so ganz nebenbei wird dem Leser auch mit leichter Hand die Entwicklung des metrischen Systems erzählt.

Auf der Verlagsseite gefunden:
5 Fragen an Hans Maarten van den Brink

Die Hauptfigur in Ihrem neuen Roman Ein Leben nach Maß ist ein Eichbeamter. Wie sind Sie ausgerechnet auf das Thema des Eichwesens gekommen?

Eine Geschichte beginnt bei mir immer mit einem Bild und etwas Abstraktem, einer Idee. Als Kind habe ich oft im Laden gestanden, gewartet, bis wir bedient wurden, und dann fasziniert die Waage beobachtet, auf der die Bestellungen abgewogen wurden, das Spiel mit den Gewichten und dem Zeiger, bis man den Preis festlegen konnte. Einen Supermarkt gab es damals noch nicht in unserem Dorf. Unerhört die Idee, dass man die Ware selbst anfassen dürfte! Als ich dann etwas älter war und lesen konnte, sah ich, dass auf jeder Waage ein Schildchen mit dem Eichzeichen klebte – und seitdem habe ich mich gefragt, wer diese geheimnisvollen Männer denn sind, wie sie aussehen und wie sie ihre Kontrolle durchführen. Dazu kam sehr viel später eine ziemlich abstrakte, eigentlich politische Vorstellung von der Ethik der Beamten, von der gesellschaftlichen Stabilität, die sie gewährleisten als Gegengewicht zum Opportunismus der Politik. Es stellte sich heraus, dass die Geschichte von Kilo und Meter und vom Eichwesen eine richtige Fundgrube war, wunderbar zum Recherchieren. Aber eine gute Recherche macht noch keinen guten Roman, das Sammeln von Fakten ist ja oft eher eine Ausrede, um nicht zu schreiben, jedenfalls bei mir. Die Geschichte konnte erst entstehen, als ich die zwei Hauptfiguren vor mir sah – und dann haben diese zwei das Ganze übernommen und es entstand etwas, das nicht geplant war, etwas Rätselhaftes und sehr Menschliches, das eher einen Gegensatz bildet zu all dem Eindeutigen und Klaren, wofür das Eichwesen steht. Also: ein Roman.

Der Eichbeamte Karl Dijk, der zu seiner eigenen Verabschiedung nicht erscheint, ist ein sehr eigensinniger Charakter. In seiner Prinzipientreue bewundernswert, aber auch erschreckend. Wie sehen Sie ihn?
Ich glaube, ich bewundere seine Haltung. Er scheint mir eine tragische Figur zu sein. Wie Don Quijote, den ich ja gleichfalls bewundere. Prinzipien sind ja auch nur Verabredungen. Ein Kilo ist nicht immer ein Kilo, und ein Meter misst manchmal etwas weniger oder etwas mehr. Als Dijk seine Karriere anfing, 1961, war Stabilität ein Verdienst; heute gilt umgekehrt Flexibilität als etwas sehr Erstrebenswertes. Ob Dijk sich selbst auch als tragisch empfindet, wissen wir nicht. Wir sehen ihn ja nur durch die Augen seines langjährigen Kollegen, des Erzählers. Und je länger dieser Erzähler über Karl Dijk nachdenkt, desto unsicherer wird er hinsichtlich seiner Beobachtungen, seiner eigenen vernünftigen Anpassungsbereitschaft, seiner Identität. Um etwas genau zu vermessen, braucht man immer etwas Stabiles, etwas, das sich nie ändert – einen Maßstab, an dem gemessen wird. So was gibt es aber nicht, wenn man zwei Menschen vergleicht.

Der Erzähler ist eine Art Gegenpol zu Karl Dijk. Steht er Ihnen persönlich näher als der Mann mit dem deutschen Vornamen?

Ich kenne Dijk genauso wenig wie er. Ich staune immer über Leute, die korrekt und stabil erscheinen, so voller Selbstvertrauen. So bin ich nicht. Zweifel ist der Grundton meiner Existenz. Ich habe in meinem Leben schon so oft meine Meinung geändert – und habe gesehen, wie schnell und wie oft sich die Stimmung und die Meinungen in unserer Gesellschaft ändern und wie schnell man dann vergisst, was man gestern noch für selbstverständlich und wahr hielt. Wüsste ich ganz genau und für immer, wie die Welt funktioniert, dann wüsste ich auch von jeder Geschichte, wie sie endet. Und dann bräuchte ich sie nicht mehr zu schreiben.

