Mittwoch, 27.März


Heute haben Geburtstag:
Heinrich Mann * 1871
Francis Ponge * 1899
Golo Mann * 1909
Hansjörg Schneider * 1938
Harry Rowohlt * 1945
Dubravka Ugresic * 1949
Patrick McCabe * 1955
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„Demokratie ist im Grunde die Anerkennung, dass wir, sozial genommen, alle füreinander verantwortlich sind.“
Heinrich Mann
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Jetzt als Taschenbuch:

Shelly Kupferberg: „Isidor
Ein jüdisches Leben
Diogenes Verlag Taschenbuch € 14,00

Die Berliner Journalistin Shelly Kupferberg schreibt in diesem biografischen Roman über ihren Urgroßonkel, der, aus der tiefsten jüdischen Provinz kommend, in Wien einen grandiosen gesellschaftlichen Aufstieg hinlegte. Zuerst änderte er seinen Vornamen Israel zu Isidor, hatte eine einzigarte Idee, um viel Geld zu verdienen und lebte fortan im Wiener Jetset. Die Prominenz ging bei ihm aus und ein. Gleichzeitig war er überall ein gern gesehener Gast. Um seine Familie kümmerte sich Isidor auch und finanzierte u.a. das Studium des Großvaters der Autorin.
Was kaum möglich zu sein schein: Isidor kommt unter die Räder der Nazi, wird enteignet, inhaftiert, gefoltert und stirbt entkräftet, bevor er seine Flucht in die USA organisieren kann.
Shelly Kupferberg beschreibt Isidors Aufstieg und Leben so hautnah, dass man diese Geschichte beim Lesen kaum glauben kann. Umso heftiger dann sein bitteres Ende.
Doch damit noch nicht genug. Als Walter, der obengenannte Großvater, nach dem Krieg die Wohnung von Isidor aufsucht, wird ihm mit dem Aufschrei: „Der Jud“ die Tür vor der Nase zugeschlagen.
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Kommenden Dienstag, den 2.April, stellen wir ab 19 Uhr wieder vier neue Romane vor.
Clemens Grote liest aus:

Percival Everett: James
– Ein Roman über Rassismus, angesiedelt zur Zeit und in der Stadt von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Der Aufmacher in der ZEIT Beilage zur Leipziger Buchmesse.

Doris Dörrie: Die Reisgöttin
– Gesammeltes im doppelten Sinne. Doris Dörrie schreibt über die vielen Dinge, die sie von ihren vielen Reisen von Bali bis ins Allgäu mitgebracht hat.

Lize Spit: Der ehrliche Finder
– Schmal und sehr intensiv ist dieser Roman, in dem zwei Jugendliche versuchen, die Abschiedung ihrer Familie verhindern wollen.

Vigdis Hjorth: Ein falsches Wort
– Jetzt wieder neu auf dem deutschen Buchmarkt. Der Roman, der die norwegische Autorin weltberühmt gemacht hat und in Norwegen für einen Skandal sorgte.

Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei