Dienstag

tumblr_nbxdo11oVO1rno9mzo1_500

Heute haben
Herwarth Walden * 1878
Hans Arp * 1886
Walter Bergengruen * 1892
Frans Eemil Sillanpää * 1888, Nobelpreis 1939
Friedrich Torberg * 1908
Esther Vilar * 1935
_____________________

Vom einzigen finnischen Literatur Nobelpreisträger gibt es wieder etwas zu lesen. Der Guggolz Verlag hat „Frommes Elend“ wieder aufgelegt. Ich habe es noch nicht gelesen. Das Buch steht jedoch bei uns im Regal mit den finnischen Bücher.

frommes_leid

Frans Eemil Sillanpää: „Frommes Elend“
Aus dem Finnischen von Reetta Karjalainen
Guggolz Verlag € 24,00

Mehr Infos zum Buch finden Sie hier auf der website des Guggolz Verlages.
______________________

Neue Taschenbücher im September und gleichzeitig auf unserem Neuerscheinungstisch:

EggersSchneckenmuehle von Jochen Schmidt1913WolfPoschmannDie Lieben meiner Mutter von Peter SchneiderMaineBretonische Brandung von Jean-Luc BannalecBankraubJordi

Dave Eggers: „Ein Hologramm für einen König
Kiwi € 9,99

Mitten in der Wüste eine Stadt zu bauen. Das hätte gerne ein Scheich und unser Mann reist von den USA an, um die Oberaufsicht über das Programm zu übernehmen und überhaupt ersteinmal Kontakt mit dem Scheich auzunehmen. Dass dies natürlich zum Scheitern verurteilt ist, können Sie sich denken.

Jochen Schmidt: „Schneckenmühle“
btb € 9,99

Jochen Schmidts Zeit im Ferienlager Schneckenmühle während dem Zusammenbruch der DDR. Genauso wie bei „Kruso“ läuft das Leben weiter und nicht allen ist klar, was sich Umwälzendes abspielt.

Florian Illies: „1913“
S.Fischer Verlag € 10,99

Darüber muss ich wohl nichts mehr schreiben. Einfach beste Unterhaltung mit unglaublich vielen Informationen. Sie könnten im Kapitel September einsteigen und den Beginn des Buches später in der Monatsreihenfolge lesen.

Gaito Gasdanow: „Das Phantom des Alexander Wolf“
dtv € 9,90

Grossartige russische Literatur, die durch eine Übersetzung ins Deutsche für großes Aufsehen gesorgt hat.

Marion Poschmann: „Die Sonnenposition“
Suhrkamp Verlag € 9,99

Marion Poschmann, die aus der Lyrik kommt, verführt uns in eine fremde, manchmal surreale Welt, im heutigen hier und jetzt.

Peter Schneider: „Die Lieben meiner Mutter“
btb € 9,99

Eine fast unglaubliche Geschichte einer Frau (einer Mutter), die sich in den schlimmsten Zeiten ihre Freiheiten nimmt.

J.Courtney Sullivan: „Sommer in Maine“
Berlin Verlag € 9,99

„Brigitte“ schreibt: Wenn Sie nur ein Buch mit in den Urlaub nehmen, dann dieses.

Jean-Luc Bannalec: „Bretonische Brandung“
Kommisar Dupins zweiter Fall
Goldmann € 8,99

Darauf haben viele schon gewartet und inzwischen schon die Originalschauplätze in der Bretagne angeschaut.

Christopher Brookmyre: „Die hohe Kunst des Bankraubs“
Kiwi € 8,99

Ha! Was für ein Spass. Liegt bei uns bei den neuen Krimis und hebt sich sehr von  Thrillern wie „Krähenmädchen“ ab.

Jordi Punti: „Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz“
Kiwi € 9,99

Noch so was Verrücktes. Wir haben das Buch bei uns im Laden schon vorgestellt und vor einem Jahr als gebundenes Buch so oft empfohlen. Ein tolles Lesevergnügen. Ein Mann, ein Laster, vier Frauen, vier Söhne, ein Europa.

Samstag

Ralph Waldo Emerson hat heute seinen Todestag.
(1803 – 1882) er war US-amerikanischer Geistlicher, Lehrer, Philosoph und Essayist.
_______________________

Buchtipp für die Kleinen und zum Vorlesen für die Großen.

Da bin ich mal wieder reingeflogen.
Ich dachte, das sei ein neues Stina-Buch. Aber es ist ein Doppelband zweier bekannter Bilderbücher, die unter „Strum-Stina“ und „Stina und der Lügenkapitän“ erschienen sind. Egal! Die beiden Bücher sind so schön, dass ich sie gleich nochmals gelesen habe und die Neuausgabe hat auch den Vorteil, dass sie mit € 14,99 nicht viel mehr als ein einzelnes Bilderbuch kostet.

Stina

Lena Anderson: „Stinas Sommer“
Aus dem Schwedischen von Jutta Richter
cbj € 14,99, ab 4 Jahren

Stina verbringt den Sommer bei ihrem Großvater auf einer kleinen Insel. Dort ist alles so einfach und heimelig. Das klitzekleine Holzhaus steht auf einem Felsen direkt am Meer. Beide sind den ganzen Tag im Freien. Beim Frühstücken, Spielen, Netzeflicken. Täglich fahren sie mit dem Boot hinaus, um Fische zu fangen, die es dann abends zum Essen gibt. Darauf warten auch schon die Möwen. Stina ist eine große Sammlerin. Großvater wundert sich immer wieder, was sie mit der Kiste, dem Stein will, aber Stina hat Verwendung dafür. Als ein Sturm aufzieht, verkriechen sie sich in die Hütte und Stina verabschiedet sich sehr bald ins Bett. Als Großvater auch ins Bett will, findet er das Bett seiner Enkelin leer. Er stürmt hinaus und findet die Kleine klitschenass auf den Steinen sitzen. Sie wollte eigentlich nur einen Sturm erleben, friert nun aber und ihr ist unheimlich. Als sie wieder im Haus sind, hat Großvater den Vorschlag, sich richtig anzuziehen und gemeinsam nochmals hinauszugehen, da man einem Sturm immer zu zweit begegnen soll.
In der zweiten Geschichte besuchen die Beiden den Nachbarn, der an diesem Tag Namenstag hat. Großvater nennt ihn nur den Lügenkapitän. Sie finden sein Haus leer. Im Schlafzimmer liegt er in seinem Bett und hat seine Decke bis über beide Ohren gezogen. Auf die Frage, ob er krank sei, springt er aus dem Bett und er entwickelt eine unbändige Energie, Stina seine Geschichten zu erzählen. Ob das wohl alles mit rechten Dingen zugegangen ist, was er alles erzählt? Kaum zu glauben. Allerdings springt für Stina eine kleine Wanne aus Metall heraus, die sie sehr gut gebrauchen kann.
Beim Verabschieden singen sie dem Kapitän noch ein gute Nachtlied und er zieht sich die Decke wieder bis hoch zur Nase.
Lena Anderson, die 1939 geboren ist, hat eine ganz besondere luftige Art der Illustration. Mit „Linná im Garten des Malers“, „Linnéas Jahrbuch“, „Die schnellste Bohne der Stadt“ hat sie es zu großem Ruhm und vielen Auszeichnungen (u.a. den Dt.Jugendliteraturpreis) gebracht. Und das zu recht.
Genießen wir den Sommer auf den schwedischen Schären und hoffen, dass auch wir so eine kleine Auszeit nehmen können. Zumindest beim Vorlesen.

Leseprobe
_____________________

Hier noch ein altes Video von 2006 mit Jochen Schmidt als Vorleser.
Am Montag ist er ja bei uns im Buchladen.
Das wissen ja wohl nun alle, die diesen Blog hier mitverfolgen.
Schauen Sie vorbei.

Donnerstag

Unser Buchtipp für entspannte Stunden:

Punti

Jordi Puntí: „Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz
Kiepenheuer & Witsch Verlag € 19,99
als eBook über libreka.de € 17,99

Wahrscheinlich sind Sie auch schon über eine Besprechung des Buches des katalanischen Autoren gestolpert. Die sozialen Medien sind voll davon und vergeben mindestens vier und fünf Sternen.
Wir kennen solche Phänomene, dass noch unbekannte Autoren so ein Ding raushauen. Oft sind es Erstlingswerke, oder einfach solche Bücher wie über den 100jährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand. Bücher, die wir reinfressen und gut finden. Naja, nicht jede Seite, aber doch im großen Ganzen als ein mehr als gelungenes Werk erkennen. Große Unterhaltung, großes Kino. Heute muß man dann schon sagen: Großes Kino in 3D. Ohne das geht ja gar nix mehr.
Bei Jordi Punti gibt es zwar kein 3D, aber ein 4F, oder 4S, oder wie Sie das dann nennen wollen.
Denn Gabriel Delacruz hat vier Frauen und mit ihnen vier Söhne. Naja, werden Sie sagen. Na und. Da kenn‘ ich auch jemanden. Hier abe: Unser Gabriel ist im Waisenhaus aufgewachsen und mit seinem Mitstreiter und Bruder im Geiste Bundó bereist er in einem Umzugslaster ganz Europa. Dabei kommt er in Kontakt zu diversen Frauen. Und halt auch die vier Frauen, die ihm vier Söhne gebären. Christof wurde in Frankfurt geboren, Christopher in London, Christophe in Paris und schließlich Christòfol in Barcelona. Vier sehr ähnliche Namen, damit der Papa nicht durcheinanderkommt, wenn er seine jeweilige Familie für zwei, drei Tage besucht, bevor er wieder weiterzieht.
Diese vier Brüder treffen sich aber erst, als ihr Vater aus seiner Wohnung in Barcelona verschwunden ist und der dort wohnende Sohn in dessen leeren Wohnung Briefe entdeckt, die auf die Existenz von drei weiteren Brüdern hinweisen.
Jordi Punti erzählt mit viel Witz und eingestreuten Anektoden aus dem Leben des Handlungsreisenden Gabriel. Je weiter wir lesen, umsomehr erfahren wir über die fünf Leben. Kleine Durchhänger werden mit einem neuen Feuerwerk wieder wettgemacht und lassen keine Langeweile aufkommen.
Ich mag einfach nicht mehr verraten, um Ihnen den Buchgenuß nicht zu verderben, da ich hoffe, dass Sie sich das dicke Buch mit 600 Seiten in den Urlaub nehmen.

Hier gibt es zumindest eine Leseprobe.

Hier spricht der Autor selbst, wenn Sie ihn verstehen. Haha!

_______________

Dass Jochen Schmidt am kommenden Montag bei uns liest, habe ich nun schon oft genug geschrieben. Hier liest er selbst aus seinem neuen Buch: „Schneckenmühle“.

_______________

Der „Ulmer Spickzettel“ schreibt heute:

Man sagt ja auch, Ulm sei das schönere Italien! Und es stimmt! -)

„Man sagt ja auch, Ulm sei das schönere Italien! Und es stimmt! -)“