Montag, 13.Mai


Heute haben
Alphonse Daudet * 1840
Daphne du Maurier * 1907
Gregor von Rezzori * 1914
Adolf Muschg * 1934
Bruce Chatwin * 1940
Arminstead Maupin * 1944
Christopher Reid * 1949
und Alma
Geburtstag
_________________________________

Best von Winfried Hermann Bauer

Weberknechte

Da knüpfen sie
Und knüpfen
Knoten über Knoten
Zu Netzen, die sie über uns werfen
Narrennarrative
Unter denen wir zusammenkauern
Um weiter zu knüpfen
Immer weiter
Im Osten wie im Westen
Schwarmverloren
Was ist schon Recht
Kernkraft, Corona, Kalaschnikow
Wer killt das Klima
Wer das Volk
So knüpfen wir und knüpfen
Immer weiter
Und fragen uns
Was ist schlimmer
Ein Amok laufender Bär
Oder eine Reihe guter Jahre
Ein wenig Wehrmachtswahnwitz
Wär nicht schlecht
Seid ihr bereit
Mal wieder alles kurz und klein zu schlagen
Weit offen steht der Hölle Tor
Nur immer weiter so
Und ich garantiere euch
Wir kommen unserem Ende
Noch zuvor…

Eine Welt nur

Wie lange noch
Frag ich dich
Posten wir eine Welt nur
Und plündern den Planeten dabei
Tabu frei
In Nomine Patris
Als stünden wir drüber

Wie lange noch
Frag ich dich
Zeigen wir auf den Fremden
Der auf die Knie fällt
Um zu beten
Und feixen
Hämisch am Pranger

Als warteten wir nur darauf
Dass er mit hoch erhobenem Schwert
Aufsteht
Und den Wahnwitz
Wie ein Netz
Über die Welt wirft
Als wollte er fischen
_________________________________

Im Rahmen einer Donau-Konferenz veranstaltet die Stiftung HfG Ulm ein Konzert im Ulmer Münster
Montag, 13.Mai, 20.30 Uhr, Ulmer Münster
»Klang und Architektur« Konzert für Moderne Musik

mit Jürgen Grözinger, Friedemann Johannes Wieland, Jochen Anger
Eingang „Brautportal“ auf Höhe der Valentinskapelle
Eintritt frei
__________________________________


Mittwoch, 15.Mai, 19 Uhr
Das Hospiz bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei
__________________________________

Freitag, 17.Mai, 19 Uhr
Zu Gast: Uli Wittmann
Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei

Uli Wittmann, Journalist, Wanderer, Paddler, Betreiber einer Outdoor-Internetseite und bayrisches Unikum ist bei uns zu Gast und berichtet über seine Arbeit und seine Aktivitäten.
Lassen Sie sich überraschen.

Uli Wittmann: „Wanderungen für Langschläfer auf der Schwäbischen Alb“
Erlebnisreiche Halbtagstouren, für Langschläfer – Touren für Ausgeschlafene

Die schönsten Erlebnistouren für Kids auf der Schwäbischen Alb

Das Outdoor-Bastelbuch
67 kinderleichte Bastelideen für draußen und unterwegs

https://kinderoutdoor.de

Mittwoch, 25.Oktober


Heute haben
Pablo Picasso * 1884
Peter Rühmkorf * 1929
Harold Brodkey * 1930
Anne Tyler * 1941
Leif Davidsen * 1950
Jakob Hein * 1971
Geburtstag
__________________________________

„Die Krise der Lyrik hängt auch damit zusammen, dass man sie nicht verfilmen kann.“
Peter Rühmkorf
__________________________________

Gestern haben wir den neuen Sachbuchroman von Florian Illies ausgepackt:


Florian Illies: „Zauber der Stille“
Caspar David Friedrichs Reise durch die Zeiten
S.Fischer Verlag € 25,00

2024 hat Caspar David Friedrich seinen 250.Geburtstag. Große und kleinere Ausstellungen u.a. in Hamburg und Berlin würdigen diesen einzigartigen Maler. 2025 wandern seine Bilder dann ins Metropolitan Museum in New York.
Florian Illies ist ein Fuchs. Sein Buch „1913“ hat er so terminiert, dass es 2013 auf allen Büchertischen lag. Es wurde zu einem enormen Erfolg. Sein Schreibstil war etwas neues und hat weitere AutorInnen darin bestärkt, in dieser Art Bücher zu schreiben. Nach seinem Buch „Liebe in Zeiten des Hasses“ jetzt also mit einer Punktlandung ein Buch über den wundersamen Maler Friedrich, der heute als der Maler der Romantik zählt. Das war jedoch nicht immer so.
Florian Illies versteht es wieder wunderbar zu unterhalten, uns sein Wissen und seine jahrelange Recherearbeit so locker und humorvoll zu präsentieren, dass wir gar nicht merken, wieviel Informationen wir über den Maler, seine Kollegen, seine Familie und hauptsächlich seine Zeit aufsaugen.
Goethe war der aufdringliche Friedrich zu viel, so dass er gerne eines seiner Wolkenbilder an der Tischkante zerschlagen wollte. Viele seiner Bilder sind verbrannt, sein Werk wurde oft verkannt, vergessen, von den Nazis wieder hochgelobt, von den 68ern vernichtend bewertet. Walt Disney war begeistert und ließ sein Bambi durch Friedrichsche Landschaften laufen. Die Frankfurter Unterwelt hat aus dem Museum zwei Turner mitgehen lassen und einen Friedrich, der halt daneben hing. Illies berichtet von einer wahren Räuberpistole, über welche Wege die Bilder wieder ins Museum gekommen sind.
Bei der Buchpräsentation saßen der Verlagsleiter Oliver Vogel und Florian Illies auf dem Podium und es war sicherlich ein Gespräch zwischen den beiden geplant. Florian Illies sprudelte jedoch los, dass es kein Halten gab und nach einer Stunde hatte zwar Oliver Vogel immer noch sein Mikro in der Hand, kam aber kaum zu Wort. So ähnlich wird es Ihnen auch beim Lesen gehen,dass Sie gar nicht merken, wieviel schon gelesen haben, weil sich eine an die andere herrliche Geschichte reiht.

Gute Unterhaltung.

Leseprobe
__________________________________________

Heute abend ist Judith Hermann in der Volkshochschule im Club Orange.
Morgen abend kommt die HfG zu uns in die Buchhandlung und Christiane Wachsmann und Martin Mäntele berichten über „Kunststoff – Zauberstoff“ und den „Ulmer Hocker.

Dienstag, 24.Oktober

Heute haben
Dorothea Schlegel * 1764
August von Platen * 1796
Wenedikt Jerofejw * 1938
Walter Kappacher * 1938
Zsuzsa Bánk * 1965
Geburtstag
_______________________________

„Glücklich ist ein bisschen viel. Sagen wir lieber: nicht unglücklich. Kein bisschen unglücklich. Nicht ein winziges bisschen unglücklich.“
Zsuzsa Bánk aus: „Schlafen werden wir später“
_______________________________

Toni Morrison: „Sehr blaue Augen
Aus dem Amerikanischen von Tanja Handels
Mit einem Vorwort der Autorin und einem Nachwort von Alice Hasters

„Ich wollte dieses Buch lesen, und niemand hatte es geschrieben, also dachte ich, dass ich es schreiben würde, um es zu lesen.“
Toni Morrison

