Mittwoch, 8.Mai


Heute haben
Gertrud Fussenegger * 1912
Thomas Pynchon * 1937
Pat Barker * 1943
Roddy Doyle * 1958
Geburtstag und es ist der Todestag von Gustave Flaubert und Luigi Malerba.

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die vollständige Kapitulation der deutschen Wehrmacht.
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Best of Winfried Hermann Bauer

Kriegslogik

Der Krieg hat seine eigene Logik
Weißt du
Ihr Ziel ist
Die Vernichtung der Alternative
Ihre Währung heißt Tapferkeit
Vor dem Feind
Im Zielfernrohr
Erkennst du am Ende
Vielleicht
Noch
Deinen Irrtum

Omen

Wieder
Steigt Rauch
Aus alten Kaminen
Wie Weihrauchschwaden
Weht er
Durch die Geistesschlingen der Zeit
Irrlichternd
Vor Einfältigen und Eiferern
Die sich über Brandopferaltäre
Beugen
Immer wieder
Oder sich wortvergessen
Einem lichtlosen Himmel
Zuwenden
Unter dem sie verglühen
Aufrecht
Wie Krieger
Die sich selbst Gewalt antun
Indem sie ihren Schmerz mit Feuer artikulieren
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Hanna Münch und Katrin Jantz: „Hoffentlich gibt’s da oben Currywurst und Kuchen
Unsere Begegnungen mit Senioren und Señoritas zwischen Lachfalten und Lebenslast
Bonifatius Verlag € 18,00

„Wenn ich euch sehe, brauche ich keine Medizin mehr“
Eine 91-jährige Heimbewohnerin

Gestern war Hanna Münch bei uns in der Buchhandlung und hat, im Rahmen der 1.Seite, kurz ihr Buch über ihre gemeinsame Arbeit mit Katrin Jantz, als Gesundheitsclowns Liesel und Lotti, vorgestellt.
Alleine schon eine der vielen Geschichten, Episoden, Begegnungen aus dem Buch reichte, um uns alle zum Lachen zu bringen. Hanna Münch erzählte, dass sie sich täglich mit alten Menschen treffen, mit ihnen reden und sie ein wenig aus dem Alltagstrott bringen möchten. Sie arbeiten mit demenzkranken Menschen, aber auch im Hospiz und was sie dabei erleben sei schon sehr erstaunlich. So dass eine Dame, die kurz danach gestorben ist, den Satz sagte, das dem Buch seinen Namen gab. Oder auch Hanna Münchs Lieblingsspruch. „Oh Mädle, du bisch n guter Bub.“
Mit ihrer Arbeit zaubern sie ein Lächeln auf die Gesichter, auch wenn Krankheit und Alter das oft schwierig macht. Manchmal reicht eine Berührung, ein IndenArmnehmen und ein kleines Lied aus alten Tagen.
Ein Buch voller freundlicher, erstaunlicher, nachdenklicher Geschichten über die Clownarbeit der beiden.
Hoffentlich können sie noch lange Menschen mit ihren Geschichten, mit ihren Liedern erfreuen.
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Hospiz bewegt – mit der AnsprechBar in der Buchhandlung Jastram
„Best of Rundbriefe“

Um auf das Hospiz und die Hospizerweiterung im Besonderen aufmerksam zu machen, geht das Hospiz Ulm zu den Menschen in Ulm und Neu-Ulm und ist „ansprechbar“.
Einige Mitglieder des Redaktionsteams für den jährlichen Rundbrief des Hospiz Ulm werden am 15. Mai 2024 ab 19 Uhr eine Auswahl der gelungensten Artikel der vergangenen Jahre in der Buchhandlung Jastram lesen. Wir freuen uns auf einen anregenden Abend und spannende Gespräche.

Samstag

Das Programm der Literaturwoche Ulm

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Heute haben
Pierre Corneille * 1606
Alexander Puschkin * 1799
Thomas Mann * 1875
Joyce Carol Oates * 1938
Geburtstag

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„Am Abend hat man so ’nen Blick bis raus aufs Meer. Drunten befindet sich das Armenviertel. Also, malerisch, muss man sagen!“

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Gerhard Polt: „Da fahnma nimmer hin“
Von Urlaubsspießern und Möchtegernabenteurern: bitterböse Urlaubsimpressionen von Gerhard Polt mit musikalischen Intermezzi des feurigen Trio Converso aus Neapel
Kein & Aber Verlag Doppel CD € 19,90

Polt macht Urlaub. Hört sich nach einem Titel aus der Polt-Krimi-Serie aus Österreich an. Nein! Gerhad Polt nimmt uns mit in den Urlaub. Der beginnt, wenn man zum ersten Mal im Stau steht, wenn die Kinder brüllen, die Frau zickt und der Mann am Steuer sich das Pinkeln verkneift, um noch ein paar Kilometer zu machen. Schließlich haben wir doch ein ganzes jahr dafür und daraufhin gearbeitet. Da darf man sich doch auch mal erholen.
Aber: Im Urlaub gibt es halt auch die vielen Ausländer, die kein deutsch verstehen. Sogar, wenn wir es auf schwäbisch versuchen, klappt es nicht. Die Städte sind verstopft. Die mittelalterliche Architektur sieht kein schnelles Durchkommen durch die schmalen Gassen vor. Dann sind auch noch die Parkplätze voll. Wenn dann noch Migräneanfälle und Durchfall dazukommen. Mahlzeit!
Nicht viel besser sind die All-inclusive-Reisen in ferne Länder und den Hotels hinter Maschendraht. Da ist es noch das Wenigste, wenn die Dusche tropft.
Gerhard Polt auf zwei CDs und dazu noch napolitanische Evergreens vom Trio Converso. Da kann nach einer Tarantella nur noch „O sole mio“ kommen.
Na dann Prost.

Die Videos sind nicht passend zur CD; ist bei Polt jedoch egal.
Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.


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Teil 2 des kurzen Einblickes in das neue Programm von Hanna Münch und Heike Sauer.

Die komplette Schau dann am Sonntag, den 14.Juni ab 19:30 im Café Schneiderei auf dem ROXY-Gelände.
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In der TAT-Galerie hängen Werke des engagierten Jaja Verlages.
Am Mittwoch, 17. Juni um 19:30 Uhr ist die Verlegerin Annette Köhn
in der Stiege in Ulm.

Wenn Sie wissen wollen, wo die TAT-Galerie und Stiege ist: Fragen Sie uns im Laden.

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Freitag

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Heute haben
Federico Garcia Llorca * 1898
Otto F.Walter * 1928
Ermanno Cavazzoni * 1947
Ken Follett * 1949
Thomas Kling * 1957
Geburtstag

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Und schon sind wir  fast mitten in einem neuen Monat und ich habe noch gar nicht das passende Reclam-Monats-Gedicht-Bändchen vorgestellt. Das werde ich heute nachholen.

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„Juni“
Gedichte
Herausgegeben von Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell
Reclam Verlag € 5,00

Die Herausgeberinnen verweisen in ihrem Vorwort zuerst darauf hin, dass zu Beginn dieses Monates die Schafskälte kommt, also nochmals ein Kälteeinbruch und es mit dem Frühling und Frühsommer noch nicht weit her ist. Die Vorfreude wird durch diese Kälte eingetrübt. Die Natur explodiert, das Grün präsentiert sich in allen Variationen und Bäume und Sträucher scheinen um ein Vielfaches gewachsenen zu sein. Die Blumen stehen in voller Pracht, es gibt die ersten lauen Sommerabende, die männlichen Glühwürmchen sind auf Tour, die auch Johanniwürmchen genannt werden. So sind wir auch schon beim Johannitag, dem Tag, an dem die Tage wieder kürzer werden. In die Vorfreude auf die beiden klassichen Sommermonate Juli und August mischt sich schon der Gedanke an den ewigen Kreislauf der Jahreszeiten.

Im bunten Wiesenstück
Blütenduft und erste Früchte
Düstere Junitage
Der Juni ist da
Besondere Tage
benenen die Herausgeberinnen ihre Kapitel und zeigen mit diesen Überschriften, wo es lang geht.

Christian Morgenstern
Butterblumengelbe Wiesen

Butterblumengelbe Wiesen,
sauerampferrot getönt, –
o du überreiches Sprießen,
wie das Aug dich nie gewöhnt!

Wohlgesangdurchschwellte Bäume,
wunderblütenschneebereift –
ja, fürwahr, ihr zeigt uns Träume,
wie die Brust sie kaum begreift.


