Dienstag, 4.April

Heute haben
Gabriele Tergit * 1894
Giorgio Bassani * 1926
Alan Silitoe * 1928
James Ellroy * 1948
Khaled Hosseini * 1965
Geburtstag
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Eduard Mörike
Es ist doch im April fürwahr

Es ist doch im April fürwahr,
der Frühling weder halb noch gar!
Komm Rosenbringer, süßer Mai,
komm du herbei!
So weiß ich, daß es Frühling sei.
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Und wieder ist das marbacher magazin eine literarische Wundertüte.


„Exilbriefe aus dem Deutschen Literaturarchiv“
Herausgegeben von Nikola Herweg
288 Seiten, zahlr. farb. Abb., fadengeheftete Broschur mit Schutzumschlag
marbacher magazin 177/178/179 € 20,00

Das Thema „Exil“ ist dem Deutschen Literaturarchiv seit seiner Gründung ein Anliegen. Während es damals vor allem um die ab 1933 aus Deutschland vertriebene Literatur ging, prägen im späten 20. und im 21. Jahrhundert auch die Zeugnisse von Menschen, die aus anderen Ländern kommend hier Schutz suchen, die Marbacher Sammlungen. Für diesen Band haben Mitarbeiter/-innen aus unterschiedlichen Bereichen des DLA Exil-Korrespondenzen versammelt: von Schillers 1782 nach seiner Flucht aus Württemberg verfasstem Brief über Schreiben aus der NS-Zeit und den Jahren danach bis hin zu einer 2022 nicht mehr auf Papier, sondern via Internet übermittelten Botschaft eines aus der Türkei stammenden Dissidenten. Gleich zweimal taucht die Schriftstellerin Gabriele Tergit auf, die heute Geburtstag hat. Bekannte und unbekannte, nüchterne, manchmal komische, oft verzweifelte und berührende Nachrichten sowie ein sehr bewegendes Essay, aus dem April 2022, der aus der Ukraine geflohenen Schriftstellerin Natalka Sniadanko geben Einblick in 240 Jahre Exilgeschichte.
Eine fesselnde Lektüre, die mich schon beim ersten Durchblättern nicht mehr losgelassen hat und auf aufzeigt, wie politische Willkür Menschen am Leben verzweifeln lässt.
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Heute Abend gibt es wieder eine „Erste Seite“ mit neuen Büchern,
aus denen Clemens Grote vorliest:
Wir beginnen, wie immer, pünktlich um 19 Uhr.
Dieses Mal sind es sogar fünf Bücher.

Carolina Schutti: „Meeresbrise“
Markus Orths: „Mary & Claire“
Judith Hermann: „Wir hätten uns alles gesagt“
Tarjei Vesaas: „Der Keim“
Laurent Mauvignier: „Von Menschen“

Der Eintritt ist frei.

Samstag, 4.März


Heute haben
Gabriele Tergit * 1894
Giorgio Bassani * 1926
Alan Silitoe * 1928
James Ellroy * 1948
Khaled Hosseini * 1965
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Zwischenbilanz

Hin fließen in Frieden
Und wieder her
Kein Geworfen mehr
Von Panzergras beschützt
Über den Ereignishorizont
Ins schwarze Loch

Denn mittlerweile laberwebts
Und weiserweißts
Strittig meist
Bei diesem oder jenem
Doch immer aktuell
Im Wir und Jetzt

Eben hier
Stolpern wir in Zweifelhaft
Und ganz verloren in
Schall und Rauch
Auch ins Netz
Selbstredend
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Unser Buchtipp für den samstagmorgendlichen Markttag:


Maria Bakhareva (Text), Anna Desnitskaya (Illustrationen):
Märkte in aller Welt
Aus dem Russischen von Thomas Weiler
Gerstenberg Verlag € 26,00
Großformatiges Sachbilderbuch ab 10 Jahren


Da laufen einem ja die Augen über. Und gleich mal suchen, welchen Markt ich schon besucht habe.
Denn ein Marktbesuch ist immer ein Erlebnis. Farben, Gerüche, tote Tiere und unbekanntes Gemüse.
Hier gibt es eine Reise zu 24 berühmten Märkten in aller Welt. Vom schwimmenden Markt in Thailand bis zum Fischmarkt in Chile, vom Gewürzmarkt in Israel bis zur Großen Markthalle in Ungarn: An jeder Ecke gibt es aufregende Dinge zu entdecken. Neben vielen tollen Tipps für Erwachsene und Kinder und landestypischen Rezepten bietet dieses Buch noch viele weitere Anregungen für den Marktbesuch. Die wimmeligen, mit überraschenden Details gestalteten Marktszenen bringen uns die Kulturen anderer Länder auf sinnliche Weise ganz nahe.
Und für die Kleinen gibt es Dinge zu suchen, die sich in den Wimmelbildern versteckt haben.