Das Debüt der Nobelpreisträgerin Toni Morrison ist in diesem Herbst in einer Neuübersetzung erschienen. Mit Vor- und Nachwort und diversen Anmerkungen versehen, in denen u.a. auf rassistische Bemerkungen hingewiesen wird und wie die Übersetzerin damit umgegangen ist.
Allein das deutet darauf hin, wieviel Sprengstoff damals und auch heute in diesem Roman stecken.
Toni Morrison erzählt die Geschichte dreier Schwarzer Mädchen im Jahr 1941in der Kleinstadt Lorain, Ohio (der Geburtsstadt der Autorin).
Claudia, die jüngste der drei hasst ihre blonde (Barbie)Puppe, zerlegt sie und will wissen, wie dieses Hartplastikding innen aussieht. Ihre ältere Schwester Frieda (10 Jahre) ist ihr eine enge Vertraute, mit der sie sich beratschlagen kann. Sie kommen in Kontakt mit der 12jährigen Pecola, mit der das Schicksal übel mitspielt. Pecola möchte blaue Augen, sehr blaue Augen und träumt so zu sein wie Shirley Temple.
Toni Morrsion schreibt diesen Roman nicht linear, sondern in Schleifen, in denen sie auf die Lebensläufe einzelner Personen eingeht und in denen wir erfahren, warum sich diese dann in diesem Jahr 1941 so verhalten.
Als Überschriften benutzt sie Sätze aus einer US-Fibel und wiederholt sie in Endlosschleifen, um zu zeigen, wie banal sie sind und wie wenig sie mit der Welt der drei Mädchen zu tun haben.
Ich war komplett gefesselt von der Geschichte und wie Toni Morrison sie aufgebaut hat. Dieses Aufwachsen in einer Welt voller Rassismus, Ausgegrenztsein, Sexismus ist auch 80 Jahre später schwer auszuhalten und es hat sich vielleicht nicht so viel grundlegend geändert.
Schreibt Carson McCullers in „Frankie“ vom gleichnamigen Mädchen, das raus aus der Enge will, ist Claudia so verbunden mit ihrer Welt, dass es für sie wohl keinen Ausweg geben kann.
Fast möchte ich schreiben: Ein Muss. Die 180 Seiten sind ein großes Stück Weltliteratur.

„Toni Morrisons Bücher verändern das Leben. In ihnen bekommen die zu oft Übersehenen und Ausgegrenzten eine Bühne, beschrieben mit unglaublich schöner Sprache und Feingefühl, sodass sie selbst in brutalen Momenten nie die Würde und Menschlichkeit verlieren.“ 
Alice Hasters

Toni Morrison wurde 1931 in Lorain, Ohio, geboren. Sie studierte an der renommierten Cornell University Anglistik und hatte an der Princeton University eine Professur für afroamerikanische Literatur inne. Zu ihren bedeutendsten Werken zählen ‚Sehr blaue Augen‘, ‚Solomons Lied‘, ‚Menschenkind‘, ‚Jazz‘, ‚Paradies‘ und diverse Essaysammlungen. Sie war Mitglied des National Council on the Arts und der American Academy of Arts and Letters. Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen, u. a. mit dem National Book Critics‘ Circle Award und dem American-Academy-and-Institute-of-Arts-and-Letters Award für Erzählliteratur. 1993 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur, und 2012 zeichnete Barack Obama sie mit der Presidential Medal of Freedom aus. Toni Morrison starb am 5. August 2019.
_______________________________________


Morgen abend, Mittwoch, 25.10., ist Judith Hermann mit ihrem neuen Buch in der vh Ulm.
Beginn: 19 Uhr
Der Club Orange ist ausverkauft. Vielleicht gibt es noch Plätze im Foyer.
________________________________________


Am Donnerstagabend, 26.10. um 19 Uhr sind Christiane Wachsmann und Martin Mäntele bei uns im Buchladen und erzählen über zwei Neuerscheinungen und über die aktuelle Ausstellung in der HfG Ulm.
Eintritt frei.

Montag, 16. Oktober


Heute haben
Oscar Wilde * 1854
Armin T.Wegner * 1886
Eugene O´Neill * 1888
Dino Buzzati * 1906
Günter Grass * 1927
Gerold Späth * 1939
Geburtstag
___________________________________

„Ich glaube, daß Zukunft nur dann möglich sein wird, wenn wir lernen, auf Dinge, die machbar wären, zu verzichten, weil wir sie nicht brauchen.“
Günter Grass
___________________________________

Unser Buchtipp:

Benjamín Labatut: „Maniac
Aus dem Englischen von Thomas Brovot
Suhrkamp Verlag € 26,00