Wilhelm Busch
Zum Geburtstag

Der Juni kam. Lind weht die Luft.
Geschoren ist der Rasen.
Ein wonnevoller Rosenduft
Dringt tief in alle Nasen.

Manch angenehmes Vögelein
Sitzt flötend auf den Bäumen,
Indes die Jungen, zart und klein,
Im warmen Neste träumen.

Flugs kommt denn auch dahergerennt,
Schon früh im Morgentaue,
Mit seinem alten Instrument
Der Musikant, der graue.

Im Juni, wie er das gewohnt,
Besucht er einen Garten,
Um der Signora, die da thront,
Mit Tönen aufzuwarten.

Er räuspert sich, er macht sich lang,
Er singt und streicht die Fiedel,
Er singt, was er schon öfter sang;
Du kennst das alte Liedel.

Und wenn du gut geschlafen hast
Und lächelst hold hernieder,
Dann kommt der Kerl, ich fürchte fast,
Zum nächsten Juni wieder.

Wilhelm Runge
Blumen flattern Sommer

Blumen flattern Sommer
Duften nimmt beide roten Backen voll
Falter wiegen Wald
Goldkäfer schreien
Mücken strampeln himmelauf und ab
heiß im Arm der Fische hängt das Bächlein
Unken patscht Libellenflügel wach

Zweige lachen
tuscheln
sonnen
strömen
Vögel wogen Wiesen
liegen flach
ziehn die Ahorndolden an den Händen
böse schelten Bienen in den Bart
Zwitschern streckt die sommerschweren Glieder
taumelnd tollt des Atems Flügelschlag
und der Augen wilde Rosen springen.

Das Denken träumt
Gelächter reimt die Straßen
zum Tanz des Blutes
schläfenaufundab
die Adern blinzeln Frühling durch die Knochen
und schlürfen tief den schweren Himmel ein
Wind spielt der Augen froh geschwellte Segel
der Stirne Knoten löst vom Tode sich
weiß über Wiesen schnattern Dörfer hin
die Städte fauchen
und zankend zerrn die Pulse ihre Zügel
nur deine Seele spielt im Sternjasmin
Lieb-Brüderchen Maßloslieb-Schwesterlein

Rosen nicken aus den Junistunden
trällern Sommerblau den Matten hin
mild aus tiefstem Herzen grünt die Heimat
ihre Lippen murmeln wälderschwer
überwelthin schwingt die Sterne Zeit
Kinderwangliebkinderwanggereiht
Krieg brüllt auf
die wilden Blumen schrein
Sonne leckt Gestöhn aus allen Poren
Frieden holt den tiefen Atem ein
und der Nächte durchgewühlte Locken

schmeicheln um der Seele zitternd Knie
Angst zerreißt der Sterne Himmelglanz
und der Abend drückt die Augen blind
einsam geigt
tief hinter Blut geduckt
ewger Kindheit wildumsehntes Glück
und der Sehnsucht über die Welt
hängende Herzen
schlagen

Joachim Ringelnatz
Müder Juniabend

Blühende Kastanienzweige
Strecken ihre Tatzen vor.
Wenn ich jetzt das rechte Ohr,
Weil es taub ist, rückwärts neige,
Höre ich einen Spatzenchor.

Weil mich dessen Plärr so kalt
Läßt, und angeregt von Tatzen,
Suche ich jetzt mit Gewalt
Einen Pickel aufzukratzen,
Der im Grund zwar noch nicht reif ist,
Doch mich hinten an der Scharte,
Wo beim Affen noch der Schweif ist,
Schikaniert. Da plötzlich zischt
Schnupfen in die Speisekarte.

Rasches Taschentuch verwischt
Rotz und Preise der Gemüse
Und Salate. Und ich grüße
Eine Dame, die vorbeigeht
Und mich kennt, mir auch gefällt.
Wobei leise was entzweigeht,
Was den Hosenträger hält.

Klabund
Die Wirtschafterin

Drei Wochen hinter Pfingsten,
Da traf ich einen Mann,
Der nahm mich ohne den geringsten
Einwand als Wirtschafterin an.

Ich hab‘ ihm die Suppe versalzen
Und auch die Sommerzeit,
Er nannte mich süße Puppe
Und strich mir ums Unterkleid.