Die Welt der 60er-Jahre, als es noch den Milchmann, den Schlachter und den Tante-Emma-Laden gab, wird im Roman so liebevoll beschrieben, dass man fast nostalgisch werden kann. Glauben Sie, die Zeiten waren damals besser?
Nostalgie empfinde ich fast als eine Krankheit, und zwar nicht immer als eine unschuldige. Besser war es damals höchstens in der Hinsicht, dass ich selbst zu dieser Zeit viel jünger war. Dass ich das alles noch einmal beschreiben wollte, hat einfach damit zu tun, dass es diese Dinge gab und dass sie so viel bedeutet haben für den Milchmann und den Ladenbesitzer, der vielleicht sein ganzes Leben mit ihnen verbracht hat – und auch für den Eichbeamten, den die beiden wahrscheinlich als ihren Feind ansahen. Jetzt sind alle diese Leute, ihre Umgebung, ihre Arbeit nicht mehr da. Die kleinen Läden geschlossen, das Eichwesen privatisiert. Also ist alles umsonst gewesen? Das glaube ich nicht. Aber dass heute alles besser ist, glaube ich genauso wenig. Der Schnee vom vergangenen Jahr war kein besserer Schnee, aber er war nun einmal da, als ich jung war, ich hab ihn gesehen, er gehört zu mir, zu meinen Erinnerungen, und im Schreiben halte ich ihn noch einmal fest.

Uhren spielen eine große Rolle in diesem Roman. Meistens gehen sie falsch. Ist Ein Leben nach Maß auch ein Buch über das Vergehen der Zeit?
Alle Romane handeln vom Vergehen der Zeit. In diesem Fall geht es insbesondere um ein Spiel mit Zeit und Raum. Wir kennen das Gefühl, wenn man zum Beispiel einen altmodischen Laden betritt und sagt: „Es scheint, als wäre die Zeit hier stehen geblieben.“ Das scheint nicht nur so, das ist auch so. In Holland spricht man noch immer über die revolutionären 60er-Jahre, als sich so vieles veränderte, als man freier und toleranter wurde. Aber in großen Teilen der Niederlande fingen diese legendären 60er-Jahre erst 1978, 1998 oder sogar erst 2010 an. Ebenso sind gewisse Umgebungen, die sich längst verändert haben, für mich noch immer sehr konkret; ich sehe Häuser, die es nicht mehr gibt; ich weiß, wie sie von innen aussehen, und von den Häusern, die jetzt da stehen, weiß ich es nicht. Die letzteren sind also die Chimären, nicht die verschwundenen. Und so geht es mir auch mit Personen, von denen ich weiß, dass sie gestorben sind, die für mich aber noch immer viel realer anwesend sind als Leute, denen ich tatsächlich auf der Straße begegnen kann – weil ich ihre Stimmen noch höre und in manchen Fällen noch weiß, wie sie gerochen haben. Ein faszinierendes Buch von Karl Schlögel heißt Im Raume lesen wir die Zeit. Das Umgekehrte ist auch wahr.

Leseprobe

Donnerstag

Georg M.Oswald im Gespräch: Was das Abkommen TTIP für die Literatur bedeutet
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Heute haben
G.K.Chesterton * 1874
Ian Fleming * 1908
Patrick White * 1912
Walker Percy * 1916
Heinz Konsalik * 1921
Guntram Vesper * 1941
Frank Schätzing * 1957
Muriel Barbey *1969
Geburtstag
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12


Robert Pfaller: „Wofür es sich zu leben lohnt“

Elemente materialistischer Philosophie
Fischer Taschenbuch € 9,99

Robert Pfaller „Kurze Sätze über gutes Leben“
Fischer Taschenbuch € 9,99

Vor geraumer Zeit habe ich das erstgenannte Taschenbuch von Robert Pfaller vorgestellt. Dieser philosophische Bestseller kreiste um die vielen Verbote in unserer Gesellschaft. Gesetzlich festgelegte und selbst auferlegte Verbote. Rauchen ist verboten, Trinken ist nicht gern gesehen. Sex stößt in unserer Gesellschaft sofort an seine Grenzen, und viele Dinge, die uns eigentlich Lust verspürenlassen sollen, sind in die Schmuddelecke gedrängt. Diese Thesen wurden über Monate überall zitiert, es wurde darüber geredet und Robert Pfaller hat viele Interviews mit verschiedensten Zeitungen gemacht. Die sind jetzt in dem neuen Buch versammelt. Eigentlich noch einmal die gleichen Thesen, doch dieses Mal viel lockerer und noch handfester, wie in seinem philosophischen Text.
Genuss und Verbot, Rauchen und Neoliberalismus, Glück, Neid und – natürlich – die Liebe. So dient diese Gesprächssammlung als Vertiefung und auch als Weiterentwicklung seiner Ideen. Sie können Sie jedoch auch als Einführung in seine Thesen lesen.

»Pfallers Analyse ist so klug wie witzig… Ein überraschendes Lese- und Denkvergnügen.«
Eva Menasse, Die Welt

Die 32 Interviews sind mit neuen Überschriften versehen worden.
Über Lust, Glück, Fernsehen, Askese, Genuss, Politik, Riutal und Vorbilder, über Vorschriften und Sex, über Treue, Autos und auch über das Alter und den Tod redet Robert Pfaller u.a. mit seinen Gesprächspartnern und zeigt auf, wie wir uns das Leben selbst schwer machen und uns selbst verleugnen.
„Vegan“, das Wort des Jahres! Die Bücher zum Thema gehen super. Die Steigerung zu „vegetarisch“. Sind Veganer/Vegetarier nun die besseren Menschen? Robert Pfaller sagt uns seine Meinung dazu. Extremsportarten und das Verneinen des eigenen Altwerdens, die Verleugnung des Todes. Unsere Autos haben 17 Airbags, in unserer Freizeit werden unsere Sportarten immer waghalsiger. Überhaupt das Altern. Überall gibt es Antiaging-Mittelchen und die Schönheitschirurgen verdienen sehr gut. Der Genuss gemeinsam zu trinken und zu rauchen wird ganz anders gesehen, als noch zu Goethes Zeiten. War es im vorletzten Jahrhundert fast üblich, dass sich Männer und Frauen der höheren Gesellschaft eine Liebschaft neben der Ehe leisteten, so ist es nun ein enormen Medienskandal.
„Sich das Leben nicht schon vor dem Tod nehmen lassen“ ist eines der schönen Sätze von Pfaller, die hier nochmals genauer hinterleuchtet werden.
Ich könnte Ihnen noch unzählige Beispiele nennen, denke aber, den Genuss können Sie sich selbst verschaffen.
Lesen Sie eines dieser beiden Bücher.

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Darauf lasse ich doch gerne die Abendsonne in meinem Rotwein untergehen.

Robert Pfaller, geboren 1962, studierte Philosophie in Wien und Berlin und war nach Gastprofessuren in Chicago, Berlin, Zürich und Straßburg Professor für Kulturwissenschaft und Kulturtheorie an der Kunstuniversität Linz. Seit 2009 ist er Professor für Philosophie an der Universität für angewandte Kunst Wien. Im S. Fischer Verlag ist von ihm „Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft. Symptome der Gegenwartskultur“ erschienen, die vielbeachtete Studie „Wofür es sich zu leben lohnt. Elemente materialistischer Philosophie“, sowie zuletzt „Zweite Welten. Und andere Lebenselixiere“.
(Quelle: s.Fischer Verlag)

Leseprobe
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Kommenden Dienstag ist es wieder so weit.
„Die Erste Seite“ mit drei neuen Büchern und Clemens Grote.
Statt eines vierten Buches haben wir das Kabaret-Duo Münch&Sauer, das uns einen kleinen Ausschnitt ihres neuen Programmes zeigen, das sie während der kommenden Literaturwoche aufführen.