Ein verstörender, ein aufwühlender, ein erhellender Roman, der vielleicht auch ein erzählendes Sachbuch ist. Der Autor Labatut vermischt Fakten, Biographisches, Reales mit Fiktivem. Er stellt zwei Personen in den Mittelpunkt seines Buches. Einerseits Paul Ehrenfest, der gleich zu Beginn des Romanes seinen Sohn und danach sich umbringt. Warum? Das erklärt Benjamín Labatut in den folgenden Kapiteln und zeigt uns einen zerissenen Wissenschaftler, der immer mehr ins Irreale abtriftet. Als zweite Person ist es John von Neumann, ein mathematisches Wunderkind, der Pionier der künstlichen Intelligenz, der Vordenker des Personal Computers, der Erfinder der Spieltheorie und Geburtshelfer der Atombombe beim Manhattan-Projekt. Hier lässt er 15 fiktive Personen ihre Erfahrungen mit Neumann erzählen. Und so ganz langsam kommen wir diesem Genie näher.
Heute, im hier und jetzt, ist KI im Alltag angekommen. Tagesschausprecher können mir geklonter Stimme ihre Vorträge in verschieden Sprachen vortragen. Sogar ihre Lippenbewegungen werden der fremden Sprache angepasst. Macht uns KI überflüssig? Was kommt überhaupt auf uns zu? Was ist mit unseren Gefühlen? Beherrscht KI Liebe?
Kabatuts Roman endet mit dem Kampf Maschine gegen diverse GO-Meister, bei der die Künstliche Intelligenz haushoch gegen die Spieleprofis gewinnt.
Ein Roman über Denker, der zum (nach)denken anregt.

Leseprobe
________________________________

Im Moment bei uns im Schaufenster:

Individualaufbau für Bikepacking mit Pinion-Tretlagergetriebe
CrMo-Rahmen von Fort + Surly-Gabel
27,5″ Gravel-Laufradsatz mit Nabendynamo + Supernova-Beleuchtung
Gilles-Berthoud Kernledersattel aus Frankreich
Konzipiert, designed und gebaut bei Pedaleur in Ulm

_________________________________________

Jetzt bei uns in der Buchhandlung:

______________________________________

Die nächste Veranstaltung bei uns in der Buchhandlung:


Donnerstag, 26.10.2023 19:00 Uhr bei uns in der Buchhandlung
„Kunststoff – Zauberstoff“ und Ulmer Hocker

Buchvorstellung mit Dr. Martin Mäntele (Leiter des HfG-Archivs und Ausstellungskurator)
und Christiane Wachsmann (Ausstellungskuratorin).

„Der Ulmer Hocker. Idee – Ikone – Idol“
Was haben eine Kreissäge, Platons Höhlengleichnis und Max Bill gemeinsam? Sie alle haben einen bedeutenden Anteil an der Herausbildung eines der berühmtesten Designklassikers des 20. Jahrhunderts. Kaum ein Gegenstand ist unscheinbarer als der „Ulmer Hocker“ und doch hat keiner mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Das Buch zeigt die Bedingungen, unter denen der Ulmer Hocker entstand sowie sein Nachleben in zahlreichen Reprisen. Es wirft einen neuen Blick auf diesen Designklassiker und löst darüber hinaus ein originelles Modell von Geschichtsschreibung ein, das als wegweisend für weitere Untersuchungen betrachtet werden kann.

„Kunststoff – Zauberstoff. Freiheit und Grenzen der Gestaltung“
Wie kein anderer Werkstoff stehen die modernen Kunststoffe für die Demokratisierung in der Welt der Dinge. Sie eignen sich als Ersatz für traditionelle Materialien, sind billiges Ausgangsmaterial für massenhaft hergestellte Pfennigartikel, aber auch hochwertige Werkstoffe für Industrieprodukte mit langer Lebensdauer.
An der Ulmer Hochschule für Gestaltung (1953–1968) entwickelte sich der Beruf des Produktgestalters zu seiner heutigen Form. Gleichzeitig kamen immer mehr Kunststoffe auf den Markt. Die neuen Materialien eigneten sich für den Modellbau und waren zugleich eine Verheißung für die Gestaltung zukünftiger Industrieprodukte. Wie aber sollte man mit ihnen und den zahlreichen neuen Gestaltungsmöglichkeiten umgehen? Und wie ließen sich mit den neuen Möglichkeiten der Massenproduktion die alten Ideale der Guten Form umsetzen?

Ort: Kulturbuchhandlung Jastram, Schuhhausgasse 6, 89073 Ulm

Donnerstag, 5.Oktober


Heute haben
Paul Fleming * 1609
Denis Diderdot * 1713
Kasimir Edschmid * 1890
Bing Xin * 1900
Magda Szabó * 1917
José Donoso * 1924
Oswald Wiener * 1935
Václav Havel * 1926
Marie-Claire Blais * 1939
Alfred Komarek * 1945
Peter Ackroyd * 1949
Charlotte Link * 1963
___________________________________

„Häng‘ an die große Glocke nicht, Was jemand im Vertrauen spricht.“
Matthias Claudius
___________________________________

Heute gibt es einen Veranstaltungsblog:


Heute abend bei uns in der Buchhandlung.
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: frei
________________________________

__________________________________

Foto: Nicole Müller

Am 22.September wurde das Album UNPERFECT BUILDINGS des OPENTHEBOX TRIO feat. KIT DOWNES bei DoubleMoon/Challenge international veröffentlicht. Bei uns in der Buchhandlung liegt sie aus.

Das Openthebox Trio besteht aus dem Ulmer Christian Krischkowsky (dr/comp), Andreas Dombert (g) und Axel Kühn (b). Als Gast der wunderbare Kit Downes (hammond).
www.krischkowsky.de

„Es ist eine besondere Art, Ideen verschmelzen, an der Oberfläche dezent, im Resulat weit und Bunt gefächert….Modern jazzige Leichtigkeit trifft auf den kompositorischen Ernst des Schlagzeugers Christian Krischkowsky…. Ein raffiniertes Dazwischen.“ (JAZZTHING 9/23 Ralf Dombrowski)

Am Sonntag, den 5.November gibt es im Ulmer Roxy ein Albumrelease Konzert.
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: € 22,00

Weitere Konzerte:
Freitag, 10.11. Jazzclub Biberach
Samstag, 11.11. Trans 4 Jazz Festival, Ravensburg




Donnerstag, 13.Juli


Heute haben
Wilhelm Heinrich Wackenroder * 1773
Gustav Freytag * 1816
Isaak Babel * 1894
Georg Hensel *1923
Wole Soyinka * 1934
Helga Königsdorf * 1938
Milena Moser * 1963
Geburtstag
___________________________________

Jede Fröhlichkeit, jede Liebe, jede Zuneigung veredelt uns, ist selber Tugend, jedes Gefühl, wovon Haß die Wurzel ist, verschlechtert und erniedigt uns.
Wilhelm Heinrich Wackenroder
____________________________________





Die Schwäbische Alb ist wirklich etwas ganz Besonderes. Dass wir so viele Wanderwege, Sehenswürdigkeiten, Radtouren, Naturspektakel vor der Haustüre haben, ist doch einfach grandios.
Hier sehen Sie eine kleine Auswahl an Wanderführer, die wir im Laden vorrätig halten.
Ob lange Touren, oder Nachmittagsausflüge mit Kinderwagen, irgendetwas findet sich immer.
____________________________________

Heute abend bei gutem Wetter auf der Terrasse der HfG

________________________________________

Am Montagabend bei jedem Wetter im Stadthaus Ulm

Dienstag, 11.Juli

Heute haben
Léon Bloy * 1846
Richard Beer-Hofmann * 1866
Max Jacob * 1876
Claus Bremer * 1924
Klaus Wagenbach * 1930
Helmut Krausser * 1964
Geburtstag
______________________________________

An der Ferse aber kitzelt es jeden, den großen Achill wie den kleinen Schimpansen.
Klaus Wagenbach
______________________________________

Die SchülerInnen der Klasse 4a der Albrecht-Berblinger Grundschule Ulm hatte die Aufgabe, jeweils ein Buch zu lesen und zusammen mit einem Buchsteckbrief und einer Bücherkiste zu präsentieren.
Eine Auswahl der großartigen Ergebnisse finden Sie hier.
Vielen Dank an die Lehrerin Maria Rafensteiner.