Ich hab‘ ihm silberne Löffel gestohlen
Und auch Bargeld nebenbei.
Ich heizte ihm statt mit Kohlen
Mit leeren Versprechungen ein.

Ich habe ihn angesch…
So kurz wie lang, so hoch wie breit.
Er hat mich hinausgeschmissen;
Es war eine wundervolle Zeit…

Der Verlag stellt jetzt auch eine Leseprobe zu Verfügunung, auf der Sie noch weitere Gedichte nachlesen können.
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Am vergangenen Dienstag zeigten Hanna Münch und Heike Sauer einen kleinen Ausschnitt ihres neuen Programmes „Schöne Aussicht“.

Das komplette Programm können Sie u.a. am Sonntag, den 14.Juni ab 19:30 im „Café Schneiderei“ (auf dem Roxy-Gelände) sehen.

Freitag

Heute haben
Alexander Kluge * 1932
und Robert Shea * 1933
Geburtstag
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Gestern war ich Gast beim „Chaos Lesen“ im Theater Neu-Ulm. Dieses Programm veranstalten sie dort monatlich einmal und das nächste Mal wieder am 13.3. sein, das allerdings mitten während der Leipziger Buchmesse ist. Somit fehlt einer der Frontmänner und Heinz Koch, der Theatermacher, steht dann alleine auf der Bühne. Aber auch wieder mit einem „Lebendigen Gästebuch“. Es wird Hanna Münch sein. Ein Teil des Duos Münch und Sauer. Das wird sicherlich lustig und Hanna Münch ist mehr als bühnenerfahren. Ach ja, der andere Teil des Duos auf der Bühne ist der kulturelle Hansdampfinallengassen Florian L.Arnold. Die beiden spielen sich dort oben den Bälle zu und unterhalten bestens mit Literatur. Geht das? Klar, es funktioniert.
Auf der Bühne sind sieben Regale, Kisten, Schränkchen, … aufgebaut, in denen sich Bücher befinden. Die Sparten heissen dann „Heimspiel“, „Flohmarkt“, „Unterste Schublade“, oder auch „Schmuddelecke“. Auf einem der Regale sind sieben Drehorgeln aufgereiht. So, nun kann es los gehen. Florion Arnold geht mit einem Sektkübel und sieben Nummern durch das Publikum und lässt jemanden eine Nummer ziehen. Diese Nummer ist mit einer Drehorgel verknüpft, Heinz Koch dreht die passende Orgel und wer die Melodie errät, darf sich ein Literaturthema wünsche. Aber nicht nur das. Die Person darf sich aus dem gewünschten Bücherstapel ein Buch heraussuchen. Sprich: Das dritte von links und da bitte die Seite 67. Heinz Koch hat nun die Aufgabe, mit einem passenden Hut ausstaffiert, diese Seite vorzutragen. Ob das klappt? Na, wenn es ein guter Text ist, prima. Wenn nicht, verstehen es die Beiden auf der Bühne hervorragend so viel um den heissen Brei herumzureden, dass auch wieder gut wird. Gestern haben wir so unter anderem auch eine Seite aus der Verfassung der Sowjetischen Union vorgelesen bekommen. Aber auch aus Hitlers „Mein Kampf“ gab es eine Seite, die sich allerdings als unverständliches Geschwafel herausgestellt hat.
In der Mitte der Veranstaltung durfte ich, als „Lebendiges Gästebuch“, auf die Bühne, wurde ausgefragt, hatte meine große Tasche dabei und habe ausgepackt, wie ein Bananenverkäufer auf dem Ulmer Wochenmarkt. Einsteins Relativitätstheorie als Streifenplakat kam da genauso zum Vorschau, wie der Jastram Rotwein und unsere Jastram T-Shirts. Bücher, Kleber, Postkarten und viele Geschichten waren dabei. Als Lesetipps gab es Arno Schmidts: „Seelandschaft mit Pocahontas“, William Faulkners: „Während ich schlief“ und Joachim Meyerhoffs: „Alle Toten fliegen hoch. Amerika“.
Die kompletten „Jahrestage“ von Uwe Johnson hatte ich zu unterst in der Tasche und verkündet, dass wir eine Marathonlesung zum Beginn der Jahrestag am 20.8. planen und gleichzeitig um MitleserInnen geworben.
Insgesamt ein sehr lustiger, launischer Abend, den wir alle vergnügt genossen haben.