Freitag

Heute haben
Clara Reeve * 1729
Stendhal * 1783
Sergej Eisenstein * 1898
Anna Maria Jokl * 1911
Derek Walcott * 1930
Joao Ubaldo Ribeiro * 1941
Geburtstag.
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Michel de Montaigne: „Von der Kunst, das Leben zu lieben“
Montaigne lesen heißt leben lernen
Die schönsten Essais in der Übersetzung von Hans Stilett
Bei dtv als Taschenbuch für € 9,90
In der Anderen Bibliothek in Leinen für € 16,00

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Was Wilhelm Schmid mit seinen kleinen Bändchen über „Glück“ und „Gelassenheit“ usw. kann, schafft der alte Montaigne ganz locker.
Die Neuübersetzung seiner Essais von Hans Stilett sorgten Ende der 90er Jahre für Furore und für die „Andere Bibliothek“ war das große, dicke Buch ein wahrer Bestseller. Endlich entstaubt und für uns Menschen im 20.Jahrhundert gut lesbar zugänglich gemacht, ist die Sammlung eine wahre Fundgrube.
Das hat auch der Übersetzer entdeckt und bringt immer wieder Themen-Bändchen des großen Philosophen heraus. „Von der Kunst, das Leben zu lieben“, erschien schon 2005 bei dtv, GESTERN kam es zum 30.Geburtstag der „Anderen Bibliothek“ in Geburtstagsleinen einen heraus.

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Lachend die Wahrheit sagen
Lesen
Lieben
Freundschaft und Geselligkeit pflegen
Reisen
Essen und Trinken
Tanzen
Mode und Luxus mit Augenmaß genießen
Mit Geld vernünftig umgehen
Praxisbezogen Philosophieren
Der eignen Erfahrung vertrauen
Schlafen und Träumen
Kultur und Kunstsinn der »Wilden« bewundern
Lehrmeister Tier folgen
Krankheiten höflich behandeln
Den Tod nicht fürchten

Das sind die Kapitel, die der Übersetzer zusammengestellt hat und da dürfte für jeden etwas dabei sein.

„Der Gestank des eigenen Mistes ist jedem der liebste Duft.“, können wir unter dem Stichwort „Eitelkeit“ finden.
Oder aber auch das: „Das deutlichste Zeichen der Weisheit ist ein stetes Vergnügtsein.“
Aktuell wie nie (liebe EZB): „Ohne Geldgier zu sein, ist Reichtum.“
Aber auch das: Auf geistige Weise sinnlich, auf sinnliche Weise geistig.“
Darüber lässt sich lange diskutieren.

Ein kurzes, prägnantes Vorwort von Hans Stillet führt uns in die Denkweise von Montaigne ein und macht auch klar, warum und wie Stilett seine Kapitel zusammengesetzt hat.

„Ich habe bisher kein ausgeprägteres Monster und Mirakel gesehen als mich selbst“, schreibt er und meint, dass er aus sich nicht klug wird. Ja, das kenne ich auch sehr gut.
Auch zum Thema „Mode“ weiß er etwas zu schreiben:
„Ich habe die Lässigkeit in der Kleidung, wie man sie an unsrer Jugend sieht, gern übernommen: den Mantel schräg umgebunden, die Kapuze auf einer Schulter, einen Strumpf nicht straffgezogen – zeigt das doch eine stolze Geringschätzung der uns fremden Modevorschriften und eine große Gleichgültigkeit gegenüber kunstvoller Aufmachung.“
Man kann sich den Denker gut vorstellen, wir er etwas vernachlässigt, vergeistigt durch die Straßen gewandelt ist.

„Von der Kunst, das Leben zu lieben“ ist ein kleines, großes Nachschlagewerk, das oft sehr aktuell ist und in seiner Antiqiertheit immer noch ausgezeichnete Verweise auf unsere aktuellen Probleme aufweist.

„Das Vorbedenken des Todes ist Vorbedenken der Freiheit. Wer sterben gelernt hat, hat das Dienen verlernt. Sterben zu wissen entlässt uns aus jedem Joch und Zwang. Das Leben hat keine Übel mehr für den, der recht begriffen hat, dass der Verlust des Lebens kein Übel ist.“

Leseprobe