Freitag, 13.Mai

Heute haben
Alphonse Daudet * 1840
Daphne du Maurier * 1907
Gregor von Rezzori * 1914
Adolf Muschg * 1934
Bruce Chatwin * 1940
Arminstead Maupin * 1944
Christopher Reid * 1949
Geburtstag.
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„Ein Kapitel Jean Paul ist ein unvergleichlich reicheres Dokument als alles,
was das Internet mir abliefern könnte.“
Adolf Muschg
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100.Geburtstag von Otl Aicher

Winfried Nerdinger/Wilhelm Vossenkuhl: Otl Aicher
Designer. Typograf. Denker.
Bildband mit 250 Abbildungen
Prestel Verlag € 49,00

Werk, Werdegang und Wirkung des überragenden deutschen Gestalters des 20. Jahrhunderts Otl Aicher war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Gestalter der Nachkriegszeit. Weltbekannt wurde er durch das von ihm entwickelte Erscheinungsbild der Olympischen Spiele von 1972 in München. Mit den dafür gestalteten Piktogrammen entstand eine Bildsprache, die heute überall auf der Welt im öffentlichen Raum zur Anwendung kommt. Die visuelle Identität vieler Unternehmen, darunter Lufthansa, ERCO oder Bulthaup, stammt aus seiner Hand. Als Mitbegründer, Lehrer und Rektor der legendären Hochschule für Gestaltung in Ulm prägte er mehrere Generationen von Designern. Zeitlebens kämpfte er leidenschaftlich für eine offene, freie, demokratische Gesellschaft. Das Werk und der Mensch Otl Aicher haben zahlreiche Facetten. Die umfassend und großzügig bebilderte Publikation beleuchtet in Texten renommierter Experten und ehemaliger Weggefährten den Denker, Zeitkritiker, Lehrer, Fotografen, Architekten, Typografen und Designer, der zu den bahnbrechendsten und faszinierendsten Figuren des 20. Jahrhunderts zählt.

Winfried Nerdinger ist emeritierter Professor für Geschichte der Architektur der Technischen Universität München, war Direktor des Architekturmuseums in der Pinakothek der Moderne in München und Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München.
Wilhelm Vossenkuhl ist emeritierter Professor für Philosophie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er hat zahlreiche Publikationen zur Designtheorie, Ethik und Sprachphilosophie veröffentlicht.
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Otl Aicher : 100 Jahre 100 Plakate

Otl Aicher (1922–1991) war einer der führenden Gestalter in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit den Plakaten für die Volkshochschule Ulm (vh ulm) oder für die Olympischen Spiele 1972 in München schuf Otl Aicher bis heute prägende Entwürfe. Als Mitbegründer der legendären Hochschule für Gestaltung Ulm (1953–1968), an der er zeitweise die Abteilung „Visuelle Kommunikation“ leitete, setzte er noch immer nachwirkende Impulse in der Gestaltungsausbildung. Seine Werke wurden international ausgestellt und sind bis heute Vorbild für Generationen angehender Gestalterinnen und Gestalter.

Seit 1997 pflegt das HfG-Archiv / Museum Ulm den Nachlass. Aus diesem reichhaltigen Schatz präsentiert das HfG-Archiv aus Anlass des 100. Geburtstages von Otl Aicher eine für sein Werk kennzeichnende Auswahl von 100 Plakaten. Im Laufe seines Lebens entwarf Otl Aicher unzählige Plakate, die für Vorträge, Veranstaltungen, Produkte oder politische Parteien warben. Das Plakat kann als Leitmedium in seinem Werk angesehen werden.

Zu sehen sind Plakate, die für die Volkshochschule Ulm (vh ulm), Großereignisse wie die Olympischen Spiele 1972 in München, kulturelle Veranstaltungen, die Politik oder für Unternehmen entstanden sind. Sie belegen eindrücklich die Vielfältigkeit seines grafischen Schaffens.

Während der Ausstellung nehmen im monatlichen Wechsel thematische Vitrinen einzelne Aspekte in den Blick, die den Fotografen, Architekten oder Möbelgestalter Otl Aicher erlebbar werden lassen.

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm beleuchtet weitere Themen aus designhistorischer wie aus designpraktischer Sicht.

Mehr Informationen zu Veranstaltungen im Hfg Archiv finden Sie hier.
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So. 22.05.2022 10:00 Uhr
Otl Aicher Vorbereitungslauf bei der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm

Der 18. Einsteinmarathon findet am 25. September statt. Wer sich jetzt schon darauf vorbereiten möchte oder Lust auf Laufen hat, kann am Otl Aicher Vorbereitungslauf teilnehmen.

Bei einer möglichen Länge zwischen 10 und 22 km können sich Teilnehmer*innen je nach Ausdauer und Motivation, selbst aussuchen, welche Strecke Sie sich zutrauen und laufen möchten. Ein Stand auf dem Weg und einer im Ziel sorgt für die Versorgung der Läufer*innen mit Getränken von Gold Ochsen und Dietenbronner.

Treffpunkt: 10 Uhr, am Hochsträß 8, 89081 Ulm, Terrasse HfG-Gebäude; Parkmöglichkeiten ausschließlich am Park+Ride-Parkplatz an der Endhaltestelle der Straßenbahn Linie 2. (von dort 5 min zu Fuß, der Weg ist ausgeschildert)

Veranstalter: ASC-Neu-Ulm und SUN Sportmanagement GmbH; In Zusammenarbeit mit dem HfG-Archiv / Museum Ulm und der Stiftung Hochschule für Gestaltung HfG Ulm

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Alle Teilnehmer*innen erhalten am 22.5. freien Eintritt in die Ausstellung im HfG-Archiv,
Am Hochsträß 8, die von 11 bis 18 Uhr geöffnet ist.
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Heute noch!

Audiowalk durch die (dunkle) Glaspyramide
Donnerstag, 12. Mai und Freitag, 13. Mai 2022, jeweils 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Für Erwachsene

Maria Cavaliere hat es geschafft: Als Testpilotin fliegt sie mit einem neuartigen Raumschiff ins All, schneller und weiter als alle Weltraumreisenden vor ihr. Allein mit der künstlichen Intelligenz Columbus One, die sie erproben und verbessern soll, springt sie in die fremde Finsternis. Doch die Steuerbarkeit des Raumschiffs ist noch nicht perfekt. Bei jedem Sprung reist Maria blind und in stetiger Gefahr, zerschmettert zu werden. Allmählich verliert sie in der absoluten Einsamkeit das Gefühl für Raum und Zeit, Erinnerungen holen sie ein. Oder gibt es doch noch andere Menschen auf dem Raumschiff?

Text: Fee Katrin Kanzler
Sprecherin: Ursula Berlinghof
Sounddesign: Jens Schalle
Regie: Edith Ehrhardt
Projektleitung: Marion Geiger
Ein Projekt der Stadtbibliothek Ulm

Dauer: 45 Minuten
Eintritt: kostenlos

Dieser Audiowalk wurde gefördert vom Innovationsfonds Kunst 2020 des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. 

Science-Fiction in der Zentralbibliothek! Den Audiowalk „Weltraumkoller“ der Stadtbibliothek Ulm kann man jetzt exklusiv bei geschlossener Bibliothek erleben, also ganz einsam in echter Raumschiff-Stimmung und bei beginnender Dunkelheit! Dafür muss man sich nur vorher per Email unter stadtbibliothek@ulm.de kostenlos anmelden und seinen Starttermin zwischen 19:30 Uhr und 21:00 Uhr buchen. Alle fünf Minuten kann eine Person loslaufen. Die Termine werden der Reihe nach vergeben nach Eintreffen der Anmeldung. Wünsche können berücksichtigt werden.

Wer kein eigenes Abspielgerät mit Kopfhörern mitbringen möchte, kann sich mit Voranmeldung gegen Pfand (Personalausweis) ein Komplettpaket in der Glaspyramide ausleihen.

https://stadtbibliothek.ulm.de/angebote/audiowalk/audiowalk-deutsch

Donnerstag

Heute haben
Samuel Johnson * 1709
Justinus Kerner * 1786
Jens Rehn *1918
Geburtstag.
Und halt auch Anna Netrebko * 1971
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Die Sonne kam noch, wenn auch spät am Tag.
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Dass Bücher in Pappe, Leinen, Leder, Samt und Plastik eingebunden sind, ist normal. Aber ein Buch mit Schleifpapier zu binden ist doch mal was Neues. Es war noch eingeschweisst und als ich es davon befreit hatte, bekam ich einen kleinen Schock. So etwas hatte ich noch nicht erlebt. Dann auch noch bedruckt. Grossartig. Der Beweis für ein original Schleifpapier zeigt sich dann auf der Innenseite.

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„Handbuch der Ratlosigkeit“
herausgegeben von Elfriede Czurda, Friederike Kretzen und Suzann-Viola Renninger
L&arc im Limmat Verlag € 22,80

Ratlos ließ es mich uns Buch schauen. Was soll das? Warum? Und genau da hatten mich die Herausgeberinnen genau dort, wo sich haben wollten.

Anständige Menschen brauchen keine Freiheit.
Nach Gustave Flaubert: Bouvard und Pécuchet

Voraussetzung für das Gelingen von Ratlosigkeit ist das Bewusstsein von der Unmöglichkeit des Gelingens.
Ratlosigkeit bleibt Ratlosigkeit, sie löst sich nie auf.

Ein Stolperstein, der einen neuen Lauf in Gang setzt.

Unsere Liste ist der Versuch einer List, diesem Schwebezustand Impulse zu verstezen, die alles anders wieder möglich machen.
Ratlosigkeit als Form der Fürsorge für sich selbst.

37 Einträge, besser Einschläge, sind in diesem Buch versammelt und zeigen ein sehr breites Spektrum, wie die AutorInnen mit dem Thema umgehen. Ludger Lütkehaus beginnt mit „Abgelenkte Pilger“, Herr Ingold schreibt über „Beschwörungen“, über „Buchstaben, die sich wie toll gebärden“ schreibt Dorothee Elmiger. Klaus Merz (wir kennen ihn) dichtet über „Gespenster, die es nicht gibt“. Es geht um Vagemut, Langschläfer, das Wort „Gruppe“, herrenlose Muster und „Was man so im Kopf hat“.
Das Buch agiert als Gegenstück zu all den Besser-Leben-Programmen, dem Selbstcouching und der Angst und Panik, weil keiner mehr weiss, was eigentlich Sache ist und wo ihm der Kopf steht. Und gerade deshalb sind die Texte auch nicht in edlem Leinen gebunden, sondern in feinem schwarzen Schleifpapier, das zwar rauh in der Hand liegt, aber wirkliches Gefühl ausstrahlt. Hier fühle ich wirklich etwas und es ist nicht glatt und rund und fast untastbar, wie all die iPhones und Gegenstände, die uns umgeben. Der Umschlag glitzert. Er glitzert durch seine Struktur wie die Sterne in einer dunklen Nacht.
Was wollen wir mehr. Ja, wir wollen mehr und zwar genießen wir diese genialen Texte, die in keinen Rahmen passen und uns ratlos zurücklassen.

24
Langschläfer
Elfriede Czurda

Ein Freiheitsmodell

Schläfer. Gut. Aber Langschläfer?
G ist das Alpha in der Liste zeitgenössischer Delirien. Zuallererst: Geld. bravo! bravissimo! grandiose Übermacht! bravobravo du schöne Marie! du edelste Verrotteste Mächtigste reichste Korrupteste in allen Händen! du brutales fiktives insubstanzielles immaterielles heiliges Schlachthaus! bravo! bravissimo!

Nichts macht freier von unzähligen Gelüsten und Belästigungen als lange schlafen und dabei so viel wie möglich staunen. Auch wenn nicht Sonntag ist.
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Katrin Bauerfeind kommt nach Ulm
Dienstag, 23.9. um 19 Uhr ins Ulmer ROXY
Wir sind mit einem Büchertisch vor dem Saal.
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Frauen

Freitag, 17.Oktober um 19 Uhr
Ulmer Frauen schreiben und lesen

Es war eine spontane Idee und es hat geklappt. Die vier Autorinnen aus dem Raum Ulm haben spontan zugesagt bei uns in der Buchhandlung zu lesen.
Martina Jung, Fee Katrin Kanzler, Silke Knäpper, Christiane Wachsmann lesen eigene Texte vor, die noch nicht veröffentlicht sind. Wir bekommen also einen Einblick in das aktuelle Schaffen der Autorinnen dürfen gespannt sein auf ihre nächsten Veröffentlichungen.
Martina Jung hat Erzählungen in der Anthologie „Texte aus der Schreibwerkstatt“ veröffentlicht.
Fee Katrin Kanzlers Roman: „Die Schüchternheit der Pflaume“ erschien in der Frankfurter Verlagsanstalt.
Silke Knäppers Roman: „Im November blüht kein Raps“ erschien im Verlag Klöpfer & Meyer.
Christiane Wachsmann veröffentlichte u.a. einen eigenen Geschichten-Band: „Die Zuckerdose“.