Nächster Termin der Reihe ist Donnerstag, der 13.03.2014 um 20 Uhr
Hier die website des Theaters Neu-Ulm.
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Jetzt, wo ich den Roman „Als ich Sterben lag“, der im Original „As I Lay Dying“ heisst, erwähnt habe, möchte ich Ihnen auch gleich den Trailer zu einem neuen Kinofilm vorstellen, den es (so viel ich weiss) noch nicht in den deutschen Kinos gibt.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=VO68Kd2yQsE]

Und vor ein paar Tagen bin ich über den Trailer zur Verfilmung des John Green Romans: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ (im Original „The Fault In Our Stars“) gestolpert, der im Frühsommer in die Kinos kommen soll.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=9ItBvH5J6ss]

John Green liest das erste Kapitel aus de Roman, im Rahmen seiner täglichen vierminütlichen Internet Lifeshow.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=F_vFvbfn9Fs]

Mittwoch

Heute haben
Franz Kafka * 1883
Günther Bruno Fuchs * 1928
Manfred Bieler * 1934
Geburtstag
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Franz Kafka
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug.
Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
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Emerson

Emerson Quartet: „Journeys“
Tschaikowsky: Streichsextett op. 70 „Souvenir de Florence“
und Schönberg: Verklärte Nacht
Mit Paul Neubauer, Violine und Colin Carr, Cello
SONY CD bei uns € 19,99

Das Emerson String Quartet, unter anderem ausgezeichnet mit neun Grammys und drei Gramophone Awards, hat so ziemlich abkassiert, was es nur gibt. Sie gastieren auf der ganzne Welt in den besten Häusern und eben auch im August in Augburg. Sie haben bei SONY Classics ihr zweites Album eingespielt. Und was für eines.
Ich war gerade am CDs einsortieren, da fällt mir diese neue einspielung in die Hände. Ich schau das Bild an, lese den Namen des Quartetts und lese ich, was sie spielen. Mich trifft fast der Schlag, da diese beiden Stücke zu meinen Lieblingskompositionen gehören. Beide sind Ende des 19.Jahrhunderts entstanden und doch sehr unterschiedlich.
Tschaikowsky hat bei einem Florenzbesuch die ersten Ideen skizziert und später dann mit italienisch verspielten Themen, mit russischen und deutschen Motiven, Lieder und Tänzen ausgeführt. Bei Schönbergs „Verklärter Nacht“ sieht dies schon anders aus. Es ist eine Art sinfonische Vertonung eines Gedichtes von Richard Dehmel, in dem in einer Nacht eine junge Frau ihrem Geliebten gesteht, dass sie von einem anderen schwanger ist, den sie aber nicht liebt. Der Geliebte verweist auf diese besondere verklärte Nacht und meint, dass dies schon alles in Ordnung gehe. Die Musik ist deutlich moderner und weist auf das hin, was von Schoenberg und seinen Kollegen noch alles kommen wird.

Die komplette „Verklärte Nacht“ können Sie hier auf youtube anhören und ansehen.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=I3x8siY2yKw]

Den letzten und vierten Satz aus „Souvenir de Florence“ gibt es auch auf youtube mit dem Emerson Quartet.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=5Vxs_rAlcFY]

Website des Emerson Quartets

Zwei Termine in diesem Sommer:
30.08.2013 Berlin Philharmonie
01.09.2013 Augsburg
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Dieses Foto wurde uns aus Polen zugeschickt.
Achten Sie auf den grüne Jastram-Kleber auf dem schicken neuen Koffer.
Vielen Dank an J.

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Nach unserer „Ersten Seite“ am gestrigen Dienstag, ziehen unsere Ehrengäste Heike Sauer und Hanna Münch nach einer kleiner Einlage und Vorschau auf ihre „Flatrate Show“ mit ihrem Kleiderständer wieder ab.

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Hier ein kurzer Trailer zu ihrer Show, die Sie am Freitag, den 19.Juli um 20 Uhr auf der Sommerbühne in Blaubeuren erleben können. (Zwischen den beiden Damen: Unser Vorleser und Urlaubshemdenträger Clemens Grote)

https://www.youtube.com/watch?v=rIvvD-QaWdU