Donnerstag, 24.November

Heute haben
Laurence Sterne * 1713
Carlo Collodi * 1826
Frances Hodgson Burnett * 1849
Margaret Anderson * 1886
Naruddin Farah * 1945
Arundhati Roy * 1961
Marlon James * 1970
Geburtstag
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Georg Trakl
Verklärter Herbst

Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.

Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluß hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht –
Das geht in Ruh und Schweigen unter.
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Unser Buchtipp:

Dieter Richter: „Con gusto“
Die kulinarische Geschichte der Italiensehnsucht

Wagenbach Verlag, Reihe Salto € 20,00

Dieter Richter erzählt, wie die italienische Küche über die Alpen in den Norden kam. Und nicht nur dahin. Viele Ausgewanderten aus dem Süden Italiens machten sich auf in die Metropolen im Osten der USA.
Wir finden hier eine Kulturgeschichte der italienischen Küche von Goethe bis heute.
Die ersten Eisverkäufer gab es schon zu Beginn des 20.Jahrhunderts in Bremen, die mit Handkarren durch die Straßen zogen und dies unter sehr erschwerten Bedingen von Seiten des deutschen Ordnungsamtes.
Maccaroni? Ungebießbar. Pizza? Unverdauliches Fladenbrot.Meerestiere? Iiiih, wie kann man so etwas essen. Allein schon der Geruch von Olivenöl und Knoblauch war ,bis in die Siebziger Jahre hinein sehr fremd.
Ein langes Kapitel befasst sich mit dem Siegeszug der Pizza rund um den Erdball. Von Neapel bis New York und Peking. Aus den deutschen Restaurants, übernommen von italienischen Arbeitern, die ein paar wenige italienische Gerichte angeboten haben, wurden nach und nach erfolgreiche Pizzerien.
Ein hochinteressantes, vergnüglich zu lesenden Buch über Pasta und Pizza und viel mehr, rund um die sich veränderte Kochkunst Italiens.
Ach: In der DDR durfte es natürlich den Begriff „Pizza“ nicht geben. So wurde das Gericht „Krusta“ genannt und ordentlich mit Fleisch und Kraut belegt.
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Bei uns in den Schaufenstern hängen adventliche Bilder mit Stern von Christel Müller und Claudia Wiltschek, die Sie auch kaufen können.

Mittwoch, 7.September

Heute haben
Catharina Regina von Greiffenberg * 1633
Edith Sitwell * 1887
Taylor Caldwell * 1900
Geburtstag
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Georg Trakl
Verklärter Herbst

Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.

Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluß hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht –
Das geht in Ruh und Schweigen unter.
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Allerlei Getier und „Rätsel, Reim und Regenbogen
Gedichte für Kinder
Hrsg. von Ursula Remmers und Ursula Warmbold
Illustriert von Martin Bernhard
Reclam Verlag je € 6,00

Ob im Kindergarten, in der Schule oder zu Hause, auf langen Zugfahrten oder an Regentagen, zum Lesen oder Vorlesen: Für jede Gelegenheit gibt es hier das passende Gedicht!
Rätselreime, Gedichte zum Lachen und zum Nachdenken u.a. von Josef Guggenmos, Frederik Vahle, Max Kruse, Franz Fühmann, James Krüss, Paul Maar und vielen Abzählreimen, von denen wir gar nicht wissen, wer sie erfunden hat, die wir aber irgendwie alle schon einmal gehört haben. Es gibt eine Abteilung gegen die Langeweile und eine für Glückskinder und Pechvögel und natürlich einen ganzen Band mit Tiergedichten. Mit einem blauen Hund, einer Zauberkatze und einer Einladung in Zirkus, Zoo und anderswo.
Liebevoll illustriert von Martin Bernhard.

Leseprobe „Allerlei Getier“
Leseprobe „Rätsel, Reim und Regenbogen“
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Münsterplatz Ulm, 15 Uhr

„Wir fordern von der Bundesregierung eine grundlegende Verkehrswende. Klimaschädliche Subventionen wie etwa für Diesel und Dienstwagen müssen jetzt beendet werden. Statt Milliarden in neue Straßen zu stecken, müssen diese in ein attraktives und bezahlbares Bus- und Bahn-Angebot und eine gute Fahrradinfrastruktur fließen.“

Donnerstag, 24.Juni

Heute haben
Ambrose Bierce * 1842
Bruce Marshall * 1899
Yves Bonnefoy * 1923
Anita Desai * 1937
Gerhard Roth * 1942
Eugen Ruge * 1954
Geburtstag
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Georg Trakl
Sommer

Am Abend schweigt die Klage
des Kuckucks im Wald.
Tiefer neigt sich das Korn,
der rote Mohn.

Schwarzes Gewitter droht
über dem Hügel.
Das alte Lied der Grille
erstirbt im Feld.

Nimmer regt sich das Laub
der Kastanie.
Auf der Wendeltreppe
rauscht dein Kleid.

Stille leuchtet die Kerze
im dunkeln Zimmer;
eine silberne Hand
löschte sie aus;
windstille, sternlose Nacht.
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Oswald Egger: „Entweder ich habe die Fahrt am Mississippi nur geträumt, oder ich träume jetzt
Suhrkamp Verlag im Großformat € 28,00

Was ist das denn für ein Gesamtkunstwerk? Ein Gedankenspiel, ein Wunderwerk von Worterfindungen. Eine Reise am großen Fluss in Amerika entlang und ein Gedankenfluss der besonderen Art. Es ist eine Reise in die Vergangenheit mit den österreichischen Auswanderen über den Ozean, eine Reise während der Corona-Pandemie von einem Autoren, der in der Raketenstation in Hombroich wohnt und nach den Sternen greift. Im Kopf, mit dem Stift und seinen Zeichnungen auf dem Papier und mit seiner Sprache. Egger mäandert durch Zeit und Raum und ist trotzdem extrem strukturiert, denn seine fast 400 kurzen Abschnitte sind exakt 17 Zeilen lang und je zwei auf einer Seite.
Dass Egger ein Worterfinder, ein Wortausgraber und Sprachverdreher ist, können Sie in der Leseprobe feststellen. Lassen Sie sich überraschen. Und: ich glaube, wir können die Texte auch in anderer Reihenfolge lesen. Ein Versuch wäre es wert.
„Ich springe wie ein Gespinst zwischen Bucht und Ufer, und ich vernähe sie. Faulschlammschwämme grub ich mit der Pfote aus dem Lehm und klopfte sie zu zweien, beide Böden: Wie ein Schwingsieb pendelte der Rieselsand Bahnen. Und solche Auskolkungen vertiefen sich.“

Leseprobe
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Berichtsentwurf des Weltklimarats
„Das Schlimmste kommt erst noch“

tagesschau.de: 23.06.2021 09:09 Uhr

Mehr Hitzewellen, mehr Hunger, Überschwemmungen, Artensterben – Experten des Weltklimarats zeichnen ein düsteres Bild für den Fall, dass es nicht gelingt, die Erderwärmung einzudämmen: Sie sehen die Menschheit in Gefahr.

Der komplette Artikel unter tagsschau.de.
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