Mittwoch, 5.Januar


Die aktuellen Corona-Bestimmungen schreiben vor:
2 G im Buchladen und das Tragen einer FFP2 Maske.
Bitte zeigen Sie uns Ihren digitalen Impfausweis und Ihre Identkarte.
Danke!!!
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Am Samstag, den 8.Januar haben wir ganztätig wegen Inventur geschlossen.
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Heute haben
Paula Ludwig * 1900
Fred Wander * 1917
Friedrich Dürrenmatt * 1921
Juan Goytisolo * 1931
Umberto Eco * 1932
Geburststag
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Johann Wolfgang Goethe
Ein großer Teich war zugefroren

Ein großer Teich war zugefroren;
Die Fröschlein in der Tiefe verloren,
Durften nicht ferner quaken noch springen,
Versprachen sich aber, im halben Traum,
Fänden sie nur da oben Raum,
Wie Nachtigallen wollten sie singen.
Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz,
Nun ruderten sie und landeten stolz
Und saßen am Ufer weit und breit
Und quakten wie vor alter Zeit.
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Thomas Tidholm: „Die Eisreise
Illustrationen: Anna-Clara Tidholm

Aus dem Schwedischen von Anu Stohner
dtv / Reihe Hanser € 14,95
Bilderbuch ab 6 Jahren

„Den Polarfahrern Fridtjof Nansen und Ernest Shackleton gewidmet“

Eines Tages im Frühjahr gehen Ida, Max und Jock zum Vogelbach. Jock glaubt, am Ufer Spuren von Ottern gesehen zu haben, und die drei treten aufs Eis, um sie zu suchen. Da hören sie plötzlich ein Knacken. Und bevor sie wieder zurück an Land springen können, löst sich die Eisscholle und beginnt sich zu bewegen. Die drei Kinder treiben vom Ufer weg, immer weiter den Fluß entlang, bis ins offene Meer. Dorthin, wo das ewige Eis ist. An eine baldige Rückkehr ist nicht denken. So heisst es erst einmal eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Später finden sie sogar eine verlassene Hütte, in der wohl vor langer Zeit Forscher gelebt haben mussten. Hier erleben die drei Kinder Abenteuer in Sturm und Kälte, mit Pinguinen und der Leckerei „Fischbällchen“, die sie, in Dosen abgefüllt, finden.
Das Heimweh wird zu groß. So machen sie sich, mit einem kleinen Boot, auf den Heimweg, durch einen großen Sturm, bis zum Fluß, weiter zum Bach, bis sie wieder am Ausgangspunkt angelangt sind. Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Es ist wieder Frühling, der Schnee geschmolzen. Max und Jock verabschieden sich und Ida gibt dem kleinen gebastelten Boot einen Schubs.
Ein tolles Abenteuerbilderbuch (zum Vorlesen).

Sonntag, 12.Dezember (3. Advent)

Das 3.Adventsküken von Anke Raum

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Heute feiert Gustave Flaubert seinen 200. Geburtstag.
Dann darf natürlich die gute Madame Bovary nicht fehlen.

Gustave Flaubert: „Madame Bovary
Übersetzt von Elisabeth Edl
Hanser Verlag € 38,00
dtv € 16,90

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Ich wünsche Ihnen allen einen geruhsamen 3.Advent.

Donnerstag, 29.Juli

Heute haben
August Stramm * 1874
Karl Otten * 1889
Harry Mulisch * 1927
Geburtstag
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August Stramm
Blüte

Diamanten wandern übers Wasser!
Ausgereckte Arme
Spannt der falbe Staub zur Sonne!
Blüten wiegen im Haar!
Geperlt
Verästelt
Spinnen Schleier!
Duften
Weiße matte bleiche
Schleier!
Rosa, scheu gedämpft, verschimmert
Zittern Flecken
Lippen, Lippen
Durstig, krause, heiße Lippen!
Blüten! Blüten!
Küsse! Wein!
Roter
Goldner
Rauscher
Wein!
Du und Ich!
Ich und Du!
Du?!
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Doris Knecht: „Die Nachricht
Hanser Berlin € 22,00

Den Roman hatte ich vor Wochen angefangen und relativ bald wieder weggelegt. Das hat sich als Fehler herausgestellt, wie ich nach einem Video-Abend des Hanser Verlages mit Doris Knecht bemerkt habe.
Zu Beginn des Buch ist die Frau ständig mit ihrem Handy unterwegs. Hier ne Nachricht, da noch scrollen und schnell noch mal ne Message losschicken. Das ist nicht meins. Das brauche ich nicht im Roman. Das sehe ich auf der Straße, jeden Tag.
An diesem Hanser Abend mit der Autorin wurde mir bewusst, wie wichtig diese Anfangssequenz für das wirklich starke Buch ist. Diese Frau lebt nach dem Tod ihres Mannes alleine im gemeinsamen Haus auf dem Land. Die Kinder sind ausser Haus, Freunde erreichbar, wenn sie sie braucht und das mit der Arbeit hat sie gut im Griff. Sie weiss auch, dass ihr Mann in den letzten Lebensjahren, vor seinem plötzlichen Tod, eine Affäre hat. Dies hat sie nach seinem Ableben erfahren. Was sie aus der Bahn wirft, sind diese Hassmails, diese boshaften Messenger-Nachrichten, die sie verleumden, beschimpfen und aufs Übelste erniedrigen. Diese Botschaften erhält nicht nur sie. Auch im Freundeskreis und bei Arbeitskollegen tauchen sie auf und bringen diese Verhältnisse kräftigen durcheinander. Eine gewisse Verunsicherung bleibt hängen.
Doris Knecht erzählt, was sie, in ihrem Umfeld, in dieser Beziehung mitbekommen hat. Wie Frauen sich verzweifelt dagegen wehren und oft am Ende scheitern und die Männer freigesprochen werden.
Im Roman spielt die Autorin mit verschiedenen Verdächtigen, bis sich eine Personen als der Täter, die Täterin herausstellt. Aber wenn wir lesen, was mit dieser Person geschieht, sind wir wieder in der Realität angelangt.
Ein spannender, aktueller, engagierter Roman, der leicht daherkommt, aber ein schwergewichtiges Thema bearbeitet. Doris Knecht zeigt auf, dass Frauen oft vom Opfer zur Täterin gemacht werden.
Absolut lesenswert.

Leseprobe
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Erdüberlastungstag
Menschheit verbraucht „1,74 Erden“

tagesschau.de: 29.07.2021 07:28 Uhr

Die Welt erreicht heute den sogenannten Erdüberlastungstag. Menschen verbrauchen von heute an mehr Ressourcen als binnen eines Jahres auf natürliche Weise erneuert werden können.

Hier geht es zum Artikel.