____________________________________________


Calamity Jane vs. Men Afraid of Horses
Die Wild West Geschichte einer widersprüchlichen Frau und die Musik eines Lebens

Eine der größten Legenden des Wilden Westens ist kein Mann, sondern eine Frau –
Calamity Jane.

Ihre fantastischen, rührenden und dramatischen Geschichten werden nicht als flockiges Cowboy-Abenteuer erzählt, sondern sind Schwerstarbeit eines kargen Lebens – Flunkerei und eine gehörige Portion Größenwahn inbegriffen. Schwarz auf Weiß kann das bekannteste „Flintenweib“ beweisen, dass sie schneller schießt als sämtliche Männer und dass sie so gar nicht in das gängige Frauen-Bild des frühen Amerikas passt und sich diesem auch überhaupt nicht fügen will – was wiederum ihr Schicksal ausmacht.

Die Musik, geliefert von Men Afraid of Horses, ist nicht begleitender Hintergrund oder Weichspüler der Szenen, sondern zentraler Partner – wie beim Poker oder last shoot down.
Die Lieder und Geschichten sollen berühren und kratzen, vielleicht duften sie ein klein wenig nach Schweiss oder erwecken den Wunsch mit dem draußen angebundenen Schimmel in den Sonnenuntergang zu reiten.

Schauspiel: Katrin Hötzel
Men Afraid of Horses: Frank Betz, Markus Rabe, Dietmar Rudolf, Günter Schaber, Jochen Wegerer
Bilder: Susanne Luc
Foto und Grafik: Julia Hanisch

Kartenvorstellung unter www.tee-mit-tanten.de

freitag, 18.November


Heute haben
Richard Dehmel * 1863
Klaus Mann * 1906
Vassilis Vassilikos * 1933
Margaret Atwood * 1939
Christoph Wilhelm Aigner * 1954
Geburtstag
und es ist der Todestag von Marcel Proust.
__________________________________

Richard Dehmel
Die stille Stadt

Liegt eine Stadt im Tale,
ein blasser Tag vergeht;
es wird nicht lange dauern mehr,
bis weder Mond noch Sterne;
nur Nacht am Himmel steht.

Von allen Bergen drücken
Nebel auf die Stadt;
es dringt kein Dach, nicht Hof noch Haus,
kein Laut aus ihrem Rauch heraus, Kaum Türme noch und Brücken,

Doch als den Wandrer graute,
da ging ein Lichtlein auf im Grund;
und durch den Rauch und Nebel
begann ein leiser Lobgesang,
aus Kindermund.
_____________________________________

Jetzt wird es aber Zeit:


„Bredle & Plätzle“
Schwäbische Weihnachtsbäckerei mit Rezepten aus der Region
Südwest Presse Edition € 17,90

Mit knapp 50 Rezepten haben Sie in der zweiten Ausgabe von „Bredle & Plätzle“ die Qual der Wahl: Sie reicht von Klassikern wie Lebkuchen, Ausstecherle oder Florentinern über neue Kreationen mit Joghurt und Rosmarin bis hin zu Köstlichkeiten aus anderen Ländern, wie Baci di Dama aus Italien, französischen Macarons oder portugiesischen Mandelplätzchen.
Kernstück von „Bredle & Plätzle“ sind die Rezepte von Leser:innen der Südwest Presse Ulm, die von Bäckermeisterin Lisa Unseld und dem Team der Kornmühle verfeinert und nachgebacken wurden.

Da kann ja nichts schiefgehen.
Wir in der Buchhandlung testen gerne Ihr Weihnachtsgebäck.
_________________________________________

Freikarten gefällig?
Dann einfach am Dienstagabend zu uns in Buchhandlung kommen und dem Vortrag über
Otl Aicher lauschen.