Maria Bakhareva hat für eine Vielzahl russischer Magazine (Themenschwerpunkte: Reise und Food) gearbeitet und zwei Reiseführer geschrieben. Dieses Buch ist ihr erstes Kinderbuch. Sie lebt mit ihrer Tochter und zwei Katzen in Budapest .

Anna Desnitskaya, in Moskau geboren, studierte an der Moskauer Staatlichen Universität für Druckwesen. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet und 2018 für den Astrid Lindgren Memorial Award nominiert. Sie lebt heute mit ihrer Familie in Israel. Bei Gerstenberg sind die von ihr illustrierten „Bücher In einem alten Haus in Moskau“ und „Von Moskau nach Waldiwostok“ erschienen.
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Dienstag, 7.März, 19 Uhr
„Die erste Seite“

Clemens Grote liest aus folgenden vier Neuerscheinungen:

Birgit Birnbacher: Wovon wir reden
Teresa Präauer: Kochen im falschen Jahrhundert
Michel Bergmann: Mameleben
Julia Schoch: Das Liebespaar des Jahrhunderts

Wir beginnen pünktlich.
Der Eintritt ist frei.
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Mittwoch

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Heute haben
Bernhard Kellermann * 1879
Giorgio Bassani * 1916
Alan Silitoe * 1928
James Ellroy * 1948
Khaled Hosseini * 1965
Geburtstag
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Unser gestriges „Shortlistlesen“ ergab nach der Abstimmung ein Siegerbuch. Auch wenn es knapp herging und Clemens Grote zwei Gedichte von Jan Wagner als Zugabe wiederholen musste, schaffte es „Zeiden, im Januar“ von Ursula Ackrill aus dem Wagenbach Verlag bei uns auf Platz eins.

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Ich gebe dieses Ergebnis nach Leipzig weiter und wir schauen, was die daraus machen.
Dank an alle, die mitgemacht haben und natürlich einen extra Dank an Clemens Grote, der uns die Texte wieder einmal gekonnt nahegebracht hat.
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Es gibt Neues von Britta Teckentrup und es wird immer kniffliger.
Da müssen sich die Erwachsenen aber ordentlich anstrengen, um vor den Kleinen die Lösung zu finden.

Britta Teckentrup:“Wir gehören zusammen!“
Ein Such-Buch
Originaltitel: Where’s the pair?
Ab 4 Jahren
Prestel Verlag € 12,99

Es ist wirklich nicht leicht die Paare aus diesen Wimmelbilder herauszufinden.
War es im ersten Band noch so, dass wir aus einem Schwarm Fledermäusen, einer Gruppe von Schildkröten, einer Kolonie von Pinguinen, … ein Tier herauszufinden, das anders war, dreht sie nun die Spieß um. Paare finden. Klingt einfach, ist es aber nicht. Britta Teckentrup, die im englischen Raum viele Bilderbücher herausgebracht hat, zeigt sich hier wieder als einzigartige Grafikerin und Illustratorin und hebt sich ab von allen anderen Wimmelbüchern, die auf dem Markt sind.

1

Ein Rudel Hunde im Park
schnuppert an den schönsten Stellen,
bis ein Hund beginnt,
lauthals zu bellen.

Sie kläffen und heulen
und rennen blitzschnell.
Findest du die Geschwister
mit genau gleichem Fell?

Na dann mal los, liebe LeserInnen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

23

Und auch hier wird es nicht einfacher.
An diesen wenigen Beispielen merken Sie schon die künstlerische Qualität von Britta Teckentrup. Stimmig dazu ist das Papier ausgewählt worden und das kleine Kunstwerk liegt schön in der Hand.
So wünsche ich Ihnen noch viel Erfolg bei der Suche nach den zwei Bären mit den Schals im Partnerlook, den Vögeln mit dem gleichen Federkleid, den Fische, die gegen den Strom schwimmen, …

Britta Teckentrup wurde in Hamburg geboren und hat am Saint Martins College of Art und am Royal College of Art in London Kunst und Illustration studiert. Sie ist Autorin und Illustratorin zahlreicher Bücher und ihre Arbeiten werden häufig in Ausstellungen gezeigt. Heute lebt sie zusammen mit ihrem schottischen Ehemann, ihrem Sohn Vincent und ihrem Kater Oskar in Berlin.
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Unsere nächste Veranstaltung ist Ende des Monats:

Freitag, 27.März um 19 Uhr
Thomas Thiel: Als Militärpfarrer in Afghanistan

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Gefolgt von einer zweiten Ausgabe von „Literalotto
am Dienstag, den 31.März um 19 Uhr
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Mehr aus der Welt der Bücher finden Sie auch auf unseren Fotoblogs:
Jastram.tumblr.com
und
Wiebuecherleben.tumblr.com
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Montag

Nachdem es gestern einen so schönen, sonningen Sonn-tag gab, begrüßt der heutige Morgen mich mit minus 8 Grad.
Herrjeh: Ich hoffe auf baldige Aufwärmung.

Heute haben
Giorgio Bassani * 1916
und
Alan Sillitoe * 1928
Geburtstag.
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Am kommenden Dienstag, den 5.3. gibt es im Ulmer  Stadthaus Händels: „Julius Cäsar in Ägypten“ mit dem Hassler Consort unter der Leitung von Franz Raml.
Gestern abend waren wir in der ersten von zwei Vorstellungen, die Bude war voll und die Leistung der SängerInnen einfach prima.
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, zumal es nur noch diese eine Vorstellung geben wird.
Lassen Sie sich von den verwirrenden Inhaltsangaben in den Opernführern nicht verwirren. Im Programm der Produktion wird alles sehr gut geschildert, mit vielen anderen wichtigen Tipps für die Aufführung.
Hier die Ankündigung in der Südwestpresse Ulm.

Aber gleichzeitig ist natürlich bei uns in der Buchhandlung etwas geboten. Wie jeden ersten Dienstag im Monat stellen wir wieder vier neue Bücher vor.
„Die erste Seite“
Es liest, wie immer Clemens Grote.
Diesmal, als Ehrengast, der Ulmer Bernd Schmitt, der aus seinem neuen Buch mit Erzählungen vorlesen wird.
Wir begrüßen Sie natürlich recht herzlich in unserer Buchhandlung um 19 Uhr.
Hoffentlich fällt Ihnen nun die Entscheidung nicht all zu schwer.
Ein schwäbisches Argument wäre vielleicht, dass bei uns der Eintritt frei ist.
Wir freuen uns auf Ihr / Euer Kommen.

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Zur Einstimmung in diese Woche, zur Freude auf das kommende Frühjahr, stelle ich Ihnen heute ein Bilderbuch vor.

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Knister / Eve Tharlet: „…das verspreche ich dir
Minedition € 14,90
Bilderbuch ab 3 Jahren

Nach dem Winterschlaf macht sich Murmeltier Bruno voller Tatendrang auf Entdeckungsreise und trifft eine wunderhübsche Löwenzahnblume. Beide verlieben sich ineinander. Aber die schöne Zeit zu zweit ist leider bald vorbei, und als sich seine Freundin zur hauchzarten Pusteblume verwandelt hat, bittet sie Bruno: „Puste, so fest du kannst, und alles wird gut! Das verspreche ich dir.“ Brunos Vertrauen wird auf eine harte Probe gestellt, aber am Ende – wie versprochen – doch belohnt.
So schreibt der Verlag in seiner Ankündigung.
Als ich am Samstag über das neuhereingekommene Bilderbuch gestolpert bin, wurde mir ganz anders um’s Herz.
Natürlich sehr stark am Kitsch gebaut, hat Knister doch einen warmen Ton für diese Geschichte getroffen. Natürlich nicht zu vergessen, die Illustrationen der großen Meisterin Eve Tharlet.
Irgendwie dachte ich, es passt so schön in diese (kommenden) Wochen. Das Aufwachen aus dem Winterschlaf, die länger werdenden Tage, die kräftigere Sonne. Jede Wette: Unter den Schneebergen auf der Alb stehen die Krokusse und Schneeglöcklichen schon bereit.
So gehte es auch Bruno. Und natürlich verknallt er sich sofort in jemanden, die sich dann auch noch verändert und verschwindet. Es beginnt eine Zeit der Trauer und der Einsamkeit. Aber auch die verschwindet und es beginnt ein neuer Winterschlaf und das Jahr beginnt von Neuem.
Aber was schreibe ich denn so viel, hinter dem angefügten Link verbirgt sich das komplette Bilderbuch zum Anschauen.
Viel Vergnügen damit.
Hier kommt das Bilderbuch.
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Und wenn Sie jetzt noch Zeit für ein kleines, sehr bewegendes Video haben, dann schauen Sie da noch rein.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Kw1iwvp-HFA]