Dienstag, 22.November, 19 Uhr
Dr.Martin Mäntele stellt uns Otl Aicher vor.

100 Jahre Otl Aicher, 100 Plakate im Hfg-Archiv
Eintritt frei

Achtung!!
Alle, die zum Vortrag kommen, erhalten eine Freikarte für die Otl Aicher-Ausstellung oben in der Hfg.

Dienstag, 22.Dezember


Hans Leifhelm
Winterwald

Ich geh‘ in einen Winterwald hinein,
der Winterwald muss voller Wunder sein.

Die Tannen stehen enge angeschmiegt,
soweit das Land in tiefer Schneelast liegt.

Und keine Spuren gehen durch den Wald
als vom Getier – und die verwehen bald.

Und manchmal ist ein Seufzen in den Bäumen,
wie Kinder seufzen unter tiefen Träumen.

Der Schnee liegt weiß, so weit ich wandern will;
Da werden alle Menschenwünsche still.
_________________________________________

Gestern frisch eingetrudelt:

Georg Patzer: „Arno Schmidt und Ulm“
Spuren 121
Deutsche Schillergesellschaft € 4,50

Ein kleines Heftchen mit 16 Seiten über eine kleine Geschichte, die schon so oft erzählt worden ist. Fast wäre Arno Schmidt an der HfG angestellt worden. Aus vielen Gründen hat dies allerdings nicht geklappt.
Schmidt war auf der Flucht in ein anderes Bundesland, da er ein Gerichtsverfahren in Trier am Hals hatte. Kein Geld, keine großen Perspektiven. Dann der Ruf nach Ulm.
Aber die Chemie stimmte nicht. Ein paar Jahre später bekommt er nochmals ein Angebot, das er erneut ablehnt.
Es hätte wohl auch nicht gepasst.
Sehr fein gestaltet, mit vielen Fotos, macht diese kleine Arbeit von Georg Patzer viel Vergnügen.
Demnächst soll noch etwas zu diesem Thema erscheinen. Ich bin gespannt.

Vor ein paar Wochen erschien dieses Lesebuch:

Arno Schmidts Zettel´s Traum. Ein Lesebuch

„Arno Schmidts Zettel’s Traum“
Herausgegeben von Bernd Rauschenbach.
Mit einführenden Texten von Susanne Fischer.
Eine Edition der Arno Schmidt Stiftung im Suhrkamp Verlag.
Gestaltung und Satz Friedrich Forssman
Suhrkamp Verlag € 25,00

Zettel’s Traum – ein großformatiges Buch mit 1300 Seiten und 10 Kilo Gewicht.
Alle kennen wir es. Aber wer hat es gelesen? Innerhalb von 50 Jahren wurde es immerhin 25.000 Mal verkauft.
Bernd Rauschenbach hat hier eine Best-Of Version zusammengestellt und führt uns durch die einzelnen Kapitel dieses Mythos-Werkes.
Spannend auch, dass wir hier nicht in drei Spalten lesen, sondern in einer leicht lesbaren Form.
Ja, es stimmt, durch die Einführungstexte von Susanne Fischer, bekommt man Lust, wieder reinzublättern. Das Format (als größeres Taschenbuch mit Fadenheftung) lässt sich überall mitnehmen.
Hier also die Möglichkeit, aus einem „unlesbaren“ Buch eine spannende Lektüre zu machen.


Mittwoch, 15.Juli

IMG_9970

Heute hat Jörg Fauser (* 1944) Geburtstag
__________________________________________

Annette von Droste-Hülshoff
Sommer

Du gute Linde, schüttle dich!
Ein wenig Luft, ein schwacher West!
Wo nicht, dann schließe dein Gezweig
So recht, dass Blatt an Blatt sich presst.

Kein Vogel zirpt, es bellt kein Hund;
Allein die bunte Fliegenbrut
Summt auf und nieder übern Rain
Und lässt sich rösten in der Glut.

Sogar der Bäume dunkles Laub
Erscheint verdickt und atmet Staub.
Ich liege hier wie ausgedorrt
Und scheuche kaum die Mücken fort.

O Säntis, Säntis! läg‘ ich doch
Dort, – grad‘ an deinem Felsenjoch,
Wo sich die kalten, weißen Decken
So frisch und saftig drüben strecken,
Viel tausend blanker Tropfen Spiel;
Glücksel’ger Säntis, dir ist kühl!
_____________________________________

Buchvorstellung am Donnerstag, 16. Juli 2020

e8c788921bdf119d037ea73bbe43eabd

hans gugelot. die architektur des design
Ein Katalogbuch voller Geschichte und Geschichten

Oben auf dem Ulmer Kuhberg, einem Ausläufer der Schwäbischen Alb zur Donauebene hin, siedelte in den 1950er und 1960er Jahren ein ganz besonderes Völkchen: Die Mitglieder der Hochschule für Gestaltung. Sie schufen sich hier ein ganz eigenes Lebensumfeld, in dem sie das Zusammenleben im Sinne der zweiten Moderne probten und beispielhaft ihre Ideale in die Realität umsetzten.
Vielen Ulmern, vor allem den traditionell gesinnten, blieben sie fremd. Doch für alle, die mit der Aufbruchsstimmung und Experimentierlust dieser jungen Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg zu schätzen wussten, bot die HfG in dieser Zeit Vorbilder und Diskussionsstoff.
Der holländische Architekt Hans Gugelot kam 1954 aus der Schweiz an die HfG, wo er bis zu seinem frühen Tod 1965 unterrichtete. Mit seinen Entwürfen im Bereich des Industriedesign trug er wesentlich zum Erfolg der Hochschule für Gestaltung bei.
In diesem Katalogbuch kommen Lebensumstände und Lebensgefühl der gestalterischen Avantgarde dieser Zeit genauso zur Geltung wie das Lebenswerk Hans Gugelots. Beides ist untrennbar miteinander verbunden: Die kühle Gestaltung etwa des „SK 4“, eines Radiogerätes für die Firma Braun, das unter dem Namen „Schneewittchensarg“ Furore machte und auf dem bevorzugt der cool jazz dieser Zeit abgespielt wurde, mit der Lebenslust und Zuversicht dieser Menschen, die sich so bewusst von jeder Tradition abwandten und doch – beispielsweise in Bezug auf die gleichberechtigte Berufsarbeit von Männern und Frauen – noch vieles als selbstverständlich nahmen, was wir heute kritisch sehen. Vieles, was damals angelegt wurde, etwa die häufige Verwendung von Kunststoffen oder die Systematisierung der industriellen Produktion, prägt bis heute unseren Alltag.

Die Journalistin und Kulturwissenschaftlerin Christiane Wachsmann ist Herausgeberin des Katalogbuches und Kuratorin der zugehörigen Ausstellung im HfG-Archiv; Dr. Martin Mäntele ist Leiter des HfG-Archivs.
Im Gespräch werden die beiden die einzelnen Themen des Buches und des Rahmens beleuchten, in dem die Entwürfe von Hans Gugelot entstanden.
Samy Wiltschek von der Buchhandlung Jastram baut einen Büchertisch zum Thema auf.

Der Eintritt ist frei
Ort der Veranstaltung
Gebäude der ehemalige Hochschule für Gestaltung Ulm
Am Hochsträss 8, 89081 Ulm, Großer Hörsaal

Zeit
Donnerstag, den 16. Juli 2020, 19 Uhr
Vorsichtsmaßnahmen im Rahmen der Corona-Prävention
Bitte tragen sie einen Mundschutz und halten Sie den Mindestabstand ein.
Zu dieser Veranstaltung sind bis zu 20 Teilnehmer nach telefonischer Voranmeldung zugelassen.
Bitte melden Sie sich ausschließlich telefonisch an,
zwischen Montag und Freitag (von 9 bis 12 Uhr)
unter der Nummer 0731 161-4307.

Ein Blick ins Buch